Neubau EFH Verkabelung - welche cat Kabel zu verwenden? Cat 6, Cat 6a, Cat 7, Cat 8.1?

  • Guten Abend,


    Wir bauen derzeit unser EFH und der Elektriker ist mit der Rohinstallation so gut wie durch. Er meinte er nimmt cat 6 Kabel weil diese die gleiche Geschwindigkeiten wie cat 7 hätten da der neue Standard Stecker von Cat 7 sich nicht durchgesetzt hat.


    Nachdem ich nun etwas recherchiert habe, ist es gar nicht so verkehrt was der Elektriker sagt, sofern er Cat 6a einsetzt welches auch 10gbit fähig ist, korrekt? Das werde ich morgen überprüfen, er hat soweit ich weiß das ganze Haus bereits verkabelt.


    Bei Cat 7 könnte man später ggf den Stecker tauschen und somit 10gbit gewährleisten.


    Oder sollte man gerade in einem Neubau EFH direkt auf Cat 8.1 gehen welche die RJ45 Stecker nutzt und sogar 25 GBit fähig sind?


    Vielen Dank vorab


    Es wird ein DG giga Anschluss der deutschen glasfaser geben


    Einzug wird so Mai werden.

  • Die Technik für wesentlich mehr als 1Gbit/s über Kupfer wird meiner Meinung nach vergleichsweise teuer bleiben, weil der Modulations- und Demodulationsaufwand steil ansteigt und der SOHO-Markt für solche Geräte winzig ist. Wer hat schon eine entsprechende Verkabelung? Der Trend geht zu Laptops, die so flach sind, dass der Ethernetport weggelassen wird... 2,5 und 5 Gbit/s über Kupfer werden vielleicht noch eine nennenswerte Verbreitung finden, weil die mit den massenweise verlegten Cat.5e Kabeln funktionieren. Dafür reicht dann aber eben auch Cat.5e.


    Wichtiger als die Kabelkategorie ist, dass die Kabel austauschbar verlegt werden und genug Rohrkapazität für zusätzliche Kabel vorhanden ist. Zwei Cat.6 Kabel sind in der Praxis nützlicher als ein Cat.7 Kabel. In Zukunft wirst du Glasfaser wollen, nicht 10Gbit/s über Kupfer.

  • Nein, Glasfaser bis zum Endgerät ist noch nicht üblich. Mit höherem Bandbreitenbedarf wird das aber hoffentlich weitere Verbreitung finden. Deswegen sollte man darauf achten, dass man Glasfaserkabel nachträglich einziehen kann. Heute ist ein Glasfasernetz im Haus noch teuer, weil das im privaten Bereich kaum jemand macht.


    Meiner Meinung nach ist es wesentlich öfter ein Problem, dass kein Kabel liegt, wo es gebraucht wird, als dass ein Netzwerkkabel vorhanden ist, aber eine zu geringe Kategorie hat.

  • Dafür gibt es Standards, z.B. RAL-RG 678. Dein Elektriker kann dich dazu sicher beraten. Doppeldosen sollten m.M.n. mindestens im Wohnzimmer, im Arbeitszimmer und vor allem dort, wo der Router hinkommt, installiert werden. Alle Kommunikationskabel werden austauschbar verlegt. Man kann sich eine Menge überlegen, was noch nützlich sein könnte. Z.B. könnte man WLAN Access Points an der Decke montieren wollen. Irgendwann wird es einfach eine Preisfrage.

  • Moin zusammen nochmal,


    ich habe in einem anderen FOrum mal bisschen recherhiert und dort wurde über ubiquiti gesprochen.

    Ich denke ichw erde nun folgende Konstellation bei eins für die Zukunft einplanen:


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  • Ubiquiti hat sicherlich gute Lösungen, ist aber auch für den semiprofessionellen Markt. Ohne Kenntnisse von Netzwerktechnologie kommt man da ganz schnell an seine Grenze und die häuslichen SLAs sind so strikt, das niemand im freien Markt diese dafür aufgerufenen Preise bezahlen würde. Zitat: "Das Internet geht nicht mehr". Das Ubiquiti Komplettsystem besteht aus etlichen Komponenten (Access Points, Switche, Gateways) die auch administriert werden müssen. Und wenn jetzt einer Ubiquiti Dream Maschine ruft, sage ich: Ich will kein aktives Netzwerkgerät mit Lüfter im Wohnzimmer haben.


    Spaß bei Seite, ich würde an deiner Stelle mindestens 25er qualitativ hochwertige Leerrohr verlegen (und darin immer einen Einziehdraht auf Reserve liegenlassen), Doppeldosen sollten Standard sein und an der Decke/den Decken ebenfalls Leerrohre für den Anschluss von Access Points vorsehen. Notfalls kann man die immer noch für eine Deckenlampe oder Ventilator verwenden. Und dazu einen Technikraum/Technikschrank mit 19" Rack. Bei einem Neubau sollte das drin sein. CAT7 Kabel sind gut, da ist nichts dagegen einzuwenden. Wie schon häufiger hier geschrieben ist eine kupferbasierte Netzwerkverkabelung im Dauerbetrieb, Stand jetzt, robuster und im Fehlerfalle einfacher überprüfbar als eine Gf-Verkabelung für die eigenen vier Wände.


