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  1. Glasfaserforum.de - Das Informations- und Hilfeforum rund um das Glasfaser-Internet.
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Beiträge von pufferueberlauf

  • Glasfaser-NordWest versaut den Ausbau in dem es nur Tarife mit niedriger Bandbreite anbietet (bis 1Gbit)

    • pufferueberlauf
    • 12. Juni 2026 um 17:15
    Zitat von BlackMage2

    Das eine ist aber die Nutzerseite und das andere die Angebotsseite. Die Angebotsseite ist in den anderen Ländern deutlich großzügiger, fragt sich nur warum..

    Easy:

    A) Deutschland ist generell teurer als z.B. Spanien (das schliesst auch Arbeitskosten ein)

    B) Der FTTH Ausbau in Deutschland ist relativ teuer, weil u.a.:
    der aufwendige Tiefbau (ohne vorbereite Kabelkanaele) zu mittleren Kosten pro buchbarem Anschluss von 2000-4000 Euro fuehrt (etwa 10-mal teurer als z.B. in Frankreich)
    der Ausbau die relativ lange Niedrigzinsperode verpasst hat in der Anlagen in Infrastruktur attraktiver aussahen, d.h. Kredite sind aktuell teuer
    C) deutsche ISP sind tatsaechlich angehalten die beworbenen Raten tatsaechlich zu liefern, d.h. das senkt die Motivation jedem Anschluss die volle Segmentbandbreite zu geben...

    D) die Kunden akzeptieren die Preise.

    E) der TK-Markt funktioniert nicht als effizienter Markt (aufgrund struktureller Probleme) und wird nicht wirkungsvoll so reguliert, dass er wesentlich effizienter wird.


    Dazu ist es hilfreich sich zu erinnern, dass prinzipiell die Anbieterseite so viel Umsatz wie moeglich fuer so wenig Leistung wie moeglich erzielen will.

  • Glasfaser-NordWest versaut den Ausbau in dem es nur Tarife mit niedriger Bandbreite anbietet (bis 1Gbit)

    • pufferueberlauf
    • 12. Juni 2026 um 08:40
    Zitat von mbo77

    Das macht de facto jeder Provider in Europa und vermutlich sogar weltweit so.

    Ich wuerde sogar sagen, das machen Anbieter in fast jedem Markt so ;)

    Zitat von mbo77

    Denn dafür gibt es - seit es Breitbandangebote gibt - keinen technischen Grund. Weder bei DSL, Kabel, Mobilfunk oder eben Gf.

    Sehe ich aehnlich, aber es scheint da diese fixe? Idee zu geben, die einzigen akzeptablen Limits waeren die der OSI-Schichten 1 und eventuell 2...

    Das kommt ja nicht nur hier sondern quasi in allen technischen Foren in Deutschland (zumindest in denen die ich regelmaessig lese).

  • Glasfaser-NordWest versaut den Ausbau in dem es nur Tarife mit niedriger Bandbreite anbietet (bis 1Gbit)

    • pufferueberlauf
    • 11. Juni 2026 um 22:58
    Zitat von Edding

    Reine Willkür , genau so wie Glasfaser auf 150/75 zu shapen.

    Ja, ISPs haben sehr viel Freiheiten Tarife zu schnitzen, man kann das Willkuer nennen, muss man aber nicht. Was geshaped wird ist weniger die Glasfaser, sondern die Datenrate. Warum das so problematisch fuer viele Foristen hier, und in anderen Foren zu sein scheint erschliesst sich mir nicht.

    Zitat von Edding

    Bei unseren Westlichen Nachbarn bekommst du schon 8G symmetrisch für 39sfr da hat auch keiner Angst von geschäftlicher nutzung.

    Getrennte Maerkte (besonders solche fuer lokal zu erbringende Dienstleistungen) entwickeln getrennte Preise...

    Zitat von Edding

    Take-Up Rate soll wohl ~34% betragen, also 1392 Kunden auf dem Teil.

