Und natürlich wird der Marktzugang von Hardwareherstellern vom Gesetzgeber nicht behindert. Höchstens von den Providern, die nur ihren Zwangs-ONT an der Faser sehen wollen.
Weil du von ihnen verlangst, Prozesse und Rahmenbedingungen festzulegen, um ein Gesetz einzuhalten, das es nirgendwo anders gibt. In der Folge werden Geräte aus der Liste der technisch kompatiblen ONTs herausfallen, und der Marktzugang wird erschwert.
Mit welcher Begründung? Ist das Telekom Glasfasermodem 2 für das Netz von Deutsche GigaNetz gefährlich?
Vielleicht nicht gefährlich, aber wenn es seitens des Providers nicht getestet ist, kann die einwandfreie Funktion nicht gewährleistet werden, vor allem auch im Zuge zukünftiger Updates der Infrastruktur. Und wer bekommt den Support-Anruf, wenn es plötzlich nicht mehr funktioniert? Der Provider, oder der Hersteller des Modems, das Kunde unbedingt wollte? Und wehe, der Provider traut sich dann an der Service Hotline zu sagen, "das Gerät unterstützen wir nicht, da müssen sie sich selbst drum kümmern". Was meinst du, was 2 Minuten später in einem Forum wie diesem los ist?
Klar, es steht auch im Gesetz, nur technisch geeignete Geräte, und Provider muss erforderliche technische Parameter dokumentieren, und Kunde muss sich darum kümmern, eine geeignete Auswahl zu treffen. Nur wer soll mit einer Reihe ITU, RFC, TR und sonstwas Norman am Ende noch abschätzen, ob sein Gerät wirklich zu der vom Provider veröffentlichten Liste passt? Und was, wenn der Provider die Liste irgendwann ändert, und das eigene Gerät rausfällt?
Eine Norm, ein global standardisiertes Vorgehen zum Onboarding, eine Nummer in der Liste der Provideranforderungen. Mehr ist dem Durchschnittskunden nicht zuzumuten. Solange es das nicht gibt, wird die Endgerätefreiheit ein Wunsch bleiben.