Glasfaser: Anbieter wollen bald Preise erhöhen

  • Auf den Fiberdays 22 haben Vertreter der Telekommunikationsbranche erklärt, dass es wohl bald steigende Preise für Glasfasernutzer geben wird.

    Steigende Kosten für den Ausbau und die Inflation, die im nächsten Jahr zweistellig sein könnte, müssten die Anbieter an die Endkunden weitergeben.

    Ganze Meldung: Glasfaser: Anbieter wollen bald Preise erhöhen

    XXXX - 2002 Telefon

    12.03.2002 T-ISDN XXL

    20.10.2005 T-ISDN Call Time 240 Freiminuten

    13.05.2006 T-DSL 2000 (Speedport W501V)

    18.09.06 Wegfall T-ISDN Call Time ISDN und zugebucht Call & Comfort/T-ISDN

    2006-2008 Tarif Umstellung

    24.11.2008 Wegfall Call & Surf Comfort (2) T-ISDN

    zugebucht Call & Surf Comfort Universal (4)

    15.05.2015 Wegfall Call & Surf Comfort Universal (4)

    Zugebucht Surf Comfort All-Net (DSL Ram 6000)

    8.6.22 EWE Glassfaser 300

  • Seit Jahren kämpfen die Netzbetreiber dafür, dass kein Infrastrukturwettbewerb aufkommt, also nicht "überbaut" wird, damit kein Preisdruck nach unten auf der letzten Meile entsteht, und der Staat lässt sich das in die Feder diktieren. Das Kartellamt und die Bundesnetzagentur schlafen weiter, so dass Netzbetreiber ungestraft Provider aufrufen können, die Preise zu erhöhen.

    Ich hoffe, dass dieser Schuss nach hinten losgeht, weil für sehr viele Glasfaserkunden auch in Zeiten von Homeoffice und Streaming die Glasfaser noch keine Notwendigkeit sondern nur "nice to have" ist.

    Bei den Netzbetreibern besteht offensichtlich der Wunsch, den Glasfaserausbau für eine kräftige Erhöhung der Internetgebühren zu nutzen, statt ihn als das zu sehen, was er ist: Eine notwendige Investition, um mit der technischen Entwicklung schrittzuhalten. im europäischen Vergleich ist Festnetzinternet in Deutschland schon jetzt nicht günstig.

    Wenn die Provider weiter nicht in Infrastrukturwettbewerb treten, führt über kurz oder lang kein Weg an einer ex-ante Regulierung der Vorleistungsprodukte vorbei.

  • Nun ja, das (Über)Bauen von Infrastruktur ist ja der teuerste Bestandteil einer Erschließung mit Glasfaser. Von daher finde ich es sehr verständlich, das darauf möglichst verzichtet wird. Ganz abgesehen von den dauerhaften Baustellen vor der Haustür, wenn erst Anbieter A gräbt und dann Anbieter B sich anschließt, wenn die Straßendecke wieder verschlossenen ist.

    Wie Du weißt hätte ich es gerne nach Auflösung der Bundespost gesehen, das die vorhandene CuDA einer staatlichen Infrastrukturgesellschaft zufällt und die neu gegründete Deutsche Telekom dort Leitungen genauso wie der Wettbewerb zu gleichen Bedingungen anmietet. Ob das förderlich für einen Glasfaserausbau gewesen wäre, kann ich nicht beurteilen. Es ist auch müßig darüber zu philosophieren, da die Realität eine andere ist.

    Ich gehe stark davon aus, das sich die Erschließungskosten und Gebühren für Nachanschlüsse stark erhöhen werden. Bin mir aber nicht im Klaren darüber, wie sich das bei dem Erstausbau auswirkt. Für die Nachanschlüsse, wird mit einer deutlichen Teuerungsrate zu rechnen sein.

    Glücklicherweise ist der Marktdruck bei den Grundgebühren so hoch, das sich dort meiner Meinung nach kurzfristig keine Erhöhung durchsetzen lässt. Wenn Gf zu teuer wird, dann kann wieder auf VDSL gewechselt werden. Hier ist der Kunde sehr preissensitiv. Vorstellen kann ich mir allerdings, das versucht wird die Preisgruppen stärker zu diversifizieren als zur Zeit. Dienste/Services, die jetzt bei aktuellen Verträgen enthalten sind, werden bei Neuabschlussen erst in einer höheren Preisstufe enthalten sein.

    Ob aber jemals die Provider beim Schopf gepackt werden und deren Open Access Versprechen mit einer ex-ante Regulierung zu einem gesetzlich regulierten Faktum werden? Im bequemlichkeitsliberalen Deutschland glaube ich nicht daran.

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