Glasfasermodem zentral - Anschlüsse in jedem Zimmer

  • Hallo zusammen,


    wie sind in eine neue Wohnung eingezogen die einen Glasfaseranschluss in der Wohnung hat (Kasten in Abstellkammer). Das Glasfaser Modem wurde vom Telekom Techniker angebracht und Internet funktioniert auch. Im Technik-Kasten ist bereits ein Verteiler Anschluss integriert und eine Nummerierung angebracht. Jede Nummer steht für einen Raum wo eine weitere Netzwerk-Buchse zur Verfügung steht. Wir haben nun das Glasfaser Modem mit der Nummer vier verbunden und im Raum Nummer 4 dort den WLAN-Router (Fritz Box) installiert. Das klappt alles! Allerdings benötigt der TV Receiver in Raum Nummer 5 (Wohnzimmer) ebenfalls direkten Anschluss Kontakt mit dem LANKabel aus der Buchse.


    Den Router zwischen Glasfasermodem und Verteiler Buchse (1-5) haben wir bereits gemacht. Dann reicht aber zum einen das WLAN nicht in alle Räume und der Technik Kasten geht nicht mehr zu.


    Welche Möglichkeiten gibt es tatsächlich um in 2-3 Räumen gleichzeitig das Glasfaser Internet direkt aus der jeweiligen Buchse im Zimmer zu bekommen?


    Danke schon jetzt. (Siehe Foto)


    Grüsse

    Marc

  • Hallo MarcTue,


    wenn der Telekom Router nur über einen einzigen LAN-Anschluss verfügt, musst Du einen Switch als „Vervielfältiger“ einsetzen.


    Ein Switch ist ein kleines Gerät mit eigener Stromzufuhr, welches Verbindungen zwischen mehreren Kabeln und den daran angeschlossenen Endgeräten schafft. Je nach Anzahl der benötigen Anschlüsse, sind Switche bereits ab ca. 20 Euro erhältlich. Du solltest im Fall eines Glasfaser-Anschlusses darauf achten, dass die Anschlüsse des Switches Gigabit-fähig (also 1.000 Mbit/s) sind.


    Das Setup ist wie folgt:

    Glasfaser-Anschluss <-> Router <-> Switch <-> Kabelinfrastruktur <-> Endgeräte in den einzelnen Räumen.


    Wenn du einen kleinen Switch wählst und sehr kurze Patchkabel verwendest, solltest Du alles im Verteilerkasten verstaut bekommen. Den Router würde ich aufgrund des besseren WLAN-Signals außerhalb des Kasten platzieren.

    Je nach örtlichen Gegebenheiten lässt sich die Tür des Kastens i.d.R. aushängen, sodass Kabel nach außen geführt werden können.


    Viel Erfolg!

    Schöne Grüße,

    Lars

    Einmal editiert, zuletzt von Alfy ()

  • Erstmal einen Hinweis nicht an dich sondern an alle Häuslebauer: Ins Wohnzimmer und ins Büro gehören jeweils mindestens eine Doppel-Netzwerkdose, genau um solche Probleme zu vermeiden. Die Rohrkapazität sollte aber in allen Räumen für ein Doppelkabel reichen. Datenkabel werden so verlegt, dass sie nachträglich austauschbar sind, ohne die Wand aufzureißen. Kein wenn und aber.


    Die ordentliche Lösung in diesem Fall wäre, eine Doppeldose da zu installieren, wo der Router aufgestellt werden soll, und das Einzelkabel durch ein Doppelkabel zu ersetzen. Wenn das nicht machbar ist, dann gibt es mehrere Alternativen mit mehr oder weniger gravierenden Nachteilen:


    Die einfachste Lösung sind zwei "Cable Sharing Adapter" wie z.B. "Cable-Sharing-Adapter RED4POWER R4-N100-EE, Ethernet/Ethernet". Man steckt jeweils einen in die Ethernetbuchse an beiden Enden und macht damit aus einer 8-adrigen Verbindung zwei 4-adrige Verbindungen. Das reduziert allerdings die Geschwindigkeit auf 2x100Mbit/s. Wenn der Internettarif nicht schneller ist, mag das eine akzeptable Lösung sein. Über eine der Verbindungen geht man vom Glasfasermodem zum WAN-Port am Router, mit der anderen von einem LAN-Port des Routers zurück in den Anschlusskasten und von dort direkt in einen anderen Raum oder in einen Switch und dann vom Switch in alle anderen Räume.


