Beiträge von wandler

    Heute hat mich Mr.Fuxx / OpenInfra informiert, dass der Grundpreis für meinen GF 500/100 Anschluss ab 1.6.25 von 39,99 auf 49,80 angehoben wird. Das sind gut 25% mehr! Im Vergleich zu O2, 1&1 und Telekom sind die Preise nun alle auf ungefähr einer Höhe.

    Die Listenpreise (Produktinformationsblatt) für 600 Mbit/s bewegen sich zwischen 55 und 60 €. Dass es sich bei < 40 € um ein Lockvogelangebot gehandelt hat, dürfte schon vor Baubeginn klar gewesen sein. Das ist nicht anders als bei Streaming-Abos.

    Allerdings dürften die wenigstens Privatkunden einen derart schnellen Anschluss buchen. Die meisten sind mit DSL 50 zufrieden. Den sollte es doch auch in Falkenhöh für 35 € geben, oder?

    iterm2.com scheint ebenfalls über die USA (NYC) geroutet zu werden. Ebenfalls Cloudflare-free? Wie kann ich das verifizieren?

    Natürlich ist das ebenfalls AS13335.

    Und das ist alles, was der geneigte Telekom-Kunde wissen muss:

    1. Das halbe Internet ist AS13335 (also der für Endkunden interessante Teil, das Militär mag andere Netze interessant finden). Dort sind 56.260.166 Domains gehostet.

    2. Der Traffic in dieses Internet wird von der Telekom an AS6453 (Tata Communications) in New York übergeben, obwohl es Standorte in Deutschland gibt und die Telekom direkte Peerings mit AS6453 in Deutschland hat.

    AS6453 kann natürlich auch AS13335 in Deutschland direkt erreichen:

    iterm2.com:

    Code
    traceroute to 188.114.97.3 (188.114.97.3), 30 hops max, 52 byte packets
     1  if-be-7-2.ecore1.f2c-frankfurt.as6453.net (195.219.61.4)  1.272 ms  0.947 ms  0.693 ms
     2  195.219.148.122 (195.219.148.122)  22.227 ms  2.492 ms  1.368 ms
     3  162.158.84.169 (162.158.84.169) [AS  13335]  0.907 ms 162.158.84.111 (162.158.84.111) [AS  13335]  15.773 ms 162.158.84.169 (162.158.84.169) [AS  13335]  1.610 ms
     4  188.114.97.3 (188.114.97.3) [AS  13335]  0.847 ms  1.641 ms  2.317 ms

    Und genauso natürlich die Telekom:

    telekom.de:

    Code
    traceroute to 80.158.67.40 (80.158.67.40), 30 hops max, 52 byte packets
     1  if-ae-12-2.tcore2.fnm-frankfurt.as6453.net (195.219.87.1)  1.731 ms  2.760 ms  1.775 ms
         MPLS Label=97374 CoS=0 TTL=1 S=1
     2  if-ae-35-12.tcore1.fr0-frankfurt.as6453.net (195.219.50.238)  14.757 ms if-ae-35-10.tcore1.fr0-frankfurt.as6453.net (195.219.50.210)  1.348 ms  1.398 ms
         MPLS Label=650 CoS=0 TTL=1 S=1
     3  m-eb13-i.M.DE.NET.DTAG.DE (217.5.69.66) [AS  3320]  7.643 ms  7.321 ms  7.530 ms

    Es liegt also nicht am Peer AS6453 (Tata Communications). Die sind hevorragend vernetzt. Der Verkehr der Telekom-Kunden für AS13335 wird nur von der Telekom explizit durch ein Transatlantikkabel geschoben, und das dieses dann eben manchmal überlastet. Der Verkehr der Vodafone-Kunden, O2-Kunden und DG-Kunden eben nicht.

    Der Weg durch das Transatlantikkabel befindet sich innerhalb des Telekom-Netzes (AS3320). Deshalb ist es sinnvoll, nicht bei der Telekom Kunde zu werden.

    Woher die Idee kommt, kann man schon daran erkennen, dass der Peer AS6453 nicht nur Standorte in New York hat, sondern auch in Deutschland, wovon man sich ja hier https://lg.as6453.net/bin/lg.cgi problemlos überzeugen kann.

