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Telekom - Sinn von PPPoE & Verlust bei GPON

  • BlackMage2
  • 31. August 2026 um 00:25
  • BlackMage2
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    • 31. August 2026 um 00:25
    • #1

    Hallo,

    es geht mir hier um den Sinn vom PPPoE Protokoll zu diskutieren, vorallem bei Telekom-Netzen.

    8 Byte PPPoE/PPP-Header (reduziert MTU oft von 1500 auf 1492 Byte)

    macht ~ 0,5 % bis 1 % weniger Datenrate nur wegen PPPoE und dann noch 2-3% wegen ethernet&vlan sowie 1-3% GPON / GEM overhead insgesamt beim Glasfaser-Anschluß

    wenn die Telekom direkt IPoE machen würde, würden keinerlei Extra-Header anfallen, die MTU bleibt nativ bei 1500 Bytes, es gibt geringere CPU-Last beim Router und (noch) schnellere Verbindungsaufbau-Zeiten

  • Online
    kingpin42
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    • 31. August 2026 um 00:38
    • #2

    Dir kann doch deine Bruttodatenrate als Kunde egal sein. Was hierzulande zählt, ist die TCP/IP Nutzdatenrate. Die wird von der Bundesnetzagentur als Nettovertragsgrundlage zwischen dir und deinem ISP herangezogen. Das ist also ein Strohmann Argument.

    Der Sinn/Unsinn von PPPoE wurde im verlinkten DENOG-Beitrag von pufferueberlauf ausreichend dargelegt. Es gibt ausreichend Endgeräte, sowohl mit Closed-Source, als auch mit Open-Source Netzwerk-OS, die PPPoE unterstützen, auch in Tarifen mit höheren Bandbreiten. Es gibt auf Seiten der ISP einen Haufen Gründe, PPPoE einzusetzen, ob zusätzlich oder als alleiniges Adressierungsverfahren.

    Von den Gründen gegen PPPoE wurde im vorigen Thread nur ein Einziger, nämlich der erhöhte Bedarf an Rechenleistung vorgebracht. Da gehe ich auch mit, nur ist das eben in den Bandbreitengefilden, wo wir uns derzeit bewegen, auch bis 10 Gigabits, einfach kein großes Thema.

  • pufferueberlauf
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    • 31. August 2026 um 01:21
    • #3

    Dank fuer den neuen Thread. Wie kingpin42 schreibt, Dein ISP schuldet Dir TCP-Nutzlastrate, wenn der PPPoE verwendet muss er eventuelle Verluste durch ein hoeheres Brutto pro-aktiv ausgleichen, d.h. fuer Dich als Endkunde ist es egal.

    Zitat von BlackMage2

    8 Byte PPPoE/PPP-Header (reduziert MTU oft von 1500 auf 1492 Byte)

    Aber auch mit aktivem RFC4638 hast Du 8 byte mehr Overhead, und ob nun 100*8/1492 = 0.536 oder 100*8/1500 = 0.533 macht den Kohl auch nicht fett... das sind zwei paar Stiefel, der Verschnitt ist zumindest bei grossen Paketen mMn. vernachlaessigbar, das potentielle Problem mit MTU < 1500 ist potentiell stoerend wenn es mit der Path-MTU Discovery hakt, was leider gelegentlich passiert.

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  • BlackMage2
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    • 31. August 2026 um 01:25
    • #4

    man darf nicht vergessen man zahlt dann immer für die "PPPoE-Aufbereitung" mit und bekommt im Austausch nur bis 1% weniger Datenrate dafür und benötigt noch zusätzlich einen PPPoE-Clienten der im Router arbeitet(was Rechenleistung kostet).

    Bei XGS-PON wären das schon 10 Gigabits

    man bräuchte dann sowas wie den Mikrotik CCR2116-12G-4S+, dessen 16-Core-Prozessor mit 2,0 GHz hat ausreichend Leistungsreserven für 10G-PPPoE. das ist die beste Möglichkeit die ich gefunden habe für sowas

    bei dem CCR2004-16G-2S+PC bspw. würde die CPU-Leistung nicht ausreichen

  • pufferueberlauf
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    • 31. August 2026 um 02:13
    • #5
    Zitat von BlackMage2

    mit und bekommt im Austausch nur bis 1% weniger Datenrate dafür

    Nein, wie gesagt hiesige ISP schulden ihren Endkunden Nettoraten... das sind entweder 0.54% oder aber ca. 100*8/64 = 12.5% bei minimal kleinen Paketen... (Achtung eigentlich muss man den L2 Overhead auch immer mit beruecksichtigen...)

    Zitat von BlackMage2

    und benötigt noch zusätzlich einen PPPoE-Clienten der im Router arbeitet(was Rechenleistung kostet).

    Ja, Du brauchst einen kompatible Endgeraete, ist bei den PONs oder DOICSIS nicht anders, und auch die machen viel extra-Arbeit...

    Zitat von BlackMage2

    Bei XGS-PON wären das schon 10 Gigabits

    Bei XGS ist noch nicht mal die Bruttorate 10 Gbps...

    Zitat von BlackMage2

    das ist die beste Möglichkeit die ich gefunden habe für sowas

    Oder halt ein x86_64... (Apple Silizium waere sicher auch potent genug. ist aber aktuell etwas zu teuer)...

  • BlackMage2
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    • 31. August 2026 um 02:19
    • #6

    bei dem ASUS RT-BE88U wäre die PPPoE Leistung bei 10G nur ~3,5 – 5,0 Gbit/s, bei dem CCR2004-16G-2S+PC beträgt die PPPoE Leistung auch etwa 3,5 bis 5,0 Gbit/s

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  • pufferueberlauf
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    • 31. August 2026 um 07:34
    • #7

    Nun wart doch erstmal ab was fuer Router erhaeltlich sein werden, wenn denn >> 1 Gbps mit fuer Dich akzeptablem Preis verfuegbar wird.

  • pufferueberlauf
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    • 31. August 2026 um 07:35
    • #8

    Ach ja, wenn Du willst, poste mal Deine Eingabe bezueglich Schnittstellenbeschreibung an die BNetzA.

  • Online
    kingpin42
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    • 31. August 2026 um 08:03
    • #9
    Zitat von BlackMage2

    man bräuchte dann sowas wie den Mikrotik CCR2116-12G-4S+, dessen 16-Core-Prozessor mit 2,0 GHz hat ausreichend Leistungsreserven für 10G-PPPoE. das ist die beste Möglichkeit die ich gefunden habe für sowas

    bei dem CCR2004-16G-2S+PC bspw. würde die CPU-Leistung nicht ausreichen

    Ja, und ? Es gibt, wie ich schon im anderen Thread zeigte, Router unterhalb von 300 €, die eine 10G Verbindung via PPPoE auslasten können (UCG Fiber, Fritzbox 4690). Verstehe da jetzt dein Argument nicht, auf Krampf Geräte raus zu suchen, die das nicht schaffen ? Könnt ich ja auch mit einem Cisco 860, seit 11 Jahren EoL, um die Ecke kommen und mich beschweren, das der meine 100Mbit/s DSL Leitung nicht auslasten kann?

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