    Wenn die Geschwindigkeit mit Cable-Sharing Adaptern nicht reicht, kann man zwei Verbindungen mit Switches auf einem Kabel zusammenfassen. Da man im Anschlusskasten sowieso einen Switch braucht, wenn man alle Räume anschließen will, hält sich der zusätzliche Geräteaufwand in Grenzen. Man hat dann allerdings aktive Technik zwischen dem Glasfasermodem und dem Router, was im Störungsfall die Fehlersuche erschweren kann. Theoretisch kommt man im Falle eines Telekomanschlusses mit nicht-managebaren Switches aus, weil die Telekom kundenseitig VLANs einsetzt. Sauberer ist es, wenn man das Tagging mit managebaren Switches selbst regelt.


    Außerdem kann man den Router im Anschlusskasten positionieren und das WLAN über zusätzliche Accesspoints erweitern. Mit den aktuellen Mesh-Systemen ist das auch kein großer Konfigurationsaufwand mehr.

  • Ist das hier nicht bereits ein eingebauter Switch? Siehe Foto Nummer 2?

    Also das ist direkt mit dem GlasFaser Modem in dem Kasten verbunden?


    Kann ich jetzt ohne einen Router dazwischen zu schalten mithilfe eines Cable Sharing Adapter von einem Anschluss aus dem GlasFaser Modem 2 Ports (Nummer 4 und 5 sprich Büro und Wohnzimmer) versorgen?
    Der W LAN Router steht aktuell im Raum 4 und wird dort mit Internet direkt versorgt...


    Oder habe ich einen Denkfehler.

  • Die Leiste am oberen Bildrand, wo die Ports mit "1 2 3 4 5 6" beschriftet sind, ist ein sogenanntes Patchpanel. Das ist nur eine Reihe von Ethernetanschlussdosen. Jede Dose führt zu einer anderen Ethernetdose in der Wohnung. Was man am Patchpanel einstöpselt, ist dann genau mit einer Ethernetdose verbunden. Weder das Patchpanel noch die Cable-Sharing-Adapter machen aus einem Anschluss mehrere. Ethernet besteht (heutzutage) immer aus Punkt-zu-Punkt Verbindungen. Um mehr als zwei Geräte zu verbinden, braucht man aktive Technik, also Switches oder Router. Ein Cable-Sharing Adapter macht quasi nur aus einem Kabel zwei Kabel.


    Das Anschlussschema ist dieses:

    Gf-TA ---- Glasfaser-Modem ---- Router ---- Switch (---- Switch) ==== Geräte


    ---- steht für eine Kabelverbindung,

    ==== steht für eine oder mehrere Kabelverbindungen,

    Mehrere Funktionen können in einem Gerät integriert sein, z.B. ist praktisch immer ein Switch im Router integriert. An das Glasfasermodem wird nur ein Gerät angeschlossen, der Router.


    Wenn du jetzt den Router z.B. im Wohnzimmer aufstellen möchtest, dann kommst du zwar vom Glasfaser-Modem im Anschlusskasten so wie im ersten Foto zu sehen über das gelbe Kabel zum Patchpanel, von dort zur Netzwerkdose im Wohnzimmer und mit einem weiteren kurzen Ethernetkabel zum Router. Das ist im Prinzip einfach nur ein langes Kabel vom Glasfasermodem zum Router. Dann ist aber keine Leitung mehr frei für die Vebindung zu einem Switch im Anschlusskasten, der das Netz auf die anderen Anschlüsse des Patchpanels verteilt. Um diese zusätzliche Kabelverbindung zwischen Anschlusskasten und Wohnzimmer zu schaffen, kann man die Cable-Sharing Adapter einsetzen. Dann geht man mit einer Hälfte des Kabels vom Modem zum Router und mit der anderen Hälfte zurück zum Anschlusskasten. Dort verbindet man darüber den Switch mit der LAN-Seite des Routers und die anderen Switchports mit den übrigen Ports des Patchpanels. Nachteil dieser Lösung ist wie gesagt, dass die Internetgeschwindigkeit auf 100Mbit/s begrenzt wird.

  • Ich würde folgendes machen (und so mache ich das auch öfter bei Kunden mit dem gleichen Problem):


    Die FritzBox stellst du in deinen Anschlussraum. Für Raum Nr. 4 besorgst du dir noch eine Fritzbox 4040, die du dann über die Dose in Raum Nr. 4 mit der FritzBox im Anschlussraum verbindest.


    Das hat jetzt mehrere Vorteile:

    - Du hast WLAN über die Fritzbox 4040 (die sich die WLAN Einstellungen von der "Haupt-Fritzbox" zieht) in Raum Nr 4..