    Das ist aber auch nur meine persönliche Meinung, es mag durchaus andere geben.

  • Ach herrjeh, ich hatte gar nicht deinen Beitrag bezüglich des Rittal Racks gesehen, da erübrigt sich ja vieles von dem was ich geschrieben habe.


    Noch ein Wort zur Cloud: Das ganze Devicemanagement wird dorthin gehen. Da würde ich einer Ubiquiti oder Meraki deutlich mehr trauen als einer Lösung aus dem Asiatischen Raum.


    Zu der Racktiefe: Falls machbar die größte Tiefe nehmen, meine Erfahrung ist die, das die Geräte zwar flacher, jedoch dafür immer tiefer werden.


    Zu der Höhe: Eine HE (manchmal HU) sind 2,54 cm, da kannst Du dir leicht ausrechnen ob die Geräte hineinpassen. Plane aber mit mindestens 2 HE als Reserve!

  • Ubiquiti hat sicherlich gute Lösungen, ist aber auch für den semiprofessionellen Markt. Ohne Kenntnisse von Netzwerktechnologie kommt man da ganz schnell an seine Grenze und die häuslichen SLAs sind so strikt, das niemand im freien Markt diese dafür aufgerufenen Preise bezahlen würde. Zitat: "Das Internet geht nicht mehr". Das Ubiquiti Komplettsystem besteht aus etlichen Komponenten (Access Points, Switche, Gateways) die auch administriert werden müssen. Und wenn jetzt einer Ubiquiti Dream Maschine ruft, sage ich: Ich will kein aktives Netzwerkgerät mit Lüfter im Wohnzimmer haben.


    Spaß bei Seite, ich würde an deiner Stelle mindestens 25er qualitativ hochwertige Leerrohr verlegen (und darin immer einen Einziehdraht auf Reserve liegenlassen), Doppeldosen sollten Standard sein und an der Decke/den Decken ebenfalls Leerrohre für den Anschluss von Access Points vorsehen. Notfalls kann man die immer noch für eine Deckenlampe oder Ventilator verwenden. Und dazu einen Technikraum/Technikschrank mit 19" Rack. Bei einem Neubau sollte das drin sein. CAT7 Kabel sind gut, da ist nichts dagegen einzuwenden. Wie schon häufiger hier geschrieben ist eine kupferbasierte Netzwerkverkabelung im Dauerbetrieb, Stand jetzt, robuster und im Fehlerfalle einfacher überprüfbar als eine Gf-Verkabelung für die eigenen vier Wände.


    Das ist aber auch nur meine persönliche Meinung, es mag durchaus andere geben.

    Wollte schon sagen, hab doch soweit alles beschrieben bereits geplant bzw ist sogar schon soweit alles umgesetzt.

    Daher komme ich ja auf die 60 cat 7 LAN Kabel :)siehe Bilder.


    Nur hier hatte der Elektriker nicht zugehört und wollte alle Geräte an die Wand montieren. Das wollte ich nicht und hab nun ihm mitgeteilt, das ich eine serverschrank haben möchte, entweder an der Wand hängend oder auf dem Boden stehend.


    Das Problem mit der Tiefe ist dass der dann ja so extrem weit weg von der Wand raus steht...


    Zumindest wenn der an der Wand hängen sollte, sieht das komisch aus. Wenn der auf dem Boden steht wäre das Vielelicht nicht so schlimm :)


    Und mit den HE kann man da denn etwas empfehlen bei der Auflistung oben?

  • Das Problem mit der Tiefe ist dass der dann ja so extrem weit weg von der Wand raus steht...

    Zumindest wenn der an der Wand hängen sollte, sieht das komisch aus. Wenn der auf dem Boden steht wäre das Vielelicht nicht so schlimm :)



    Da hast Du mit deinen 60 Ports ja einiges vor und wenn Du den Platz hast, würde ich dir zu dem Standard mit 42 HE raten. Hast Du dir schon mal Gedanken über die Kabelführung und Stromversorgung im Rack gemacht? Da gibt es für die Stromleisten (PDU) diverse Lösungen. Am wichtigsten ist die Entscheidung Schuko oder Kaltgeräte (C13/C14) oder beides? Werden die PDUs oder auch nur eine 3-phasig mit 16 A abgesichert angefahren oder nur Einphasig (da sollte dir der Elektriker mit Rat und Tat zur Seite stehen). Ich empfehe hier die 3-Phasen, dann musst Du dir aber auch Gedanken machen, wie die Stromanschlüsse auf die Phasen/Steckdosen verteilt werden.

