Versorgung mit Glasfaser bei einem Hochhaus mit 50 Wohneinheiten?

  • Moin Gemeinde,

    hier mein erster Beitrag und eine kleine Vorstellung:

    Ich bin Beiratsvorsitzender einer Eigentümergemeinschaft nach WEG. Konkret geht es um ein Hochhaus mit 12 Stockwerken und Wohneinheiten. Bisher werden wir mit Telefon+Internet+ Fernsehen über Kabel-Deutschland mit Kupferleitung versorgt oder alternativ über die alten Telefonleitungen , je nachdem was gerade besser funktioniert.

    Daher wollen wir das gesamte Haus jetzt über Glasfaser anschließen lassen und natürlich die Leitungen bis in jede einzelne Wohnung legen lassen. Dort sollen dann jeweils Router für die Versorgung in der jeweiligen Wohnung installiert werden.

    Welche Tipps könnt Ihr uns geben? Eine Anfrage an einen Glasfaserversorger habe ich bereits gestellt und warte nun auf ein Angebot von denen. Bis dahin werde ich mich versuchen in die Technik einzulesen, um mitreden zu können.

    Beste Grüße

    Andreas

    • Offizieller Beitrag

    Eine grundsätzliche Frage wäre, ob die Verkabelung im Haus vom Glasfasernetzbetreiber gemacht, oder sie anderweitig in Auftrag gegeben und dem Netzbetreiber nur zur Verfügung gestellt werden soll. Idealerweise sollte es möglich sein, dass mehrere Netzbetreiber Anschlüsse im Haus versorgen können. Es gibt dazu zwar Regelungen im TKG, aber weniger konfliktträchtig ist es, wenn die Infrastruktur im Haus a) nicht einem Betreiber gehört und b) mehreren Betreibern technisch unabhängigen Zugang zu den einzelnen Anschlüssen ermöglicht.

    Umgekehrt sind Netzbetreiber teilweise nicht bereit, vorhandene Infrastruktur zu nutzen, weil das ggf. Zuständigkeitsfragen bei Problemen aufwirft. Am unproblematischsten erscheint mir eine Ausstattung mit Mikrorohren. Wie das im Detail aussehen würde, hängt von den Gegebenheiten im Haus ab. Dabei ist natürlich besonders in einem Hochhaus auf den Brandschutz zu achten.

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  • Ich werde wohl 2 Angebote bekommen.

    1. Verlegung des Anschlusses bis in das Haus bis zu einem Übergabepunkt.

    2. Verlegung der Leitungen innerhalb des Hauses bis in jede Wohnung.

    Ich bin ein Freund davon alles aus einer Hand zu bekommen, damit ich immer den gleichen Ansprech- und Servicepartner habe. Sicherlich liefert man sich dem Anbieter damit ein Stück weit auch aus, aber dafür muss man sich nicht mit verschiedenen Anbietern herumschlagen und die können die Verantwortlichkeiten auch nicht hin und her schieben.

    Es gibt in diesem Haus 4 Wohnungen pro Etage und ein zentrales Treppenhaus. Jeder Wohungsstrang verfügt über ungenutzte oder schon für andere Kabelleitungen genutzte Züge, die vom Keller bis ins Dachgeschoss reichen. Aus meiner Sicht ideal um die Leitungen von den Wohnungen bis in den Keller zu leiten und dort zu bündeln.

    Die Züge laufen entweder an den Abstellkammern oder am Wohnzimmer vorbei. So das dort die entsprechenden Endgeräte (Router) aufgebaut werden können. Die Verteilung innerhalb der Wohnung muss dann jeder selber machen oder beauftragen.

  • Wie wäre denn die Verkabelung dieses Hochhauses technisch am sinnvollsten?

    Ich würde meinen:

    GF kommt im Keller an und muss dann auf 4x12 Stränge aufgeteilt werden.

    An den entsprechenden Schächten muss dann auf die 12 Wohnungen an diesem Strang aufgeteilt werden.

    Müssen dann von jeder Wohnung Leerrohre in dem Schacht gezogen werden, irgendwie muss die Leitung doch auch zugentlastet werden bei 12 Stockwerken, oder?

    Braucht es noch technische Geräte an den Verteilerpunkten die Strom brauchen oder arbeiten die passiv?

    • Offizieller Beitrag

    Von der Telekom gibt es ein "Zielbild zur Installation von zukunftsfähigen Glasfasernetzen in Gebäuden. Ratgeber für Planung und Bau." Dieser Leitfaden enthält zwar ein paar Telekom-Eigenheiten, aber grundsätzlich sollte eine Inhaus-Verkabelung nach dem darin beschriebenen Aufbau auch den Anforderungen anderer Netzbetreiber genügen. Die Glasfaserinfrastruktur im Haus ist passiv, benötigt also keinen Strom.

    https://www.telekom.de/hilfe/download…er-ratgeber.pdf

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  • Gestern war der Techniker von Willy.tel mit mir vor Ort und hat sich alles angesehen. Aus seiner Sicht stellt die Installation von FTTH kein Problem dar. Installationszeit für alle 50 Wohnungen ca. 3 Wochen mit allem Drum und Dran. Hört sich für mich gut an. Also werde ich weiterhin dran bleiben unser Haus auf den neusten Stand der Technik zu heben.