    Wenn die Telekom den Verkehr also am Ende der Welt übergibt, dann mit Absicht.

    Denn verfolgt man dort von Frankfurt aus den Weg zu telekom.de (80.158.67.40), gibt es selbstverständlich eine direkte Übergabe nach München. Diese stehen Kunden mit Netzbremse der Telekom nur schlicht nicht zur Verfügung. Der Webserver der Telekom hat also einen vollständigen Zugang zum Internet, Telekom-Kunden mit Magenta-Tarif jedoch nicht.

    Wenn das Thema nicht extrem zeitkritisch ist, sollte man erst eine Quelle ausschöpfen und bei Bedarf dann woanders fragen - oder gleich offenlegen, dass man es woanders ebenfalls um Rat fragt.

    Das Problem ist doch eher, dass überall dieselben drei Hanseln herumhängen und sich dann darüber ärgern.

    Dann lieber gleich auf Reddit gehen und auf Englisch fragen. Das gibt Reichweite.

    Wie der Name schon sagt: Cloudflare FREE-tier. Wenn der Cloudflare-Kunde schon nichts zahlen will, dann bekommt man eben auch nix!

    Der Cloudflare-Kunde zahlt ja, nur nichts extra nochmal an die Telekom und der Telekom-Kunde am anderen Ende der Leitung zahlt auch erstmal direkt an die Telekom.

    Hier geht es schlicht darum, dass der Telekom-Kunde nochmal extra an die Telekom zahlt, damit das Internet auch funktioniert. Denn letztlich zahlt ja nicht Cloudflare oder der Cloudflare-Kunde an die Telekom, sondern der Telekom-Kunde nochmal an Cloudflare (und die weiter an die Telekom) oder an den Cloudflare-Kunden (und die weiter an Cloudflare und die weiter an die Telekom). Die Sause zahlt aber am Ende immer der Endkunde am Ende der Leitung.

    Das sieht dann so aus: Der Telekom-Kunde bucht ein Premium-Abo bei seinem Content-Anbieter, das nicht im Cloudflare-Free-Tier gehostet ist (anders als die werbefinanzierte Kostenlos-Seite). Ein der Teil dieser Abogebühren geht zurück an die Telekom. Der Telekom-Kunde, der schon an die Telekom für seinen Internetzugang zahlt, zahlt also nochmal zusätzlich an die Telekom für seinen Internetzugang, denn zu den Inhalten des Premium-Abos trägt die Telekom naturgemäß nichts bei.

    Gleiches Prinzip, wenn der Telekom-Kunde einfach direkt an Cloudflare zahlt. Denn wem der Free Tier zu langsam ist, kann auch ein Abo bei https://one.one.one.one/ buchen. Auch hier fließt dann ein Teil der Einnahmen an die Telekom zurück. Hier zahlt der Telekom-Kunde direkt zusätzlich zum Monatsentgelt nochmal doppelt an seinen ISP, um Cloudflare-Seiten erreichen zu können. Netterweise kann er darüber auch den Rest des Internets (schnell) erreichen, so dass der Telekom-Kunde nicht bei jedem Content-Anbieter ein extra Abo abschließen muss.

    Es ist aber beruhigend zu wissen, dass man bei Easybell an die Telekom zahlt für die GPON-Zugang zum BNG aber darüber hinaus nicht noch einmal für den Zugang zum ganzen Internet. Das ist nämlich bereits vollumfänglich im Bruttomonatspreis enthalten.

    Ich benutze den Speedport Smart 4 Typ A von der Telekom, seit Donnerstag (da wurde die Glasfaserdose installiert) zusätzlich das Glasfasermodem.

    Ich setze zwar nicht den Speedport Smart ein, verwende aber zwei Speed Home WLAN, um das Ethernet vom OpenWrt-Router ins Home Office zu verlängern. Die Verbindungsgeschwindigkeit auf 5500-5660 GHz (160 MHz) beträgt 2,9 Gbit/s brutto. Damit erreiche ich auf der Ethernet-Seite netto 940 Mbit/s.

    Moderne Wi-Fi-Chipsätze mit USB-Schnittstelle werden schon länger nicht mehr hergestellt. Dort hat sich PCIe durchgesetzt. Dementsprechend muss in einem PC auch eine PCIe-Karte nachgerüstet werden:

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    Die passt aber selten in einen uralten PC.

