Beiträge von hetti72

    Wenn aufgrund nutzbaren alternativen keine Interesse besteht, soll der Glasfaser Zug zurecht dort fahren, wo man nur ADSL kriegt. In solchen Gebieten sind Aufnahmequoten ziemlich sicher kein Problem.

    Genau das habe ich eigentlich in meinem Post beschrieben.
    In den Stadteilen gibt es nur Breitband über ADSL (evtl mit 4G-Hybrid) oder überlastetes Vodafone Kabel. Dort war man dankbar über die Glasfaser Angebote und es gab hohe Quoten.

    In der Kernstadt gibt es jetzt schon VDSL250 und auch performantes Vodafone Kabel, darum besteht dort kein Interesse. In der GF Vorvermarktung gab das eine Quote von unter 10%.

    Durch die Mischkalkulation lag die Gesamtquote dann aber deutlich unter 40% und es wurde erstmal nicht gebaut.
    Auf Intervention der Stadt wurde dann die Vorvermarktung mehrfach verlängert und nach über einem Jahr hatte man dann mit ach und Krach eine Gesamtquote von 30% und es wurde gebaut.

    Ich denke wenn die Städte und Gemeinden Ausbaugenehmigungen nur noch Stadt- bzw. Gemeindeweit vergeben, und nicht mehr auch für die lukrativen Gebiete mit hoher Bevölkerungsdichte, haben wir eine Chance Glasfaserausbau auch in der Fläche zu erleben, der sich eben über die Mischkalkulation rechnet.

    Aber auch das kann nach hinten losgehen.

    Ich kenne mehrere Fälle in meinem Landkreis, in denen die 40% Quoten in den kleinen Stadt bzw. Ortsteilen erreicht wurden, aber in der grossen "Kernstadt" war das Interesse sehr gering.
    Dadurch lag die Quote in der Mischkalkulation deutlich unter 40% und es wurde nicht gebaut.

    Vodafone: Ausbau noch nicht bekannt im System laut Bauherrenservice was aber erstmal nichts heißen muss.
    Interessant fand ich die Aussage das es nicht zwangsläufig ein Glasfaseranschluss wird sondern auch Coax werden könnte.

    Mal nur so aus Neugier: Kennt jemand Neubaugebiete in denen Vodafone wirklich noch Coax verlegt hat? Oder auch Neubaugebiete in denen Vodafone FTTH verlegt hat?


    In den mir bekannten Neubaugebieten hier in der Gegend war immer nur die Telekom oder auch mal ein lokaler Provider direkt bei der Erschließung zur Stelle. Vodafone hatte da wohl nie Interesse

    Beim geförderten Ausbau gibt es verteilt über die ganze Republik haufenweise Fälle bei denen man nur mit dem Kopf schütteln kann.

    Ich habe einen Arbeitskollegen aus dem Main-Kinzig Kreis. Dort baut die Breitband MKK in vielen Gemeinden gefördert FTTH, das dann von Vodafone betrieben wird.
    Mein Kollege hat aktuell 50Mbit VDSL und hätte gerne auch einen FTTH Anschluss gehabt.
    Er bekommt aber keinen, weil sein Haus einen Kabelanschluss von Vodafone hat (den er aber nicht nutzt), auf dem 1Gbit möglich wäre.
    Nicht mal wenn er den Anschluss komplett bezahlen würde, würde man ihn Anschließen.

    Und das beste ist, das Vodafone ihn seit Monaten mit Anrufen und Mails nervt, das bei ihm FTTH verfügbar wäre und er doch schnell bestellen solle :)

    Ich hab auch mal irgendwo einen Beitrag gelesen in dem ein Kuhstall mit FTTH erschlossen wurde, der zugehörige Bauernhof aber nicht, weil der Hof nicht mehr im Fördergebiet liegt.

    Und wir sehen ja auch heute, wie bescheiden die Marketingabteilungen es nicht schaffen den Bedarf zu wecken. Und zwar bei der einzelnen Person/Haushalt. Das ist doch die desaströse Kommunikation vor Ort schuld, dass da der Bürger da nicht ran will.

