Beiträge von kingpin42

    Klingt als arbeitest du für einen der beiden Anbieter, liege ich da richtig? ;)

    Nicht direkt, für den technischen Diensteerbringer. Schreibe hier aber nicht in offizieller Funktion.

    Die meisten Prefixe von HE sind da vermutlich gelistet, das ist dann egal wo der Tunnel terminiert. Jedenfalls hat das ein Kunde berichtet, dem ich mal vor Jahren geraten hatte, bei HE temporär einen Tunnel einzurichten.

    Für reine, netzlokale IPv6 Konnektivität gibts ja auch noch ULA Adressen. Dafür braucht es ja keine globalen Adressen die überall erreichbar sind.

    Ich glaube da herrscht ein Missverständnis. DS-Lite ist eine Tunneltechnik von legacy IPv4 in IPv6. Dazu muss zuerst eine valide IA_NA Adresse bei deinem Router existieren, sowie der Tunnelendpunkt des Providers (AFTR) bekannt sein. Üblicherweise gibts Beides via DHCPv6 bzw die IA_NA via RAs und den AFTR via DHCPv6. Dein Router baut dann einen Tunnel zum Provider auf und leitet sämtlichen IPv4 Datenverkehr darüber.

    Bei EON und zB der DG werden die beiden Adressvarianten unabhängig voneinander bedient, dh dein Router baut keinen Tunnel über IPv6 auf für IPv4, sondern fragt für eine IPv4 Adresse per DHCPv4, und für eine IPv6 Adresse und Prefix via DHCPv6 getrennt an.

    Bei der Größe des delegated Prefix gibts keine Vergaberichtlinie oder Vorgabe, die RIPE gibt in Best Practices zwar vor, jedem Haushalt ein /48 zuzuteilen, allerdings ist das zumindest aktuell noch nicht nötig, weshalb man da etwas konservativer mit den Netzen umgeht. Zumindest auf unserer Seite. /60 sind ja immerhin noch 16 nutzbare /64er Netze, so viele verschiedenen Netze haben ohnehin nur die wenigsten Privatnutzer. Geschäftskunden bekommen ohnehin feste /48er Netze, da spiel das noch weniger eine Rolle, die haben aber idr mehr Netze im Einsatz als Privathaushalte.

    Vorsicht mit Netzen von Tunnelbrokern, die sind sehr gerne bei vielen Streaminganbietern auf Blocklisten, da dem Benutzer dann keine genaue Geo-IP Location zugeordnet werden kann.

    Daher wäre die erste Spalte der ISP und die zweite, falls nicht deckungsgleich, der Netzbetreiber.

    So können dann je Fall unterschiedliche Attribute hinterlegt werden.

    EON würde dann zB in Spalte 2 auftauchen.

    Dann korrigiere ich mal, E.ON Highspeed ist der "ISP", der verwendet VLAN 132 für HSI und 232 für VoIP, beides via DHCP, soweit korrekt. Der Netzbetreiber ist die Westconnect, das Access-Netz managed die Vitroconnect. Über die Westconnect lassen sich jedoch auch alternative WLPs der Vitroconnect buchen, z.B. Novanetz oder Eifel-DSL. Oder im Geschäftskundenbereich eben folgende: https://www.westconnect.de/partner/

    Auf deren FTTC Infrastruktur bekommt man auch als Privatkunde die Auswahl der üblichen großen TK-Schwergewichte wie DTAG, o2/Telefonica und 1&1.

    Der Support macht mal wieder nichts. Ich soll Screenshots schicken, aber ein Ticket machen sie erstmal nicht auf. Toll. Das wird wieder Wochen so weiter gehen ehe mal ein schwergewichtiger Kunde sich beschwert. Der normale Kunde ist immer der Depp und schaut in die Röhre.

    Dann musst du eben zum schwergewichtigen Kunden werden ;) oder einen anderen schwergewichtigen Kunden anpingen, das er sich auch dort beschwert.

    Firsthop gehört zu AS8881, damit Versatel/1&1 Backbone.

    Wahrscheinlich habt ihr auch deutlich mehr PK als GK Verträge, oder? Wie ist das Verhältnis pro Vertrag zueinander? Wie viele Daten erzeugen einzelne PK Verträge, wie viele GK Verträge? So grob von Minimal bis Maximal? Wäre mal interessant in dem Zusammenhang.

    Ja. Was für ein Verhältnis meinst du ? Wir protokollieren nicht, wieviel Traffic jeder Kunde erzeugt. Das brauchen wir nicht und ich bin mir gerade auch gar nicht sicher ob wir das überhaupt dürften. Ich kenne jedoch die Auslastungsgraphen der BNGs, an denen unsere Whitelabel-Partner mit ihren PK hängen, und unsere Router, an denen nur GK hängen.

