Beiträge von pufferueberlauf

    Also ich zahle als Endnutzer ungerne mehr,

    Nachvollziehbar...

    noch ungerner verzichte ich jedoch auf XGSPON, aber 160€ will ich nun wirklich nicht für en XGSPON Anschluß zahlen..

    Ich meine der Telekom-Referenzpreis ist 141 Euro, nicht 160? Aber welchen realen Vorteil versprichst Du Dir von XGSPON gegenueber GPON? Ich sehe da nur 2 ueberzeugende Gruende:

    a) Beseitigung etwaiger Kapazitaetsengpaesse in ueberlasteten GPON Segmenten (was IMHO aktuell sehr sehr rar sein duerfte)
    b) Beschleunigung grosser Upload und/oder Downloads (was eigentlich erst dann ueberzeugt wenn diese Datentransfers noch dazu zeitkritisch sind).

    Das Problem ist aber auch was nützt es mir wenn Combo-OLTs verbaut sind, aber keine PK-Tarife dafür angeboten werden.

    Bieten Telekom und M-Net, und EON doch inzwischen an: Tarife jenseits von 1 Gbps die ueber XGSPON realisiert werden (und die auch weit ueber 100 Euro/Monat kosten sollen)... wo gibt es diese Tarifstufen nur fuer Geschaeftskunden?


    Meine Ziele sind da bescheidener, ich waere schon zufrieden, wenn ich von VDSL auf FTTH* umsteigen koennte; mein aktueller kurzer Link ist recht stabil, aber mir ist klar, dass man bei DSL ganz schnell Opfer von RF-Stoerern auch in der Nachbarschaft werden kann.

    *) Klar habe ich eigene utopische Ideen welche technische Umsetzung ich da bevorzugen wuerde, aber da ich nicht bereit bin fuer Extrawuerste zu zahlen, werde ich gerne akzeptieren was denn dereinst ein ISP anbieten wird (bei mir ist bisher gar kein Ausbau angekuendigt).

    Die aktive Technik wir, wenn ich das richtig verstehe, oft nicht mit offenem Ende genutzt sondern mit geplanten Ertuechtigungen nach X-Jahren Nutzung (vermutlich um alterungsbedingte Ausfaelle und Reparaturen zu minimieren). ISPs die heute noch GPON verwenden werden sich, wenn die OLTs ausgetauscht werden sicherlich zweimal ueberlegen, ob sie bei reinem GPON bleiben wollen oder fuer die naechste Generation auf z.B. Kombo-OLTs zu setzen, die sowohl G, als auch XGS-PON beherrschen. Wann das sein wird duerfte bei jedem ISP unterschiedlich sein, aber mittel- bis langfristig duerften die meisten PONs n icht bei GPON verharren. (Und weil die Kunden nicht bereit zu sein scheinen fuer XGS mehr zu zahlen, ist es weniger lukrativ fuer ISPs pro-aktiv XGSPON Technik zu verbauen und -Tarife anzubieten wenn dafuer noch gut nutzbare GPON OLTs vorzeitig ausser Dienst genommen werden muessten).

    Aus Endnutzersicht sollte es eigentlich egal sein welche Technologie ein ISP einsetzt, solange ein ISP die vertraglichen Raten und Latenzen im wesentlichen zuverlaesig liefert. (Na ja, bei der Beschaffung von eigenen ONTs waere es natuerlich nuetzlich zu wissen ob/wann der eigene ISP die Technologie wechseln will, damit man die richtige Hardware kauft, oder noch etwas abwrtet, statt in kurzer Zeit 2 verschiedene ONTs kaufen zu muessen).

    Ich finde die Begriffe etwas unklar... PNI heisst ja erstmal nur, dass es eine direkte Verbindung zwischen zwei AS gibt, und dass diese privat ist, also nicht oeffentlich ueber einen IX laeuft. So ein PNI wollen IMHO sowohl die Telekom als auch Cloudflare, wo die sich unterscheiden duerften ist in der Frage wer hier wen fuer das PNI bezahlen soll (das schliesst, kostenneutrales Peering mit ein bei dem jeder seine eigenen Kosten traegt). ;)

    Details, die nicht neu sind.

    Cloudflare hat Services die sauber auch von Telekomkunden nutzbar sind, d.h. es gibt wohl zumindest begrenzte Uebergabekapazitaeten zwischen den beiden die ohne Ueberlastanzeichen zu funktionieren scheinen, die Cloudflare allerdings zahlenden Kunden vorzubehalten scheint.