    Jain, bezogen auch homes connected (also tatsaechlich buchbare Anschluesse) eher 50%...

    Zitat von Edding

    Es braucht also pro Kunde gerade einmal 2,20€ pro Monat über die Vertragslaufzeit um das OLT abzubezahlen.

    Das mag sein (keine Lust die Zahlen zu ueberpruefen), aber das ist halt nur ein weiterer Teil der Kosten... ein paar Euro da ein paar Euro hier, und am Ende kommt richtiges Geld raus...

    Ich bin recht zuversichtlich, dass gerade die kleineren Mitbewerber ihre Preise massiv senken wuerden, wenn sie damit ihre Auslastung entsprechend erhoehen koennten. Das das nicht passiert deutet an, das es da wirtschaftliche Zwaenge zu geben scheint die das verhindern.

  • Glasfaser-NordWest versaut den Ausbau in dem es nur Tarife mit niedriger Bandbreite anbietet (bis 1Gbit)

    • pufferueberlauf
    • 11. Juni 2026 um 15:55

    Na ja, man koennte auch ueber GPON symmetrische Tarife anbieten, aber da wird es fuer einen belastbaren 1000/1000 Tarif halt eng... Symmetrische Tarife werden erst nennenswert mit symmetrischen Medien auftauchen, aber auch da sieht es momentan nicht gut aus, bei den PONs sind die Anforderungen an die Sendelaser der ONTs hoeher als bei AON und diese Laser damit teurer... wobei der Preis wohl davon abhaengt wie schnell die "bursten" koennen muessen, und wenn man z.B. nur 50% duty cycle im Upload hat (also eine Down/Up 2:1 Ratio) kommt man mit schlechteren aber billigeren Lasern aus... d.h. unklar ob es nach XGSPON bei symmetrischem PON bleibt oder ob da asymmetrische Sparversionen wieder beliebter werden (so wie bei GPON, das ist auch fuer symmetrischen Betrieb spezifiziert von der ITU).

  • Glasfaser-NordWest versaut den Ausbau in dem es nur Tarife mit niedriger Bandbreite anbietet (bis 1Gbit)

    • pufferueberlauf
    • 11. Juni 2026 um 13:43
    Zitat von Edding

    Deswegen ja auch die 1und1 für sie gilt der commitment-modell vertrag sie ist groß genug dafür.

    Unklar, aber vor allem kommen im Commitment-Model halt noch mehr Kosten dazu, wie 46.6 Euro/Anschluss und Jahr (45.60/12 = 3.8, also schon 15.83 Euro pro MOnat in grossen Ortsnetzen, aber auch das ist nicht der ganze Zirkus, immerhn braucht der ISP auch L" Zugang zum BNG Standort und so weiter), und wenn der Kunde Overcommited wird es teurer, d.h. die meisten Kunden werden, um Rserve fuer Kundenacquise haben eher etwas untercommiten...

    Zitat von Edding

    Und 12€ ist halt das Minimum mit dem die Telekom rechnen kann, die meisten Privatkunden buchen keine Bandbreite.

    Das zeigt mir, dass Du Dich nicht wirklich mit dem Commitment-Preisen derr Telekom beschaeftigt hast. Und solange Du das nicht tust macht eine Diskussion wenig Sinn.

    Zitat von Edding

    Ob ich 150/75 für 45,95€ bei der Telekom
    150/75 44,99 € bei der 1und1 (regulär)
    150/75 39,99€ bei o2
    150/75 44,99€ bei Vodafone

    Das nennst du Wahlmöglichkeit ?

    Ja, technisch hast Du verschiede Angebote mit unterschiedlichen Eigenschaften vorliegen (bei Telekom-Anschluessen). Du kannst argumentieren 4 Anbieter waere nicht genug, aber Wahl hast Du.

