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  1. Glasfaserforum.de - Das Informations- und Hilfeforum rund um das Glasfaser-Internet.
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  3. pufferueberlauf

Beiträge von pufferueberlauf

  • 1und1-Glasfaser - IPv6 Prefix-Delegation nur /64?!

    • pufferueberlauf
    • 6. September 2026 um 18:36

    Easy, es sind die Endpunkte die die IIDs auswaehlen, die koennen einfach bnach anderen Prinzipien waehlen aks bisher und z.B. nur einen Teil der Bits verwenden. Oder denk an NPTv6, das beherzt die IID ummappt um dadurch die Berechnung neuer Checksummen zu vermeiden. Die Idee die 64bit IID sei in Stein gemeisselt teile ich nicht. So wie das tclass/TOS Bitfeld in DSCP und ECN gespalten wurde* sehe ich auch Raum fuer alternative Nutzungen fuer die 64 IID Bits, aber, da stimme ich Dir zu, eher nicht schon moergen oder uebermorgen.


    *) Das waere auch ein Kandidat, tclass/tos werden 8bit ECN+**, und DSCPs wandern in die ersten oder letzen 8 bit der IID...

    **) Fuer Congestioninformation ist das eine ECN Bit etwas duerftig, da gibt es Untersuchungen, dass >= 4 Bit signifikant besser waeren.

    ***) Nichts davon ist aktuell auch nur ansatzweise realistisch verdeutlicht aber, dass es durchaus berechtige Interessen fuer IP-Header Bits gibt.

  • 1und1-Glasfaser - IPv6 Prefix-Delegation nur /64?!

    • pufferueberlauf
    • 6. September 2026 um 17:57
    Zitat von ::1

    Jedenfalls sollte es nicht zugunsten von Netzwerk-Bits zweckentfremdet werden, um die Beschränkung eines ISP zu umgehen, der nur einen minimalen /64-Präfix anstelle des empfohlenen /56 zuweist.

    Ist halt das selbe Mindset wir auch beim vorsaetzlich gegimpten DHCPv6, wir finden existierene Nutzungen nicht unterstuetzenswert und behindern sie fuer konzeptionelle Reinheit maximal, aber jammern gleichzeitig rum, dass die bisherigen IPv4 DHCP Nutzer nicht Schlange stehen um ihre existierenden Modelle und Software umzubauen... hier auch, warum die Kubden dif mit ISPs ohne Verstand geschlagrn sind auch noch extra zu bestrafen, den IPv6-saeumigen ISP triffst Du dadurch eher weniger.

    Mich interessiert auch weniger was man sich bei der Eunfuehrung der 64 bit iid gedacht haben mag und mehr was man nach Jahrzehnten Erfahrung eventuell nuetzlicheres mit diese Bits machen koennte... ich weise darauf hin, dass did wohl wichtigste L2 Technologie mit 48 bit Macs auskommt.

  • Bei BREKO setzt langsam Panik ein

    • pufferueberlauf
    • 6. September 2026 um 17:31
    Zitat von Edding

    Wenn es keinen besseren Nachfolge Standard gibt setzt man halt auf den.

    Hast Du denn 10 Gbps Ethernet bei Dir daheim, oder schneller?

    Zitat von Edding

    Bei v6 haste SLAAC um etwas von DHCP wegzukommen.

    Unklar ob SLAAC da wirklich eine Verbesserung ist oder nur eine Veraenderung, in jedem Fall war/ist das einer der Gruende warum IPv6 nur langsam Verbreitung findet.

    Zitat von Edding

    Bei GPON gibt es ihn XGS der deutlich Mehrwert bietet und dieser ist auch schon 10 Jahre alt mittlerweile.

    Mehrwert in wie fern? Aktuell scheitert eine schnelle XGSPON Einfuehrung doch daran, dass es sich schlicht nicht lohnt, weil keine Sau (also fast niemand) bereit ist fuer XGSPON Tarife mehr zu zahlen als fuer Tarife fuer die das billigere GPON reicht. Ist ja auch hier im Forum ein running Gag, dass die die am lautesten XGS-Einfuehrung fordern gleichzeitig erwarten, dass "10G" Tarife billiger sein sollten als die existierenden 1 Gbps Tarife.

    Zitat von Edding

    Deutschland ist halt wettbewerbsfeindlich, daher will die Breko, dass das alles verschwindet.

