Beiträge von wandler

    Da widerspricht dir die Realität in Berlin. Wenn die Telekom, ein Ortsteil, der ihr bei DSL zu 100 % gehört, vollflächig mit GF erschießt in die Gebäude und bei nur einem einzigen Kunden das ganze Gebäude ertüchtigt und da praktisch keine Werbung bei den vorhandenen DSL-Kunden macht, das GF schon an der Wohnungstür liegt, ist die Erbärmlich und bring Gf Null nach vorne.

    Das ist die ganz normale Netzmodernisierung der Telekom, vor der übrigens alle Glasfaser-Investoren Angst haben, weil:

    1. ...ihr Glasfaserprodukt nicht wettbewerbsfähig gegen das Glasfaserprodukt der Telekom ist (weil es besser ist).

    2. ...ihr Glasfaserprodukt oft auch nicht wettbewerbsfähig gegen das DSL-Produkt der Telekom ist (weil dieses vielerorts ebenfalls besser ist).

    Deshalb wird fleißig Lobbyismus betrieben für eine "Kupfer-Abschaltung", um regionale Monopole zu kreieren. Sobald die Telekom präsent ist mit den wohl besten Produkten am Markt, sind die nämlich komplett aufgeschmissen.

    Aufgefallen ist mir auf einem Foto die mit 9 ms doch recht hohe Latenz, zumal der Speedtest Server im eigenen Haus steht.

    Das sind doch höchst erfreuliche Werte. Ich habe mit DOCSIS 3.0 nie Latenzen unter 50 ms zum nächstgelegenen Speedtest-Server gesehen. VDSL lag dann irgendwo bei 30 ms. Auf meine Resultate mit GPON bin ich noch gespannt.

    Das klingt wie das Maerchen von "der unsichtbaren Hand des Marktes, die das schon regeln wird", das ist IMHO eine Lagerfeuergeschichte fuer Neoliberale...

    Der Preis für den Kupfer-Gigabit-Zugang wird derzeit von Vodafone bei etwa 65 € Listenpreis gesetzt. Glasfaseranbieter im Wettbewerb mit Vodafone (einschließlich Telekom) können deshalb nur bis ca. 25 % darüber gehen. Man muss gar nicht Kunde bei Vodafone werden (können), um von diesem marktwirtschaftlichen Wettbewerb zu profitieren.

    Wo es solchen Wettbewerb nicht gibt, sieht man Preise von Glasfasermonopolisten ab 90 € aufwärts.

    Ich bezweifle nicht, dass die DSL Abschaltung kommt, soll die auch. Das soll aber alleine der Eigentümer bzw. Betreiber der Leitungen entscheiden und nicht die Bundesnetzagentur.

    Und ich erwarte nicht, dass diese auf einen kompletten Glasfaserausbau warten. Sobald der Betrieb nicht mehr wirtschaftlich ist (z. B. weil schon zu viele DSL-Kunden weg sind), wird ersatzlos abgeschaltet werden. Kein DSL-Netzbetreiber wird Linecards mit nur ein paar belegten Ports ohne Not weiterbetreiben.

    Dass die Telekom alle ihre DSL-Anschlüsse mit Glasfaser überbauen wird, ist nicht zu erwarten. Das Interesse des Konzerns dürfte darin liegen, mit ihrem GPON-Netz eine lukrative Mehrheit der Haushalte zu erreichen, ohne wieder eine "marktbeherrschende" Stellung zu erreichen, die dann eine unbequeme Regulierung zur Folge hat. Mit gemütlichen 50-70 % der HH dürfte das gut machbar sein.

    Die restlichen 30-50 % sind dann zwar von vorne bis hinten gear***t, aber das dürfte dort keinen stören.

    Business Case der Ausbauern interessiert mich nicht wirklich. Als die sich entschieden haben in den deutschen Markt einzusteigen, waren die Kupferleitungen seit Jahrzehnten schon da. Wenn die Wirschaftlichkeit nur bei Nullzinsen möglich war, haben die dann wohl zu knapp kalkuliert.

    Sie sind vor allem zu spät eingestiegen. Die großen Zeiten des Glasfaserausbaus waren 1995-2015.

