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Telekom Konkurrenten wollen "Fairplay-Vereinbarung" / Open Access

  • Silverio
  • 7. August 2026 um 08:16
  • pufferueberlauf
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    • 24. September 2026 um 07:43
    • #741
    Zitat von BlackMage2

    warum plant man so irrsinnig lange im voraus?!

    Vermute mal, weil Hardware nur X Jahre haelt und sich in der Zeit amortisieren muss (d.h. die rechnet sich dann wenn man die X Jahre auch moeglichst ausschoepft), man aber vermutlich bessere Preise bekommt wenn man XXX Stueck gleichzeitig bestellt. Wenn jetzt neuere Technik hoehere Umsaetze bescheren wuerde, gaebe es ein wirtschaftliches Argument fuer vorzeitigen Techniktausch zumindest wenn die Umsatzsteigerung die Mehrkosten aufwiegt. ABER, zumindest hier im Forum ist ja die XGS-Forderer-Fraktion meist nicht bereit fuer XGS Tarife spuerbar mehr zu zahlen, sondern erwartet gleichzeitig massive Preisnachlaesse.... und auch in anderen Foren ist did geaeusserte Zuzahlungsbereitschaft eher klein, z.B. 5 Euro extra. Aber ohne wirtschaftlichen Anreiz wird ein ISP ein kostenspieliges Technikupgrade eher rauszoegern, als es zu beschleunigen, oder?

    Aber Hand aufs Herz, welche Ethernet-Netztechnik betreibst Du zuhause, und wie lange schon?

    Ich bin, wenn ich mich recht erinnere, seit etwa 2011 bei Gigabit-Ethernet, aber vorher hatte ich auch nur einen Laptop (mit FastEthernet Port und 802.11.b wlan) und einen alten Netzwerkdrucker (mit 1 Mbps Ethernetport, hp laserjet series II) und eine FB WLAN SL (mit einem einzigen FastEthernetport, wenn ich mich recht erinnere)... 10 Gbps+ ist bei mir (noch) kein Thema, da 1 Gbps bereits voll ausreicht, mein NAS arbeitet mit klassischen Festplatten, und kann schon 1 Gbps nicht wirklich saettigen...

  • pufferueberlauf
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    • 24. September 2026 um 08:00
    • #742
    Zitat von Funker

    Das messe ich am prozentualen Anteil der geschalteten FTTH-Anschlüsse.

    Und was ist da fuer Dich die Schwelle? Ich erinnere Deutschland liegt da, realistisch gemessen bei 57%.

    Zitat von Funker

    Wenn oben zitierte "Standardangebot" der GlasfaserPlus die Verhandlungsgrundlage sein soll, dann kann man es auch gleich komplett sein lassen. Damit kann man kein Geld verdienen.

    Na ja, glaube nicht, dass die GF+ da viel verhandelt, aber das Standardangebot enthaelt auch eine Commitment-Alternative...

    Zitat von Funker

    Hat sich Maingau wohl auch gedacht und ist komplett ausgestiegen.

    Da kann man trefflich spekulieren, bin nicht ueberrascht zu welcher Interpretation die Zynikerfraktion kommt.

  • pufferueberlauf
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    • 24. September 2026 um 08:19
    • #743
    Zitat von Funker

    Damit kann man kein Geld verdienen.

    Ich haete da mal eine Uebung fuer Dich, jetzt vergleiche doch mal die FTTH-Vorliestungspreise (egal ob von Telekom, GF+ oder GFNW) mit den DSL-Vorleistungspreisen der Telekom im selben Tarif-Modell und in der selben Tarif-Klasse. Und dann schreibe eine kurze Analyse warum Du einerseits argumentierst, bei DSL gaebe es Wettbewerb (ich meine das waere Deine Position) und akzeptables Preisniveau, weshalb die Kunden dort blieben, und andererseits, dass man mit FTTH Vorleristungsprerisen kein Geld verdienen koenne. (Der Schocker ist, Vorleistungspreise liegen sehr eng beieinander, d.h. entweder ist bereits DSL nicht rentabel, oder aber die Analyse fuer FTTH ist inkorrekt*).

