Beiträge von kammann

    Der Nordwest IX ist kein öffentlicher Austauschknoten - er bietet lediglich den Firmen, die im Oldenburger RZ der EWE untergebracht sind eine bessere/kürzere Anbindung an den DE-CIX (der als technischer Dienstleister den Knoten betreibt).

    Das Glasfaser-Zugangsnetz der EWE wird von deren Tochter VSE.NET betrieben - die letzten Traceroutes, die ich gesehen habe (ca. 2 Jahre alt) liefen noch über deren Zentrale in Saarbrücken - vielleicht gibt es inzwischen wenigstens eine direkte Anbindung an DE-CIX, ohne Umweg über das Saarland.

    Eine zusätzliche Anbindung den den Norwest IX würde nur den Kunden etwas bringen, die auch auf Dienste zugreifen, die im Oldenburger RZ gehostet werden - public clouds wie Goolge, Microsoft oder Amazon sind dort nicht vertreten).

    Ausbau bei dir demnach durch die "WEMACOM Breitband GmbH" und der einzige Anbieter auf dem Netz scheint zumindest bei den Adressen die ich durchgegangen bin, die WEMAG zu sein. Ich habe zumindest weder in Foren noch irgendwo anders eine News zu Kooperationen gesehen.

    Ich war letzte Woche in einer Ferienanlage in Wendorf, südlich von Schwerin und dieses Dorf ist unübersehrbar (wg. vieler Plakate) von der WEMACOM ausgebaut und hatte in der Ferienwohnung 600 Mbit/s up&down - mit Telekom-Backbone. Der Betreiber der Anlage meinte, sie hätten einen Business-Tarif über die Telekom abgeschlossen (1 Gbit/s symmetrisch) und dieser wäre über die WEMACOM geschaltet worden.
    Somit scheint es durchaus Kooperationen zu geben, wenn auch nicht für Privatkunden - Der Verfügbarkeitscheck der Telekom liefert nämlich magere 2 Mbit/s via DSL.

    Versatel unterhält in Süddeutschland keinerlei Peerings, d.h. der gesamte Traffic geht in eines der beiden Datacenter in Hanau und Dortmund und von dort zum DE-CIX oder AMS-IX, siehe https://www.peeringdb.com/net/684 . Damit haben die 1&1 Festnetz- und auch Mobilfunkanschlüsse eine um 8-10ms höhere Latenz als vergleichbare Anschlüsse der Telekom, die in München Peerings mit allen großen Content-Anbietern unterhält (Google, Microsoft, Amazon uvm). Aufgrund der Peering-Policy der Telekom gibt es aber die bekannten "Kleinkriege" mancher Anbieter, die dann entweder zu den Umwegen über die USA führen oder zu Drosselungen, inbs. in den Abendstunden.

    Bei latenzkritischen Anwendungen würde ich die Telekom bevorzugen - bei regelmäßigen großen Downloads ist Versatel schneller, da hier keine Drosselungen stattfinden.

    Bei 1&1 kann man völlig problemlos eigene Hardware verwenden. Der aktuelle "1&1 Homeserver Glasfaser" ist eine Fritzbox 5530, das "+"-Modell eine Fritzbox 5590 - jeweils im schwarzen Gehäuse statt weiß. Firmware ist identisch. Und wenn man die Option "Anbindung an Ihren Internetanbieter über USP (TR-369) erlauben" anhakt, dann funktionieren auch die automatische Konfiguration und Ferndiagnosen, die 1&1 unabhängig davon anbietet ob es sich um eine Miethardware oder ein kundeneigener Router (von AVM) ist. Auch preislich sind die Optionen durchaus interessant: 24*4,99 (für die FB5530) oder 24*6,99 (für die FB5590) - rechnet man den Gesamtpreis aus, ist das ungefähr so viel wie man aktuell für eine gebrauchte Fritzbox auf ebay zahlt.

    Und am LAN-Port kann man dann immer noch einen Unifi-Gateway anschließen. Ich hatte das nur kurz getestet - IPv6 Prefix-Delegation hat einwandfrei funktioniert. Und eine öffentliche IPv4-Adresse (statt DS-Lite) hat man früher einfach über das Kundenforum beantragen können - seit dessen Abschaltung letzten Monat, sollte das über die Hotline weiterhin kostenfrei möglich sein.

    Nur zur Sicherheit: Das Genexis NT ist direkt mit einem Kabel (ohne Switch o.ä) direkt mit dem LAN1-Anschluss der FB verbunden? Und in der Fritzbox ist auch "Internetzugang über LAN1" und als Provider "Deutsche Glasfaser" ausgewählt (u.a. wg. der VLAN-Einstellung)?