    Ich freue mich sehr, dass ich momentan zwischen DSL, HFC und Glasfaser wählen kann. Wenn Vodafone oder Telekom die Leitungen irgendwann aufgeben weil alle zu DGN gewechselt haben, akzeptiere ich das. Die Konkurrenz soll aber nicht durch Markteingriffe künstlich begrenzt werden.

    Eben. Die beste Zugangstechnik wird sich schon im Wettbewerb durchsetzen. Vor allem HFC ist da noch lange nicht am Ende.

    Das Problem ist, der FTTH Ausbau wird auch noch 10 Jahre brauchen, sollte aber fertig sein, wenn die DSLAMs ausser DIenst gestellt werden

    Eine schöne Wunschvorstellung. Ich erwarte hingegen, dass DSL in den unwirtschaftlichen Gebieten abgeschaltet wird, bevor überhaupt irgendwelche Glasfaseranschlüsse ausgebaut werden.

    ein Problem, das Du hier ignorierst ist, dass die DSL Betreiber mit ihrer bereits amortisierten Kupfertechnik (solange die noch haelt) den FTTH Ausbauern der Business-Case versalzen koennen.

    Der "Business Case" wird nur versalzen, wenn die "FTTH-Ausbauer" so schlecht sind, dass sie im marktwirtschaftlichen Wettbewerb nicht bestehen können. Und wenn dem so ist, dann ist das kein legitimer "Business Case", der irgendwelche Investitionsmittel verdient.

    Es läuft alles mehr oder weniger automatisch. Wir wechseln die Anbieter seit 2018 jährlich und haben dadurch jede menge Geld gespart.

    Habe ich auch mal gemacht, dann gab es eine Insolvenz beim Stromhändler und jede Menge damit zusammenhängende Scherereien, die die ganze Ersparnis wieder aufgefressen haben. Seitdem war es das mit dem "jährlichen Anbieterwechsel". Natürlich habe ich einen Sondervertrag mit guten Konditionen bei den Stadtwerken und nicht die teure Grundversorgung.

    Und das Beispiel habe ich mal erwähnt, weil ich ähnliche Motivation bei Kunden vermute, die einfach "bei der Post" bleiben.

    Auch dieses wettern gegen bösen "Investoren" verstehe ich nicht. Telekom ist auch ein Aktiengesselschaft und somit deren Aktionären verpflichtet, es ist kein gemeinnütziges Verein.

    Investoren sind einfach wirtschaftliche Akteure, die Leitungen vergraben und darauf Rendite kassieren möchten. Das steht naturgemäß im Interessengegensatz zu Haushaltskunden, die möglichst wenig Rendite abführen möchten. Diesen Interessengegensatz kann man ganz neutral feststellen. Der Markt sorgt dann für einen Ausgleich.

    Dass die neue Anbieter über ihre Lobbyverbände versuchen Kupferabschaltung zu erzwingen finde ich sowohl verständlich als auch lächerlich. Als die in den Markt eingestiegen sind, war von Kupferabschaltung nie die Rede. Wenn die dann die Planung vergeigt haben, Pech gehabt. Ich sehe es persönlich nicht ein, dass z.B. die Bundesnetzagentur denen jetzt aus der Bredouille helfen soll sodass die überall lokale Monopole von kleinen Saftläden etablieren können. Man sieht es bei den Kabel NE4 Betreibern wie gut es läuft und wie beliebt die sind.

    Das ist genau mein Reden. Die warnenden Beispiele existieren ja. Dass es bei der Telekom so erfolgreich läuft, ist ein Produkt des Wettbewerbes. Dazu muss kaum jemand zum Wettbewerb wechseln, die Möglichkeit reicht schon.

    Das ist doch Gruetze, weil es Dir anscheinend zu schwer faellt zu zugeben, dass Du Dich mit der Begrifflichkeit etwas vertan hattest.

