Glasfaserverkabelung um Wandecken/Fußleisten

  • Hallo,

    ich habe mir eben Glasfaser vom Keller in meine Wohnung verlegen lassen. Da ich mir noch unsicher bin wie alles am Ende aussehen soll, habe ich das Kabel in der Wohnung vorerst noch nicht weiter befestigt.

    Hier ein Bild der Problemstelle: https://i.imgur.com/gINgPTc.jpg

    Geplant sind neue Fußleisten. Gibt es da entsprechende Leisten mit einer Kabelführung um die Ecke, um die Biegung für das entsprechende Kabel im Rahmen zu halten und damit gleichzeitig ein akzeptabler Schutz für das Kabel vorliegt?

    Da es sich um eine Mietwohnung handelt, sind Wandarbeiten zum größten Teil nicht möglich.

    Da ich keinerlei Ahnung mit dem Umgang mit Glasfaserkabeln habe (abgesehen von den Materialien die man online so findet), würde ich mich über Empfehlungen freuen. Da ich die Verlegung gänzlich aus eigener Tasche bezahle, möchte ich ungern das Kabel beschädigen und noch mehr Geld bezahlen.

    • Offizieller Beitrag

    Welches der Kabel soll denn das Glasfaserkabel sein? Kannst du bitte das Ende des Kabels fotografieren, wo es in das Gerät geht, und wenn möglich auch die Installation im Keller? Steht irgendwo eine Beschriftung auf dem Kabel?

  • Das Kabel welches so locker um die Ecke gelegt ist. Das untere ist ein ein Netzwerkkabel. Da die Fußleisten demnächst erneuert werden, habe ich dem Installateur erst mal gesagt, er soll das Kabel nicht weiter verlegen (Macht ja keinen Sinn, wenn es bald wieder weggerissen werden muss). Er meinte eben auch, dass man es nicht zu sehr biegen sollte - macht es überhaupt Sinn in die Fußleiste zu verlegen? Eine andere Möglichkeit es direkt zum HÜB zu verlegen gab es nicht - jedenfalls keine die nicht massive Bohrarbeiten gebraucht hätte. Das Haus ist gut 100 Jahre alt.

    Keller: https://i.imgur.com/FNo78GT.jpg

    Kabel: https://i.imgur.com/9fudQFO.jpg

    Anschluss oben: https://i.imgur.com/ZHt1dSB.jpg

    Ich weiß, das sieht alles etwas... hingepfuscht aus. Bessere Möglichkeiten gibt es aber leider wie gesagt nicht. Kein Trockenbau, keine Leerrohre, nichts.

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
    • Offizieller Beitrag

    Hi Jaba01 - das ist zwar keine konkrete Antwort auf deine Frage, aber was spricht denn dagegen, oben in der Wohnung dann schnelle Netzwerkkabel zu nutzen? Ich vermute, du kannst oben dann ohnehin den Router oder das Modem anschließen. Von da aus könnte es dann ja via Netzwerkkabel in alle Richtungen gehen. Nur so als Vorschlag. Falls ich etwas falsch verstanden habe, sorry! ;)

    • Offizieller Beitrag

    Das sieht nach dem Metz "Fiber In The Home" System aus, das in dieser Broschüre beschrieben ist:

    https://stiegeler.com/wp-content/upl…verkabelung.pdf

    Demnach müssten in dem Kabel G.657 Fasern sein. Diese Fasern sind "biegetolerant". Schätzungsweise würde ich sagen, dass eine Biegung wie beim untersten der vier Kabel im ersten Bild kein Problem sein sollte. Die Spezifikation des Kabels müsste diese sein:

    https://www.metz-connect.com/de/system/file…06_12_19_DE.pdf

    Bei der Verlegung darf das Kabel einen Biegeradius von 10mm nicht unterschreiten, um Beschädigungen zu vermeiden. Im Betrieb sollte der Biegeradius nicht unter 15mm sein, um die Signaldämpfung niedrig zu halten. Das heißt, wenn man das Kabel um ein Rohr mit 3cm Durchmesser wickelt, sollte es noch normal funktionieren.

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
  • Es ist soweit alles fertig - leider wurde der Termin für den Anschluss erst mal verschoben. Ich werde dann wohl mal eine Biegung versuchen, also unter der Fußleiste. So weit ich verstanden habe, geht das Kabel ja nicht sofort kaputt, außer man knickt es 180°. Das Problem ist eher der Leistungsverlust durch die Dämpfung? Solange das aber nicht auffällt (Im Sinne der Übertragungsraten), sollte es ja dann egal sein, richtig?

    Was ich halt suche, wäre praktisch ein "Support" um die Biegung konsistent zu halten, also praktisch eine Fußleiste mit Kabelführung auch um die Ecke. Vielleicht schaue ich mal in einem Baumarkt vorbei und frage dort, ist ja ein ziemlich spezieller Fall.