    Falls ja, müsste man tiefer in die Fehlersuche einsteigen: Unter https://fritz.box/html/capture.html gibt es die Möglichkeit den Netzwerkverkehr der Schnittstellen der FB mitzuschneiden und mit Tools wie z.B. Wireshark auszuwerten. Dann könnte man überprüfen, ob vom Genexis überhaupt Daten in Richtung FB gesendet werden.

    Aufgrund von eigener Schusseligkeit hat die Deutsche Glasfaser letzten Sonntag meinen Anschluss wieder deaktiviert – nach einem Jahr im DG Giga Tarif hatte ich in den DG classic Tarif gewechselt und dabei auch gleich den Anschluss zum Laufzeitende gekündigt – eine entsprechende Bestätigung der Kündigung landete auch in der Postbox im Kundencenter (und nur dort…) Meine Hoffnung bestand darin, dass in diesem Jahr OpenAccess möglich wird und ich zu einem anderen Anbieter (auf Glasfaser) hätte wechseln könnte. Naja, blöd, wenn man sich Termine nicht aufschreibt, denn am Sonntag morgen war dann meine GF-Leitung tot und Kundenrückgewinnung scheint bei der DG noch kein Thema zu sein, dann ich habe während des ganzen Jahres keine einzige Werbung oder gar ein Angebot von der DG erhalten.

    Den Sonntag habe ich dann erst einmal mit einer Day-Flat eine Telekom-Prepaid Karte verbracht (270 Mbit/s via 5G – nicht schlecht) – jetzt weiß ich wenigstens, dass ein ZTE-Router am WAN-Port der 5530 einwandfrei funktioniert (inkl. IPv6 und Telefonie).

    Am Montag dann die DG angerufen – mit der Dame am Telefon war aber kaum eine Verständigung möglich („Leitung sein aus, müssen machen neu“). Also Telekom an gerufen , denn die mobilen DayFlats für 7€/Tag laufen ja auch ins Geld - mein DSL Anschluss könnte in einem Flex-Tarif über Nacht wieder aktiviert werden – was auch tatsächlich funktionierte. Da kann man nur feststellen, dass das Kundencenter der Telekom echt kompetent ist und Dinge, die normalerweise Tage benötigen auch abkürzen kann – Ich habe zwar bis heute noch keine Kundennummer bei der Telekom (die man für eine Portierung benötigt), aber die Internetverbindung via DSL steht wie versprochen.

    Hinzu kommt, dass die 100MBit/s via VDSL performanter sind als die 300 Mbit/s vorher bei der DG. Ich hatte es hier schon mehrfach geschrieben – das liegt ganz einfach an der Latenz der Leitung (bei DSL ca. 3ms bis zum nächstgelegen POP in München), bei der DG 10 ms bis Frankfurt bzw 12 ms bis Düsseldorf – mit dem Unterschied, dass die Telekom halt auch in München Peerings zu allen wichtigen Anbietern unterhält, d.h. ein ping zu google bleibt halt bei 3-5ms, weil die Daten nicht wie bei der DG quer durch Deutschland geschickt werden. Und gerade bei interaktiven Anwendungen wie z.B. Remote Desktop oder SSH merkt man jede ms.

    Bei der DG habe ich gestern nochmal angerufen und mehr Glück gehabt, die Dame sprach deutsch und kannte die Tarife: Bei einer erneuten (kostenlosen) Aktivierung gäbe es den DG Classic für €49,99 (also 5 € teurer als bisher, dafür inkl. Festnetz-Flat). Erfolgt die Bestellung unter einem anderen Namen (z.B. des Partners), dann gibt es Neukundenkonditionen, also wieder ein Jahr DG giga mit Wechseloption – auf zwei Jahre gerechnet kommt man im Mittel bei günstigen €30/Monat heraus. Erneute Aktivierung dauert dann aber ca 3-4 Wochen.

    Das wird also echt eine schwierige Entscheidung.

    Im Nachbarort Icking (bei München) betreibt vodafone das von der Gemeinde erbaute GF-Netz. Dort gibt es einen namentlich benannten Ansprechpartner bei cable-way.de und es gibt dort eine eigene Hotline für vodafone-Kunden, die vom Vertrag bis zu Verlegearbeiten im Haus alles koordiniert (d.h. die Kunden treten eigentlich nie mit vodafone direkt in Kontakt, außer vielleicht bei Fragen zur Rechnung, da diese von vodafone erstellt wird. Vielleicht ist das bei Euch vor Ort genauso?

