Beiträge von wandler

    Muss ja so überzeugend gut sein, dass Vodafone keinerlei Interesse daran zeigt, das zusammen mit OXG durch Glasfaser abzulösen.

    Die absolute Mehrheit der Gigabit-Haushalte hat nicht etwa einen Glasfaseranschluss, sondern komplett eigenwirtschaftlich ausgebautes DOCSIS 3.1. Das zeigt schön, dass es bei der "Gigabitförderung" vor allem um das Versenken von Fördermitteln in den Taschen von Lobbyisten geht, und nicht darum tatsächlich Haushalte mit echten Gigabitanschlüssen auszustatten.

    Die Monatsentgelte von DG & Co. werden ja auch mit "auskömmlicher Mittelausstattung" nicht etwa günstiger als die von Vodafone, sondern liegen beim Doppelten oder mehr.

    Praktisch gesehen wird ein 250-Mbit/s-DSL-Anschluss der Telekom mit der Glasfasermigration zum gleichen Preis 50 Mbit/s schneller und hat dann 300 Mbit/s. Dito mit bei 100 Mbit/s. Nichts da mit "Gigabit".

    Oder auch nur die 100Mbps die sie fuer DOSIS 3.1 vor ein paar Jahren vage angekuendigt hatten...

    Wobei den Upload bei der "Gigabitförderung" auch niemanden interessiert. Sonst würden nur symmetrische Technologien gefördert. Mit 1000/1 bist du förderfähig.

    Das tut mir ausgesprochen leid, dass du solch schlechten Glasfaser-Anschluss hast, dass er nur so bescheiden ist wie LTE.

    Tja, es reicht eben nicht, nur die letzte Meile mit Glasfaser zu überbauen. LTE und 5G haben hier einen hervorragenden Latenzpfad, alle (!) kabelgebundenen Technologien einen eher schlechten. Daran wird sich aufgrund der Marktstruktur auch nie mehr etwas ändern.

    Telefonicas LTE-Standort ist hingegen auf dem kürzesten Weg angebunden, deshalb sind 29 ms fast reine LTE-Latenz. Wird der mal auf 5G Standalone FTTN aufgerüstet, ist FTTH hier wieder Geschichte. Denn dichter als die paar hundert Meter über Funk komme ich an den Telefonica-Backbone niemals per Glasfaserdirektanschluss dran.

    Auch LTE ist definitiv keine gleichwertige Alternative, Latenz ist da doch um einiges schlechter.

    29 ms (LTE) vs. 24 ms (GF) sind es hier auf fast.com. Und raus kommen auch bis zu 150 Mbit/s.

    VDSL bietet nur ein regionaler Anbieter an mit 100 Mbit.

    100 Mbit/s sind doch ordentlich, "Glasfaser-Speed" habe ich auch nicht, weil viel zu teuer.

    Funktioniert bei dem regionalen denn IPv6? Oder gibt es natives IPv4? Dann wäre ich dort längst.

    Wir haben in unserem kleinen Ort 2 verschiedene FTTH Anbieter und 2 verschiedene DSL Anbieter.

    Die Marktbereinigung könnt ihr nur lösen, indem ihr einen davon wirtschaftlich bankrott gehen lasst. So lange ihr dem falschen Anbieter weiter Geld überweist, wird das nicht passieren.

    würde ja Jemand anderes hier ausbauen, liegt aber nicht in meiner Hand, wer den geförderten Ausbau hier bekommt

    Das widerspricht sich. Bei staatlich gefördertem Ausbau ist die Marktwirtschaft ausgeschaltet und bekommt genau die dann erwartbaren Resultate. Ob das Resultat funktioniert ist allen Beteiligen völlig egal, die wohnen dort ja nicht.

    Ich würde aber auch in dem Fall kein Geld mehr abführen, wenn der Anschluss bspw. seit Januar nicht mehr funktioniert. Ich bin da humorlos.

    VDSL (Telekom), Glasfaser (DG) und LTE

    Da gehe ich ganz pragmatisch: Mit IPv6 über VDSL oder LTE hatte ich nie Probleme, ich würde schlicht keinen Vertrag mit der DG machen, lägen die hier drin. Woher ich das weiß: Ich hatte schon diverse andere FTTx-Anbieter, die keinen Vertrag bekommen haben: Vodafone und PYUR.

    Mein GF-Anschluss und das bis dahin genutzte LTE unterscheiden sich bei Geschwindigkeit und Latenz eh nur marginal. Der Glasfaseranschluss ist auch nur deswegen beschaltet, weil die Telekom dort zum gleichen Preis dort ein höheres Profil schaltet. Wäre das andersrum, wäre es wieder VDSL geworden.

    JWD (Janz weit draußen) hat jüngst die Bundesnetzagentur Star Link zum Grundversorger nach Telekommunikationsgesetz erklärt. Dort würde ich dann ohne Alternativen wohl auch landen. Technik können die Jungs nämlich - Raketen explodieren einfach, wenn man das Thema nicht gebacken bekommt. Mit den Fähigkeiten der DG hätten die noch keinen einzigen Satelliten im Orbit.

    Dumm nur, wenn das der Glasfaser-Monopolist vor Ort ist.

    Kaufmännische Entscheidungen trifft man deshalb technologieneutral.

    Rein technisch gesehen ist "kein IPv4 vorhanden" (DG-Standardfall) und "kein IPv6 vorhanden" gleichbedeutend mit "kein Glasfaserinternetanschluss vorhanden". Alles was noch zu tun bleibt, ist den Geldhahn zudrehen.