    Zitat von Edding

    Wo sind Tarife mit abweichende Bandbreiten ? Fehleinzeige

    Direkte Konsequenz von Bitstromvorleistungen mit gestaffelten Vorleistungspreisen... ein Mitbewerber kann natuerlich die Vorleistung bis FTTH150 einkaufen und damit FTTH140 schnitzen, ist aber nur bedingt attraktiv. Aus Endkundensicht finde ich aehnliche Zugangskapazitaeten allerdings recht nuetzlich, weil es den Vergleich verschiedener ISPs vereinfacht.

    Zitat von Edding

    Wo sind symmetrische Tarife ? Fehlanzeige

    Aus asymmetrischen Vorleistungen lassen sich symmetrische Produkte nur beding effizient schnitzen, klar kann ich ais einer 1000/500er Vorleistung einen 500/500er schnitzen, aber da der Vorleistungspreis gleich ist und die Mitbewerber 1000/500 anbieten ist unklar warum eon ISP das machen sollte.

    Zitat von Edding

    Wo ist ein ISP der kein Upselling betreibt und den 1000/500er für kleines Geld anbietet ? Fehlanzeige

    Nun ja, frag doch mal bei der Heilsarmee nach... Entschuldige den Scherz, aber wie lange lebst Du nun schon in unserem spaetkapitalistischen Wirtschaftssystem?

    Zitat von Edding

    Oder allgemein gesagt wo ist der Tarif Wettbewerb ? Fehleinzeige

    Meist in Aktionspreisen versteckt, aktuell bietet 1&1 an ausgesuchten Anschluessen FTTH150/75 fuer 35 Euro an... Ich weiss nicht ob Du nicht genau genug hinguckst oder etwas naive Vorstellungen davon hast wie Wettbewerb in einem ineffizienten Markt funktioniert (nicht besonders gut).

    Zitat von Edding

    Die Frage ist was versteht du als bedürfniss.

    Na ja in einem Markt sind das Produkteigenschaften fuer die die Nachfrager bereit sind mehr Geld auf den Tisch zu legen...

    Zitat von Edding

    Die Take-Up Rates gingen hoch, in den Foren hatten sich einige gemeldet. Leider sehr viele mit Problemen.

    Die Endkundenzahlen von Vodafone haben sich da eigentlich nicht nennenswert bewegt... MMn. waren das oft Vodafone-Kunden auf kleineren und/oder teureren Tarifen die auf Kabel1000 umgebucht haben...

    Und das mit den Problemen deutet an, dass meine oft wiederholte These, dass ein ISP sein ganzes Netz an die Last anpassen muss und dass es nicht reicht nur die Zugangskapazitaeten zu erhoehen...

    Zitat von Edding

    Wieso Spanien ? Macht das doch mal mit der Schweiz und erkläre mir dann, warum es dort für 39Sfr offene XGS-PON Profile gibt ?

    Weil da physisch entbuendelte PtP Fasern fuer 24 CHF in Betriebsstellen uebernommen werdfen koennen... und Salt hat, meine ich, eine Kooperation mit der SwissCom und daher vermute ich zahlen die pro Faser weniger als 24 CHF... anders gesagt der Schweizer Markt ist strukturell wettbewerbsfoerdernder aufgestellt als unserer. Auch das eigentlich eine ganz platte Tuete, wer funktionierenden Markt will sollte dafuer geeignete Vorbedingungen schaffen...

  • Glasfaser-NordWest versaut den Ausbau in dem es nur Tarife mit niedriger Bandbreite anbietet (bis 1Gbit)

    • pufferueberlauf
    • 11. Juni 2026 um 10:18

    Na ja, klar sind die Investitionskosten nicht ganz unwichtig, aber die Preise waren ja auch schon vorher unterschiedlich, bzw. bei uns sind auch die DSL relativ hoch (wobei das mit der Regulation und dem absurden Regulationsziel Infrastrukturwettbewerb zu tun*).