    *) Und das ist genau mein Verdacht, es geht hier ja um Bauchgefuehl und nicht um harte Fakten. Auf die Idee einfach mal selber zu recherchieren bevor man wilde Spekulationen postet scheinen von manchen Mitforisten noch nicht gekommen zu sein ;)

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  • Schnurz
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    • 24. September 2026 um 08:22
    • #744
    Zitat von BlackMage2

    Es gibt über 300 Netzbetreiber und wenn ein Internetanbieter Internet über ein Fiber-Netz anbieten will muss dieser erstmal in Verhandlungen mit jedem dieser Netzbetreiber treten. Und diese fehlende Standardisierung treibt die Schnittstellen- und Transaktionskosten in die Höhe.

    Das ist doch der gewünschte Wettbewerb. Das es physich keine 300 Netze gibt, ist doch wohl klar. Oder willst Du 300 Faseranschlüsse in Deinem Gebäude haben? Wen nicht, muss man eben Kooperationsverträge schließen. Und die werden ausgehandelt.

    Oder lieber ein physisches Netz in staatlicher Kontrolle auf die sich die Provider mit ihren Leistungen einbuchen zu festen Mietkosten?
    Dann sind die Grundkosten für alle gleich und was der Dienstleister an eigenen Kosten und Ertrag für seine Leistungen kalkuliert sclägt sich dann im Endkundenpreis nieder.
    Da alle in etwa identischen Aufwand haben, sind die Preise nur marginal abweichend.

  • pufferueberlauf
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    • 24. September 2026 um 08:29
    • #745
    Zitat von Schnurz

    Oder lieber ein physisches Netz in staatlicher Kontrolle auf die sich die Provider mit ihren Leistungen einbuchen zu festen Mietkosten?

    MMn. ja, das waere das bessere Modell, machen wir ja beim Strassenbau aehnlich, und alle Speditionen nutzen das selbe Strassennetz und zahlen die selbe LKW-Maut...

    Zitat von Schnurz

    Dann sind die Grundkosten für alle gleich

    Nur die Grundkosten fuer das Zugangsnetz, bei den weiteren Kosten koennen durchaus Unterschiede resultieren, so verdient die Telekom mit ihren Uebergaben Geld, waehrend kleinere ISP dafuer eher selber Geld zahlen muessen.

    Zitat von Schnurz

    und was der Dienstleister an eigenen Kosten und Ertrag für seine Leistungen kalkuliert schlägt sich dann im Endkundenpreis nieder.

    Ist ja heute schon genau so, und trotzdem haben unterschiedliche ISPs unterschiedliche Preise, selbst wenn sie die gleichen Vorleistungen nutzen.

    Zitat von Schnurz


    Da alle in etwa identischen Aufwand haben, sind die Preise nur marginal abweichend.

    Jain, das ist eine Option, kann aber auch sein, dass jetzt z.B. no-frills Anbieter spuerbar billiger werden und Vollsortimenter teurer aber halt mit mehr Extras... haengt davon ab was der Kunde letztlich haben will.

  • Schnurz
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    • 24. September 2026 um 08:47
    • #746
    Zitat von pufferueberlauf

    Jain, das ist eine Option, kann aber auch sein, dass jetzt z.B. no-frills Anbieter spuerbar billiger werden und Vollsortimenter teurer aber halt mit mehr Extras... haengt davon ab was der Kunde letztlich haben will.

    Günstigster Internet Anschluß: Web-Access über einen Port. Alles andere kostet Aufpreis.

    Aber du hast Zugang zum Internet.

