Beiträge von Selektiv

    ... und nun sollte ich bei der Telekom monieren, dass dies geändert wird und auf die VDE ...... hinweisen ?

    ..... und sollte es je mal Brennen im Haus, was hoffentlich nie geschehen wird, spielt dies u.U. versicherungstechnisch eine nicht unerhebliche Rolle ?

    Das sind zwei gute Fragen. Letztlich musst du dich fragen ob für dich ein kalkulierbares Risiko besteht. Du bist ja nur "unwissender" Nutzer der einen Anschluss bekommen hat, im Schadensfall wird man sich an den Errichter wenden, in dem Fall hier die Telekom und die wird sich wiederum bzgl. Schadensregulierung an Ihren höchst wahrscheinlich vorhandenen ausführenden Subunternehmer wenden. Solange du nicht sagst dass dir der Mangel bekannt war wird man dir kaum eine Schuld nachweisen können.

    Solltest du den Mangel bei der Telekom reklamieren, werden Sie es umbauen.

    Ich sehe hier das größte Risiko in der Brandweiterleitung, da müsste man aber auch mal schauen ob es im EFH in diesem Fall überhaupt Brandabschnitte gibt die durch die Leitung gequert werden. Ohne Brandabschnitte breitet sich ein Feuer so oder so recht schnell aus.

    Aber derartiger Aufbau doch eher nicht in ein EFH, so wie im diskutierten Fall, bei dem das Erdkabel 6,5 Meter weiter in das Gebäude geführt werden soll/wurde.

    Die Standard Bauweise der Telekom sieht im EFH die Montage des Gf-APLs bzw. One box innerhalb der 2m nach Gebäudeeinführung vor und entweder ab da direkt in den Router/ONT oder maximal 20m in vorbereitete Leerrohre mittels Verlängerungsbox vor:

    Was die Entflammbarkeit und Brandweiterleitung betrifft ja.

    Klar kann man jetzt argumentieren, dass ja um das Mikrokabel noch das Mikrorohr mit 7mm Außendurchmesser flammhemmend ausgerüsteter Kunststoff ist, der ganze schon wieder verbessert, trotzdem ist im inneren das brennbare Kabel. Ist auch klar seitens der Telekom geregelt, dass die Außenkabel entsprechend innerhalb der 2m umgesetzt werden müssen. Ich hatte die Diskussion erst vor einer Woche wieder ;)

    Nachzulesen in der VDE 0800-174-2:2018-10, Abschnitt 4.1.6.2.3 unter Punkt β). Das Kabel mit PE Mantel muss entweder innerhalb der 2m abgeschlossen werden und danach als Leitung der Euro Klasse Eca weitergeführt oder in Brandschutzkanälen verlegt werden. Mikrorohr gilt nicht als Brandschutzkanal.

    Also Mantelart aufgrund der Brandschutzvorschriften. Ist diese Belastung bei einem Microkabel (z.B. A-DQ(ZN)2Y 1 x 12) höher als bei einem NYM 3x1,5? Und wie viele Meter sind vom GF-Kabel im Vergleich zum Niederspannungskabel im Keller verbaut?

    Die Brandlast wird beim NYM 3x1,5 je Meter höher sein, da es aus mehr Kunststoff besteht. Es geht aber hier nicht um die Brandlast, sondern um die Entflammbarkeit und Brandweiterleitung. Und da sind die LWL Außenkabel egal welcher Typen deutlich im Nachteil, da diese wie gesagt endlos weiter brennen.

    Der Techniker hat das Glasfaserleerrohr (orange), welches von der Straße im Keller ins Haus hereinkommt, im Keller verlängert mit identischem Leerrohr (weiß) und über die vorhandenen Mauerdurchbrüche bzw. dortigen eingemauerten Leeerrohre direkt bis in den Hausflur ins Erdgeschoss hochgezogen. Gesamtlänge vom Hauseintritt bis Hausflur EG ca. 6,5 Meter.

    Das ist zwar ein oft gegangener Weg, allerdings umgeht der nicht das Problem, dass dann weiterhin im Haus ein Erdkabel verlegt ist. Das ist nur maximal 2m zulässig.

    Zwar wurde das Mikrorohr für die Erdverlegung durch den weißen Inhouse Typen ersetzt, nicht jedoch das Glasfaserkabel. Will man das richtig umsetzen, muss nach maximal 2m auf eine Glasfaserleitung für die Innenverlegung umgesetzt werden. Sprich es muss ein Spleißkasten montiert werden und dort das Außenkabel mit der Innenleitung verbunden werden.

    kannst du mir auch was dazusagen, wie es kommt das mit dem TV Modul eine viel niedrigere Temperatur zustande kommt. Oder liegt es einfach dran das, das Modul jetzt nur noch auf der Wellenlänge 1490 schaut und nicht wie vorher auf 1490 nm und 1550 nm.