    Mein Verdacht ist (ohne Daten zu haben), dass Cloudflare direkt oder indirekt (z.B. durch Kauf von Transit von einem Anbieter mit guter Telekomkonnektivitaet) "garantierte" Kapazitaet ins Telekomnetz kauft und diese selektiv nutzt, wohl weil die Kosten dafuer hoch sind und im CDN Geschaeft die Margen sehr duenn sind.

    Aber damit das funktionieren kann muss die Teleokom halt die Peerings mit den anderen T1-ISPs "heiss" laufen lassen (weil die T1-ISPs oft die finalen Transitanbieter sind, und wenn man die Telekomkunden ueber Transit von anderen T1 gut erreichen kann, kauft kaum jemand Telekom Peering/Transit, zumindest nicht zu dem Preis den die Telekom haben will).

    Eigentlich sollte es einem als Endkunden ja egal sein koennen ob die Telekom und Cloudflare "Beef" miteinander haben, und fuer Kunden die nicht ueber das Telekomnetz angeschlossen sind ist das auch so.

    Hier geht es um die Peerings zwischen den T1-ISP... und alles was man dazu weiss ist, es ist wohl weniger die jeweils andere Seite die deren Ausbau verzoegern... d.h. die "Zwei" um die es geht sind halt Zwei die bereits nominell kostenneutral miteinander Peeren.

    Warum die T1-Peerings? Weil das genau die Wege sind die der Traffic von Inhalteanbietern nimmt die keine direkten Telekomkunden (direktes Peering oder Transit) sind...

    Solange eventuell auftretende Probleme nicht zu häufig sind und schnell behoben werden, passt es.

    Das ist genau der Punkt beim vorsaetzlichen Unterpeering, das ist aus Telekomsicht kein Problem das behoben werden soll, das ist Unternehmenspolitik zur Profitmaximierung und wird sich erst aendern wenn die Telekomleitung dazu neue Vorgaben macht.

    Ethernet ueber geeignete Kupferkabel erlaubt bis zu 100m Entfernung... Glasfaser erscheint mir hier geeigneter, weil nicht-leitend. Bei Glasfaser braucht man allerdings "Optiken" an beiden Enden, das koennen einfache Medienkonverter sein, oder Glasfaser-Module die direkt in entsprechende Modul-Buchsen in geeigneten Switchen oder Routern gesteckt werden koennen. Achtung im LAN Bereich wird oft mit Glasfaser-Ethernetvarianten gearbeitet die pro Verbindung zwei Fasern brauchen, d.h. wenn Du Dich prinzipiell fuer Glasfaser entscheidest sollten wir ueber die genauen Optionen sprechen.

    Ich bin nicht ganz sicher, aber ich meine Easybell ist stark in NRW, wenn man weiter weg wohnt kann man bei O2 mehr Glueck mit der Entfernung zum PoP haben (aber da sind 1&1 und Telekom noch besser, d.h. der PoP ist meist naeher dran). O2 als Mobilfunkcarrier schmeisst halt oft eine Mobilfunkflatrate mit rein, aber O2-SIP ist etwas eigen (iirc, geht nur ueber O2 DNS Server und auch da nur via IPv4 zuverlaessig).

    Easybell duerfte besseres SIP bieten aber nimmt wohl 5 Euro extra fuer Mobilfunkflat...

    Insbesondere Cloudflare hat sich hier beim Announcen der BGP-Routen einen Namen gemacht.

    Jain, ja es gibt da diese Analyse auf reddit, aber die ist halt unvollstaendig, weil wie so oft der eigentliche Lastweg gar nicht untersucht werden konnte... deshalb ist die Konklusion von ueberlasteten Servern wenig belastbar, das heisst nicht, dass Cloudflare hier unschuldig sein muesse, sondern nur das vorsaetzliches Unterpeering von aussen recht schwer zu diagnostizieren ist.

    Zum Peering gehören immer zwei.