    Nach zwei Jahren problemlosen Betriebs sind leider viele Kunden wieder abgewandert - aus einigen Gesprächen weiß ich, dass nicht die Unzufriedenheit mit vodafone im Vordergrund stand, sondern die um 5-10€ im Monat günstigere Angebote von Telekom, 1&1 oder o2 den Ausschlag zum erneuten Wechsel geben. Insbesondere die Telekom hat mit ihren Kombi-Angeboten aus Mobilfunk+DSL einige Kunden abgeworben. Dass diese Anschlüsse dann wieder per DSL geschaltet werden wissen die meisten Kunden nicht - ist ihnen aber auch offenbar egal, viele der Kunden waren vor dem "Zwangswechsel" Jahrzehnte lang Kunde bei der Telekom und wechseln nun wieder zurück.

    In unserem Ort (von der Dt. Glasfaser selbst erschlossen) bahnt sich ähnliches an - etliche Nachbarn haben schon wieder DSL-Verträge mit der Telekom &Co abgeschlossen, da diese günstiger sind. Die Telekom geht dabei besonders dreist vor und behauptet, dass die Neuverträge ebenfalls über "Glasfaser" geschaltet werden. Gemeint ist aber natürlich "Glasfaser-DSL", also VDSL. Die OpenAccess-Vereinbarungen (die es lt. Pressemitteilung zumindest mit vodafone geben sollten) sind jedenfalls noch nicht umgesetzt.

    Mein Arbeitgeber hat mittlerweile geregelt, dass man bis zu 20 Arbeitstage aus dem EU-Urlaub arbeiten darf.

    Das hat übrigens steuerrechtliche Gründe: Ab 21 Arbeitstagen bzw 5 Arbeitswochen muss der Arbeitgeber für den Arbeitnehmer im jeweiligen Aufenthaltsland Sozialabgaben abführen. Das genaue Procedere ist in jedem Land anders geregelt, daher möchte sich das kaum ein Arbeitgeber antun und daher erlauben die meisten Arbeitgeber eben nur 20 Arbeitstage, die steuer- und versicherungsrechtlich unbedenklich sind.

    Die einzige überregionale Kooperation, die die DG angeblich abgeschlossen hat ist die mit Vodafone, siehe Pressemitteilung hier: https://presse.deutsche-glasfaser.de/pressreleases/…nutzung-3220090. Praktisch sind die Anschlüsse bei vodafone aber nicht buchbar (angeblich seit Herbst 2023 möglich).

    Ansonsten gibt es nur regionale Kooperationen, z.B. mit netcologne im Raum Aachen.

    Was leider auch noch niemand zuverlässig beantworten konnte ist, welcher Backbone bei OpenAccess genützt würde - weiterhin der des Netzbetreibers (also DG) oder der des Anbieters, bei dem man den Tarif bucht (also z.B. vodafone).

    ich hänge auch noch bei der DG fest, würde aber sofort wechseln, wenn ein alternativer Backbone genutzt würde, denn das Peering der DG ist grausam (effektiv nur in Frankfurt und Düsseldorf vorhanden - ganz schlecht wenn man einen Anschluss im Süden von Bayern hat, die Latenz ist doppelt so hoch wie bei meinem früheren VDSL-Anschluss über die 1&1/Telekom).

    Easybell bietet im Vergleich zu dus.net oder voip2gsm eine deutlich bessere Sprachqualität ("HD-Voice" bzw. G.722-Codec auch bei Verbindungen von/zum Mobilfunk). Außerdem ist deren SIP-Registrar durchgehend IPv6-fähig und es gibt direkte Anbindungen an die anderen großen Anbieter (via QSC), was sich durch sehr kurze Rufaufbauzeiten bemerkbar macht.

    Danke!

    Bedeutet das auch, dass meine Daten dann vermeintlich immer über Ffrankfurt laufen? Also wenn es zum Telekominternetanschluss in der Firma geht die eigentlich nur 10km entfernt ist?

    Und wenn die Firma auch Deutsche Glasfaser hat? Würde das dann in diesem POP durchgeschalten?

    Via IPv6: ja, zwischen zwei Anschlüssen am selben POP wird via IPv6 direkt geroutet.

    Via IPv4: nein, das Carrier-Grade NAT läuft immer via Frankfurt oder Düsseldorf (bzw. Borken)

    Ich hatte am Infoabend der DG versucht, das Thema zu platzieren (und sogar spontan Unterstützung von einem Google Mitarbeiter und einem Netzwerktechniker von Amazon erhalten, die sich aber natürlich nur privat als Anwohner äußern durften). Ergebnis war immerhin, dass der GK-Service der DG sich das Thema angeschaut hat - leider mit dem Ergebnis, dass ein Peering am ECIX in München nicht geplant wäre - auch nicht am ECIX in Berlin, denn für Anschlüsse in Nord-/Ostdeutschland stellt sich die gleiche Thematik.

    Somit bleibt nur auf OpenAccess zu warten - die Telekom macht OpenAccess nur auf Layer 2, d.h. da müsste ein regionaler Übergang ins Netz der Telekom her (derzeit wird auf Layer3 über Telia in Frankfurt geroutet). Oder gleich zur Telekom wechseln, die bei uns fleißig überbaut (u.a. weil die DG beim OpenAcess mauert...)