    Wird wahrscheinlich am Hersteller und/oder Version liegen. Der Filter ist kein passiv, das wird zu keiner höheren Temperatur im Vergleich zum normalen Modul führen.

    Und warum sollte das mit dem TV Signal auf 1550 nm bei AON nicht funktionieren? Warum gibt es AON Module mit TV Filter auf 1550 nm, wenn es nicht zum Einsatz käme?

    Da man es natürlich auch bei AON bauen kann. Ist aber deutlich aufwendiger.

    Zudem wird wenn IP TV angeboten wird, kein Filter benötigt. Dieser wird nur bei RF Overlay mit 1550nm notwendig. Das wiederum bietet Sewikom nicht an.

    Bei IP TV über AON wird in diesem Fall kein SFP Modul mit Filter benötigt. Das IP TV Signal wird einfach über die bestehende Ethernet Verbindung bei 1490nm übertragen und du kannst es in deinem Ethernet Netzwerk als IP TV am Rechner, Smartphone, Smart TV usw nutzen - sofern du es gebucht hast. Sewikom stellt AON bereit, somit endet deine Faser im nächsten Verteilerkasten am Straßenrand und wird ab dort mittels aktiver Technik an das Backbone angebunden. Ein RF Overlay wäre somit nur sehr aufwendig zu realisieren.

    Die andere Variante wäre TV mittels RF Overlay auf 1550nm und entsprechenden Konvertern auf normale Coax Verkabelung wo man dann einen DVB-C Receiver anschließt - also das klassische TV. Wird bei PON verwendet, da es sicht gut über passive Splitter verteilen lässt. Hier führt die Kundenfaser über Splitter bis zum nächsten Pop und man teilt das RF Signal einfach auf alle vorhandenen Kunden auf.

    Also kann ich beim MC210CS sowohl LC als auch SC Stecker nehmen?

    Der MC210CS hat SC Stecker, LC geht daran nur mittels Patch Adapter Leitungen. https://static.tp-link.com/upload/product…0_Datasheet.pdf

    SFP Module (beim Einsatz im MC220L) haben LC Anschlüsse)

    Ich würde jetzt gleich alles auf SC nehmen, da das der neuere Stecker-Typ zu sein scheint.

    SC ist der aktuelle Standard, wird aber immer mehr von LC abgelöst. Sprich LC ist die neuere Variante. Will man komplett zukunftssicher für alle Anwendungen bauen, geht man auf Ferrulen mit APC / Schrägschliff. Dieser Typ bietet die besten Werte.

    > Das von dir verlinkte Erdkabel darf maximal 2m im Haus verlegt werden, alternativ Universalkabel nehmen. Auch würde ich die Enden in einem Wandverteiler unterbringen und dann mit Patchkabeln zum Konverter gehen um Beschädigungen zu vermeiden.


    Kennst Du den Grund dafür?

    Richtig, aus Brandschutzgründen. Erdkabel als A-DQ hat keinen Flammschutz, das Polyethylen brennt wie eine Zündschnur immer weiter. U-DQ ist flammhemmend ausgerüstet, mit diesem Typen wirst du bei gemischter Verlegung in einem Leerohr unter der Erde sowie im Haus am besten fahren.

    Ich muss von der Wand ca. 20 Meter durch 2 Räume, wo ich dann den Server/Switch stehen habe und auch den MC210CS hinstellen möchte. Da würde ich ungern noch einen Wandverteiler dazwischen machen, ist ja dann noch einmal eine Untebrechung/Fehlerquelle.

    Bei Beschädigung der Stecker/Fasern der fertig konfektionierten Leitung ist halt das alles nicht mehr einsetzbar. Deswegen führt man normalerweise die fest installierten Leitungen auf ein Patchfeld oder im kleineren Rahmen auf einen Wandverteiler und geht von dort mit Patchkabeln weiter. Wenn jetzt eine Leitung im Serverschrank beschädigt wird, muss man nur das günstige und leicht auszutauschende Patchkabel austauschen. Beim direkten Anschluss der Verlegeleitung muss alles getauscht werden oder ein neuer Stecker mit Spezialausrüstung angespleißt werden. Beides ist teuer und deutlich aufwendiger. Die Fehlerwahrscheinlichkeit durch die zusätzlichen Stecker sind vernachlässigbar.

    Dazu den empfohlenen TPLINK MC210CS (2x) plus SC-SFP-Transceiver (2x)

    Der MC210CS hat die Optiken bereits eingebaut, hier passt kein SFP Modul und wird auch nicht benötigt.

