Classic - Premium - kundeneigener Router?

  • Hallo,


    unser Ausbaugebiet geht so langsam in die heiße Phase und ich muss mal den Auftrag an die Deutsche Glasfaser einreiche.

    Geplant ist den HÜP und NT im Keller zu belassen und vom NT mit Netzwerkkabel an einen Router im Wohnzimmer zu gehen.

    Die Frage ist nun, macht es Sinn den Classic oder Premiumrouter mit zu buchen oder nimmt man einen Kundeneigenen Router?


    Der Classicrouter fällt ja wahrscheinlich raus, da dieser kein DECT hat. Eine extra DECT Station ist scheinbar relativ teuer.


    Bleibt der Premiumrouter für 5 €/Monat. Macht bei 24 Monaten Vertrag 120 €. Hierfür bekommt man ja teilweise schon gute Router, die man dann auch behalten kann.

    Muss der Router bestimmte Voraussetzungen erfüllen? Zur Zeit nutzen wir eine FritzBox 7412 als "Modem" und dahinter hängt ein D-Link Archer C6 als Router.


    Wie geht man hier am besten vor?

  • Den aktuell als "Classic" angebotenen Router halte ich nur dann für akzeptabel, wenn man wirklich minimale Ansprüche an Funktionalität hat. Schon die Konfiguration der Firewall für ankommende IPv6-Verbindungen ist praktisch unbrauchbar.


    Im Preis des Premiumrouters ist der "Komfortanschluss" inklusive, der ohne den Premiumrouter 3 Euro kostet. Wenn man also "ISDN-Komfort" braucht (2 Leitungen, bis zu zehn Rufnummern mit dynamischer Kanalbelegung), dann ist der Premiumrouter günstig. Ohne diese Anforderung (also wenn man nur eine Leitung braucht, mit der man nicht mehrere Gespräche gleichzeitig führen kann) könnte ein Kauf vorteilhafter sein.


    Der Router muss nur wenige Voraussetzungen erfüllen: Er muss eine Ethernet-WAN-Schnittstelle haben (oder eine der LAN-Schnittstellen dafür verwenden können) und er muss in der Lage sein, IP-Adressen per DHCP bzw. DHCPv6 zu beziehen.


    Die Fritzbox 7412 kommt praktisch nicht als erster Router in Frage, weil sie nur eine LAN-Schnittstelle hat. Die kann man zwar als WAN konfigurieren, aber dann bleibt LAN-seitig nur noch WLAN übrig, um Netzwerkgeräte mit dem Router zu verbinden, und außerdem ist bei 100 Mbit/s Schluss. Als SIP-Client und DECT-Basis kann man sie aber im Modus IP-Client hinter einem anderen Router verwenden.


    Der Archer C6 ist von TP-Link, nicht D-Link, und wäre als primärer Router am Anschluss geeignet. Die Routingleistung (WAN2LAN) ist allerdings für die schnelleren Tarife nicht mehr ausreichend. Funktionieren würde es, aber wahrscheinlich nicht mit der vollen Geschwindigkeit.


    Kurz gesagt: Wenn ISDN-Komfort gewünscht ist, dann den Premiumrouter mieten. Sonst kannst du entweder mit Abstrichen bei der Performance und erhöhtem Konfigurationsaufwand die vorhandenen Geräte nutzen oder, das wäre meine Empfehlung, eine Fritzbox 7590 kaufen.

  • 7590 kaufen, ist langfristig immer billiger und nach 5 Jahren (AVM Garantie) hätte man schon 300€ Miete bezahlt. Ohne einen Vorteil.

    Ansonsten kann man die 7590 woanders auch billiger mieten.

    https://www.routermiete.de/


    Vielleicht mag es manchen auch noch interessieren, dass der Provider beim Mietrouter externen Zugriff darauf hat, beim eigenen Router kann man den Provider aussperren. Ich persönlich möchte schlicht nicht, dass irgend jemand, inklusive Provider, Zugriff auf meinen Router hat. Das kann man mir mit keinem anderen vermeintlichen Vorteil aufwiegen.