    Dem kann ich so nicht zustimmen. der Bedarf ist schon da.
    Die Leute wollen einfach nur einen Internetzugang mit akzeptabler Bandbreite und wenn sie den schon haben z.B. über VDSL oder Kabel, sind viele einfach zu bequem sich mit dem Thema zu befassen und vielleicht sogar Geld in eine neue Verkabelung zu investieren.

    In Orten in den der Breitbandbedarf noch nicht durch VDSL oder Kabel gedeckt wurde, werden den Providern die FTTH Verträge aus den Händen gerissen und es gibt takeup ratios von über 80%.

    Die Marketingabteilungen der Provider tun sich natürlich schon schwer einen Bedarf nochmal zu wecken, der eigentlich schon gedeckt wurde.

    Man sieht das ja teilweise an den Marketingphrasen wie : "Grünes Internet" oder "Glasfaser ist Umweltfreundlicher als Kupfer" , das das Marketing sich an jeden Strohhalm klammert.

    Allerdings mag tatsächlich die Beschränkung auf 100 Mbps am LAN-Port der Fritze eine Rolle spielen. Die 7490 muss da auf 1Gbps eingestellt werden.

    Lokfuchs hat aber geschrieben das die LAN LED am ONT leuchtet und die zeigt doch wahrscheinlich einen Link auf der Ethernetschnittstelle des ONT an.

    Kann man nicht auch irgendwo in der Fritzbox GUI sehen welche Ports einen Link mit welcher Geschwindigkeit haben?

    Aber kannst Du mir bitte noch mitteilen woher Du diese Aussage hast, dass schon Anfang der 80 versuche mit FTTB/FTTH gemacht wurden.

    Die FTTH / FTTB Versuche in den 80ern waren das BIGFON Projekt. Infos findet man https://de.wikipedia.org/wiki/BIGFON und

    Breitbandiges Integriertes Glasfaser-Fernmelde-Orts-Netz - Bigfon – Förderverein Technikforum Backnang e.V.

    Anfang der 90er habe ich bei der Telekom in Frankfurt gearbeitet. Jede der Grossen Banken hatte teilweise hunderte einzelne analoge Datenleitungen (Datex-P / Datex-L / Telex).
    Um das Handling dieser vielen Anschlüsse zu vereinfachen hat man dann die Technik die normalerweise in den Telekom Vermittlungstellen stand zu den Kunden (RZ´s der Banken) verlagert. Die Verbindung zwischen den Vermittlungstellen und den sogenannten ADU (Abgesetze Daten Umsetzer) wurde dann per Glasfaser realisiert.

    Unter anderem im Keller der Börse Frankfurt entstand dann nach und nach quasi eine kleine Vermittlungsstelle, weil man erkannte das sich so einiger Aufwand für die Bereitstellung von neuen Datenleitungen sparen lies.

    Nochmal das Fazit wie auch hetti72 geschrieben Glasfaserausbau hätte sch on 1980 erfolgen können ist glatt gelogen.

    Dein Satzbau ist leider nicht sehr verständlich, aber du scheinst mir zu unterstellen das etwas was ich geposted habe, "glatt gelogen" wäre.

    Ich kann aber leider nicht ganz verstehen was genau "glatt gelogen" sein soll? Das schon Anfang der 80er erste Versuche mit FTTB / FTTH gemacht wurden?

    Laut Internet wurde die weltweit erste Glasfaserstrecke 1993 von der Bundespost erreichtet.

    Ich weiß nicht wo du diese Info her hast, aber das ist falsch. Die Deutsche Bundespost hat bereits Anfang der 80er erste Versuche mit Glasfaser gemacht. (BIGFON)

    Ab Mitte der 80er hat man dann Konsequent das Fernkabelnetz (damals hauptsächlich Koaxial Leitungen mit TF Technik) mit Glasfaser überbaut. (BIGFFERN)

    Und sogar da hat man schon Leerrohre verlegt in die dann GF Kabel eingezogen wurden.