    - Du hast WLAN über die Haupt-Fritzbox im Anschlusskasten (je nachdem wie weit die auseinander sind hast du die WLAN Abdeckung deutlich verbessert).

    - Die Fritzbox 4040 ist nun über Gigabit mit der Haupt-Fritzbox verbunden, sodass du selbst mit Gigabit Glasfasertarifen später in kein Problem rennst.

    - Die Haupt-Fritzbox im Anschlussraum ist nun ein Switch, wo du auch noch Geräte aus den anderen Räumen per Netzwerkkabel anschließen kannst (wie von dir gewünscht).


    Nachteil:

    - Einmalige Investition in eine Fritzbox 4040. Die kostet aktuell ca. 75€. Würdest du jetzt mit Cable Sharing Adaptern + Switch anfangen währst du auch bei ca 30€ für eine "Murks-Lösung" ;).

    - Dein Technikkasten geht eventuell. nicht mehr zu. Da hilft vielleicht viel Fluchen und Spucke oder alternativ den Technikkasten etwas umzubauen, sodass Platz für eine Fritzbox entsteht.

  • Ich will nicht sagen, dass die Cable-Sharing Lösung kein Murks ist, aber unter bestimmten Bedingungen ist das eine stabile, billige und stromsparende Lösung. Wenn es tatsächlich reicht, dass das Internet per Kabel in zwei Räumen verfügbar ist (gefragt waren 2-3 Räume), dann kommt man ganz ohne zusätzliches aktives Gerät aus. Wenn der Anschluss sowieso nicht schneller als 100 Mbit/s ist, leidet auch nicht die Geschwindigkeit (bzw. nur minimal, <10%). Man bekommt damit auch keine Wärmeprobleme im Anschlusskasten. Für 10 Euro (2 Adapter + Versand) wäre mir der Murksaspekt dann egal. Mit einem Switch, um mehr als zwei Räume zu versorgen, braucht man immer noch weniger Strom als mit einer zusätzlichen Fritzbox und hätte die Möglichkeit, alle Räume anzuschließen. Fritzboxen gibt es nur mit maximal 4 LAN-Ports. Das ganze steht und fällt aber offensichtlich damit, wie schnell der Internetanschluss ist bzw. mal werden soll.

  • Guten Morgen in die Runde,


    gleiches "Problem" auch hier.

    Vermutlich hat alfalfa das Thema bereits erklärt, aber ich bin technisch nicht so versiert beim Thema Netzwerk. Würde es reichen bspw. diesen Switch TP LINK Tl SG105 mit dem (auf dem Bild) gelben Kabel zu verbinden und von dort die benötigten Zimmer anzusteuern? Oder gelingt es wirklich nur, wenn der Router als erstes vom Glasfasermodem angesteuert wird (egal ob jetzt über ein anderes Zimmer).

    Da der Anschlusskasten (wie auf dem Bild) relativ klein ist, wird die Kiste von der Telekom dort nicht wirklich reinpassen.


    Danke euch vorab.
    VG

  • Moin!


    Endlich hat sich bei Vermietern und Mietwohnungsmodernisierern die Notwendigkeit einer Multimediaverteilung pro Wohneinheit etabliert.


    Natürlich greift auch hier Murphys Gesetz, wenn schon vorhanden,dann zu klein.


    4-reihig und einfeldig ist schon Quengelpassung, insbesondere, wenn der Eli recht großzügig mit dem vorhandenen Platz umgeht.


    https://www.hager.de/verteiler…a-ip30/vu48nw/989099.htm#


    Das Patchfeld gehört nach oben gequetscht, ne Einfachsteckdose unten reicht, und den Kabelfernseh/Satkabelkoaxverteiler kann man auch mit F-Winkelsteckern anschließen.


    Die korrekte Einbeziehung in den Schutz-Potentialausgleich erfordert nicht zwingend ne Kreuz-undQuer-Verdrahtung, das passt auch hinter/unter die Hutschienen.


    https://dein-elektriker-info.d…e-multimedia-verkabelung/


    looquh:


    Es geht nur mit Router, allerdings gibts auch kleine Nur-Router, also ohne Modem und WLAN, die von der Größer her passen würden.


    https://www.reichelt.de/ubiqui…e&trstct=pos_4&nbc=1&&r=1


    Und aus dem gleichen Portfolio gibts dann auch noch WLAN-AP, wenns denn sein muss.


    Wenns ein wenig mehr sein soll:


    https://www.reichelt.de/lrt214…html?&trstct=pol_12&nbc=1


    Der passt auch noch in die Mediaverteilung.


    (Die Links sind nur als Beispiel gedacht, KEINE Werbung)


    GrussGruss

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