    *) Eine Idee hinter unserer Regulierung und Privatisierung war und ist mM. , Vorleistungen so zu bepreisen, dass es fuer Reseller langfristig effizienter waere ein eigenes Zugangsnetz zu bauen (das wuerde dann Infrastrukturwettbewerb erlauben**)... d.h. die Vorlestungspreise sind hoeher als die tatsaechlichen Kosten und zusaetzlich werden die Telekom Endkundenpreise so fest gelegt, dass Mitbewerber die Telekom profitabel unterbieten koennen... D.h. regulatorisch machen wir sowohl die Reseller als auch die Telekom teurer als notwendig


    **) Zumindest theoretisch, praktisch kommen da bestenfalls niedrig einstellige Zahlen an parallelen Netzen bei raus, und sich von Duo- oder Oligopolen effizienten Wettbewerb zu versprechen ist sehr sehr optimistisch...

  • Glasfaser-NordWest versaut den Ausbau in dem es nur Tarife mit niedriger Bandbreite anbietet (bis 1Gbit)

    • pufferueberlauf
    • 11. Juni 2026 um 09:30

    Ich finde die Frage warum in anderen Laendern guenstigere Preise ausreichend rentabel sind allerdings fuer interessant und wert sie zu diskutieren, aber bitte nicht so simplistisch, dass man a priori davion ausgeht, dass die Kosten ueberall gleich sein muessen... Das ist was erklaert werden soll und daher ungeeignet als Praemisse verwendet zu werden... ;)

  • Glasfaser-NordWest versaut den Ausbau in dem es nur Tarife mit niedriger Bandbreite anbietet (bis 1Gbit)

    • pufferueberlauf
    • 10. Juni 2026 um 21:28
    Zitat

    L2-BSA Telekom ab 12€

    Das ist nicht die ganze Miete... muss Du den Standardvertrag genau durchforsten und wissen wie viele Anschluesse ein Reseller buchen will um feststellen zu koennen was der Preis pro Anschluss ist... (die 12 Euro sind nur eine Komponente und nur fuer FTTH50, 100 und 150, hoehere Zugangsraten werden teurer).

  • Glasfaser-NordWest versaut den Ausbau in dem es nur Tarife mit niedriger Bandbreite anbietet (bis 1Gbit)

    • pufferueberlauf
    • 10. Juni 2026 um 13:07
    Zitat von mbo77

    Wie kommst du jetzt von den mutmaßlichen OLT-Kosten zu den Umsätzen?

    Wunschdenken, vermutlich ;) Es gibt in hiesigen Foren viele Nutzer die mit glasigem Blick auf die (ge-cherry-pickten) Preise fuer hohe Zugangskapazitaeten in den Nachbarlaendern schauen, und direkt schliessen die hiesigen Preise muessten Wucher sein, bzw. dass ISP riesige Ueberschuesse generieren und daher Spielraum fuer signifikante Preisreduktionen haetten. Angesichts der angespannten Finanzierungslage von DGG, UGG, OXG und den anderen kleinen Ausbauern halte ich das fuer eher fragwuerdig. Aber ich faende es schon interessant mal grob abzuschaetzen was denn ein einzelner Kunde einen ISP hier so kostet.

  • Glasfaser-NordWest versaut den Ausbau in dem es nur Tarife mit niedriger Bandbreite anbietet (bis 1Gbit)

    • pufferueberlauf
    • 10. Juni 2026 um 13:02
    Zitat von Edding

    Also wie man sieht hat man immens Spielraum was den Preis angeht, wenn man nur will.

    ??? Interessante Folgerung, aber vielleicht etwas mutig aus groben Schaetzungen einer einzelnen Kostenkomponente direkt auf nachhaltig tragfaehige Endkundenpreise zu schliessen... klar, dass ist deine Meinung die auch in anderen Foren immer wieder von Endnutzern angeboten wird, aber vielleicht machen wir das hier etwas tiefschuerfender und tragen erst mal die verschiedenen Komponenten zusammen, schaetzen dann die ueber alle Komponenten aggregierten Kosten ab und machen uns erst dann Gedanken welche Endkundenpreise damit realisierbar waeren?