    Die Begrifflichkeit wurde bewusst gewählt, weil "Zwangsrouter" eben kein technischer Begriff ist. Oder kennst du irgendeine RFC, die einen "Zwangsrouter" definiert? Ein "Zwangsrouter" ist das, was "Cold Calling" ist: eine Belästigung des Endkunden. Beispiele findet man hier direkt im Forum:

    Seit der Umstellung von Aktiv zu Passiv läuft es allerdings bei mir super stabil (vorher hat sich der ONT reglemäßig aufgehängt und musste neu kalt-gestartet werden, was wiederum bis zu einer Stunde Wartezeit im alten DHCP-Prozess gedauert hat, jetzt nur noch max. 30min) und auch die Ausfälle sind sehr überschaubar (wenn, sind es DNS-Probleme)...

    Und beides wurde vom Regulierer abgestellt. Gott sei Dank.

    P.S.: "Monopolanbieter mit Quasi-Kontrahierungszwang" ist eine Beschreibung der Telekomsituation im DSL -Bereich und nur aufgrund der aktiven Regulierung kommt das nicht negativ fuer Endkunden zum tragen, nicht unmoeglich, dass die BNetzA irgendwann anfaengt auch lokale Quasimonopolisten aehnlich zu betreuen.

    Der Regulierungsrahmen fordert für solche Eingriffe eine marktbeherrschende Stellung. Die gibt es derzeit beispielsweise im Glasfaserbereich überhaupt nicht, deshalb sind die Zusammenschaltungen gegenwärtig auf freiwilliger Basis zustande gekommen.

    Und man sieht ja auch wieder im Forum hier, dass auf Seiten der Access-Provider kaum Interesse an Zusammenschaltungen mit kleinen Glasfasernetzen besteht, dazu kann sie auch niemand regulatorisch zwingen. Am Ende wollen sie dann doch wieder nur alle bei der Telekom drauf, denn die ist am weitesten mit ihrem Glasfaserausbau und Übergabeinfrastruktur steht schon. So gibt es dann hier und da einen geförderten Ausbau mit theoretisch Open Access und praktisch nur einem einzigen Anbieter samt Kontrahierungszwang.

    Jein, von der Kupferabschaltung wird geredet, weil die erkennbar auf uns zukommt, und es besser ist, wenn die, die davon betroffen sein werden, fruehzeitig anfangen darueber nachzudenken.

    Ich sehe auf der Kupferseite zunächst mal ein Koaxialkabelnetz wo absehbar nichts "kommen wird". Dass dann die übrigen <30 % Haushalte mit nur Kupferdoppelader irgendwann ganz abgeklemmt werden, kann ich mir durchaus vorstellen. Ich erwarte aber nicht, dass dort dann schon überall eine Glasfaser liegt, wenn es dann so weit ist. Das halte ich für ziemliches Wunschdenken.

    Das ist IMHO zu spitzfindig um nuetzlich zu sein... Forwarding basierend auf L2 'Informationen wie MAC Adressen heisst ueblicherweise Bridging, Routing heisst es wenn L3 Informationen verwendet werden um Forwarding Entscheidungen zu treffen...

    Genau das sind aber Spitzfindigkeiten, die den Endkunden nicht interessieren, wenn es um die Definition eines "Zwangsrouters" geht. Es ist nämlich völlig egal, ob die Software auf der Schrotthardware des Netzbetreibers auf Layer 2 oder Layer 3 versagt. In dem Fall macht man nur noch Tickets auf, wie irgendein Inder wieder zumacht.

    Ich tausche meine Hardware einfach aus, wenn sie nicht tut, was ich will.

    Aber auch hier gilt IMHO, dass Du den Masrkt gar nicht mehr aktiv beobachtest, solange Du nicht das Gefuehl hast Deine Stadtwerke ziehen Dich ueber den Tisch, unter solchen Bedingungen funktioniert ein "Markt" nicht sonderlich gut...

    Meine Stadtwerke liefern das beste Gesamtprodukt inklusive lokalem Kundendienst und werden durch den Wettbewerb ja auch dazu motiviert. Es mag bedauerlich für ausländische Investoren sein, wenn ihr Produkt nur als Drohkulisse dient, damit die lokalen Anbieter sich am Riemen reißen und bei den Preisen nicht zu sehr übertreiben, aber auch das ist ein funktionierender Markt. Ich muss ja auch nicht zu ALDI gehen, um von deren Preisen zu profitieren.