    Ja und dann die 60 RJ45-Stecker: Passen die noch auf ein Patchfeld oder muss für die Montage im Rack neu aufgelegt werden? Wieviel HEs werden dafür benötigt und wie werden die Kabel im Rack geführt? Üblicherweise wird über und unter jedem Switch so eine Kabelführung montiert, auch dafür wird jeweils eine HE benötigt. Anbei ein Bild, wie es aussieht, wenn zu wenig Kabelführung verwendet wird. Zur weiteren Kabelbefestigung im Rack ein Tipp: Klettband gibt es auf der 25 m Rolle. Das eignet sich ganz hervorragend zur Kabelbefestigung, wenn es in der passenden Länge abgeschnitten wird. Und ist darüberhinaus wiederverwendbar. Kabelbinder sind für die Netzwerkverkabelung nicht so schön.


  • Da hast Du mit deinen 60 Ports ja einiges vor und wenn Du den Platz hast, würde ich dir zu dem Standard mit 42 HE raten.

    Ok, ich messe nachher mal aus wie viel Platz da genau ist, bzw. spreche nochmal mit dem Elektriker. 42 HE ist glaub richtig überdimensioniert, aber gut ;) dann habe ich definitiv Platz für alles was kommen mag....



    Hast Du dir schon mal Gedanken über die Kabelführung und Stromversorgung im Rack gemacht? Da gibt es für die Stromleisten (PDU) diverse Lösungen. Am wichtigsten ist die Entscheidung Schuko oder Kaltgeräte (C13/C14) oder beides? Werden die PDUs oder auch nur eine 3-phasig mit 16 A abgesichert angefahren oder nur Einphasig (da sollte dir der Elektriker mit Rat und Tat zur Seite stehen). Ich empfehe hier die 3-Phasen, dann musst Du dir aber auch Gedanken machen, wie die Stromanschlüsse auf die Phasen/Steckdosen verteilt werden.

    Nein habe ich mir keine Gedanken gemacht, da müsste der Elektriker mit behilflich sein.



    Ja und dann die 60 RJ45-Stecker: Passen die noch auf ein Patchfeld oder muss für die Montage im Rack neu aufgelegt werden?

    Nein auf 1 Patchfeld nicht. Der Elektriker meinte er würde 3 x 24er Patchfelder nehmen. Und jeweils dazwischen dann die 2 Switche hängen.

    Das müsste doch dann auch gut funktionieren.


    lettband gibt es auf der 25 m Rolle.

    Haben wir bei unserem Serverschrank in der FIrma auch, das klappt da auch ganz gut eigentlich.



    Kannst du einen Serverschrank speziell empfehlen?

  • Ok, ich messe nachher mal aus wie viel Platz da genau ist, bzw. spreche nochmal mit dem Elektriker. 42 HE ist glaub richtig überdimensioniert, aber gut ;) dann habe ich definitiv Platz für alles was kommen mag....

    Nun ja, die nächste kleinere Größe wären 38 HE, das ist jetzt nicht so viel kleiner. Danach kommen schon die 24 HE Schränke.


    Nein auf 1 Patchfeld nicht. Der Elektriker meinte er würde 3 x 24er Patchfelder nehmen. Und jeweils dazwischen dann die 2 Switche hängen.

    Mit den 42 HE hättest Du ja im Zweifelsfalle und für die Zukunft noch Luft für einen etwaigen Umbau.


    Kannst du einen Serverschrank speziell empfehlen?

    Die Lösungen von Rittal sind immer ganz pfiffig und man merkt die lange Erfahrung der Firma deutlich an. Allerdings ist das auch die Königsklasse an Lösungen und auch im Preis. Es geht ja um die Ausstattung für ein EFH und da würde ich auch eher preissensitiv kaufen. Meiner Meinung nach ist es wichtig, das der Hersteller des Racks auch passende Stromleisten in seinem Programm hat. Für deinen Zweck denke ich, das eine einzige, einfache, 3-phasig angeschlossene Stromleiste mit Schukobuchsen (max. 18) ausreichen würde. Bei C13/C14 ginge noch mehr, hier schlagen die einschlägigen Normen zu und mit einer 16 A Absicherung ist dann die maximale Schukoanzahl mit 18 Stück erreicht. Also etwas in dieser Art: Rittal PDU basic, beachte bitte den roten CEE Stecker. Dein Elektriker ist auch hier der Mann des Vertrauens. Die Vorzüge einer modularen Lösungen ist dann eher etwas für das professionelle Umfeld: Rittal PSM Steckdosenmodule

  • Danke für deine Rückmeldung. WÜrdest du einen Schrank denn gebraucht kaufen, oder besser neu wegen Ersatzteile auf lange Sicht etc?

    Gibt ja it-budget.de oder auf Ebay etc, serverschrank24.de gibt ja ne menge Anbieter gebrauchter Serverschränke.

  • So ein Schrank ist nicht unbedingt kompliziert gebaut (es sei denn Du willst einen mit aktiver Kühlung haben). Da kannst Du dich bedenkenlos auf dem Gebrauchtmarkt umschauen. Pandemiebedingt gibt es da sicherlich einiges zu günstigen Preisen. Bei einem Gebrauchtschrank würde ich allerdings zu einem Markengerät z.B. von Rittal greifen. Falls Du mal Austauschteile benötigst, wirst Du die eher bekommen als bei/von TikiTaki-Herstellern.

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