Beiträge von stephanbde19

    Hallo zusammen,

    vielen Dank für Eure vielen Antworten, die Zusammenhänge sind mir nun deutlich klarer geworden und ich habe vieles erfahren/gelernt, nach dem ich mangels Wissen gar nicht hätte fragen können.

    Und nichts für ungut, wenn meine Rückfragen Eure Nerven strapaziert haben...! ;)

    Viele Grüße

    Stephan

    Die Frage ist, welche Kapazitäten der Netzbetreiber vorsieht. Häufig wird bei einem Glasfaserausbau zunächst eine Anfragebündelung vorgenommen. Für den Ausbau wird dann zusätzlich eine gewisse Reserve vorgesehen, aber die ist endlich - und häufig nicht zureichend, wirklich alle Häuser zu versorgen.

    Bei der Telekom kann das anders aussehen. Es gibt auch Unterschiede, ob der Ausbau gefördert wird, oder nicht.

    Irgendwo hatten wir hier kürzlich einen Thread dazu. Man bekommt den Glasfaseranschluss nicht von allein. Man muss auch was dafür tun. Es schreien immer alle nach schnellem Internet, Home Office und Digitalisierung, aber wenn man ihnen das Kabel vor die Tür legt, lassen sie es liegen. Später wundern sie sich dann, wenn der Zug abgefahren ist. Ich werde es nie verstehen, wie man darüber auch nur nachdenken kann. Die Welt ist im Wandel. Schnelle Internetzugänge, die nahtlos mehrere Videokonferenzen parallel vertragen, werden Grundvoraussetzung sein.

    Der Grundsatz ist mir in der Tat klar.

    Nur im hier und jetzt sind meine 250MBit überdimensioniert.

    Und wenn 1&1 mir tatsächlich in 6-12 Monaten auch den Glasfaseranschluss (inklusive Hauserschliessung kostenfrei) anbietet, würde ich mir den Providerwechsel gerne sparen

    Ich bin unsicher ob hier ein Missverständnis vorliegt und wenn liegt es sicher an meiner Schilderung.

    Mir geht es nicht um angehängte Gebiete (da gibt es tatsächlich Straßenzüge ein wenig weiter entfernt) sondern um ein gerade erschlossenes Gebiet und darauf nur um die paar Meter zum Haus, s. Bild.

    stephanbde19 : Bei der Telekom kostet ein nachträglicher Hausanschluss pauschal 800 Euro. Dafür bekommt man einen Anschluss an das Netz, das in der Straße/an der Adresse verfügbar ist. Wurde FTTH in der Straße ausgebaut, gibt es dafür auch einen FTTH-Anschluss.

    Wer baut den direkt bei Euch aus? Ich vermute mal nicht die Telekom selbst, dann dann wäre zum einen der Anschluss auch ohne Tarif kostenlos, zum anderen müsste auch 1&1 bereits über FTTH verfügbar sein.

    Handelt es sich um einen Ausbau von GlasfaserPlus oder einer der Stadtwerke, mit denen die Telekom kooperiert?

    Es ist tatsächlich GlasfaserPlus.

    Hilft das bei der Einordnung?

    Sorry, war mir nicht klar, dass das eine wichtige Information ist, sonst hätte ich es direkt im Erstbeitrag erwähnt.

    stephanbde19 Was hält dich denn davon ab einen Glasfaseranschluss bei der Telekom zu beauftragen?

    Sicher sind die laufenden Kosten erst einmal höher als bei anderen, allerdings endet der Vertrag bei rechtzeitiger Kündigung nach 24 Monaten und Du kannst wieder zu VDSL wechseln. Die Kupfer-Telefonleitung wird ja nicht entfernt, sondern eine zusätzlicher (Glasfaser-) Anschluss gelegt. Die Möglichkeit zwischen zwei Technologien wechseln oder auch gleichzeitig nutzen zu können ist nicht zu verkennen!

    Wie andere schon geschrieben haben: Doppelter Ausbau ist eher unüblich, wo ein Provider schon Glasfaserkabel in die Straße gelegt hat, wird kein zweiter kommen. Nachanschlüsse sind zwar möglich, wenn man den initialen Ausbau verpasst hat, jedoch kann man dann durchaus mit Jahren rechnen, bis der Nachanschluss tatsächlich realisiert ist.

    Noch dazu kommt, das aus den verschiedensten Gründen alle Provider über Preiserhöhungen laut nachdenken. Bei Bestandskunden wird es schwierig sein, die Grundgebühren zu erhöhen, dafür gibt es zu gute Angebote für Wechsler. Bei Nachanschlüssen wird meiner Meinung nach eher an der Preisschraube gedreht werden.

