Glasfaserinstallation durch vorhandene Leerrohre PG 11

  • Hallo zusammen,

    ich bin neu hier im Forum und habe eine Frage. Gibt es eine Möglichkeit, in einem Mietshaus mit 6 WE ein Glasfaserkabel in das Leerrohr einzublasen, indem im Moment noch das Kupferkabel (ISTY 2x2) für den Telefonanschluss liegt. Ich möchte gerne verhindern, dass die 6 WE über einen Kabelkanal, der im Treppenhaus installiert wird, mit dem LWL - Kabel versorgt werden.

    Gibt es Anbieter auf dem Markt, die solch eine Technik anbieten?

    Viele Grüße,

    Stefan

  • Willkommen im Forum!

    Dieses Anliegen besprichst Du am besten mit dem ausbauenden Unternehmen.

    PG11 sind ja lediglich die Verschraubungen, das zugehörige Rohr hat einen Aussendurchmesser von maximal 10 mm. In das vorgefundene Leerrohr wird auch keinesfalls die Glasfaser eingeblasen, sondern Mikrokabelrohre gelegt, in die im Nachgang eingeblasen wird, oder Glasfaserkabel ohne Einblasnotwendigkeit verlegt. Ich persönlich halte es für unwahrscheinlich, dass dies in dem von dir beschriebenen Szenario möglich ist. Zugegebenermaßen kenne ich allerdings die Situation vor Ort nicht. Wie aber Eingangs geschrieben: Nachfragen und das besprochene in einem unterschriebenen Protokoll festhalten!

    Aus eigener Erfahrung ist eine durch den Eigentümer/die WEG vorgenommene Verlegung von weißen Stahlblechkabelkanälen im Treppenhaus die sauberste und ansehnlichste Lösung!

    Dein Provider (wer ist das?) bietet dir sicherlich auch einen kostenlosen Inhouseausbau an. Dieser wird dann im Akkord hergestellt. Ich schrieb das bereits einmal im Forum: Viel weißes Silikon findet Verwendung und wenig Endkappen, dafür aber billig.

  • Moin!

    Meine Meinung:

    Durchn den Anbieter beauftragte Subunternehmer hinterlassen oft genug ein nicht akzeptables Ergebnis.

    Der Elektriker im nächsten Dorf bietet Netzwerktechnik auch mit Glasfaser an.(Ist bei mir jedenfalls so)

    Diese Mitarbeiter ziehen mit Hilfe von Einziehbändern und Kabelziehstrümpfen/Zuggeflecht parallel zu den vorhandenen Installationskabeln in die vorhandenen Leerrohre mehrfaserige LWL-Installationsleitungen ein, vertellen die schön ordentlich und setzen optisch ansprechende GF-Enddosen(GfTA) oder als Keystonemodul in die vorhandene Designblenden UP ein.

    Selbstverständlich sind diese Dorfelekriker auch im Umgang mit Fusionsspleißgeräten geübt und machen auch wenn notwendig mit den entsprechenden Maschinen auch mal nen Wanddurchbruch, und das ganze nahezu staubfrei.

    Dabei hat ein mitdenkender Fachbetrieb immer im Hinterkopf, dass auch die Sattelitenverteilanlage mitsamt UKW/DAB DVBT auch optisch ausgeführt werden kann.

    Und: diese Firmen kennen nicht nur VDE, sondern auch Brandschutz.

    Das ganze endet oder beginnt im HAR (HausAnschlussRaum), da, wo auch der Rest der Hausversorgung reinkommt.

    Also Apl AbschlussPunktLinientechnik, Kupfer;

    HÜP HausÜbergabePunkt BK BreitbandKabel (nennt sich seit Anbeginn der BK-Technik so)

    und eben der GFAp GlasFaserAbschlussPunkt.

    Und dort wird mit kurzen LWL-Patchkabeln die Verbindung zwischen GFAP und Hausverteilung vorgenommen.

    GrussGruss

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  • Der große Mittelständler bei uns im Nachbar-OT betrachtet Gf-Technologie als Teufelswerk und hatte damals gegen den Ausbau agiert. Schön, wenn auch der kleine Elektriker den Ausbau vornimmt, ich begrüße dies sehr!

    Die Krux liegt im GF-Kabel selbst. Während die großen Provider sich über vorbereitete Kabelwege (z.B Kabelkanäle) freuen, verstehen die gleichen keinen Spaß, wenn dort hinein Fremdfirmen Gf-Kabel verlegt haben. Vorhandenes Gf-Kabel wird nicht genutzt bzw. muss entfernt werden. Immer wieder hört man dort das Argument der Gewährleistung. Kann ich ja verstehen, jedoch traut man weder vorliegenden Messprotokollen noch ist man gewillt selbst zu messen.