  • Die GO-Box 100 ist leider softwareseitig ziemlich veraltet. IPv6 ist z.B. gar nicht vorhanden. Wenn die DECT-Reichweite der vorhandenen Fritzbox 7412 gut ausreicht, dann würde ich die Fritzbox klar vorziehen. Insgesamt ist es erheblich einfacher, wenn die SIP-Telefonie im primären Router integriert ist (also hier in einer gekauften oder gemieteten Fritzbox 7590). SIP ist ein unglaublich schlecht designtes Protokoll, für das NAT ein ernsthaftes Hindernis ist und die Firewall mit viel Gefühl eingestellt werden muss. Das wird dadurch erschwert, dass viele Fehler gar nicht auffallen, bis man von irgendjemandem darauf aufmerksam gemacht wird, dass man nicht oder nur sporadisch erreichbar ist. Im primären Router integriert fällt zumindest ein Teil der Probleme weg.

  • Die GO-Box 100 hat zwei große Vorteile gegenüber dem im Router eingebauten DECT.


    1.) Die DECT-Reichweite ist besser.

    2.) Man kann die DECT Basisstation da plazieren wo sie die optimale DECT-Abstrahlung erreicht.


    Die GO-Box 100 lässt sich als SIP - Client an der Fritzbox registrieren, von daher gibt es dann mit der IP - Telefonie keine Probleme.

  • Danke für die vielen Antworten und Hinweise.

    Das die 7412 nur den 100er LAN hat, war mir gar nicht mehr so bewusst. Also ist das auf jeden Fall keine Alternative mehr. Höchstens als AP im DG.
    Der Archer könnte also Sinn machen, inwieweit ist der WAN/LAN hier limitiert?
    Hierfür bräuchte man dann noch eine zusätzliche DECT Box.
    Oder man nutzt eine 7590 und stellt den Archer als weiteren AP hin.
    Die 7590 kann ich bei Rückkehr zum „normalen“ DSL weiter nutzen? Für den Archer benötige ich ja immer ein vorgeschaltetes Modem?

  • 7590 hat ein xDSL Modem an Board, ja.

    Meiner Erfahrung nach der beste Router für normale Endverbraucher seit Jahren, sowohl bezüglich Leistung und Bedienung.

    Kann ich nur nachdrücklich empfehlen. Und da AVM eine Garantie von 5 Jahren gibt hat man auch lange seine Ruhe bezüglich Neuanschaffung.

  • Du findest dieses Forum hier toll und möchtest es unterstützen? Großartig! Hier zeigen wir dir eine Möglichkeit, wie du uns supporten kannst. Es kostet dich keinen Cent mehr und das Forum bleibt hiermit weiter werbefrei.

    Amazon Link

    Nutze diesen Button um bei Amazon einzukaufen. Das kostet dich keinen Cent mehr, jedoch bekommen wir eine kleine Provision.
    Bei Amazon einkaufen und das GF unterstützen
    Mehr Infos gibt es in diesem Thread
  • Wenn eine "kleinere" Fritzbox alles hat, was du brauchst, kannst du auch die nehmen. Für den Glasfaseranschluss an sich zählt nur die Routing-Performance und die Möglichkeit, an einem externen Modem angeschlossen zu sein. Das können mit Ausnahme einiger softwareseitig eingeschränkter Kabelfritzboxen aber praktisch alle. Den Rest, also wie viele Telefone welcher Art angeschlossen werden können, wie viele LAN-Ports welcher Geschwindigkeit vorhanden sind, wie schnell das WLAN ist, ob und welche USB Ports zur Verfügung stehen, etc., kann man sich dann im AVM Sortiment aussuchen. Mein Eindruck ist, dass die Flaggschiffe oft besser und länger mit Updates versorgt werden.

  • Ich würde dir eher raten die normale 7590 zu nehmen, wenn du etwas Geld sparen willst. Der Vorteil von ax gegenüber ac ist geringer als der Vorteil der 7590 bezüglich der schieren Reichweite mit vier physikalischen Antennen (auch das größere Gehäuse sorgt für größere Antennen mit mehr Abständen), mit beam forming und MU-MIMO.

    Sich auf ax zu kaprizieren und deswegen lieber die 7530 zu nehmen wäre mE falsch gespart. Ich habe da schon selbst rumprobiert und verglichen.

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben um einen Kommentar hinterlassen zu können

Benutzerkonto erstellen
Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Geht einfach!
Neues Benutzerkonto erstellen
Anmelden
Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.
Jetzt anmelden