    Ein Missverstaendnis wie die Telekom hier tatsaechlich vorgeht... es geht nur indirekt um das teure Peering oder den teuren "Transit" den die Telekom kleineren AS verkaufen will, da gehoeren tatsaechlich 2 dazu. Das Problem der Telekom ist, als T1 ISP ist sie nominell kostenneutral mit allen anderen T1 ISP verbunden und daher kann eigentlich jeder der Transit ueber andere T1 ISP bezieht (direkt oder indirekt) Daten mit Telekomkunden austauschen, ohne bei der Telekom Zungsng zu kaufen. Jetzt sind die Peering/Transit Preise dr Telekom vergleichsweise teuer, so dass sie nicht sonderlich attraktiv oder nachgefragt sind. Und deshalb setzt die Telekom eine Politik des vorsaetzlichen Unterpeerings mit den anderen T1 ISPs ein, zumindest mit denen die viele Transitkunden haben. Und zwar so, dass es zu den Spitzenlastzeiten regelmaessig zwickt und zwackt aber nicht ganz zusammenbricht... Das soll die Transitkunden anderer T1 dazu motivieren bei der Telekom direkte Kunden zu werden... wie gut das funktioniert idt schwer zu bemessen weil die Telekom die Abteilung die dafuer zustaendig ist im Konzern hin und her schiebt, so dass maximal unklar ist ob sich der Spass tatsaechlich lohnt...

    Und Hin- und Rückweg sind nun mal nicht unbedingt gleich und werden von den unterschiedlichsten Parametern beeinflusst.

    Asymmetrisches Routing ist eher die Regel als die Ausnahme...

    Es werden aber die übertrieben Telekom-positiven Beiträge stehengelassen, während alles was auch nur andeutet das nicht alles was die Telekom macht so das Wahre ist, sofort gelöscht wird.

    Unklar, oft wird Kritik ja sehr emotional und ueberspitzt formuliert, was es leicht macht deren Entfernung zu rechtfertigen...

    In der Vergangenheit insbesondere Peering-Kritik...

    Was erwartest Du? Die Telekom hat aus der "Drosselkom" Affaire klar gelernt, dass man sehr sehr vorsichtig in der Kommunikation sein muss, und daher ist es nicht verwunderlich, dass Spekulationen dazu noch dazu im eigenen Forum geloescht werden. (Und es ist recht schwer das ganze wasserdicht nachzuweisen, weil es da zu guten Teilen um Intention geht und die ist halt kaum objektiv von aussen messbar).

    Also ich bezweifle das die Telekom an einem guten Image interessiert ist.

    Ich sehe Du verfolgst deren Presseevents nicht... die haben halt eine etwas andere Definition was ein gutes Image ist als Du (und ich). Auch die Telekom weiss, dass hohe Kundenzufriedenheit ein gutes Mittel gegen "Churn" ist (im wesentlichen das Abwandern von Bestandskunden zu den Mitbewerbern) und dafuer ist ein postives/gutes oeffentliches Image hilfreich.

    Naja, also im Telekom Forum wird genau dasselbe abgezogen wofür die Telekom halt so bekannt ist.

    Was erwartest Du? Ist deren Forum und da haben die ais "Hausherren" halt viel Kontrolle. aber wie gesagt, das ist bei anderen ISP prinzipiell aehnlich.

    Das ja keiner die Vertriebsmethoden kritisiert oder sonst etwas schreibt was die Telekom ins schlechte Licht rücken könnte..

    Na ja, da hast Du zum einen die Telekom-Mitarbeiter deren Job es ist das Forum "sauber" zu halten (reicht von IMHO vernuenftigen Entscheidungen Posts welche die Netiquette verletzen zu entfernen, bis zu Entscheidungen lediglicjh unliebsame Posts zu entfernen).

    Wobei es in solchen Foren ja auch oft "Fan-Boys" gibt als Endkunden die reflexartig jede "Majestaetsbeleidugung" an ihrem Lieblings-ISP abstrafen...

    Und btw. allgemein gesagt ist die Telekom selbst doch auch überhaupt nicht an einem guten Image interessiert.

    Wie kommst Du auf diese Idee? Natuerlich sind die an einem positiven Image interessiert (nur halt nicht so stark, dass sie ihre Unternehmenspolitik des vorsaetzlichen Unterpeerings beenden wuerden).

    Die haben ihr eigenes Hilfe-Forum wo natürlich nichts gegen die Telekom und ihre Praktiken gesagt werden darf,

    Das ist im O2 Forum aehnlich, auch da werden Posts die zu negativ sind redigiert/zensiert (allerdings muss man schon derbe vom Leder ziehen, kleinere Unfreundlichkeiten sind kein Problem). Das ist IMHO auch schon OK, bzw. nachvollziehbar warum das so ist.

    Welcher von den grossen ISP ist denn in dieser Hinsicht anders? (Ich wette ein paar der kleineren ISP koennen da hervorstechen, aber bei den grossen bundesweit taetigen ISP erwarte ich aehnliches wie von der Telelkom).

