Woher das Fachwissen?

  • Hallo zusammen,

    es kann sein, dass sich nicht jeder hier in diesem Thread angesprochen fühlt und antworten möchte, allerdings würde mich interessieren, wie ihr alle euer Wissen rund um die Thematik Glasfaser bzw. Internet generell angeeignet habt. ^^

    Sei es im Job, als Hobby, was auch immer. Ich bin offen für einen aktiven Austausch.

    Ich fange mal an:

    Beruflich habe ich nichts mit der Thematik zu tun, sitze "nur" im Büro. Als Teenager begann bei mir die Interesse für das Gaming, damals noch mit einer alten DSL Leitung. Irgendwann habe ich dann meine Eltern dazu überreden können, mal in einen Telekom Shop zu gehen und uns bzgl. schnellerem Internet zu informieren. Damals hatten wir dann für einige Jahre Telekom Magenta Hybrid M. Das war auch soweit ein gutes Upgrade im Vergleich zur vorherigen Leitung, allerdings hat mich die Instabilität sehr genervt, aber naja, ich konnte es damals nicht ändern, es gab nichts anderes.

    Ein paar Jahre später wurde verkündet, dass bei uns im Heimatort Glasfaser verlegt werden soll. Das ist dann auch geschehen, allerdings nicht FTTH, sondern FTTC. Dadurch hatten wir dann eine sehr stabile 60/10k Leitung von EON Highspeed. Diese hat uns auch all die Jahre super bedient, bis ich letztes Jahr ausgezogen bin und es wieder eine Veränderung gab.

    04/2025 habe ich den Wohnort gewechselt und bin mit meiner besseren Hälfte zusammengezogen. Direkt nach der Wohnungsbesichtigung habe ich natürlich geprüft, welche Speeds hier verfügbar sind. Die Verfügbarkeitsabfrage hatte ergeben, dass das Gebäude bereits mit GF angeschlossen war, allerdings nicht alle 3 WE. Deshalb hatten wir zunächst nur eine 75/25k VDSL Leitung der TKRZ. Nachdem ich dann meinem Vermieter lange genug die Ohren vollgeheult und mich darum gekümmert habe, dass auch unsere Wohnung mit GF versorgt wird, geschah dies auch im letzten Monat. Siehe Innenhausverkabelung MFH . Jetzt haben wir 500/100k.

    So hat sich durch die stetige Beschäftigung mit der Thematik ein starkes Interesse entwickelt. :)

    Wer möchte, kann seine Geschichte gerne teilen!

    Einmal editiert, zuletzt von TimoN (27. März 2026 um 14:26)

  • Hi, nette Idee.

    Ist bei mir schnell erzählt: 3,5 Mbps ADSL wurde das stückweise irgendwann auf 12 Mbps beschleunigt. Parallel gibt es TV-Kabel, einige Nachbarn surfen darüber und es ist erschreckend instabil. Die blöde DSL-Leitung läuft seit Jahren stabil. Ich bin ITler und auf zuverlässiges Internet angewiesen, auch wenn ich kaum Home-Office mache. Mit der Geschwindigkeit kam ich erstaunlich lange zurecht ohne auf HFC wechseln zu müssen und habe stattdessen (notgedrungen) 5G-Hybrid von der Telekom. Es ist "akzeptabel".

    Leider sind Dörfer mit Kabelnetz für eigenwirtschaftlichen FTTH-Ausbau eher nicht so interessant und für den Überbau von HFC-Netzen gibt es immer noch keine Fördergenehmigungen. Bei uns ist es auch recht hügelig (Rheinisches Schiefergebirge), was den Aufwand erhöht. Glücklicherweise konnten wir den ISP, der hier gefördert ausbaut, mit ausreichend Verträgen überzeugen, auch unseren Ortsteil anzuschließen. Sie hatten von Anfang an eine eigenwirtschaftlichen Ausbau zusätzlich zum geförderten angekündigt, was vom Fördergeldgeber ausdrücklich erlaubt ist aber leider selten praktiziert wird. Und so warte ich jetzt auf diesen Anschluss :)

    Neben VDSL- und Kabelanschlüssen habe ich schon (mit leuchtenden Augen) so einige DG-, Telekom- und NetCologne-FTTH-Anschlüsse eingerichtet bzw. betreue davon welche. Wenn denn damit wirklich mal was im Argen ist ...

  • Kurzer Abriss: 1959 geb.

    1987 durch Nachbarn angefixt zum ersten Computer gekommen: AMIGA.
    Zocken war nie meins. Aber mich hat interessiert, wie etwas funktioniert. Amiga war ja so was wie Unix. Mein Steckenpferd war aber Video. Und damit wurde auch der AMIGA immer schneller: A4000T mit 68060, Grafikkarte und Digitalisierungskarte plus Genlock.
    Natürlich mit Modem in Uni-Zugängen unterwegs. Wir hatten in Westberlin die Möglichkeit, für 24 Pfennige 24 Std. zu telefonieren. :P

    Seinen Zugang musste man noch selbst skripten. Es dauerte nicht lange und es kam ISDN, 700 DM Förderung abgegriffen und eine der ersten ISDN-Karten von AVM investiert. Auch DSL dauerte nicht mehr lange.
    Videoschnitt war nur noch auf Urlaubsfilme reduziert. Dafür habe ich Mitte der 90er angefangen, Webseiten zu programmieren. Für Vereine und Restaurants. Und ich betrieb meinen eigenen Mail-Server @home.

    1999 bekam ich die Chance, mit 2 Kollegen ein Dezernat gegen Cybercrime aufzubauen. Wir waren bundesweit, einige Male auch international unterwegs. Meine Hauptgebiete waren Recht, Fortbildung und Hardware-Beschaffung.

    Bei meinem Ruhestand vor 3 Jahren arbeiteten im LKA 72 (Berlin) ca. 80 Mitarbeiter (Polizisten, Kripo, Techniker und Wissenschaftler). Es wurde mittlerweile noch um Aufgaben und Mitarbeiter erweitert.

    Ich durfte mich schon vor über 10 Jahren am Spleißen von Glasfasern erfolgreich versuchen, Miniworkshop mit einem Telekomtechniker im Keller.:D

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  • Kam einfach mit dem Beruf. Vor fast 30 Jahren in einem NOC angefangen > übliche Cisco Laufbahn CCNA > CCNP > CCIE. Dann von Routing/Switching zu Security, danach Schwerpunkt Observability / Big Data / Log Analytics (ELK) und heute Architektur...