vpn leicht gemacht zerotier - die lösung bei ds-lite bzw. ipv4 problemen beim umstieg

  • Als wir vor knapp 2 Jahren auf Glasfaser umgestiegen sind (in unserem fall dg) gab es anfangs starke probleme im smarthome, weil es nicht mehr so einfach war eine verbindung nach bzw. von außen zu bekommen da die öffentliche ipv4 nicht mehr vorhanden ist. . Bei wir waren für diverse dienste portfreigaben ins eigene netz im zusammenspiel mit dem avm-fritz eignen dyndns service dafür eingerichtet.. Da die ipv4 wegfiel (sowie auch die fritzbox) brauchte ich irgendwas um wieder fernzugriff auf mein netzwerk zu haben. Da ich an 2 standorten lebe brauchte ich schon meine vpn infrastrucktur sowie auch z.b. das streamen des tv programms von meinen sat receiver auf den fire stick von standort a nach b die offenen ports.

    Nach langer recherche bin ich dann irgendwann auf zerotier gestoßen. zerotier ist eine art peer2peer zerotrust vpn netzwerk. Für fast alle endgeräte und Betriebssysteme gibt es installierbare opensource clients.

    Die einrichtung ist spielend einfach. man regsitriert sich bei my.zerotier.com und legt kostenlos einen account an. dann erstell man ein erstes netzwerk. hierbei sind grundliegende Kenntnisse von ipv4 netzwerken von vorteil. Es ist quasi der DHCP des zerotiers netzwerk welches ihr aufbaut. vergebt einen schönen ip adressraum den ihr euch gut merken könnt. das ist wichtig. mit zerotier baut ihr nämlich ein eigenes ipv4 netz auf, worüber die verschiedenen clients in einem adressraum erreichbar sind. quasi ein eigenes lan.

    hat man dies erledigt, richtet man den ersten client ein. bedeutet man installiert nach download und evtl kurzen lesen der installationsanleitung auf zerotoer.com die client software. nun fügt man einfach die zerotier-id seines zucor erstellten netzes zu Der Rest passiert automatisch. Der client fragt den zt controller an - auf my.zerotier muss dann die anfrage bestätigt werden. Sobald man als admin den anfragenen client bestätigt bekommt dieser automatisch eine ipv4 aus dem zerotier zugeteilt.

    dieses prozedere wiederholt man nun auf dem nächsten rechner(n). Sobald man 2 endpunte im zt netz hat, passiert das wunder...

    die clients sind sofort untereinander erreichbar - sogar dns auflösungen etc fntionieren im zt netz. Auch netzwerkfreigaben windows drucker usw sind erreichbar - man kann sogar bridges einreichten um lokale netze zu verbinden und alle geräte untereinander zu machen usw. Hierbei ist aber einiges an Einarbeitung sowie Netzwerk kentnisse erforderlich.


    Das beste zerotier funktioniert aus jedem netz und fast über jede firewall hinweg - selbst in china. Egal ob aus dem handynetz reinen ipv4 oder ipv6 netzen zerotier schafft es immer eine p2p verbindung zwischen den clienten herzustellen, notfalls über webproxy´s usw... und dann einen verschlüsselten tunnel aufzubauen

    Ich habe noch niemals zuvor so schnell und so einfach ein vpn eingerichtet. wenn man sich ein wenig in die sache einarbeitet bekommt man alles ans laufen. wenn man den für bis zu 25 clients kostenlosen cloud controller zt nicht benutzen möchte oder mehr clients braucht, kann man auch selber einen selfhosted zt controller selber aufsetzten - die software ist komplett opensource. ein billiger vhosted server 8in meinen fall ionos 1 eur) bietet sich dafür an... es geht aber auch die raspberry oder jeder andere client. die controller ist letztendlich schon in der software die man installiert schon drinn... der unterschied liegt letztendlich nur in der konfiguration.

    bei mir läuft zerotier erfolgreich auf:

    osx, win 10/11, ios, android, fire-tv, linux, e2 satreceiver sowie openwrt router und roauf ubiquity router os...

    ich wollte diesen tipp einfach mal weiter geben

    2 Mal editiert, zuletzt von faximan (6. April 2023 um 20:05)

  • Man sollte sich über 3 Dinge im Klaren sein:

    • Zerotier kümmert sich ums Verbindungsmanagement, d.h. sie haben im Zweifel Zugriff auf die Schlüssel der Kommunikationspartner und sind beim Schlüsselaustausch involviert
    • Ggf. routen Sie den Traffic über ihre Gateways, wenn beide Teilnehmer hinter einem NAT sitzen. Aber vermutlich ist der Datenverkehr verschlüsselt zu der Zeit (aber siehe oben).
    • Selbst wenn sie nicht in den Datenverkehr sehen, so haben Sie die Metadaten des Nutzers: Wer wann mit wem wie und wo kommuniziert. Heutzutage viel Geld wert, da man daraus auf Lebensgewohnheiten, Aufenthaltsorte, Arbeitsgewohnheiten, Freizeitbeschäftigungen etc. zurückschließen kann.