    GK Traffic ist so gut wie zu vernachlässigen. Der Großteil unseres Traffics wird von PK in den Abendstunden verursacht. Der Graph sieht ähnlich zum DECIX aus, ein Sägezahnmuster mit abendlichen Peaks. Der Große Teil des Traffics wird von lokalen Cachingsystemen (Netflix OCA, Google Global Cache, Akamai Cache usw.), PNIs oder via IXen mit festen Portkosten ohne 95-Perzentilabrechnung abgewickelt. Aber selbst unsere monatlichen Kosten für Upstream/Transit sind insgesamt betrachtet als eher gering einzustufen.

    Also, eine Liste von Anwendungen, für die CGNAT wirklich ein K.O.-Kriterium ist, hab ich nicht gefunden. Der Zugriff von außen ist es nicht, das ist, denke ich, unstreitig, das kriegt man anders hin, schlimmstenfalls über ein VPN zu einem VPS. Was bleibt?

    Inbound raw IPSec und der häufigste Grund (zumindest bei uns damals, als wir noch direkten Privatkundenvertrieb gemacht haben), NAT Typ strict/3 bei Konsolen.

    Oder alles was eben direkt auf die IP des Anschlusses zugreifen will.

    Du hast auf die Ausführungen von HubeBube zu OpenAccess geantwortet.
    Die haben kein OpenAccess und werben auch nicht damit.

    Das ist jetzt zwar alles OT, aber das stimmt nicht.

    Westenergie Breitband FTTH Netze sind OpenAccess, und es gibt bereits mehrere Anbieter auf den Leitungen, siehe https://eon-highspeed.com/faqs/

    Hier stehen ein paar Partner: https://www.westconnect.de/partner/

    eifel-dsl lässt sich auch bei EON/Westconnect Anschlüssen buchen.

    Ich würde mir das ja nicht aus den Fingern saugen, wenn ich es nicht genau wüsste.

    Welcher Entwurf? Hast Du eine Quelle?

    Aktuell ist "Open Access" nicht mehr als eine Absichtserklärung der Glasfaserinfrastrukturanbieter Diensteanbieter auf die Faser zu lassen. Freilich zu den Konditionen, die der Infrastrukturanbieter vorschreibt. Da es nicht absehbar ist, wann und ob überhaupt die BNetzA den Glasfasermarkt zu regulieren gedenkt, ist "Open Access" nicht mehr als ein Marketigwort im Bullshit Bingo.

    Der einzige Anbieter, der das in D wirklich realisiert ist OpenInfra und jeder kann sich glücklich schätzen an dieser Infrastruktur angeschlossen zu sein und zwischen den Diensteanbietern (Internetaccess, Telefonie) frei und beliebig wählen zu können.

    Westenergie Breitband/EON auch.

    Den einen Tag lag sogar der Ping mal bei 19 ne ganze zeit lang, war direkt ein Tag nach störungsmeldung. Aber das war am nächsten Tag auch wieder passé.

    Dann liegt eine andere Ursache Nahe, als zu lange Strecken oder zu viele L2 Hops. Anfänglich war davon jedoch noch nicht die Rede.

    Ja klar, aber es gibt keine vernünftige Erklärung für 30 ms L2 vor dem ersten Hop. Wenn ich in der Zeit bis Lappland und zurück komme, dann läuft halt schlichtweg etwas falsch im Netz der UGG. Die Latenz ist einfach viel zu hoch, um eine vollendete Tatsache darzustellen. Wenn dein Auto auf einmal nur noch 60 auf der Autobahn fährt, gehst du ja auch vom Notlaufprogramm aus und nimmst es nicht einfach hin. Die Verhältnisse sind hier ähnlich.

    Doch gibt es, wenn man den genauen Weg nicht kennt und die Zahl der dazwischenliegenden Hops. Zumindest wenn man bereits das Vergnügen mit riesigen Carriernetzen machen durfte.

    40ms RTT sind noch kein Grund für vermutete Schäden im Netz. Und rechtlich zudem auch gar nicht anzweifelbar.

    Nö, die Latenz entsteht doch schon am ersten Hop und ist für FTTH geradezu unfassbar hoch. Der Rest ist ja dann normal.

    Ja, exakt das Phänomen das wir bei einem unserer WLPs auch sehen. Die L2 Hops zwischen seinem Router und dem ersten Providerhop sieht er ja nicht in einem Traceroute.

    Als miserabel würde ich 40ms jetzt nicht bezeichnen. Fürs Gaming macht das auch weniger den Unterschied, hoher Jitter oder Packetloss ist da viel schlimmer.

    Ohne den genauen Weg zu kennen tippe ich da mal auf Übergabepunkte in FFM und vermutlich vielen L2(.5) Hops, die der kurzen Latenz ein Strich durch die Rechnung machen.