    Na ja, solange das aus Kulanz und nur an der Hotline gemacht wird, kann 1&1 das quasi jederzeit (wenn z.B. IPv4 Adressen zu knapp werden) einstellen ohne einen Shitstorm loszutreten... Der ISP haelt sich damit alle Freiheiten offen... und das machen ja auch die anderen grossen aehnlich: weder Telekom noch O2 die bei DSL und FTTH vollen DualStack mit (dynamischen) oeffentlichen IP-Adressen schalten machen dazu irgendwelche belastbaren Zusagen.
    Tl,dr: Freuen solange 1&1 das so macht. ;)

    Der Latenz nach ist die Uebergabe zu AS3320 bei Duesseldorf, wohin die 10 Millisekunden im Telekomnetz laufen kann ich nicht sagen, aber wenn .b.de. fuer Berlin steht dann halt Berlin ;)

    Das kann tendenziell mit dem Business Tarif zusammenhaengen, zumindest habe ich von einen O2 Fall gehoert bei dem fuer Geschaeftskunden (mit statischer oeffenticher IP) nicht alle PoPs verwendet wurden (muss natuerlich bei der Telekom nicht genau so sein)... Hattest bei DSL auch schon so einen Tarif mit fester IPv4?

    Beim EWE Vertrag lautete der Access Concentrator übrigens "bng-55740206".

    Hast Du noch dessen IP Adresse (IPv4 oder 6)? Waere interessant zu sehen wie der am EWE Netz haengt.

    Deutsche Telekom Latenz zum ersten Hop (62.156.244.47):
    min. 8,2 ms
    avg. 8,4 ms
    max. 9,3 ms

    Laut den GeoIP Providern liegt diese IP in Franken/Bayern... (kann natuerlich, bei Heuristiken wie GeoIP immer moeglich, schlicht inkorrekt sein), das duerfte die Latenz zwanglos erklaeren (wenn es denn stimmt), oder baut die Glasfaser NordWest tatsaechlich in Mittelfranken aus (also eher SuedOst)?

    Ach, ja von O2 in Hamburg aus geht der Traceroute nach Duesseldorf wo er erst and Telxius und dann an die Telekom uebergeben wird, aber von da aus braucht es dann im Mittel noch 10 Millisekunden bis zum 62.156.244.47 Host...

    dann sag doch nicht NEIN, wenn dir selber im 2ten Absatz klar ist, dass DS-lite eine abgespeckte IPv4 Version darstellt, halt DS-lite.

    ??? Deine Aussage "ist nur IPv6" ist inkorrekt und ich stimme ihr nicht zu, daher bleibe ich bei meinem Nein. Schau, Dein gutes Recht Deine Meinung mit zugespitzten Formulierungen kundzutun, und halt meines meinen Senf dazu zu geben ;)

    Von daher muss ich dir ja auch wohl nicht mehr den Unterschied zwischen DS = DualStack mit echten aus dem Internet direkt erreichbaren IPv4+6 Adressen und DS-lite erklären.

    Der relevante Unterschied ist die Erreichbarkeit, also oeffentlich oder privat, nicht hypothetische Echtheit, RFC1918 Adressen sind echte IPv4 Adressen.

    wie dem auch sei: 1&1-Internet, zumindest via Glasfaser (ich meine aber auch via DSL), ist nur IPv6

    Nein, das ist ds-lite, das ds steht fuer DualStack... Ob man ds-lite bevorzugt oder lw4o6 oder, MAP-T, MAP-E, 464XLAT alle haben gemeinsam, dass der IPv4 Anteil ueblicherweise keine vollwertige Adresse mit allen Ports mehr ist (koennte man schon so konfigurieren, aber dann loest man das Problem nicht wegen dem man nicht direkt DualStack mit oeffentlich erreichbaren Adressen schaltet, den Mangel an IPv4 Adressen).

    Ich kann komplett nachvollziehen warum manche Nutzer oeffentliche IPv4 Adressen benoetigen/haben wollen*, aber bei mehr als uint32 Internet-Geraeten ist das halt generell nicht mehr moeglich, weshalb oeffentliche IPv4 zumindest ohne Aufpreis so gut wie von keinem ISP zugesichert wird.


    *) Gehoere ich aktuell selber zu, mein AG hat ein reines IPv4 Netz und stellt fuer VPN gerade auf IPSEC um...