    P.S.: Ich kann Deinen Zahlen nicht folgen...


    Zitat

    Telekom verlangt L2-BSA im günstigsten falle 12€ pro Kunde von z.b. der 1und1.

    Was genau meinst Du damit? Laut dem aktuell vorgeschlagenen Standardvertrag nimmt die Telekom im guenstigeren Commitment-Model fuer L2-BSA FTTH50(bis FTTH100) in grossen Ortsnetzen bereits 12.03 Euro monatlich (18.03 in kleinen Ortsnetzen, aber da kommt natuerlich noch mehr dazu), und fuer FTTH1000 werden schon 43.03 Euro... pro Monat faellig.

  • Glasfaser-NordWest versaut den Ausbau in dem es nur Tarife mit niedriger Bandbreite anbietet (bis 1Gbit)

    • pufferueberlauf
    • 10. Juni 2026 um 10:35

    Danke. Ich bin erstmal weniger an Cisco und Co. interessiert und mehr an den Kosten im Zugangsnetz (bzw. die Komponenten und deren Groessenordnungen).

  • Glasfaser-NordWest versaut den Ausbau in dem es nur Tarife mit niedriger Bandbreite anbietet (bis 1Gbit)

    • pufferueberlauf
    • 10. Juni 2026 um 08:30
    Zitat von kingpin42

    Da kommen dann noch passende Transceiver sowie Lizenzgebühren für den XGSPON Betrieb dazu. Das ist der größte Kostentreiber, die Lizenzen.

    Wenn ich da mal nachfragen darf, geht es da um einmalige Zahlungen oder sind die jaehrlich/monatlich wiederkehrend? Und sind die pro Linecard, pro OLT-Port oder pro ONT (oder beides)? Und um welche Groessenordnung geht es hier im Mittel pro Kundenanschluss, >= 1 Euro oder >> 1 Euro (wenn Du das wisst und Dich dazu grob aeussern darfst, ich vermute mal solche Informationen sind eher Betriebsgeheimnis)?

  • Abgeschlossen: Deutsche Glasfaser Störung 34225 Baunatal 07.06.2026

    • pufferueberlauf
    • 7. Juni 2026 um 21:53
    Störungen und Wartungen - Deutsche Glasfaser
    Seien Sie stets über aktuelle Störungen und Wartungen informiert. Falls Sie eine Störung melden wollen, nehmen Sie gern Kontakt mit uns auf!
    www.deutsche-glasfaser.de
    GebietThemaProdukteStatus
    BrandenburgStörung TV, Internet, Festnetz: Brandenburg Großraum Usingen / Großraum Baunatal / Großraum LekkerkerkplatzTV, Internet, Festnetzoffen
    NiedersachsenStörung TV, Internet, Festnetz: Niedersachsen / HoldorfTV, Internet, Festnetzbehoben


    Zumindest wissen die ob der Stoerung... hast Du denn Deine Meldung und Informationen auf den AB gesprochen? Das sollte eigentlich ausreichen wegen Entschaedigung (das ist Spekulation meinerseits, ich weiss nicht wie die DG so etwas behandelt).

  • Abgeschlossen: Deutsche Glasfaser Störung 34225 Baunatal 07.06.2026

    • pufferueberlauf
    • 7. Juni 2026 um 21:36

    Weiss ich nicht, aber meode unbedingt eine Stoerung, weil potentielle Entschaedigungen nach TKG 58 davon abhaengen, dass Du eine Stoerung offiziell gemeldet hast. Und selbst wenn Du gar keine Entschaedigungen willst, sollte das dem ISP den Ernst der Lage verdeutlichen.