    Grundsätzlich finde ich es ja okay, dass Du auf die Peering-Problematik hinweist. Die Aufklärung darüber gibt es sicherlich, ist aber vermutlich nicht in dem Maße, wie sie sein könnte. Ich habe mal über den aktuellen DSL-Anbietervergleich in der c‘t quergelesen, da habe ich keinen Hinweis auf die Peering-Thematik finden können.

    Die Problematik ist sogar im Mobilfunk spürbar. Wenn nach dem Umschalten des Dual-SIM-Handys von magenta 5G 3600 MHz auf blaues LTE 800 MHz die Cloudflare wieder flüssig läuft.

    Der Laie wird es immer auf den Empfang schieben.

    MSANs der DTAG hängen auch in den allermeisten Fällen an 1G Schnittstellen, und das reicht dann auch aus. Würde dem Ganzen jetzt wenig Bedeutung zumessen.

    MSANs versorgen aber eine Handvoll Kunden, nicht ganze Regionen.

    Man schaut erst einmal, wie denn die Auslastung ist und erweitert dann nach Bedarf die Anbindung der PoPs. Ist im Rahmen einer Kostenoptimierung doch legitim für den ISP.

    Wenn erst bei Auslastung > 100 % erweitert wird, würde ich als Kunde keine Unterschrift unter den Vertrag setzen, sondern Mobilfunk nehmen. Der hat dann ein deutlich besseres Nutzungserlebnis.

    Mal sehen wie es sich entwickelt - laut dem ISP bekommen wir hier in unserer Region in den nächsten 2-3 Wochen statt 10GB Volumen pro Strecke dann 100GB Volumen pro Strecke.

    Da wird wohl der 10Gbit/s-Anschluss der gesamten Region durch einen 100Gbit/s-Anschluss ersetzt.

    Wohlgemerkt in anderen Ländern hat ein einziger Haushalt einen 10Gbit/s-Anschluss, nicht eine komplette Region.

    Gerade die nutzen Fritzboxen, weil die nie selber einen Router bestellen, und immer jemanden fragen, der sich mit sowas auskennt.

    Genau das beschreibt doch recht schön die klischeehafte Vorstellung einer Frau, die der gut situierte ältere Herr hat. Die anderen wirtschaftlich eigenständigen Verbraucherinnen, die niemanden fragen müssen und brauchen, kennt er nämlich gar nicht.

    Was zu beweisen war.

    Ganz bestimmt ist es die Mehrheit. Ich sehe hier in der Umgebung ca. 50% FB als WLAN-Gerät und dann noch reichlich mit kreativen SSID.

    Und was wohl haben gut situierte ältere Herren in ihrer Umgebung? Andere gut situierte ältere Herren.

    Die OEM-Geräte zählen bewusst nicht mit, da sie genau wie Speedport und Vodafone NICHT unter "kundeneigener Router" fallen.

    Aber auch bei der Wohnung in Berlin ist es 50/50 zwischen FB und Kabelboxen.

    Die absolute Mehrheit der Verbraucher und Verbraucherinnen hat nur eine Wohnung: ihren Hauptwohnsitz.

    Hätte nicht gedacht, dass ein Thread über kundeneigener Router zur Milieustudie wird, ist aber dennoch sehr unterhaltsam.

    da ist übereinstimmend von 70% Martkanteil für Fritzboxen im deutschsprachigen Raum (DACH) die Rede.

    Es handelt sich um Marketingaussagen, nicht um testierte Zahlen eines berichtspflichtigen Unternehmens.

    Sowohl bei den Telekom- als auch bei den Vodafone Anschlüssen arbeiten in meinem Umfeld deutlich (und ich meine DEUTLICH) mehr Leute mit Fritzboxen, als mit den Provider-Routern. Ich glaube nicht, dass das vom bundesweiten Schnitt so deutlich abweicht. Und ja, OEM Varianten zählen natürlich mit.

    Ich mache mir dann immer den Spaß und frage nach dem Frauenanteil in diesem "Umfeld". Denn Frauen sind ja durchaus stark vertreten als Vertragsinhaberinnen und Besitzerinnen von Mietroutern. (Wohlgemerkt, hier zählen nur rechtlich und wirtschaftlich selbständige Verbraucherinnen mit eigener Entscheidungsgewalt.)

