Beiträge von e16

    Ein Lebenszeichen aus der Stadtverwaltung zum Thema:

    https://www.magdeburg.de/index.php?obje…FID=698.14656.1

    Jetzt musste ich das Lebenszeichen der Stadtverwaltung etwas sacken lassen. Nun könnte man als außenstehende Person denken - 4 Unternehmen bauen in Magdeburg Glasfaseranschlüsse, was regt sich der e16 eigentlich auf!?

    Wenn man jedoch etwas genauer hinschaut, sieht hier gar nichts rosig aus. Bezogen auf eine Schlagzeile aus einem anderen Beitrag: Der Markt ist bereits kollabiert.

    • Weiterhin gibt es Stadtteile (z.B. Alt/Neu Olvenstedt, Texas) in denen es keinerlei Planung für einen Ausbau gibt. Von keinem der 4 genannten Unternehmen.
    • Die Deutsche Telekom hat kürzlich alle noch offenen Bauvorhaben auf 2024-2025 geschoben. Ursprüngliche Fertigstellungstermine waren 2022 (Cracau, Stadtfeld Ost/West).
    • Die OpenInfra erschließt weiterhin in ihren Gebieten ausschließlich Ein/Zweifamilienhäuser. MFH's sind komplett außen vor. Fertigstellungstermine sind sowieso unbekannt.
    • In Stadtteilen mit nur einem Unternehmen ist die Erreichung der 40% Hürden extrem schwierig zu erreichen. Insofern durch die Stadtverwaltung von einem "Bürger entscheiden über Anschluss" zu sprechen ist mehr als grotesk. Ich als einzelner Kunde entscheide mit meiner Unterschrift über gar nichts.
    • Noch dramatischer ist es bei einem Vertrieb zweier Unternehmen in einem Gebiet (Teile von Diesdorf mit MDCC / OpenInfra, Ottersleben mit Telekom / OpenInfra, Ostelbien mit Telekom / MDDSL), hier kloppt man sich um die glasfaserwilligen Kunden, aber niemand erreicht seine Quoten.
    • Die Stadt hat bereits Anfang 2023 angekündigt, keine Förderungen zu beantragen und ausschließlich auf den eigenwirtschaftlichen Ausbau zu setzen.

    Mein Fazit: So wird das nichts!

    Glückwunsch an all jene, die bis dato zu einem FTTH-Anschluss gekommen sind. Egal ob GPON oder AON.
    Das Thema Glasfaser ist derzeit in D kurz vor dem Kollaps. Ich wünschte es wäre anders.
    Die Branche zerfleischt sich gerade selbst, verbleibende Ausbaucluster werden kleiner oder sind nur noch Flickenteppiche. Kleinere Unternehmen suchen händeringend Aufträge (die fb Gruppen sind voll davon). Ich kenne hier in der Umgebung kein Projekt, welches sich noch im ursprünglichen Zeitplan befindet.
    Selbst die Deutsche Telekom schiebt den Ausbau großer Stadtteile in Magdeburg schon 2 Jahre vor sich her.

    the party is over...

    Wenn nur der Vertrieb von OI nicht so unterirdisch wäre. Inzwischen habe ich große Zweifel, ob der geplante Ausbau in Magdeburg jemals stattfinden wird.
    Realität 2023 ist leider, dass viele hier mit einem 100MBit/s VDSL der Telekom versorgt sind und es OI nicht schafft, diese Menschen von einem Glasfaseranschluss zu überzeugen (nicht überreden).


    Wir hier im Forum bilden <1% der Kundschaft da draußen ab und finden Glasfaser geil. Der breiten Masse ist es schlicht egal.

    Die große Nachfrage nach Glasfaser in den letzten Jahren war schlicht einer akuten Breitband-Unterversorgung geschuldet, aber keiner wirklichen Forderung nach explizit Glasfaser.

    Danke für Deine Rückmeldung.

    Rückblickend betrachtet hätte ich vielleicht andere Worte für meinen Beitrag finden sollen. Aber an Ende ändert es nichts an meiner inhaltlichen Kritik.

    Und nehmt es gern als Input für Verbesserungen an. Ich denke, Kritik zu äußern ist noch immer besser als teilnahmslos wegzusehen.

    Ok, ich habe auch verstanden, Ihr legt keinen Wert auf eine persönliche Vernetzung vor Ort. Ich werde meine Unterstützung einstellen.