    Zitat

    Telekommunikationsgesetz (TKG)
    § 58 Entstörung

    (1) Der Verbraucher kann von einem Anbieter eines öffentlich zugänglichen Telekommunikationsdienstes verlangen, dass dieser eine Störung unverzüglich und unentgeltlich beseitigt, es sei denn, der Verbraucher hat die Störung selbst zu vertreten. Satz 1 gilt nicht für nummernunabhängige interpersonelle Telekommunikationsdienste oder die Bereitstellung von Übertragungsdiensten für Dienste der Maschine-Maschine-Kommunikation. Der Verbraucher hat bei der Entstörung eine Mitwirkungspflicht.

    (2) Der Anbieter hat den Eingang einer Störungsmeldung sowie die Vereinbarung von Kundendienst- und Installationsterminen jeweils unverzüglich gegenüber dem Verbraucher zu dokumentieren. Wenn der Anbieter die Störung nicht innerhalb eines Kalendertages nach Eingang der Störungsmeldung beseitigen kann, ist er verpflichtet, den Verbraucher spätestens innerhalb des Folgetages darüber zu informieren, welche Maßnahmen er eingeleitet hat und wann die Störung voraussichtlich behoben sein wird.

    (3) Wird die Störung nicht innerhalb von zwei Kalendertagen nach Eingang der Störungsmeldung beseitigt, kann der Verbraucher ab dem Folgetag für jeden Tag des vollständigen Ausfalls des Dienstes eine Entschädigung verlangen, es sei denn, der Verbraucher hat die Störung oder ihr Fortdauern zu vertreten, oder die vollständige Unterbrechung des Dienstes beruht auf gesetzlich festgelegten Maßnahmen nach diesem Gesetz, der Verordnung (EU) 2015/2120, sicherheitsbehördlichen Anordnungen oder höherer Gewalt. Die Höhe der Entschädigung beträgt am dritten und vierten Tag 5 Euro oder 10 Prozent und ab dem fünften Tag 10 Euro oder 20 Prozent der vertraglich vereinbarten Monatsentgelte bei Verträgen mit gleichbleibendem monatlichem Entgelt, je nachdem, welcher Betrag höher ist. Soweit der Verbraucher wegen der Störung eine Minderung nach § 57 Absatz 4 geltend macht, ist diese Minderung auf eine nach diesem Absatz zu zahlende Entschädigung anzurechnen. Das Recht des Verbrauchers, einen über die Entschädigung nach diesem Absatz hinausgehenden Schadensersatz zu verlangen, bleibt unberührt. Die Entschädigung ist auf einen solchen Schadensersatz anzurechnen; ein solcher Schadensersatz ist auf die Entschädigung anzurechnen.

    (4) Wird ein vereinbarter Kundendienst- oder Installationstermin vom Anbieter versäumt, kann der Verbraucher für jeden versäumten Termin eine Entschädigung in Höhe von 10 Euro oder 20 Prozent des vertraglich vereinbarten Monatsentgeltes bei Verträgen mit gleichbleibendem monatlichem Entgelt, je nachdem welcher Betrag höher ist, verlangen, es sei denn, der Verbraucher hat das Versäumnis des Termins zu vertreten. Absatz 3 Satz 4 und 5 gilt entsprechend.

    (5) Die Bundesnetzagentur kann weitere Einzelheiten der Entstörung durch Festlegung regeln. Dabei kann sie insbesondere auch weitere Fristen, Dokumentations- und Informationsanforderungen zum Beginn und Ablauf des Entstörungsverfahrens sowie Anforderungen an die Vereinbarung und Dokumentation von Kundendienst- und Installationsterminen festlegen.

  • Kooperation Deutsche Glasfaser und Vodafone

    • pufferueberlauf
    • 7. Juni 2026 um 13:20
    Zitat von xrandr

    Da bleibt nur zu hoffen, dass es nicht wie HbbTV träge ist, miserablen Datenschutz vorweist und schamlos für Werbeeinblendungen missbraucht (insb. Privatsender) wird.