    Oder anders gefragt: Wie soll der betroffene Kunde vermitteln, dass da ein komplexes Problem im Provider-Backend vorliegt

    Solche Probleme lassen sich von außen nur marktwirtschaftlich lösen: Im Falle des Netzbetreibers 1&1 löst deren "Mobilfunknetz" im geschäftlichen Einkauf nur noch Lachanfälle aus und die Privatkunden wechseln direkt zum blauen oder direkt Roamingpartner mit funktionierendem Backend.

    Auch im Falle der DG bleibt nur das konsequente fristlose Kündigen der Verträge und technologieneutrale Wechsel zum Wettbewerb mit funktionierendem IPv6. Letztendlich darf kein Geld mehr fließen, das ist einzige Variable, auf die der Endkunde Einfluss hat.

    Wenn er wirklich "vom Fach" ist und nicht nur "die Leitung durchmessen" kann, muss er das Problem erkennen und bestätigen.

    Dafür ist ein Feldtechniker nicht ausgebildet und in der falschen Gehaltsgruppe. Diese Probleme (verursachen und) lösen Leute mit Hochschulabschluss, die fahren nicht raus zum Kunden.

    Die Frage ist dann nur, ob die DG solche Leute überhaupt festangestellt hat oder diese Leistungen irgendwo international einkauft. Selbst wenn wir mal wohlwollend annehmen, dass es bei diesem Unternehmen ein lokal besetztes NOC gibt, geben hochkarätige Leute nicht einfach ihre gutbezahlte Position bei einem etablierten Netzbetreiber auf, um bei einem kleinen Glasfaseranbieter anzufangen, dessen langfristiges Überleben ungewiss ist.

    Das gleiche Problem hat 1&1 als Mobilfunknetzbetreiber, was 2024 bis zum mehrtägigen kompletten Netzausfall geführt hat. Deren IP-Backend wirkt wie Amateur Hour. Was aber völlig verständlich ist: Fachkräfte wachsen nicht auf Bäumen und die guten solchen arbeiten der Konkurrenz und haben nicht vor das zu ändern.

    Es ist bekannt, dass sich die Kundenanschlüsse bei der DG gegenseitig erreichen können. Ich sehe bei mir im Log auch Broad- oder Multicastscasts anderer Kundenrouter.

    Schön, dann kann man deren DHCP- und ARP- und ND-Requests beantworten und ihren Traffic auf die eigene Kiste umleiten.

    Und spätestens dann sollte klar sein, dass der DG die fachliche Kompetenz zu teuer war.

    Der Großteil der Geräte wird wohl gut funktionieren, sonst hätten wir hier deutlich mehr Fälle. Und DG ein viel größeres Problem.

    Das "größere Problem" dürfte sein, dass da gar keine Leute vor Ort gibt, sondern das ganze aus Indien fernadministriert wird. Wenn da irgendwas lokal in der deutschen Provinz kaputtgeht, juckt das auf dem Subkontinent niemanden. Und während des normalen mitteleuropäischen Arbeitsbeginns ist dort noch tiefste Nacht.

    Wer teilt jetzt Vodafone mit, das sie gemäß § 59 weiterliefern müssen.

    Die Bundesnetzagentur.

    Bundesnetzagentur - Kontaktformular Anbieterwechsel - Form

    [X] neuer Vorgang
    [X] Ja, Sie haben ein konkretes Anliegen

    Ist Ihre Telefonversorgung unterbrochen?

    [X] Ja

    Ist Ihre Internet-Versorgung unterbrochen?

    [X] Ja

    Die Kündigung wurde

    [X] vom neuen Anbieter übermittelt

    Haben Sie die Portierung Ihrer Rufnummer(n) zum neuen Anbieter beauftragt?

    [X] Ja

    Ihre Angaben zum Sachverhalt:

    Der alte Anbieter Vodafone hat die Versorgung abgeschaltet, obwohl die Umschaltung auf den neuen Glasfaseranschluss von Sewikom noch nicht erfolgreich war. Die Versorgung ist jetzt seit xx (>1) Tagen unterbrochen.

    Vertragsdaten eingeben, Abschicken und innerhalb von ein paar Tagen ist der Vorgang geklärt. Wenn Vodafone oder Sewikom nicht reagieren, hagelt es Bußgelder.

    TKG § 58 Abs. 3: "Die Höhe der Entschädigung beträgt am dritten und vierten Tag 5 Euro oder 10 Prozent und ab dem fünften Tag 10 Euro oder 20 Prozent der vertraglich vereinbarten Monatsentgelte bei Verträgen mit gleichbleibendem monatlichem Entgelt, je nachdem, welcher Betrag höher ist."

    Also gleich von der ersten Rechnung abziehen. Das ist die einzige Sprache, die diese Anbieter verstehen.

    Vodafone wurde durch Sewikom gekündigt, wegen der Rufnummer Mitnahme. So hat zumindest hier ein Forum Mitglied erklärt.

    Und genau dann hat Vodafone nach § 59 TKG den alten Anschluss so lange weiterzubetreiben, bis der neue von Sewikom läuft. Natürlich zahlst du dann Vodafone auch weiter, aber taggenau.

    Mein Plan war, wenn Glasfaser läuft zu kündigen, damit eine Situation wie jetzt, nicht eintritt, dass man komplett offline ist und auch nicht abzusehen ist, dass da was passiert.

    Zunächst mal muss Vodafone nach § 59 Abs. 2 TKG weiterversorgen, bis der Glasfaseranschluss läuft. Länger als einen Tag darf nicht unterbrochen sein.