    • Offizieller Beitrag

    15mm Biegeradius ist mit einem 4mm dicken Kabel schon ziemlich hart um die Ecke. Viel Support brauchst du da nicht. So speziell ist die Anforderung auch nicht: Koaxialkabel für Kabel- oder Satellitenfernsehen verlangen durchweg höhere Biegeradien. Um eine scharfe Kante legen und dran ziehen geht halt nicht. Nach einer scharfen 90° Ecke sieht es hinter der Sockelleiste aber auch nicht aus.

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
  • Ich hijacke den Thread hier nochmal für eine kleine Frage, anstatt einen neuen Thread zu öffnen. Mittlerweile ist der Ausbau fertig, die Leitungen verlegt und eigentlich auch freigeschalten. Da ich bei einem lokalen Anbieter ohne 24h-Support bin und das Problem jetzt erst aufgetaucht ist und Google leider keine Ergebnisse geliefert hat, frage ich hier.

    Vor knapp einer Woche wurde das Netzabschlussgerät angebracht - bis vor wenigen Stunden hat es noch dauerhaft geblinkt, eigentlich sollte es spätestens heute laufen, nach Mail vom Anbieter. Ich dachte mir, trenn das Teil mal für ein paar Minuten vom Strom, vielleicht bringt es was. "Leider" hat sich die rote LED dann gemeldet.

    Das Gerät ist ein Fibertwist G2110 (hier ein Bild) - mittlerweile hat das Blinken des <> aufgehört, was nach Datenblatt bedeutet, dass ein Uplink-Signal da ist. Die rote LED hingegeben bedeutet: "Signal Verlust – keine GPON Verbindung detektiert".

    Meine Frage: Liegt das Problem irgendwo auf meiner Seite, wenn ein Uplink-Signal anliegt oder ist das ein Anbieterproblem? Die rote LED ging erst nach der Trennung vom Stromnetz und dem Neustart an.

    • Offizieller Beitrag

    So lange die rote LED leuchtet, wirst du keine Verbindung bekommen. Die rote LED deutet auf einen Fehler im optischen Teil der Verbindung. Da kannst du selbst nichts machen, also morgen den Provider anrufen. Ist der Anschluss durchgemessen worden, als der Fibertwist ONT angeschlossen wurde? War die Leitung da in Ordnung?

  • Ja, die Leitung wurde zwei Mal gemessen. Einmal vom Techniker, der die Leitung verlegt hat und dann nochmal vom Techniker, der sie angeschlossen hat. Ich hab auch selbst nochmal nachgeschaut, alle Steckverbindungen sitzen, zuvor hat es die den Fehler ja auch nicht ausgegeben. Ich habe jedoch das ONT einmal aus der Fassung gelöst und neu "eingesteckt", ohne Strom natürlich. Eigentlich sollte das ja kein Problem auslösen, aber wer weiß...

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
  • Ich habe jedoch das ONT einmal aus der Fassung gelöst und neu "eingesteckt",

    Naja, in dem Moment in dem du den FiberTwist vom Sockel (Grundplatte an der Wand) nimmst, ist die optische Schnittstelle (SC-Stecker/Kupplung) freigelegt und kann durch Staub oder Fingerabdrücke verschmutzt werden. Sollte das der Fall sein, müssen Stecker bzw. Kupplung vom Techniker gereinigt werden. Fachleute verwenden dazu z.B. einen SC-Reinigungsstift (Isopopy getränkt in einem fusselfreien Tuch tuts manchmal aber auch schon.)

    Alternativ kann das LWL-Patchkabel zwischen ONT und HÜP getauscht werden werden, wobei auch das nicht von Laien gemacht werden sollte, da auch hier wieder was kaputt gehen könnte - alleine die Wahl des korrekten LWL-Patchkabels (richtigen Faser-/Steckertypen / Multi- vs. Singlemode | APC vs. PC) überfordert Laien schnell.

    Die "rote <>- Lampe" kann übrigens auch einfach nur darauf hindeuten dass das Netz zwar erreichbar ist, sich das ONT aber nicht anmelden kann. Das kommt gerne mal vor wenn während der Bauphase etwas Chaos im Fasernetz herrscht und man auf einem GPON-Port auskommt an dem das ONT nicht zugewiesen wurde. Das ist dann aber Sache des Netzbetreibers das gerade zu biegen.

    Und dann gibt es noch die FiberTwists die von heute auf morgen einfach Kaputt sind, also immer rot leuchten.

  • Ich vermute das es am Netz selbst liegt. Dennoch kommt morgen mal ein Techniker vorbei und schaut es sich an. So wie ich aber den bisherigen Umstieg kenne, werde ich wohl ein paar Wochen ohne Internet dasitzen.

    Edit: Zum Glück hab ich mich geirrt. Der Techniker welcher das ONT montiert hat, hat scheinbar eines der LWL gequetscht - zusätzlich hat der Techniker alle Anschlüsse nochmal gereinigt, auch am Verteiler selbst (nur 700 m entfernt). Jetzt funktioniert alles!

    Einmal editiert, zuletzt von Jaba01 (16. Juli 2020 um 15:16)