Ok also wird das Problem dann auch von seiten der DG gar nicht beachtet weil die BNetzA Tool mit 4 Downloads das einfach kaschiert?
Naja, was heißt kaschiert?
Was verkauft euch der Internetanbieter? Einen Internetanschluss mit einer gewissen Geschwindigkeit. Das ist in erster Linie die physikalische Geschwindigkeit. Die ist bei Glasfaser selten das Problem, eher bei DSL.
Und dann kommen Aspekte wie Routing und Peering ins Spiel. Das alles spielt aber maximal bis Schicht 3, alles darüber hinaus (also TCP und Applikationsebene) und die daraus resultierenden Probleme sind nicht Gegenstand des Vertrags mit dem Internetanbieter.
Und genau da fangen die Probleme an, denn es ist zuweilen schwierig zu differenzieren, ob ein Problem aufs Peering, auf die Server oder auf die TCP Parameter des Clients zurückzuführen ist. Fakt ist, dass all diese Dinge Einfluss haben aufs Messergebnis, aber überhaupt nicht im Einflussbereich des Anbieters liegen. Und wie blendet man die aus? Am einfachsten durch mehrere parallele Übertragungen, da man damit Engpässe im Backbone oder auf Serverseite umgehen kann.
Prinzipiell sind nach meiner Erfahrung die TCP Algorithmen deutlich häufiger für solche Probleme verantwortlich, als man denken sollte. Das Umstellen der Congestion Control auf Server und Client Seite hat zuweilen dramatische Auswirkungen, die man nicht erwarten sollte.
Fazit: Ja, ich denke, mehrere parallele Streams gibt ein realistisches Abbild der Internetleitung, da übergeordnete Effekte ausgeblendet werden und schlussendlich die Übertragungskapazität der Leitung gemessen wird. Also auch das, wofür ihr bezahlt.