    Denn man sieht ja, was passiert, wenn Endkunden einem Monopolanbieter mit Quasi-Kontrahierungszwang gegenübersitzen. Weil letzteres die von den BREKO-Mitgliedern gewünschte Situation ist, wird ja überhaupt von "Kupferabschaltung" geredet.

    Da ging es um die Frage ob ONTs unter die Endgeraetewahlfreiheit fallen (Antwort BNetzA: ja, tun sie), aber ein ONT ist kein Router, und die Pvider-ONT Verfechter hatten sich klar zur "Routerfreiheit" bekannt.

    Mein ONT ist kein passives Element, sondern ein vollständiger Computer mit u. a. Open-Source-Software inklusive Web-UI, das Pakete anhand der MAC-Adresse zwischen (zwei) Interfaces forwardet. Das ist nach meiner Definition nach ein "Router". Und wenn ich so ein Gerät vom Netzbetreiber vorgeschrieben bekomme, ist es ein Zwangsrouter.

    Individuelle Kunden haben individuelle ISP Wuensche, oft allerdings schlicht "ich bleib bei der Post", zumindest sieht es fuer mich so aus.

    Das spricht für eine hohe Kundenzufriedenheit und ist ein ziemliches Armutszeugnis für den Wettbewerb. Ich habe bei mir selbst auch ähnliche Präferenzen beim Strommarkt feststellen können. Nach einigen Experimenten mit (u. a. insolventen) Stromhändlern bleibt mein Haushalt nun bei den "Stadtwerken". Dadurch verliere ich am Ende weniger Geld und den Stress sind die paar Cent einfach nicht wert.

    Trotzdem haben sich ca. 40% der Haushalte für den Glasfaseranschluss entschieden.

    Also die Mehrheit dagegen. Die Frage ist nun, ob überhaupt gebaut wird/wurde.

    Ich waere auch erstaunt wenn, dass der Grund fuer den hohen DSL-Kundenanteil der Telekom sein sollte.

    Alle Probleme mit irgendwelchen Zwangsroutern hatte ich nur bei Mitbewerbern der Telekom. Egal ob bei der Einführung von VoIP an ADSL-Anschlüssen oder irgendwelche dysfunktionalen Kabelrouter. Der letzte (erfolglose) Versuch, wieder Glasfaser-Zwangsrouter beim Regulierer durchsetzen, ist noch gar nicht so lange her.

    An Telekom-Anschlüssen habe ich immer meine eigene Hardware angeschlossen, meinen Lieblings-Access-Provider gewählt und dann nie Probleme gehabt. Die Vorleistungspreise haben mich davon nie abgehalten.

    Dass meine älteren Verwandten für 5 € mehr dann auch Access-Kunden bei der Telekom werden und dort gleich noch TV buchen, ist für mich völlig nachvollziehbar. Deren Kundendienst gräbt sich ja sogar durch die Foren, um Leute mit Problemen aufzuspüren, die die üblichen Support-Kanäle nicht gefunden haben. Wie viele Social-Media-Kontakte der Glasfaseranbieter sind denn hier so präsent?

    Es hat schon seinen Grund, warum Kunden sogar Telekom-Resale über Fremd-Glasfaser buchen statt den Vorleister direkt.

    Wenn also im Fall der Berliner Citylage das DSL von der Telekom, das Kabel von Vodafone und die Glasfaser von irgendeinem Investor mit Kundendienst und Entstörung aus Indien ist (durchschnittlicher Marktstandard), dann wäre für mich völlig offensichtlich, warum sich das nur 10 % antun.

    obwohl die Telekom aus regulatorischen Gruenden teurer ist als fast alle Mitbewerber.

    Was wohl daran liegt, dass die Telekom auch besser ist als fast alle Mitbewerber. Was nicht gerade für die Mitbewerber spricht. Sehr zum Verdruss dieser können sie zwar die Preise der Telekom regulieren lassen, aber nicht die Leistungen. Sie können der Telekom zum Beispiel nicht vorschreiben, regelmäßig IPv6 ausfallen zu lassen oder dem Kunden beim Anschluss eigener Endgeräte Steine in den Weg zu legen.

