Natürlich ist es ärgerlich, wenn man ungewohnt lange Wartezeiten hat um an den begehrten Glasfaseranschluss zu gelangen.
Dahinter steckt jedoch ein Aufwand, der nur schwer mit dem vergleichbar ist, was unsereines im privaten Umfeld vorhat. Evtl. ist das am ehesten noch mit dem Bau eines Architektenhauses (kein Fertighaus) ohne vorhandenes Grundstück vergleichbar.
Hand aufs Herz: Ist es realistisch zu erwarten, das man 12 oder 18 Monate nach Abschluss des Vertrages mit einem Architekten das Haus einrichten kann?
Erinnern wir uns an Wegfall von Vorprodukten durch Schiffsblockaden im Suezkanal, COVID-19 Beschränkungen, Ausfall von Lieferketten in Folge des Vorgenannten, aktuell der Krieg in der Ukraine. Ich glaube, es ist nicht zu viel verlangt, den Dingen ihren natürlichen Lauf zu lassen.
Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, das es von den Multiplikatorengesprächen bis zum nutzbaren FTTH-Anschluss gut 24 Monate dauert. Bei manchen ging es deutlich schneller, da trafen mehrere glückliche Umstände aufeinander.
Da wir mittlerweile auch keine einjährige Vertragsverlängerung bei dem bestehenden TK-Vertrag fürchten müssen, gibt es auch wenig Risiko. Im schlimmsten Fall bleibt alles so, wie es heute ist.