    In der Tat sind es die Kosten und der Providerwechsel, im Zusammenhang damit, dass ich mit der aktuellen Bandbreite ganz zufrieden bin.

    Die Zuverlässigkeit von Glasfaser kenne ich noch nicht, als ich vor 15 Jahren an anderem Wohnort noch Kabel hatte, fiel das bei Unitymedia gerne mal 1 Tag aus.

    Den Gedanken, Glasfaser erstmal legen zu lassen und später bei Nichtgefallen auf Kupfer zurück zu wechseln hatte ich auch schon.

    Ebenso, wie nach erfolgtem Glasfaseranschluss später zu einem anderen Provider in einen Glasfasertarif zu wechseln, wenn das möglich wird.

    Doppelten Ausbau meinte ich auch nicht. Die heutige Kupferleitung ist ja auch von Telekom verlegt, im Keller ist der Telekom-Anschlusskasten und 1&1 nutzt diese Infrastruktur. Das wird bei Glasfaser doch auch möglich werden oder geht Ihr davon aus, die Infrastruktur wird Telekom-exklusiv?

    Laut 1&1 hätte Telekom Erstkontrahierungsrecht, bevor andere auch dürften.

    Die Kosten werden meines Erachtens völlig irrelevant, wenn die Frage lautet, ob man überhaupt Zugang zu einem zukunftstauglichen Internetzugang bekommt.

    Wieso sollte das später unmöglich sein? Die Leitungen in der Straße werden doch nach meinem Verständnis verlegt, damit man später jederzeit den Anschluss herstellen kann?

    Ich rede nicht von ggf 3-6 Monaten Wartezeit, die der Telekommunikationsdienstleister ggf braucht um die Baugewerke zu disponieren, aber in der Zeitspanne müsste es doch möglich sein?

    Na ja ich würde immer davon ausgehen, wenn alle arbeiten durch sind und der Tiefbauer im worst case Szenario nur für einen kommt dann bist du bei der Telekom auch gute 1500-2500€ los.

    Das ist auch meine Sorge, aber weißt Du das?

    Dagegen steht die Aussage von 1&1, dass sie davon ausgehen, mir später auch den Glasfaserhausanschluss kostenfrei herzustellen.

    Vielen Dank!

    Das wäre ja recht erschreckend, wenn die Infrastruktur bis in die Straße (FTTC) gelegt wird, und man dann nichtmal für einen hohen Betrag den Anschluß umsetzen könnte.

    Wieso siehst Du das Kostenrisiko nicht? Bei den Tiefbauarbeiten sind ja schnell mal 1000 € und mehr fällig, plus Wanddurchführung im Keller, Abdichtung, etc.

    Wird das denn immer durch den Provider übernommen, also auch 1&1 u.ä.?

    Danke und viele Grüße

    Stephan

    Hallo zusammen,

    ich bin ratsuchend hier neu im Forum...

    Aktuell wird bei uns in der Straße Glasfaser neu verlegt und aktivst beworben.

    Nun wird argumentiert, daß bei sofortiger Beantragung die Anschlußkosten komplett durch den Provider getragen werden, während bei späterem Anschluß ggf. größere Kosten auf den Anschlußinhaber zukommen. Aktuell sind wir über Kupfer angebunden und bei 1&1 unter Vertrag.
    Einen Neuanschluß kann man aber nur über Telekom beantragen, zu dann auch höheren Kosten.

    1&1 kann mir laut telefonischer Auskunft keinen Anschluß anbieten, geht aber davon aus, daß man bei späterem Anschluß ebenfalls die Kosten übernähme.

    Mir gefällt dabei natürlich nicht das Restrisiko, daß diese Kostenübernahme ausbliebe.

    Wenn ich jetzt den Provider wechsele, wäre ich auf der sicheren Seite. Die Kosten durch Tiefbau, Wanddurchbohrung etc. kommen ja dann schnell in den 4stelligen Bereich.

    Wenn Telekom hier einige Dutzend Anschlüsse gleichzeitig vornimmt, können sie das natürlich günstiger durchführen, als wenn das später über Einzelanfragen läuft.

    Vielleicht ist der Verweis über spätere horrende Kosten aber auch nur eine "Drohkulisse", um möglichst schnell die Kunden zu bewegen.

    Habt Ihr dazu Meinungen/Erfahrungswerte/Wissen?

    Vielen Dank vorab und viele Grüße

    Stephan