    Ich meine, man braucht ja bloß dieses Forum lesen, um zu verstehen, wie viel schlechter der Wettbewerb ist. Nochmal: Was "besser" ist, legt allein der Kunde fest, nicht der BREKO-Verband.

    Die Telekom hat derzeit das beste Kupfernetz und wird am Ende wohl auch das beste Glasfasernetz haben, und damit auch wieder mit den meisten Kunden enden.

    Also ich finde ca. 10 % Nutzer in einem voll versorgten Gebäude (4 Aufgänge) mehr als bescheiden.

    Ich finde das beachtlich für ein Gebäude mit drei Zugangsnetzen und mutmaßlicher Mobilfunk-Vollversorgung.

    Aber nach meine langjährigen Informationen (ca.60 Jahre-wurde dort reingeboren ;) ) haben deutlich mehr Vodafone Kabel. Und natürlich sehr viele DSL auf Telekom Kupfer.

    Das nennt man Markt. Dort setzen sich die besseren Angebote durch. Wobei "besser" der Kunde definiert und nicht der Anbieter (sehr zu dessen Verdruss).

    Glasfaser bekommt man meist nur dann los, wenn es völlig alternativlos ist.

    Aber der Umstieg würde wohl funktionieren, wenn man, bis auf die höheren Übertragungsraten Up/Down, exakt die gleich Leistungen (Anzahl der Sprachkanäle, Rufnummern, Flatrates etc. - vom Peering abgesehen - ) zum gleichen Preis-1 EUR und Umfang wie die Telekom anbieten würde.

    Nein, so funktioniert das nicht. Siehe unten.

    ABER der Umstand dass die Telekom immer noch der groesste DSL-ISP ist, obwohl sie teurer ist als die meisten DSL Reseller deutet an, dass es vielleicht gar nicht reicht billiger zu sein... sondern mann muesste auch der Wunsch-ISP des jeweiligen Kunden sein.

    Man bekommt bei der Telekom mit einem DSL- oder Glasfaser-Tarif die Mobilfunkverträge stark rabattiert. Bei Vodafone und Telefonica O2 bekommt man in Zusammenhang mit einem DSL-Vertrag ggf. unlimitiertes Datenvolumen auf den vorhandenen Mobilfunktarif.

    Das alles geht halt nur mit Telekom-BNG-Zugang. Der Rest bleibt dann eben Not Activated.

    Das ist aber bei Telekom-Glasfaser etwas anders als bei Telekom-DSL, bei Glasfaser gibt es auch bei der Telekom weniger und weniger günstige Reseller als bei DSL, denn bei der Glasfaser gibt es für die Telekom keine Regulierung des Reseller-Preises.

    Das Entscheidende ist doch, dass ich nicht den Access von der Telekom kaufen muss. Denn wäre das so, bliebe dieser Glasfaseranschluss dauerhaft "Home Not Activated".

    Das ist auch bei der Telekom-Glasfaser nicht anders.

    Mal sehen. Bei der Telekom wurde bis SuperVectoring-VDSL aufgerüstet, die Mitbewerber haben es meist nicht über 30-50 Mbit/s hinaus geschafft. Die Telekom fängt bereits mit XGS-PON an, bei M-net gibt es das nur als 300€-Tarif.

    Dass da irgendein kleiner Betreiber ohne jeglichen Wettbewerb da kräftig nachinvestiert, halte ich für optimistisches Wunschdenken.

    Was auch noch kommt: Konsolidierung. Da muss man nur sehen, was nach dem erzwungenen Verkauf des Kabelnetzes der Post/Telekom passiert ist. Zu Beginn waren das mindestens vier Teilnetze, wenn ich mich nicht täusche. Das ist größtenteils unterm Dach von Vodafone konsolidiert.

    Unter welchen Umständen sollte der Verkauf von Glasfasernetzen erzwungen werden und an wen? Der einzige vom Markt durchgeführte Verkauf war der von UnityMedia an Vodafone und der führte für die betroffenen Kunde nicht zu einer Verbesserung.