    DVB-I enters the chat: und sagt "halt mein Bier..."

    SCNR, aber bring die doch nicht auf dumme Gedanken

  • Westconnect - EON Highspeed - IPV4 - Ping des Grauens

    • pufferueberlauf
    • 6. Juni 2026 um 13:44
    Zitat von frank_m

    Die Frage ist eher, warum man sowas übrhaupt macht.

    Spaetphasenkapitalismus... also zum Durchsetzen oertlich begrenzter Lizensierung von Ton und Bild-Material. Aber auch fuer Uberwachungswerbung, um lokale Werbung zu zeigen....

    Zitat von frank_m

    IP-Adressen waren nie als Quelle für eine Ortsbestimmung vorgesehen. Spätestens seit IPv4 Subnetze gleich rudelweise aus dem asiatisch-pazifischen Raum nach Europa transferiert wurden, hatte sich der Anwendungsfall erledigt, wie die zahlreichen Problemmeldungen über Streamingdienste und deren Ablehnung valider Nutzer zeigt. Und die brauchen tatsächlich nur die Information, dass man sich im richtigen Staat befindet.

    Jain. Ja, IP Adressen sind dafuer nur bedingt geeignet, sind aber oft ausreichen stabile "Tokens" um auf andere Art und Weise gefundene GeoIP Information fuer Webseiten/Server abrufbar zu machen (z.B. gibt es wohl Banking-Apps die zur Identitaetsueberpruefung auch den Standort per GPSD bestimmen und diese bestaetigten Informationen dann an GeoIP Anbieter weiter verkaufen).

    Zitat von frank_m

    Was nichts daran ändert, dass die gemessenen Latenzzeiten im vorliegenden Fall ausreichend sein werden.

    In der Tat, ich wollte nur relativieren, dass man da nicht die BNetzA heranziehen sollte, weil die eher Latenz-blind ist...

  • Kooperation Deutsche Glasfaser und Vodafone

    • pufferueberlauf
    • 6. Juni 2026 um 12:43
    Zitat von mbo77

    Ich habe zumindest im Kopf gespeichert, dass VF langfristig die Kabelsegmente freiräumen wird.

    Das vermute ich auch, auch fuer die Kabler ist Parallelbetrieb zweier Netze weniger attraktiv.

    Zitat von mbo77

    Ich denke, die gehen auf reines IPTV.

    Das ist auch meine Vermutung. Was ich versuche herauszufinden ist ob es Indizien dafuer gibt, dass Vodafone/TeleColumbus das tatsaechlich so vorhaben.

  • Westconnect - EON Highspeed - IPV4 - Ping des Grauens

    • pufferueberlauf
    • 6. Juni 2026 um 12:41
    Zitat von frank_m

    Das Problem der GeoLocation liegt nicht am Provider, sondern an den GeoLocation Anbietern, die es nicht schaffen, ihre Datenbanken aktuell zu halten.

    Interessante Sichtweise... bei ISPs die taegliche Adresswechsel erzwingen und die IP Adressen ueber ihr gesamtes Gebiet verteilen, haben die GeoIP Anbieter ohne Hilfe des ISPs kaum eine realistische Chance. Ich bin allerdings nicht boese, dass mein ISP meinen Standort nicht verpetzt und ich meistens (und nicht bei allen Datenbanken) dem Standort des ISP-PoPs in Hamburg zugeordnet werde (was 100e Km von meinem eigentlichen Standort entfernt liegt). Meine Sichtweise ist: GeoLocation ist bestenfalls eine Heuristik der man nicht all zu viel Bedeutung beimessen sollte, und ich bin immer wieder (nagativ) ueberrascht wo diese Gruetze zum Einsatz kommt.

    Zitat von frank_m

    Die BNetzA fordert, dass Dienste wie VoIP oder Videokonferenzen reibungslos am Anschluss durchführbar sind, und das ist damit mit Sicherheit der Fall.