    Das alles muss kein Show-Stopper sein, aber man sollte wissen, worauf man sich einlässt. Mir kommt das nicht ins Haus.

  • Es muss natürlich jeder selber wissen welche Verbindungsmöglichkeiten /Technologien er vertraut.

    Hättest du dich ein wenig mit Zerotier beschäftigt wüsstest du das viele deiner Einwände an dieser Stelle nicht auftauchen bzw. technologie bedingt nicht vorkommen.

    Du hast. sicherlich eine bessere Lösung für Dich eingerichtet und sorgst bei dieser komplexen Netzwerkconfig für den State of the Art millitary Standart. Und der vserver mit fixer ipv4 ist wahrscheinlich auch selbst redend...

    Nicht jeder hat das knowhow und die ressourcen dies mal eben hinzubekommen und wenn jemand nach einer ziemlich sicheren und guten lösung sucht ist zt schon interessant - es ist sicherer als viele vserver optionen weil diese dann auch gewartet werden müssen... zt ist ein sich geschlossener kosmos. Die genaue Funktionsweise sowie den quellcode findest du auf github... bisher gilt zt als vertrauenswürdig und sicher. wer es selber kontrollieren will, setzt die software selber auf und nutzt eben nicht my.zerotier...

    große namhafte firmen nutzen die die zt cloud Controller...

    Für einen privaten Nutzer in meinen Augen vielleicht nicht die schlechteste Option um einige Probleme im umstieg zu Meistern

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  • Hättest du dich ein wenig mit Zerotier beschäftigt wüsstest du das viele deiner Einwände an dieser Stelle nicht auftauchen bzw. technologie bedingt nicht vorkommen.

    Hab ich, und auch mit TailScale. Da ziehe ich dann tatsächlich Zerotier vor, denn Tailscale hat sich meines Erachtens durch die Auswahl der Node-Adressen ein Sicherheitsleck by Design ins System gebaut. Also von daher ist Zerotier die bessere Wahl, das gestehe ich ein.

    Welche meiner Einwände diesbezüglich allerdings nicht auftauchen, erschließt sich mir nicht. Vielleicht kannst du da noch mal mehr ins Detail gehen.

    Du hast. sicherlich eine bessere Lösung für Dich eingerichtet und sorgst bei dieser komplexen Netzwerkconfig für den State of the Art millitary Standart.

    Darum geht es doch gar nicht. Ich hab lediglich auf die Aspekte aufmerksam gemacht, die sich beim Einsatz von Zerotier in der Cloud prinzipiell nicht vermeiden lassen. Die Sicherheit eines Zerotier Netzes definiert sich in erster Linie durch die beteiligten Knoten, das ist naheliegend.

    Mir ist auch klar, dass viele Dinge auf jedem Smartphone und bei der Benutzung von Social Media in ähnlicher Weise abgegriffen werden, und ich will den Einsatz auch gar nicht verteufeln, denn aus Anwendersicht hast du recht: Es ist sehr schnell und einfach eingerichtet und tut das, was man will. Aber so wie bei Smartphones und Social Media bei jeder Gelegenheit auf den Datenabfluss aufmerksam gemacht wird, so sollte man auch bei diesen Technologien darauf hinweisen dürfen, ohne direkt dafür angegangen zu werden.

    Die genaue Funktionsweise sowie den quellcode findest du auf github... bisher gilt zt als vertrauenswürdig und sicher. wer es selber kontrollieren will, setzt die software selber auf und nutzt eben nicht my.zerotier...

    große namhafte firmen nutzen die die zt cloud Controller...

    Bei einer selbst-gehosteten Lösung sieht das natürlich anders aus, die ist sicherlich sehr vertrauenswürdig. Aber wenn man dazu die Möglichkeit hat, Zerotier sicher und zuverlässig selber zu hosten, dann muss man sich zumindest als Privatperson fragen, ob ein einfacher Wireguard Knoten nicht das Gleiche tun kann. Vom administrativen Aufwand her lohnt ein eigener Zerotier Controller meines Erachtens erst ab einer größeren Anzahl Nutzer.

    Für einen privaten Nutzer in meinen Augen vielleicht nicht die schlechteste Option um einige Probleme im umstieg zu Meistern

    Ja, das ist sicher richtig. Deshalb schrieb ich ja auch, das muss alles kein Show-Stopper sein. Jeder muss für sich selber bewerten, ob er den Dienst nutzen möchte. Nicht mehr und nicht weniger möchte ich erreichen, wenn ich auf die möglichen Risiken aufmerksam mache. Immer dran denken: Wenn etwas für dich umsonst ist, bist DU das Produkt.