    Wie waere es mit etwas weniger Verschwoerungsgeschwurbel? Eine einfachere Erklaerung fuer die Position der BREKO als Interessenvertretung ihrer Mitglieder ist mMn., dass die Vorschlaege halt im finanziellen Interesse der BREKO-Mitglieder sind. Muss man die Vorschlaege deshalb gut finden oder unterstuetzen? Natuerlich nicht, aber man sollte auch nicht ueberrascht tun.

    Zitat von Edding

    Richtig und nicht der Preis pro Mbit.

    Setzen, sechs. Ja, aktuell ist der CapEx des Ausbau der groesste Brocken, aber deshalb kann ein ISP die anderen Kostenkomponenten der Betriebskosten OpEx nicht einfach ignorieren. kingpin42 hatte ja schon mal erlaeutert, dass ein Netzt mit 100 Gbps Last andere Kosten mit sich bringt als eines fuer 10 Gbps... sieht man z.B. auch bei den Kosten fuer DIA/Transit/Peering.

    Zitat von Edding

    Auch richtig und trotzdem sind die Tarife so Teuer und bei DOCSIS wird Bandbreite verkauft.

    Also DOCSIS verramscht gerade Taerife in der 20 Euro Klasse das findest Du jetzt "so teuer" ? Und die Preise skalieren bei den meisten ISPs mit der Zugangskapazitaet und i.,d.R. nicht wegen Technischer Limits, sondern wegen entsprechend eingestllter (Achtung, das boese Wort) Traffic Shaper.

    Zitat von Edding

    Tiefbau ist also eher nicht die Ursache hoher Endkunden Preise.

    Bei FTTH halt schon, bei DOCSIS sind die Preise4 nicht hoch, und bei DSL liegt es nicht zuletzt an den Regulierungszielen fuer die Vorleistungspreise (niedrig genug, dass Reseller die Telekom profitable unterbieten koennen, aber auch so hoch, dass der Ueberbau des Zugangsnetzes langfristig attraktiv bleiben soll).

    Aktuell sieht es so aus, als koste ein FTTH Anschluss im Mittel eher so um die 3000-4000 Euro, die muss man, zusaetzlich zu den Betriebskopsten schon wirder zurueckgewinnen, wenn man als ISP im Spiel bleiben will, und gerade wenn die Buchungsquoten niedrig bleiben laesst das wenig Preisgestaltungsspielraum.

  • Bei BREKO setzt langsam Panik ein

    • pufferueberlauf
    • 6. September 2026 um 17:15
    Zitat von Funker

    VDSL Annex.Q und DOCSIS 3.1 treten gegen GPON an

    Bei der Telekom ist Profil 17b die Masse nicht Profil 35a, und es ist unklar welcher Anteil der verbauten Linecards ueberhaupt Profil 35a unterstuetzen... und wie gesagt auch DOCSIS 3.0 ist noch im Einsatz.

    Zitat von Funker

    denn das ist mehrheitlich bei BREKO-Mitgliedern in Betrieb und nicht XGS-PON, das war denen zu teuer.

    Bisher, aber langsam taucht auch das bei hiesigen ISP auf, langsam weil der Wechsel halt im Rahmen des normalen Technikaustauschs stattfindet. Es gibt halt kaum relevante Nachfrage nach Tarifen die nur mit XGSPON realisiert werden koennen.

    Zitat von Funker

    Das ist ein Technologiewettbewerb und den kann die BREKO mit GPON nicht gewinnen.

    Und mit XGSPON, 25GPON, 50GPON oder 1600 Gbps AON auch nicht, weil den Endkunden in der Masse die Technologie ebenso egal ist wie Zugangskapazitaet (so fern diese ueber einem Minimum liegt und damit fuer die ueblichen Anwendungen ausreicht).

    Es gibt hier im Forum (aehnlich wie bei Golem, telrtsarif, heise, ...) eine Reihe von Postern die abenteuerliche Theorien darueber haben was der Massenmarkt will/braucht. Meistens laeuft es darauf hinaus, dass der Poster seine individuelle Vorliebe (oft maximale Leistung zu minimalem Preis, gelegentlich auch nur minimaler Preis) unhinterfragt als Vorliebe der Masse interpretiert. Aber im Massenmarkt sieht man halt:

    A) 60% der DSL-Kunden sind direkt bei der Telekom obwohl die aus nachvollziehbaren regulatorischen Gruenden quasi von allen DSL-Resellern preislich unterboten wird, daher ist absolute Preisminimierung eben nict das was die Masse macht.