    Viele Grüße aus Magdeburg

    In Deutschland benutzt man für Orte oder Städte als politische Gemeinde oder Ortsgemeinde meist den einfachen Ausdruck „Gemeinde“, der aber auch andere regionalspezifische Gemeindeformen beinhaltet. Die Gemeindeordnungen werden von den Ländern beschlossen. Interkommunale Kooperationen, die eine eigene Rechtspersönlichkeit erfordern, erfolgen im Rahmen eines Gemeindeverbandes.

    In einer persönlichen Ansprache mit klarem Ortsbezug und Nennung von Amtspersonen sollte das nicht passieren.

    Ich wüsste einfach gerne, wieso du die OI hier so angehen willst. Der Ausbau der OI ist ein Geschenk und wenn die nicht ausbauen, bekommst du garantiert höchstens einen technisch deutlich schlechteren Anschluss mit im Vergleich schon fast verboten teuren Tarifen.

    Der fertige Anschluss von OI mit einem Provider wie InternetNord ist wohl das Einzige, was sich guten Gewissens "bestes Erlebnis im Bereich Telekommunikation" nennen kann. Fast alle anderen, auch deutlich größeren Firmen setzen auf schwächere oder gnadenlos veraltete Technik, stellen eingeschränkt nutzbare Internetdienste über ihre Provider bereit oder haben unrealistisch teure Tarife, oder eine Kombination aus Genanntem.

    Um hier eines noch einmal klar herauszustellen: Ich freue mich über die Ausbauabsichten der OI in Magdeburg.

    Und ob nun GPON-Anschlüsse (vermutlich meinst Du diese) eine gnadenlos veraltete Technik darstellen, naja, das ist Ansichtssache.

    Trotzdem erwarte ich von der OI eine vernünftige Kommunikation mit den Interessenten und späteren Kunden. Und genau diese findet im Moment an keiner Stelle statt.

    Sei es die oberflächlich verfasste Mail von gestern mit fragwürdigen Fakten (u.a. Kooperationsvereinbarung und ein nicht existierender Brief der Oberbürgermeisterin) und noch immer fehlenden Terminen.

    Mails mit Rückfragen werden nicht beantwortet.

    In den beiden Zoom-Meetings hatte man den Eindruck, dass der OI-Vertreter keinerlei Ortskenntnisse besitzt, womöglich noch nie in Magdeburg vor Ort war.

    Die einzige ortsbezogene Planungsunterlage der OI zu Magdeburg ist hier dokumentiert. Es mag sich jeder ein persönliches Bild machen:

    https://www.magdeburg.de/Bürger-Stadt/System/index.php?NavID=37.657&object=tx,698.11394.1&La=&&oNavID=37.657

    Der Vertrieb läuft ausschließlich über D2D. Das muss nicht schlecht sein, nur wenn monatsweise neue Kolonnen zum Einsatz kommen wirkt das wenig professionell.

    Vielleicht habe ich auch zu hohe Erwartungen ans Projektmanagement und Kundenkommunikation der OI.

    Auf jeden Fall ist der FTTH-Ausbau der OI kein Geschenk, sondern ein Geschäftsmodell.

    Heute erreichte mich eine Mail der OpenInfra. Nach meiner Einschätzung ist sie an all jene gegangen, die ein Angebot im Rahmen des Glasfaserausbaus in Magdeburg abgegeben haben. Neben der verbesserungswürdigen sprachlichen Formulierung enthält sie offensichtlich falsche Informationen:

    • Wenn die Kampagne die Erwartungen übertroffen hat, mit welchen Erwartungen seid ihr gestartet? Nach meiner Recherche hat die OI bisher eine Quote von 10...15% erreicht. Lässt sich online nachvollziehen.
    • Die (Landeshaupt-) Stadt Magdeburg ist keine Gemeinde. Anfängerfehler bei Copy&Paste.
    • Es gibt meines Wissens nach keine Kooperationsvereinbarung mit der Stadt Magdeburg.
    • Es gibt weiterhin auch keinen Brief unserer Oberbürgermeisterin, jedenfalls nicht in Bezug auf die OpenInfra.

    Also falls jemand von der OI mitliest, bitte kommuniziert inhaltlich richtig und mittels Fakten. von einem beste(n) Erlebnis im Bereich Telekommunikation und Internetverbindung seid Ihr ganz weit entfernt.

    Viele Grüße aus Magdeburg


    Hallo Community!