    Alternativ kann man natürlich den MC220L in Verbindung mit passenden SFPs verwenden z.B. https://www.fs.com/de/products/75…=5963&id=106986

    Das von dir verlinkte Erdkabel darf maximal 2m im Haus verlegt werden, alternativ Universalkabel nehmen. Auch würde ich die Enden in einem Wandverteiler unterbringen und dann mit Patchkabeln zum Konverter gehen um Beschädigungen zu vermeiden. https://www.patchkabel.de/glasfaser/lwl-…andverteiler-lc

    Klar geht das, der Konverter ist ja auch extra für Multimode gebaut. Multimode läuft mit Wellenlängen von 850nm und 1300nm.

    Ich würde aber diesen Konverter nicht für ein Hausnetzwerk einsetzen, da er nur maximal 100 Mbit kann, zudem ist er sehr teuer. ST Stecker sind auch nicht mehr zeitgemäß. Lieber einen TP Link MC220L und passende SFP Module nehmen oder einen MC200CM.

    Wenn man das ganze zukunftssicher bauen will, dann nimmt man aber gleich Singlemode Kabel und passende Konverter bzw. SFPs dazu. Das Kabel ist dann auch günstiger als OM3 oder OM4 Multimode. Passender fertiger Konverter wäre dann TPLINK MC210CS.

    ## Meine Idee war vom Keller mit GF-Kabel zum Router (FRITZ!Box Fiber mit GF-Modem) im EG oder 1.OG und mit WAN Kabel zurück in den Keller und von dort mit Switch / PatchPanel in die verschiedenen Etagen/Zimmer 1.OG/DG

    Wenn höhere Ansprüche ans WLAN vorhanden sind, dann wird wahrscheinlich nur eine Fritzbox fürs WLAN über mehrere Stockwerke nicht ausreichen.

    In dem Fall würde ich die Fritzbox im Keller lassen, von da aus alles per CAT Kabel in die Etagen und Zimmer bringen:

    1. TAE auf RJ45 adaptieren und am Ende wieder zurück aufs Endgerät.
    2. In den Etagen je einen WLAN Access Point montieren, das ermöglicht dann auch Roaming bei entsprechenden Geräten wie z.B. von Ubiquity
    3. WLAN in der Fritzbox deaktivieren

    Lang würde ich als Strecken im Bereich von über 5 km definieren. Hier hängt es dann aber auch wieder davon, wie viele Steckverbindungen bei einer Strecke zwischen zwei Zielen liegen und welche Anforderungen an das Netz gestellt werden. Auch fließen die Anforderungen an die Robustheit und Fehlersicherheit bei den Steckern mit ein, beides ist bei E2000/LSH sehr gut. Durch die Schutzklappen werden die Ferrulen vor Beschädigung sowie Dreck geschützt und der Anwender vor Laserstrahlung.

    Oft sind es aber auch gewachsene Strukturen wo man dann auch bei Erweiterungen beim selben Stecker bleibt um es einheitlich zu gestalten. Gerade bei Internetprovidern sieht man E2000 oft, aber auch bei größeren privaten/öffentlichen Netzwerken im Bereich der Primär- und Sekundärverkablung. Hier hängt dann wieder ab ob es Single- oder Multimode ist, Bei Multimode kommt dann E2000 als PC Variante zum Einsatz, bei Singlemode hauptsächlich der APC Schliff. Aber mir ist auch schon Singlemode als PC begegnet.

    In gewisser Weise schon. International kennt man diesen Stecker unter der Bezeichnung LSH APC

    Ja auf Kundenwunsch und mit entsprechenden Lieferzeiten bekommt man auch bei fs.com LSH Stecker. Sind halt nur kein Standard Lagerartikel, deswegen für Produkte in geringerer Stückzahl eher unpraktikabel. Ich finde aber auch, dass man nicht alles aus China kaufen muss ;)

    E-2000 ist lediglich der Handelsname der Firma Diamond. Dieser hat sich allerdings als Synonym für den Stecker eingeprägt. Ebenso wie Tempo für das Papiertaschentuch.

    Die Stecker bzw. von denen konfektionierte E2000 Kabel und Pigtails bieten aufgrund aktiver Kernzentrierung schon noch den Vorteil der geringeren Dämpfung, die es so bei normal gefertigten kompatiblen LSH Steckern nicht gibt. Spiegelt sich aber auch im Preis wieder, bei einer normalen Inhouse Verkabelung für eine Strecke mit Medienkonvertern sehe ich da keinen Sinn. Bei einer Standortvernetzung und entsprechend langen Strecken und dann ggf. noch DWDM Übertragungen sieht das schon anders aus.