    B) Vodafone verramscht regelmaessig Kabel1000 fuer frueher 40 Euro, jetzt meine ich 50Euro, also mehr Kapazitaet fuer weniger Geld als bei FTTH/FTTB. Alles was VF damit erreicht hat war bestenfalls den Kundenschwund zu stoppen. Aber waere der Massenmarkt tatsaechlich an hoher Kapazitaet zu niedrigem Preis intersssiert, haette VF mit dieser Aktion quantitativ neue Kunden hinzu gewinnen muessen. Das ist nicht geschehen und damit ist fuer mich die Idee die Masse wolle hohe Kapazitaet zu niedrigem Preis auch entkraeftet.

    Was ich bei einem Teil der Kunden vermute (Achtung Spekulation) ist, dass diese den ISP nur wechseln wenn dieser sie aktiv vergraetzt und ansonsten, wenn der ausreichend zufriedenstellend arbeitet, schlicht ihren Internetzugangstarif nicht anruehren. (Ausnahmen vielleicht da wo << 16 Mbps geliefert werden, da besteht mehr Wechselbereitschaft).

  • Bei BREKO setzt langsam Panik ein

    • pufferueberlauf
    • 6. September 2026 um 16:55

    Ethernet selber ist aus den 70ern... und TCP ebenfalls auch wenn es im ARPA-Netz NCP erst Anfang der 80er ersetzte.

  • Bei BREKO setzt langsam Panik ein

    • pufferueberlauf
    • 6. September 2026 um 16:53
    Zitat von pufferueberlauf

    Hast Du zuhause noch Gigabit-Ethernet im Einsatz, das ist von 2002, 10 Gbps-Ethernet von 2002.

    Erm entschuldigt, Gigabit Ethernet is von 1999, 10 Gbps Ethernet von 2002. Das ist einer der Fehler die ich gerne im Ursprungspost korrigiert haette.

  • 1und1-Glasfaser - IPv6 Prefix-Delegation nur /64?!

    • pufferueberlauf
    • 6. September 2026 um 16:51
    Zitat von ::1

    Kann ich mir dort nicht vorstellen - hast du dazu eine Referenz?

    Keine spezielle aber mMn. taucht das immer wieder in der 6man Mailingliste auf, allerdings eher als negatives Beispiel. Ich vernute jedoch, dass da das letzte Wort nicht gesprochen ist, IP-Layer Header-Bits sind wertvoller als gold-pressed latinum und daher werden da auch zukuenftig Begehrlichkeiten herkommen, gerade weil 64bit fuer den Hauptzweck des IIDs auch gar nicht zwingend notwendig sind.... Stand heute ist SLAAC positiv, weil es dafuer sorgt, dass firewalls kaum auf spezifische IIDs Muster limitiert werden, was leicht passiren wuerde wnn man z.B. nur die unteren 32 Bit fuer die IID verwendet haette und die naechst hoeheren temporaer auf Null standardisiert haette (weil temporaer in einem Standard nicht das gleiche ist wie in der Realitaet).
    Aber das ist recht weit off-topic, daher will ich den Ball flacher halten.

  • Bei BREKO setzt langsam Panik ein

    • pufferueberlauf
    • 6. September 2026 um 16:36
    Zitat von Edding

    Falls ADSL2+ noch in Betrieb sein sollte, ist es mit GPON das älteste.

    Ist es, so werden die DSL16 Anschluesse mit langen Leitungen realisiert.

    Zitat von Edding

    Ohnehin ein Armutszeugnis ein neues Netz mit 23 Jahre alter Technik zu betreiben und dann noch solche Preise zu verlangen.

    Ein Missverstaendnis wie Standards funktionieren. Hast Du zuhause noch Gigabit-Ethernet im Einsatz, das ist von 2002, 10 Gbps-Ethernet von 2002. Ich wette Du hast mehr 1 Gbps Geraete als 10 Gbps Geraete bei Dir im Einsatz, ist das auch ein Armutszeugnis? Das ist mit Verlaub ein Nicht-Argument.

  • Bei BREKO setzt langsam Panik ein

    • pufferueberlauf
    • 6. September 2026 um 16:36
    Zitat von Funker

    Bitte nicht künstlich dummstellen, DOCSIS 1.0 und ADSL 1 sind nicht das, was in Betrieb ist!

    Gut gebruellt Loewe, aber haettest Du das gemeint, haettest Du das vielleicht schreiben sollen.