    Wir haben eine neue Website erstellt! Auf dieser könnt ihr viele verschiedene deutsche Glasfaseranbieter kostenlos bewerten. Zudem existiert ein Begriffs Lexikon, indem für jeden Fachbegriffe rund ums Thema Glasfaser einfach erklärt werden. Dieses Lexikon könnt ihr auch erweitern und noch nicht vorhandene Bezeichnungen hinzufügen und erläutern. Die Seite heißt "glasfaseranbieter.de"!

    Um Glasfaseranbieter zu bewerten und Begriffe zu erklären, müsst ihr euch vorher registrieren. Dafür benötigt ihr nur eure Email-Adresse und ein Passwort. Die Email-Adresse müsst ihr bestätigen. Danach könnt ihr ein Passwort festlegen und anschließend bewerten und Begriffe erläutern.

    Nicht registrierte Nutzer können trotzdem die Bewertungen und Erklärungen sehen, jedoch keine eigenen formulieren.

    Momentan befindet sich die Website noch im Aufbau, also entschuldigt wenn es Fehler gibt!

    UI/UX recht unterirdisch. Ich finde lediglich eine unübersichtliche Liste ohne jegliche Filtermöglichkeit.

    Soll dann jeder im Namen von nebulösen Verbesserungen Geld aus dem Fenster werfen? Wie bei Solaranlagen, Wärmepumpen und Elektroautos? Man kann es machen wenn man will und bereit ist die "early adopter" Gebühr zu zahlen, aber rein ökonomisch lohnt es sich nicht. Nachdem ich mehr und mehr lese was für Saftläden die neue Provider sind, überlege ich langsam ob es doch nicht besser wäre bei Vodafone Kabel zu bleiben.

    Ich würde mich freuen, wenn wir hier im Glasfaserforum beim Thema bleiben können. Ansonsten biete ich gern einen privaten Austausch zum Thema Elektromobilität an ;-).

    Wenn ich mich nicht irre, hat die Telekom zu dem Zweck damals die Multifunktionsgehäuse (MFG) aufgestellt.

    Die sollten auch für die Erweiterung zu FTTB/H geeignet sein.

    Das stimmt leider nicht. Bei einem VDSL/SVDSL der Deutschen Telekom als FTTC-Variante werden die MFG komplett für die Linecards und alles drumherum gebraucht. Bei einem späteren FTTH-Ausbau werden Gf-NVT (die schmaleren Verteilierkästen) i.d.R. daneben gesetzt und an eine meist im Boden befindliche Gf-Muffe angeschlossen.

    In meinem Ausbaugebiet der Telekom (bisher ist noch kein Bagger angerollt) gab es nie eine zu erreichende Quote, sie haben einfach gesagt sie bauen aus und fertig.

    Am Anfang gab's den kostenfreien Hausanschluss für Eigentümer. Inzwischen können Eigentümer den nur noch für 799 Euro ohne Vertrag bestellen.

    Ist halt so. Mag sein, dass das noch nicht überall so ist, alleine, dass es hier so ist, ist unverständlich. Mit Tarif kann man nach wie vor ohne Anschlussgebühr mitbestellen. Und ich finde auch nicht, dass meine Nachbarn Ende 80 Egoisten sind, wenn sie zusätzlich zum Lärm und Dreck und Fremden im Haus dann nicht auch noch hunderte Euro ihrer knappen Rente für (aus ihrer Sicht) nix abdrücken wollen. Heizkosten, Pflegedienst usw. sind teuer genug, da bleibt eh nichts übrig.

    Ich sage mal, lernen durch Schmerzen. Wenn die Nachbarn so lange warten, bis der Hausanschluss kostenpflichtig wird, ist denen nicht mehr zu helfen.
    Und btw, das hat nix mit dem Alter zu tun. Meine Nachbarin mit 85 stand ganz vorn in der Reihe, als es um den (kostenfreien) Glasfaserausbau ging.

    Das war langfristig der klügste Weg zB die vielen Rentnerhaushalte zu überzeugen die halt kein Internet wollen und selbstverständlich dann auch nicht hunderte Euro für etwas bezahlen wollen sondern sagen darum sollen sich die Erben kümmern, die bekommen schließlich schon eine Immobilie geschenkt.

    Hab ich selbst schon so gehört und ich kann's absolut nachvollziehen.

    Genau diese Haltung ist leider weit verbreitet. Wenig bis kein Gemeinsinn. Nicht einmal innerhalb von Familien (wenn Immobilien in dieser vererbt werden).

