Ist das eine ordnungsgemäße Wanddurchführung des "Hausstichs"?

  • Hallo zusammen,

    bei mir ist kürzlich der "Hausstich" erfolgt. Dazu hat das unterbeauftragte Tiefbauunternehmen mit einem 20mm-Bohrer von innen nach außen durchgebohrt und dann einfach das Glasfaserkabel durchgesteckt - siehe Bild:

    Kann das so richtig sein? Sie haben dann später noch Bauschaum in das Loch gefüllt und eine Plastikabdeckung drübergeschraubt, dann wurde das Kabel an die Dose angeschlossen.

    Der Anschluss funktioniert, aber ich habe Zweifel, dass das eine fachgerechte Installation ist - und ich weiß leider nicht, ob das Loch zur Außenseite hin richtig abgedichtet wurde. Sollten da nicht eigentlich erst Leerrohre verlegt werden?

  • Oberhalber des Erdreichs einfach Loch bohren und die Pipe (Mini-Leerrohr) durchschieben ist okay. Entscheidend ist, dass der richtige "Bauschaum" genutzt wird. Wenn man z.B. Hochwasser gefährdete Gebiet wohnt aber eher nicht.

    Würden die Wege nicht vorher bei einer Hausbegehung festgelegt?

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  • Ist es wirklich das Glasfaserkabel oder ein Mikrokabelrohr mit eingeblasener Faser?

    Bist Du sicher, das es Bauschaum war oder eine andere 2 Komponenten Masse?

    Es gibt verschiedene Hersteller für diese sogenannten Mauerdurchführungen. Stellvertretend sei an dieser Stelle "Filoform" genannt: https://www.filoform.de/glasfaser/hauseinfuhrung-ftth-1

    Welche Dichtungsmasse verwendet wurde, weiß ich leider nicht - muss nicht Bauschaum gewesen sein, sah für mich nur so aus, aber ich bin kein Experte.

    Gut möglich, dass es ein Mikrokabelrohr mit eingeblasener Faser ist - jedenfalls scheint sich in dem äußerlich sichtbaren Kabel noch ein anderes kleineres Kabel zu verbergen, in dem die eigentliche Glasfaser ist.

  • Oberhalber des Erdreichs einfach Loch bohren und die Pipe (Mini-Leerrohr) durchschieben ist okay. Entscheidend ist, dass der richtige "Bauschaum" genutzt wird. Wenn man z.B. Hochwasser gefährdete Gebiet wohnt aber eher nicht.

    Würden die Wege nicht vorher bei einer Hausbegehung festgelegt?

    Das war leider nicht oberhalb des Erdreichs, sondern ca. 20 cm tief im Erdreich. Eine vorherige Hausbegehung gab es nicht.

    Beim ersten Termin hat der Verleger in meiner Abwesenheit das Kabel bis an die Hauswand gelegt und dafür einen Graben gezogen, das Kabel reingelegt und wieder zugebuddelt. Beim zweiten Termin wurde mit einem Wanddurchbruchbohrer von innen im Keller ein 20mm-Loch nach außen gebohrt und das Kabel, was man im Bild sieht, von außen durchgesteckt (ist das eine "Pipe"?). Irgendwie wurde das von außen auch abgedichtet, habe davon aber leider kein Foto. Wollte das eventuell noch mal ausgraben, um sicher zu sein, dass es dicht ist und ich nicht 10 Jahre später eine durchfeuchtete Mauer habe. Beim dritten Termin wurde Dichtmasse in das Loch innen im Keller gefüllt und die Plastikabdeckung aufgeschraubt. Beim vierten Termin wurde die Dose installiert und das Kabel gespleißt und angeschlossen.

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  • Das liest sich jetzt nicht gerade ungewöhnlich. Hast Du noch ein aktuelles Foto der Abdeckung im Innenraum? Letztlich haftet der Auftragnehmer, in diesem Fall dein Glasfaseranbieter, für die ordnungsgemäße Ausführung wie jeder andere Handwerker auc. Da gibt es keine Sonderbehandlung. Allerdings ist der Beweis der unsachgemäßen Ausführung schwer zu erbringen.

    Der aktuelle Fall im Ahrtal ist dir sicher bekannt: https://www.teltarif.de/telekom-glasfa…ews/100336.html

  • Hier noch ein Foto von dem Kabel - ehrlich gesagt würde es mich wundern, wenn das ein "Mikroleerrohr" ist, sind die so flexibel?

    Das ist sicher ein Mikrokabelrohr mit 7 mm Außen- und 4 mm Innendurchmesser zum Einblasen von Glasfaserkabel. Durchaus auch Speedpipe gennant, obwohl dies eine Marke der gabo Systemtechnik GmbH / gabocom ist. Nun ja Tempo ist ja auch synonym für Taschentuch. Warum sollten diese unflexibel sein?

  • Das liest sich jetzt nicht gerade ungewöhnlich. Hast Du noch ein aktuelles Foto der Abdeckung im Innenraum? Letztlich haftet der Auftragnehmer, in diesem Fall dein Glasfaseranbieter, für die ordnungsgemäße Ausführung wie jeder andere Handwerker auc. Da gibt es keine Sonderbehandlung. Allerdings ist der Beweis der unsachgemäßen Ausführung schwer zu erbringen.

    Der aktuelle Fall im Ahrtal ist dir sicher bekannt: https://www.teltarif.de/telekom-glasfa…ews/100336.html

    Der Fall war mir nicht bekannt - das Ahrtal ist gar nicht weit weg von hier. Könnte mir vorstellen, dass es sogar das gleiche Tiefbauunternehmen war (der Name wird leider nicht genannt).

    Foto der Abdeckung liefere ich gern später heute nach - bin aktuell leider gerade nicht vor Ort.

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  • Das liest sich jetzt nicht gerade ungewöhnlich. Hast Du noch ein aktuelles Foto der Abdeckung im Innenraum? Letztlich haftet der Auftragnehmer, in diesem Fall dein Glasfaseranbieter, für die ordnungsgemäße Ausführung wie jeder andere Handwerker auc. Da gibt es keine Sonderbehandlung. Allerdings ist der Beweis der unsachgemäßen Ausführung schwer zu erbringen.

    Der aktuelle Fall im Ahrtal ist dir sicher bekannt: https://www.teltarif.de/telekom-glasfa…ews/100336.html

    Hier das Foto der Abdeckung (in geöffnetem Zustand):


  • Nach dem Betrachten aller Fotos und dem von dir Geschriebenen gehe ich stark davon aus, dass dies eine ordnungsgemäße Hauseinführung ist.

    Beruhigend - dann werde ich mir ggf. nochmal anschauen, ob von außen auch vernünftig abgedichtet wurde. Die Dichtung soll ja insbesondere auch gasdicht sein, vor allem weil sie unterirdisch verlegt wurde.

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  • Hallo, in Reinheim geht es dieses Jahr dann auch los.

    Zumindest wo wir wohnen. Es war schon ein Mitarbeiter da um zu klären wo es ins Haus reingehen soll usw. Unser Haus liegt 6 Meter vom Bürgersteig entfernt und ich möchte schon ein Leerrohr vom Keller bis zum Bürgersteig legen. Der Mitarbeiter sagte dass die Verlegung 40 cm tief sein wird. Meine Frage wäre welches Leerrohr ist da zu nehmen und welcher Durchmesser wollen die Bauarbeiter haben.