    Die Deutsche Glasfaser hat ihre Peerings zu anderen Netzen ausschließlich in Frankfurt, Düsseldorf und Amsterdam (siehe: https://www.peeringdb.com/asn/60294). Wer in dieser Region seinen Anschluss besitzt, hat zu Spieleservern z.B. in Frankfurt pings von unter 5 ms.

    Wer wie ich in der nähe von München seinen DG-Anschluss hat eher 12-15 ms - am Abend geht es auch mal bis 20 ms hoch. Zum Vergleich: Vorher hatte ich mit VDSL von der Telekom etwa 5 ms zu den großen Contentprovidern (über regionales Peering in München). Im Nachbarort betreibt Vodafone das Glasfasernetz - dort sind es sogar nur 2 ms, bei M-Net in München sogar nur 1 ms.

    Betreffen die Störgeräusche gleichermaßen ankommende wie abgehende Telefonate?

    Um Probleme auf Seiten der DG auszuschließen, wäre es hilfreich, einen weiteren VoIP-Anbieter in der Fritzbox einzurichten. Ich kann hierfür den grundgebührenfreien CallBasic-Tarif von easybell empfehlen: Deren SIP-Registrar ist per IPv6 erreichbar, HD-Voice funktioniert einwandfrei (technischer Netzanbieter ist die QSC). Abgehende Gespräche kosten 0,98 ct/min (Festnetz) bzw 9,9 ct/min (mobil).

    Sollten mit diesem Anbieter die Störgeräusche bei abgehenden Telefonaten weg sein, liegt das Problem wohl an der DG.

    Treten die Störgeräusche generell nur bei ankommenden Telefonaten auf, dann kann auch bei der Portierung was schiefgelaufen sein (z.B. weil Anrufe noch beim vorherigen Anbieter ankommen und dieser auf Umwegen zur DG weiterleitet).

    Warum sollte man einen OTT TV-Tarif über den eigenen Netzbetreiber buchen, zumal wenn dieser dafür 15€/Monat berechnet? Waipu TV kostet mit HD-Option auf der Homepage von Waipu nur €12,99 und ist bei vielen Resellern noch günstiger zu haben, z.B. in Verbindung mit einem kostenlosen GMX-Mailtarif dauerhaft für €7,99 im Monat.

    Das ist denkbar, deshalb die Frage nach dem Online Monitor.

    Apropos Online Monitor: Fehlt bei eurer FB 5530 auch der Reiter "Online-Zähler", der eigentlich bei allen anderen Fritzboxen existiert und Statistiken zum Datenvolumen anzeigt?

    Ich hatte deswegen schon beim AVM nachgefragt, die Hotline meinte erst, dass es an meiner Box läge, konnte dann irgendwie doch den Fehler nachvollziehen und außer ein "wir werden das intern mal nachforschen" habe ich nichts mehr von AVM gehört. Rein technisch leuchtet mir kein Grund ein, warum ausgerechnet dieses Modell keinen solchen Zähler bereitstellen kann.

    @alfalfa: Ich betreibe kein "Providerbashing", sondern habe nur das, was ich aus zwei Infoabenden im Ort, der Preisliste und zwei Telefonaten mit der Hotline verstanden hatte wiedergegeben. "Rufumleitung bei Besetzt" hatte ich explizit bei der Hotline angefragt, Auskunft war, dass es nicht unterstützt wird. Aber danke für den Hinweis, dass die Telefonieoptionen erst ab dem Classic-Tarif buchbar sind - damit ist für mich klar, die Telefonie nicht über DG abzuwickeln.

    Der Komfortanschluss wurde mir von der Hotline so erklärt, dass nur zwei SIP-Adressen zur Verfügung gestellt würden und man die portierten Rufnummern im Kundencenter entsprechend zuordnen müsse. Auch auf mehrfache Rückfrage erhielt ich keine Aussage darüber, ob die Rufnummern dann fest einer SIP-Adresse zugeordnet sind und in welcher Kombination dann Gespräche geführt werden können (z.B. 2 Gespräche unter einer Rufnummer) und ob die Fritzbox mit nur zwei SIP-Adressen z.B. 3 Rufnummern verwalten kann. Hierauf zielte meine Kritik, dass man bei anderen Anbietern je Rufnummer eine SIP-Adresse erhält und diese dann beliebig einsetzen kann (und lediglich die Anzahl der gleichzeitig abgehenden Gespräche auf zwei beschränkt ist).

    Mein privates Nutzungsszenario ist hoffentlich nicht so exotisch: Familie mit 2 Kindern, 4 Rufnummern auf 4 DECT-Mobilteilen an einer Fritzbox.