    Ich kann mich daran erinnern das Anfang der 90er in Frankfurt am Main bereits ein beachtliches Glasfaser Netz existierte, an das dann Banken und z.b. auch die Börse angeschlossen war.

    Da viel mir ein, daß es beim ISDN Anschluß u.a. das Feature "Rückruf bei Besetzt" gab.

    Das Feature gab es auch nur da und IMHO auch nur im Netz der Telekom. Die Funktion kam ursprünglich von den (alten, nicht VoIP) Telefonanlagen und wurde dann irgendwann mal in das digitale Telefonnetz der Telekom portiert.
    Mit der flächendeckenden Umstellung auf VoIP war ist das feature dann erstmal Verschwunden, weil es in den standard Voip Gateways einfach nicht implementiert war. Die Hardware und die Software kommt ja meist aus den USA oder Asien und die kannten das Feature dort einfach nicht.

    Die Telekom hat das Feature in ihrem VoIP Netz seit ca 2017 wieder implementiert, der Router muss es aber auch unterstützen. Ob die Funktion auch bei anderen Providern oder sogar Provider übergreifend funktioniert ist mir nicht bekannt.

    Noch etwas ist mir aufgefallen, während beim ISDN Anschluß der Freiton direkt nach der Anwahl hörbar war vergehen beim DG Anschluß teilweise mehrere Sekunden.

    Einfach nach der letzten Ziffer der Rufnummer eine # wählen, dann wird der Ruf sofort aufgebaut.

    Ja das ist das Problem ich als Vermieter sage halt warum soll ich Geld in die Hand nehmen für DG

    Und genau das ist die falsche Denkweise.

    Es ist nun deine Immobilie und mit einem Invest von ein paar hundert Euro (den du dir auch wieder zurückholen kannst) machst du sie etwas mehr fit für die Zukunft.

    BTW kannst du als Vermieter solche Investitionen auch Steuerlich absetzen

    Boah, hier denken wieder einige echt kompliziert :rolleyes:
    Warum sollte das Anschließen eine zusätzlichen Wohnung im Haus denn von der DG anders gehandhabt werden als der Erstausbau?

    In dem Link den mbo77 geposted hat sind die Anforderungen der DG beschrieben, wie der Inhouse Leitungsweg vorzubereiten ist.

    Solche Maßnahmen sind im Rahmen einer Wohnungsrenovierung im allgemeinen Einfach umzusetzen, sind aber IMHO vom Vermieter zu beauftragen und auch zu bezahlen.

    Der Vermieter kann diese Kosten dann wie von HubeBube erwähnt monatlich auf den Mieter umlegen. Letztendlich ist für den Vermieter die Sache also kostenneutral, bzw. er hat sogar einen Vorteil weil die Infrastruktur in seiner Immobilie aufgewertet wird.

    Hier geht es wohl um die beiden Betriebsarten SISO/MIMO. Wobei dann im MIMO-Betrieb das zweite Adernpaar 3/6 vielleicht nur als Antenne zum Rausrechnen von Störungen genutzt wird.


    Nachtrag: Gerade mal bei anderen zum Thema g.hn und MIMO gelesen. Wie erwartet müssen dabei alle 4 Adern verbunden werden. Dafür muss aber an der TAE was geändert werden oder aber man setzt dort gleich RJ-45.

    Hab in einem Dokument eine gute Erklärung ob zwei oder vieradrig :

    "Bei zwei Telefondrähten wird der SISO-Modus verwendet. Im MIMO-Modus werden alle vier Drähte als zwei Paare verwendet. Der MIMO-Modus wird nur für größere Entfernungen länger als 100 Meter empfohlen. Bei kürzeren Entfernungen bietet die MIMO Übertragung keine höheren Datenraten."
    Quelle


    In diesem Fall hier dürfte der zweiadrige Betrieb also völlig ausreichen