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  • pufferueberlauf
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    • 24. September 2026 um 09:12
    • #747
    Zitat von BlackMage2

    Das macht keinen Spaß und zeigt auf wie veraltet und teuer die Strategie für den Glasfaserausbau in Deutschland ist. Und das das nicht immer perfekt klappt, ist auch kein Wunder..

    Ausser halt, dass die ISPs im Gigabit-Forum an Loesungsansaetzen fuer genau diese Reibungspunkte suchen... und sich anscheinend in einigen Punkten einigen konnten. Bisher nicht einigen konnte man sich wohl auf die Preisfestsetzung, daher der aktuelle Diskussionsbeitrag der BNetzA dazu, den Edding hier schon zitiert hatte (weitere Diskussion dazu bitte hier).

  • pufferueberlauf
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    • 24. September 2026 um 09:14
    • #748
    Zitat von BlackMage2

    Und viele Netze wurden auch von von Finanzinvestoren und Infrastructure-Fonds finanziert und die wollen eine schnelle Rendite oder zumindest die Absicherung ihrer Einsätze verlangen.

    Spoiler alert: auch ohne Investoren im Boot, wollen/muessen FTTH-Erbauer ihre Investitionen in den Netzbau wieder zurueckgewinnen...

  • Funker
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    • 24. September 2026 um 12:13
    • #749
    Zitat von pufferueberlauf

    Und was ist da fuer Dich die Schwelle? Ich erinnere Deutschland liegt da, realistisch gemessen bei 57%.

    Deutschland hat nicht 57 % der Haushalte auf aktiven FTTH-Anschlüssen. Was sind das für Quatschzahlen?

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  • Funker
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    • 24. September 2026 um 12:23
    • #750
    Zitat von BlackMage2

    Und viele Netze wurden auch von von Finanzinvestoren und Infrastructure-Fonds finanziert und die wollen eine schnelle Rendite oder zumindest die Absicherung ihrer Einsätze verlangen.

    Diese "schnelle Rendite" wird niemals kommen. Die Frage ist nur noch, wem sie ihre Verluste überhelfen.

  • pufferueberlauf
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    • 24. September 2026 um 12:28
    • #751
    Zitat von Funker

    Deutschland hat nicht 57 % der Haushalte auf aktiven FTTH-Anschlüssen. Was sind das für Quatschzahlen?

    Mmmh, ich sehe, Du liest meine Posts nicht... 57% ist der Anteil der homes activated and den homes connected, also der Anteil der aktiv genutzen Anschluesse bezogen auf die Anschluesse die FTTH tatsaechlich nutzen koennen... In der normalen Nomenklatur gilt, dass ein home passed in wenigen Wochen aktivierbar sein sollte, was aber bei uns klar nicht der Fall ist, da liegen meist Monate bis Jahren zwischen passed und connected, und daher macht eine Bezugnahme auf homes passed keinen Sinn wenn wir das Kundeninteresse, bzw. die Nachfrage bemessen wollen.
    Und ja, ist bei 3000-4000 Euro pro Anschluss nicht sonderlich effizient massiv mehr homes passed zu bauen als man anschliessen kann/will, aber das ist eine andere Frage.

  • Edding
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    • 24. September 2026 um 12:36
    • #752

    Hier gibt es eine Übersicht der BSA Modelle der Telekom Link

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  • Funker
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    • 24. September 2026 um 13:23
    • #753
    Zitat von pufferueberlauf

    Mmmh, ich sehe, Du liest meine Posts nicht... 57% ist der Anteil der homes activated and den homes connected, also der Anteil der aktiv genutzen Anschluesse bezogen auf die Anschluesse die FTTH tatsaechlich nutzen koennen

    Das völlig irrelevant für die Frage was Länder mit erfolgreicher Glasfaserstrategie sind. Das sind diejenigen mit >80 % FTTH-Abdeckung, die auch tatsächlich mit aktiven Anschlüssen genutzt wird, weil der Wiederverkauf der zumeist dunklen Faser zu marktfähigen Preisen funktioniert.