    Das letzte GPON Amendment ist von 2012... DOCSIS 3.0 das immer noch im Einsatz ist von 2006... Du verschiebst gerade den Torpfosten als klar wurde, dass Du Bauchgefuehl statt Fakten geliefert hast. Faellt schwer solches Getrolle ernst zu nehmen.

  • Bei BREKO setzt langsam Panik ein

    • pufferueberlauf
    • 6. September 2026 um 16:18
    Zitat von Funker

    Anders als du sehe ich die Fehlinvestionen der "Deutschen" Glasfaser nicht als "allgemeindienlich", sie dienen nämlich erstmal nur Interessen kanadischer Pensionäre.

    Ich sehe der Ersatz der Kupferzugangsnetze durch zukunftsfeste FTTH-Zugangs-Netze als allgemeindienlich an. Dabei geht es mir nicht um die individuellen Ausbauer sondern darum, dass wir am Ende mit einem fuer die naechsten 100 Jahre ertuechtigten Zuganagsnetz dastehen. Aber ein Vorschlag, wie waere es wenn Du mich nach meinen Positionen einfach fragst, statt wild zu spekulieren?

    Zitat von Funker

    Und wenn ausländische Interessen darüber hinaus funktionierende zivile Infrastruktur mutwillig zerstören wollen, dann beantwortet man das überlicherweise mit Rheinmetall, nicht mit Corning.

    Das ist doch wieder mehr Polemik und weniger diskutierbares Argument, daher werde ich das auch nicht diskutieren.

    Zitat von Funker

    Falsch, GPON ist älter.

    GPON: https://www.itu.int/rec/T-REC-G.984.1/en von 2003

    ADSL: https://www.itu.int/rec/T-REC-G.992.1/en von 1999 (als ANSI STandard 1998)

    DOCSIS: https://en.wikipedia.org/wiki/Data_Over_Cable_Service_Interface_Specification von 1997

    Ich weiss ja nicht, aber fuer mich sind 1999 und 1997 < 2003. Was genau meintest DU mit GPON ist aelter und basierend auf welchen Informationen?

  • Bei BREKO setzt langsam Panik ein

    • pufferueberlauf
    • 6. September 2026 um 16:04
    Zitat von belegdol

    Es geht nicht um Anarchie. Es geht darum, die Spielregeln während dem Spiel zugunsten einen der Teilnehmenden nicht zu ändern.

    Aktuell sind die Spielregeln halt zu Gunsten von Telekom und Vodafone/TeleColumbus, nach Deiner Logik muss das ewig so bleiben? Sorry, das sehe ich anders, es ist Aufgabe der Politik Aenderungen auch im aktiven Betrieb anzugehen, oder gerade da, weil wir uns einen grundlegenden Reset fast nirgendwo leisten wollen oder koennen.

    Zitat von belegdol

    DSL und HFC sind Restbetrieb, das stimmt. Das hat sich aber nicht seit dem Anfang des großzügigen FTTH Ausbaus geändert. Die Ausbauern wussten vom Anfang an, dass die sich in ein etwas risikantes Markt mit etablierten Monopolisten mit tiefen Taschen begeben.

    Jain, was die nicht wussten ist wie renitent und inkonsequent der deutsche Michel sich auf den Standpunkt "haben wir immer schon so gemacht" und DSL-Forever oder Untergang festlegen wuerde. Lass uns ehrlich sein, unsere TK-Markt Privatisierung haengt in den Seilen, macht es aus Endkundensucht wirklich Sinn die Telekom einerseits mehr und mehr aus der Regulierung zu entlassen und ihr andererseits erlauben ihre Mitbewerber zu sabotieren?

  • 1und1-Glasfaser - IPv6 Prefix-Delegation nur /64?!

    • pufferueberlauf
    • 6. September 2026 um 15:32

    Sehe ich anders, die Bits sind schlich zu wertvoll, und ich meine in der IETF IPv6 Community kommen solche Vorschlaege immer wieder mal auf...

  • Bei BREKO setzt langsam Panik ein

    • pufferueberlauf
    • 6. September 2026 um 15:16
    Zitat von belegdol

    Wenn man ich aber für die privatwirtschaftliche Variante entscheidet, dann soll man es auch tun sich als Staat raushalten.

    Nein. Es ist mMn. ein Missverstaendnis*, das Marktwirtschaft ohne Schiedsrichter funktionieren kann, und de facto sind staatliche Institutionen die einzigen verfuegbaren halbwegs geeigneten Schiedsrichter. Wirtschaft funktioniert in Anarchien eher schlecht.
    *) Das ist noch grosszuegig formuliert.