    Die Kabel-Kunden an den ganzen Kleinnetzen (Tele Columbus, Rehnig, infocity etc.) waren und sind nach Ende des Nebenkostenprivilegs richtig gear***t. Die kauft auch niemand, weil niemand Interesse an uralte Infrastruktur hat, in die seit Bundespostzeiten nicht mehr investiert wurde. Eine ähnliche Situation erwarte ich übrigens für die ganzen kleinen GPON-Netze.

    Er meint die andere Richtung. Zugangstechnologie ist ihm egal, solange ein Telekom-BNG den Traffic übernimmt.

    Genau das bestimmt nämlich primär das Preis-Leistungs-Verhältnis.

    Themen wie Routerzwang und gibt es am Telekom-BNG nicht. Wenn der ISP zu dumm ist für IPv6, nimmt man einen anderen. Das ist es, worauf es mir persönlich ankommt.

    Aber ja, das passt irgendwie nicht mehr zum Thema.

    Nicht ganz. "DSL-Abschaltung" kennt ja zwei Stufen: Der allgemeine Rückzug des Netzbetreibers in der Fläche (damit wird immer gedroht) und die "persönliche" Abschaltung, an der man selbst schuld ist.

    Der ach so clevere Plan "ich hole mir mal zwei Jahre Glasfaser und gehe dann zu zurück zu billigem DSL/Kabel" wird nämlich genau so schiefgehen: Wenn der Altnetzbetreiber (z. B. Telekom) keinen wirtschaftlichen Sinn mehr darin sieht, die Kupferader wieder zu beschalten, sitzt man schön beim teuren GF-Investor fest. Der Zugang zum Telekom-BNG ist dann auch dauerhaft weg, denn eine Versorgungspflicht gibt es nicht mehr.

    Und dass die vorhandene Glasfaser mit technisch defektem Internetzugang nochmal von der Telekom überbaut wird, darauf würde ich nicht setzen.

    Die Erfahrungen beim "alternativen" DSL-Ausbau zeigen auch schön, dass da nie nachgerüstet wird. Wo 50 Mbit/s hingebaut wurden, blieb auch bis zur Abschaltung dabei. Das erwarte ich genauso auch bei den anderen Glasfaser-Netzbetreiber: Mehr als Gigabit zu Kapitalrendite-Preisen (DG: 90-130 €) wird da mit Leitungsmonopol nie kommen. Warum auch?

    Das haengt davon ab was Du genau vergleichst, das muss in der Tat jeder Nutzer fier sich entscheiden. Ach ja, dass Altvertraege ausserhalb der MVLZ nicht im Preis angehoben werden ist nicht garantiert

    In der Verhandlungsposition, einen DSL-Vertrag für 20-30 € weiterverlängern zu können, bin ich nicht. Die Untergrenze markiert O2-Resale mit 10€-Kombi-Rabatt, aber dort komme ich auf Glasfaser bei 150 Mbit/s besser weg.

    Alles unter der Voraussetzung, dass es überhaupt Zugang zum Telekom-BNG gibt (s. o.)

    Na ja, Du bekommst momentan guenstigere Tarife fuer Telekom-DSL von quasi allen Resellern, einschliesslich der Telekom Tochter Congstar...

    Ich bekomme kleinere (!) Tarife, preisgünstigere nicht. Mit Altvertrag sähe das anders aus.

    FTTH mag nicht vollstaendig alternativlos sein, aber klar die zukuenftig wichtigste Alternative.

    Für mich ist die Technologie hinter (!) der letzten Meile viel wichtiger.

    Wenn ich auf dem Markt als künftiger Immobilienkäufer auftrete, wird der Kram mit alternativlos "Deutsche Glasfaser" & Co. schon vorab aussortiert. Ich nehme nur etwas, das Zugang zu meinem bevorzugten Resale-ISP zu Marktpreisen erlaubt. Und genau das ist nicht an die Technologie gekoppelt. Was keinen funktionsfähigen DSL-Anschluss mehr hat ist (weil er ohne Not gekündigt wurde), fliegt ebenso auf den Schrott. Wohlgemerkt, "in Betrieb" ist das Kriterium, "da liegt noch irgendwo Kupfer in der Erde" wird da nicht reichen.