Gibt es sonst noch etwas, auf das wir achten müssen damit der Techniker das Kabel problemlos vom ONT zum HÜP durchlegen kann?
Zuerst einmal würde ich Fragen ob denn der Techniker dieses dir zugeschickte Kabel überhaupt im Haus verlegt oder ob das dein Job ist.
Ich habe als Sub schon für mehrere Netzbetreiber in diversen Regionen in NRW Hausanschlüsse gebaut, bisher war bei keinem eine InHouse-Verkabelung automatisch inbegriffen.
Die ONTs werden in der Regel (auch bei kleineren Mehrfamilienhäusern) direkt neben den HÜP montiert. Manchmal gibt es sogar vorgaben das z.B. der HÜP nur 2m von der Stelle entfernt montiert werden darf an der die Speedpipe ins Haus kommt. Für die ONTs ist dann das dazugehörige LWL-Patchkabel der begrenzende Faktor (meistens 1-2m).
Bei einem Netzerrichter durfte unsere Firma InHouse-Verkabelungen separat anbieten, also mit separatem Aufmaß, Angebot und Rechnung. Wurde aber nur wenig genutzt, da die meisten Gebäude freistehende Einfamilienhäuser waren.
Diese Frage "wie es denn vor hier (Keller / Hausanschlussraum) aus weiter geht" höre ich von vielen Kunden. Leider Zurecht, da die Anbieter dieses durchaus nicht ganz kostengünstige Thema nicht gern kommunizieren.
Den Kunden die auch Eigentümer des Gebäudes sind empfehle ich immer ein handelsübliches Netzwerkkabel (CAT6e oder besser) bis zum Wunschort zu verlegen. Ist günstig, leicht austauschbar, mechanisch belastbar und bei einer Kabellänge unter 55m (100m bei CAT6a) sind auch mehrerer Gigabit/s möglich. Zudem kann es von jedem Wald und Wiesen Elektriker verlegt, montiert (ggf. Datendose) und geprüft werden.
Es soll ja auch Umsetzer von Ethernet auf Telefon/Klingeldraht geben die quasi Gebäudeintern über nur zwei Drähte VDSL2 Geschwindigkeit erreichen, so das man evtl. gar kein neues Kabel legen müsste sondern nur das vorhandene Telefonkabel umklemmen müsste. Da habe ich selber aber leider noch keinerlei Erfahrung mit.
Zitat von reaktionaer
Nicht dass es an etwas dummen scheitert und er den ONT einfach neben den HÜP setzt.
Wäre das so schlimm? Ich meine was spricht dagegen? Es ist ja nicht so als würde die Übertragungsgeschwindigkeit dadurch reduziert. Beim Fehlerfall kann es evtl. nett sein nicht in den Keller rennen zu müssen, aber wie oft kommt sowas schon vor?