    Schon diese Abdeckung wirst du niemals erreichen. Das Klingeldraht-Netz wird das erste und letzte Netz sein, dass jemals in der Geschichte nahezu 100 % aller Haushalte erreicht hat.

  • mbo77
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    • 24. September 2026 um 13:31
    • #754

    Also Spanien hat 90% und Digi überbaut trotzdem.

    Da scheinen mir noch weitere Faktoren eine Rolle zu spielen.

  • pufferueberlauf
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    • 24. September 2026 um 13:48
    • #755
    Zitat von Funker

    Das sind diejenigen mit >80 % FTTH-Abdeckung, die auch tatsächlich mit aktiven Anschlüssen genutzt wird, weil der Wiederverkauf der zumeist dunklen Faser zu marktfähigen Preisen funktioniert.

    Du verwurstest da mMn. zwei Fragen mit einander, mit dem offensichtlichen Ziel wieder mal Schwarzmalerei der feinsten Art betreiben zu koennen. Dein gutes Recht, aber ebenso mein gutes echt das nicht sonderlich ernst zu nehmen. Ich weiss immer nicht ob Du Deinen eigenen Zynismus selber glaubst oder nicht.

    Die > 80% FTTH-Abdeckung kommt auch bei uns, mit hoher Wahrscheinlichkeit noch vor Ende 2030, da haengen wir hinter den meisten anderen EU-Laendern her, weil wir spaeter angefangen haben (und zusaetzlich arbeits- und zeitaufwendigen Tiefbau verwenden und daher auch nicht schneller arbeiten und zusaetzlich halt auch viele WEs zu versorgen haben).
    Das mit den aktiven Anschluessen wird auch noch, aber das passed -> connected Tempo liegt bei unter 2.5%-Punklten/Annum, d.h. 80% TakeUp wird auf sich warten lassen, egal ob die Endkunden FTTH wollen oder nicht, weil sie schlicht nicht koennen.

    Erzaehl' doch mal, wo der Wettbewerb ausser in Frankreich und der Schweiz "zumeist" ueber Dark_fiber-Miete laeuft?

    Nach Deiner Definition von "marktfähig" frage ich nicht, da erwarte ich keine konsistente Position.

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  • pufferueberlauf
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    • 24. September 2026 um 13:49
    • #756
    Zitat von mbo77

    Also Spanien hat 90% und Digi überbaut trotzdem.

    Weil Telefonica seine Zugangs-Fasern nicht mehr vermieten muss, sondern mWn. nur noch passive Infrastruktur. Auch in Spanien herrscht das neo-liberal dogmatische Ziel eines Infrstukturwettbewerbs bei dem Ueberbau erwuenscht ist.

  • pufferueberlauf
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    • 24. September 2026 um 14:48
    • #757
    Zitat von Edding

    Hier gibt es eine Übersicht der BSA Modelle der Telekom

    Danke, ist da etwas neues dabei, oder immer noch: L2-BSA, L3-BSA, WIA, eventuell die eine oder andere Option in mehreren Varianten? Auf der selben Seite findet man auch die Standardangebote der Telekom einschliesslich Preislisten...

  • pufferueberlauf
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    • 24. September 2026 um 15:37
    • #758

    Ah, gesehen, zwischen Einzelabnahme- und Commitment-Modell gibt es auch ein Staffelpreismodell.

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  • Edding
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    • 24. September 2026 um 17:15
    • #759

    openfiber.nl die Preise sind mal eine Ansage. :)

  • pufferueberlauf
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    • 24. September 2026 um 19:04
    • #760

    Mmh, die bedienen gerade mal 9 Orte in den Niederlanden, musst Du Glueck haben in deren Einzugsgebiet zu wohnen, oder musst umziehen. Insgesamt ein charmanter kleiner ISP, aber in wie fern ist der fuer dieses Forum und diesen Thread relevant?

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