    Beleuchtet man es mal aus dieser Sicht, stellt sich immer wieder raus, dass man es mit einem ausschließlichen Hobby gut situierter älterer Herren zu tun hat, die regelmäßig ihre Blase verallgemeinern. Die Herren, die auch in diesem Forum erkennbar zu so ziemlich 100 % vertreten sind.

    Die neuen Preise sind immer noch guenstiger als die Telekom...

    Die magentafarbenen Produkte der Telekom muss man ja nicht nehmen, wenn man der Telekom Zugang gewährt hat.

    Der Kunde, der beim Hedge Funds unterschrieben hat, ist halt reingefallen. Er wird die Preise langfristig immer weiter erhöht bekommen bis auf über 100 € pro Monat und das dann auch zahlen. Die Anleger wollen Kasse machen, das geht nicht mit 40 €.

    Ich denke, die sind an bundesdeutschen Internetanschlüssen nah an der absoluten Mehrheit

    In der absoluten Mehrheit findest gemietete Speedports von der Telekom, gefolgt von Vodafone-Kabelboxen. Erst dann kommt vermietete AVM-Hardware, die aber oft gar nicht "Fritzbox" heißt (sowas wie "1&1 Homeserver").

    Die im Einzelhandel gekaufte Fritzbox ist eine winzige Nerd-Nische, das wird schon völlig klar aus den Äußerungen des Regulierers zur Routerfreiheit, wo 90 % der Kunden einfach zum Gerät des Anbieters greifen.

    Will nicht weiter meckern, im Vergleich zu anderen Anbietern immer noch günsitg.

    Ich würde als Haushaltskunde aus dieser "günstigen" Preisliste kein einziges Produkt buchen. Mein zusätzlich zum GF-Anschluss vorhandener unlimitierter 5G-Zugang kostet nämlich weniger.

    Nun ist es soweit, mein günstiger GF-Anschluss von 34.90€ bei InternetNord erhöht sich nun auf 45,90€. Ist Strom so viel teuerer geworden?

    Ist die übliche Vorgangsweise von Glasfaser-Hedge-Funds: Günstig anfixen und dann abzocken. Ich würde deshalb auch niemandem außer der Deutschen Telekom den Zugang zu meinem Grundstück erlauben.

    Dafür funktionieren 75% der Box Funktionen nicht mehr - WLAN, Switch, Telefonie, Gastnetz,

    Funktioniert bei mir alles. Natürlich kaufe kein teures AVM-Produkt, um dann OpenWrt darauf zu installieren, sondern nehme dann gleich etwas, wo es ab Werk drauf ist.

    Die AVM-Produkte haben schon eine sehr spezielle Zielgruppe (< 10 %), das darf man nicht vergessen. Der Otto-Normal-Verbraucher (> 90%) kauft diese nicht, der hat einen Speedport von der Telekom, eine Vodafone Box oder einen Mietrouter von der DG.

    Selbst bei mir kommt das Glasfaser-Anschaltgerät von der Telekom, ich käme nie auf die Idee, dafür eine "Glasfaser-Fritzbox" zu kaufen. Warum sollte ich mir diesen Ärger einhandeln, wenn aus der vorgesehenen Kiste PPPoE mit VLAN-Tag einfach rausfällt.

    Fritzboxen haben halt den Vorteil, dass sie die nötigen Funktionen recht nutzerfreundlich in ein Konfigurationsmenu packen und noch dazu alle (exotischen) Anforderungen der deutschen Provider unterstützen. Finde mal andere Router, die die Kombination aus VLANs, PPPOE und DS-Lite unterstützen.

    Es ist halt wieder die Frage, ob man auf proprietäre Software aus Berlin setzen möchte. Angesichts des Track Records lautet meine Antwort klar "Nein".

    OpenWrt ist ja 100 % Open Source und unterstützt die germanischen Spezialitäten gut.

    Die meiste Hardware kann das nur nicht beschleunigen, weil die WiSoCs auf Industriestandards wie DHCP ausgelegt sind, was aber primär ein Nachhaltigkeitsproblem ist: Die europäischen Spezialkonfigurationen verbraten in hunderten Millionen Haushalten überflüssig Kilowattstunden.