Erfahrung mit Glasfaser Direkt GmbH

  • Hallo zusammen,

    bei uns im Raum Netphen möchte der Anbieter Glasfaser Direkt Gmbh das Glasfasernetz ausbauen.

    Bisher gab es nur die übliche Postkastenwerbung ... Infoabende und Infomobil werden in den nächsten Wochen folgen.

    Leider gibt die Homepage sehr wenige Informationen preis. Eine Schnittstellenbeschreibung fehlt z.B. komplett.

    Wenn hier jemand Informationen zu Glasfaser Direkt hat und sie mit mir teilen möchte .... bedanke ich mich im Voraus. 😉

  • Sejerland 13. Juli 2022 um 16:39

    Hat den Titel des Themas von „Erfahrung mit Glasfaser Direkt ...“ zu „Erfahrung mit Glasfaser Direkt GmbH“ geändert.
  • Hallo Sejerland,

    auch bei uns im Odenwaldkreis will die Fa. Glasfaser-Direkt eigenwirtschaftlich ausbauen.

    Wir hatten letzte Woche eine Infoveranstaltung. Dies war gelinde gesagt, so was von unprofesionell, fast schon dilettantisch.

    Die Mitarbeiter wussten nicht, dass es bei uns schon seit mehr als 10 Jahren ein (Kommunales) Glasfasernetz gibt, dass alle KVZs verbindet. Dieses wurde vor wenigen Wochen an einen regionalen Internetprovider verkauft, der es schon seit Beginn an vermarktet und nun weiter ausbauen will. Und ob Glasfaser-Direkt in irgendeiner Form dieses bei ihrem Ausbau nutzen kann/wird.

    Der "Moderator/Mitarbeiter von Glasfaser-Direkt" kannte nicht einmal die eigenen Tarife.

    Die anderen Mitarbeiter an den Infoständen waren überfragt, was die Installation bzw. Nichtinstallation eines ONT betrifft.

    Also es war sehr ernüchternd, was man über diese Firma "erfahren" hat.

  • Die "Mitarbeiter" sind i.d.R. Verkäufer, keine Techniker, und mal mehr aber öfter weniger gut geschult. Viel mehr als Hilfe beim Ausfüllen der Bestellformulare sollte man nicht erwarten.

    Die Frage, ob Glasfaserleitungen, die für VDSL gelegt wurden, für FTTH mitverwendet werden, kann man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit verneinen. Für flächendeckende FTTH-Anschlüsse müssen überall neue Glasfaserkabel verlegt werden. Es ist praktisch kein nennenswerter zusätzlicher Aufwand, dabei ein Verteilnetz mitzuverlegen. Dann kann es auch gezielt für FTTH geplant werden und muss sich nicht nach den Anforderungen von VDSL richten.

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  • Wenn dem so ist, dass ein FTTC Netz nicht für den FTTH/FTTB Ausbau weiterverwendet werden kann, dann verstehe ich nicht, dass der regionale Mieter/Vermarkter dieses kommunalen FTTC Netzes für fast 20 Mio gekauft hat und in einer Infoveranstaltung beschrieben hat, er würde es "weiter ausbauen"?

    Und nicht nur bei uns im Odenwaldkreis, sondern auch im Odenwälder Teil der hessischen Bergstrasse hat er das dortige kommunale FTTC Netz gekauft.

    Für mich als Laien stellt es sich doch auch so da; das FTTC Netz zu den KVZs liegt ja. Von eben diesen KVZs müssen dann die Strassenzüge weiter gebaut werden. Warum sollte die Leitung von den Hauptverteilern zu den KVZs ebenfalls komplett neu verlegt werden?

    Gerade bei uns im Odenwaldkreis, durch die ländliche Topographie sind es sehr lange Leitungswege von den Hauptverteilern bis in die Dörfer.

  • Man kann das Verteilnetz von VDSL für den Bau von FTTH-Anschlüssen nutzen, aber wenn man ein ganzes Gebiet ausbaut und das VDSL-Netz einem anderen Provider gehört, ist das wirtschaftlich nicht von Vorteil. Die Netzbetreiber legen i.d.R. lieber selbst ihr Verteilnetz, als sich wirtschaftlich von einem anderen Provider abhängig zu machen. So viel Arbeit ist das zwischen den Orten nämlich relativ betrachtet nicht. Im Ort wird das Verteilnetz quasi kostenlos mitverlegt.

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