    Mmmh, die BNetzA ist in dieser Hinsicht etwas verwirrt, fuer die Mindestversorgung fordert sie Latenzen kleiner als 150ms, definiert Latenz allerdings als nur einen Haelfte der Strecke, d.h. aus BNetzA Sicht (bzw. aus Sicht der Consultants und Berater welche die BNetzA angeheuert hat um die Mindestversorgung zu ueberpruefen) heisst das eine Round-Trip-Time (RTT) von > 300 Millisekunden ist (gerade noch) OK. MMn. ist das eher Gruetze und zeigt die Probleme auf, wenn man Berater Auftragsforschung machen laesst, klar kommen die zu irgendwelchen Resultaten, aber nicht zwingend zu sinnvollen Resultaten. (Hier stuetzen die sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Untersuchungen der ITU/CCITT zur Frage welche Mund-zu-Ohr-Verzoegerung bei Ferngespraechen noch akzeptabel ist (IUT G.114 empfiehlt hier <150ms, und ignorieren, dass die ITU hier mit Mund-zu-Ohr-Verzoegerung argumentiert, nicht mit der reinen Netzwerklatenz... @WiK-Consult, @ZAFACO, wir muessen reden...))

  • Westconnect - EON Highspeed - IPV4 - Ping des Grauens

    • pufferueberlauf
    • 6. Juni 2026 um 11:43
    Zitat von DLMttH

    1 ms Ping mit DSL ist unmöglich, da hast du falsch geguckt.

    Unklar, Windows Ping rundet die Ergebnisse auf ganzzahlige Millisekunden, d.h. 1 Millisekunde bedeutet aus dem Interval [0.5, 1.5[.

    VDSL2 arbeitet mit einem 4 KHz Symboltakt, wenn wir jetzt vom best-moeglichen Szenario ausgehen:

    Router -> Modem -> DSL-Link -> DSLAM -> BNG: BNG ist erster IP-Hop und antwortet -> DSLAM -> DSL-Link -> Router

    der DSL-Link braucht im Mittel 1.5 Takte (1 Takt um das Symbol zu uebertragen, und im Mittel 1/2 Takt Wartezeit weil der Link noch belegt ist)

    DSL-RTT: gemittelt: 1/4*(1.5+1.5+1) = 1 Millisekunden

    DSL-RTT: minimal: 1/4*(1+1+1) = 0.75 Millisekunden

    d.h. fuer den Rest der Strecke bleiben noch ca. 0.5 bzw. 0.75 Millisekunden und es bleibt noch innerhalb dessen was Windows als 1 Millisekunde reportiert. Sonderlich wahrscheinlich ist so eine kurze RTT ueber VDSL2 nicht unbedingt (die Daumenregel sagt eher ~4 Millisekunden), aber unmoeglich?

    Zitat von mbo77

    Offensichtlich hat man eine Topologie gewählt, die vor allem billig sein muss.

    Das gilt fuer die meisten Provider oder? Aus Providersicht ist es am billigsten Packet so frueh wie moeglich in andere Netze zu uebergeben (hot-potato routing), aber kleinere ISP leisten sich meist nicht so viele Uebergabepunkte wie grosse (auch weil kleinere Provider dafuer wohl relativ mehr bezahlen muessen als groessere).

  • Kooperation Deutsche Glasfaser und Vodafone

    • pufferueberlauf
    • 6. Juni 2026 um 09:37

    Danke, ich vermute GigaTV Net? D.h. IP-basiertes TV-Streaming? Theoretisch koennte Vodafone ein eigenes DVB-C Overlay einspeisen, was bei Einkauf von Vorleistungen sehr unwahrscheinlich ist... was ich versuche herauszufinden ist, gibt es Indizien dafuer wie Vodafone mittel-/langfristig mit seinem KabelTV-Bestandsnetz umgehen will (z.B. Ersatz durch IP-Streaming, oder als RF Overlay ueber FTTH)?

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