Tja, so war das regulatorische gewollt: Jeder Anbieter konnte sich Kabelverzweiger reservieren und hatte dann 12 Monate das Recht dort FTTC+Vectoring auszubauen, und dann (aus technischen Gründen) das exklusive Recht VDSL Vectoring zu betreiben. Das ging nach dem "wer zuerst kommt mahlt zuerst"-Prinzip. Die Telekom hat sich so gut 80% der Haushalte gesichert, die anderen Anbieter etwa 10%, weitere etwa 10% haben keinen FTTC-Ausbau bekommen. Ob 88% des FTTC-Ausbau (80% von 90% versorgten Haushalten) "komplettes Versagen" ist, da kann man wohl unterschiedlicher Meinung sein.
Das System war darauf angelegt, dass die Telekom nicht überall die ersten sind. Und die Erwartung dass die Telekom immer und überall ausbaut ist eben auch etwas aus der Zeit gefallen.
Aber im Gegensatz zur Telekom hat DNS:NET ca. 5 Jahre später begonnen FTTC zu FTTH auszubauen. Bei uns in der Straße haben sie von 26 EFH 22 zu GF bewegen können.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies hier mit der Telekom genau so passiert wäre. Das Negativ-Beispiel ist ja der Bereich um den Sendemast nach 2010.