    Machen wir uns doch nichts vor: Die Ausbausituation und Vorgehensweise der TK-Untertnehmen ist alles andere als optimal, aber im Moment und kurzfristig nicht änderbar.

    Trifft nun diese Flickenteppichausbauverhalten mit Quote auf wenig Gemeinsinn, bleiben die Glasfaserwilligen im Zweifel bei Ablehnungsquoten >70% auf der Strecke. Da kann jeder einzelne Ablehner seinen ganz privaten Grund haben (ich könnte Bücher darüber schreiben), über die Folgen dieses Verhaltens machen sich die wenigsten Mitmenschen Gedanken.

    Also für Oranienburg (Lehnitz) und für Birkenwerder ist noch kein Ausbau in Sicht. In einem anderen Thread habe ich jetzt gelesen, dass es in Velten schon vorwärts geht.

    Mal interessehalber (aus Magdeburg) gefragt: Über welche Zeitspannen seit dem Vertriebsstart reden wir für die einzelnen Orte?

    Und wenn dein Anschluss nur 50 MBit/s liefert, dann haben die Spitzen eine Höhe von 50 MBit/s, tauchen aber doppelt so oft auf. Bedenke dabei auch das Aktualisierungsintervall der Anzeige, dass nicht mit der Streamjng App synchronisiert ist und somit Verzerrungen erzeugen kann.

    Solange dein Anschluss die Bandbreite des Streams liefern kanm, ist alled gut. Und wenn nicht, reduziert der Streamingdienst die Bandbreite, und zwar so, dass die meisten es gar nicht mitbekommen.

    Die Abtastraten der Messung sind hoch genug um die Spitzen erfassen zu können. Ich weiß schon was ich tue.

    Und wenn sich die Bandbreite reduziert, sehe ich das ziemlich deutlich. Dann geht es i.r.R. auf SD zurück.

    Ich wollte hiermit auch lediglich aufzeigen, dass Streams eben nicht mehr glattgebügelt Bandbreite belegen (wie das beim alten MagentaTV der Fall war), sondern eher größere Paketen ziehen.

    Und die zweite Annahme, dass wenn mehrere dieser Streams zeitgleich unterwegs sind, die Wahrscheinlichkeit von Engpässen auf einem 100MBit/s Anschluss steigt.

    Ich bin mir nicht sicher, ob die Anforderungen an die Spitzenbandbreiten so deutlich steigen werden. Der Anstieg der Datenmengen ist meines Erachtens eher auf die Benutzung von Streaming und Cloud-Diensten zurückzuführen: Die Übertragungen benötigen nicht unbedingt hohe Spitzenbandbreiten, die Haushalte lasten die Leitung täglich nur länger aus. Und auch eine 100 MBit/s Leitung reicht für 4 parallele Streams.

    Tatsächlich halte ich die Bandbreite für das schwächste Argument für Glasfaser. Die anderen QoS Parameter sind deutlicher vor den Kupfer-Konkurrenten, und natürlich die Zukunftssicherheit. Man muss sich darüber klar sein, dass Glasfaser über kurz oder lang das einzige Netz ist, dass bestehen bleibt.

    Komisch, wenn ich meinen Traffic eines HD-Streams aus der ÖR-Mediathek scanne, habe ich ziemlich Spitzen drin. Und die sollten dann bei 4 Steams an meinem 100BMit/s Anschluss nicht gleichzeitig kommen.

    Besser hätte man es nicht schreiben können!

    Das muss man abwarten. Es ist eher unwahrscheinlich dass die aktuell bekannten Ausbaugebiete die letzten Ausbaugebiete der Telekom in Magdeburg sein werden. Insbesondere wenn der Ausbau durch die anderen Anbieter nicht statt findet. Die Telekom baut ja auch viele Gebiete mit Einfamilienhäusern aus.

    Die DT beobachtet die Situation sehr genau und ist dementsprechend gewarnt. Daher wird das hier auf Jahre hinaus verbrannte Erde bleiben.
    Wahrscheinlich sind sie deshalb hier nicht schon aktiv geworden.

    Zu den Anbaugebieten der DT in Magdeburg: Offiziell bestätigt ist das nicht, aber es lässt sich ein Muster erkennen: Gebiete mit Kabel-Anschlüssen der MDCC (also Wettbewerbsgebiete), Gebiete in denen sie nur 16MBit/s liefern konnten und ehemalige OPAL-Gebiete.