    Zitat von belegdol

    DSL und HFC sind ja nicht plötzlich aus dem nichts entstanden nur um den FTTH Ausbauern in die Suppe zu spucken.

    Mmh, Du hast die Zeitlinie verwechselt. DOCSIS und DSL sind aelter als massenmarkt-taugliches FTTH. Aber es geht auch nicht um deren Entstehung, sondern um deren Rest-Betrieb, und zumindest bei DSL ist relativ klar, dass es nur noch um einen Restbetrieb geht.

    Also warum sollten wir den DSL-Restbetrieb so organisieren, dass er der Telekom Gewinne in die Kasse spuelt und gleichzeitig in ein paar Jahren massive Versorgungsprobleme fuer Millionen an dann DSL-Ex-Nutzern erzeugt (weil der Restbetrieb den FTTH-AUsbau ausbremst)?

    Zitat von belegdol

    Was mich irritiert ist die Rosinenpickerei und das ständige Verallgemeinerung von Verlusten.

    Willkommen im Spaetphasenkapitalismus... das ist in de Tat etwas das wir aendern sollten, aber das ist kein spezielles Problem des TK-Sektors und daher sehe ich nicht warum wir das beim TK-Sektor als ersten reparieren sollen.

  • Bei BREKO setzt langsam Panik ein

    • pufferueberlauf
    • 6. September 2026 um 14:51
    Zitat von Funker

    Und Krankenhäuser senken die Profitabilität des Bestattungsgewerbes.

    Unpassender Vergleich, wir erwarten vom Bestattungsgewerbe keinen massiven Ausbau allgemeindienlicher Infrastruktur.

    Zitat von Funker

    Fallen Dir sonst kein sinnvollen Begründungen ein außer "mein Arbeitsplatz hängt davon ab"?

    Ich weiss nicht wovon Dein Arbeitsplatz abhaengt, aber meiner hat nichts mit Internet, FTTH oder Tiefbau zu tun, daher ist das kein Schuh den ich mir anziehen werde...

    Zitat von Funker

    Wo steht denn bitte geschrieben, dass FTTH-Ausbau "profitabel" sein muss? Sollten das nicht die Leute entscheiden, die damit beglückt werden sollen?

    Welcher Teil der Idee "der FTTH Ausbau soll primaer privatwirtschaftlich finanziert werden" denkst Du wird sich erfuellen, wenn das ganze nicht profitabel fuer die ausbauenden Unternehmen ist? Wie gesagt, wir koennen gerne diskutieren ob das unser Ausbaumodell sein sollte, aber solange es das ist, macht es schon Sinn das nicht staendig zu ignorieren, nur weil die Konsequenzen eventuell etwas unappetitlich aussehen.

  • Bei BREKO setzt langsam Panik ein

    • pufferueberlauf
    • 6. September 2026 um 14:47
    Zitat von belegdol

    Am Ende wäre vielleicht schlauer gewesen zu warten bis die etablierten Monopolisten aus Mangel der Ersatzteile auf Glasfaser umsteigen und den Glasfaserausbau aus den Gewinnen aus amortisierten Netzen bezahlen. So gibt jetzt zahlreiche Goldgräber die auf einmal merken dass die Lage doch nicht so rosig ist und überall rumnöllen.

    Welchen Teil von "der Bau eines halbwegs flaechendeckenden FTTH Netzes braucht 10-20 Jahre" meinst Du passt gut zu ""lass uns mit dem Ausbau warten bis die DSL-Technik technisch/wirtschaftlich echt am Ende ist"? #

    Im Ernst, die Frage ist mMn. lediglich, "wollen wir die Jahrhundert-Aufgabe FTTH-Ertuechtigung des Zugangsnetzes" privatwirtschaftlich (also aus dem Poertemonnaie der Internetzugangskunden) oder staatlich (also z.B. aus dem Steuersaeckel und damit aus dem Portemonnaie aller Steuerzahler) finanzieren. Die Politik hat sich seit Jahren auf die erste Option eingeschossen. Dann muss man sich nicht wundern, wenn die Rentabilitaet privatwirtschaftlicher Finanzierung auf einmal relevant wird.

    Wir koennen gerne diskutieren ob das der beste Weg ist, aber solange wir politisch diesen Weg gehen ist es absurd so zu tun als waere es inakzeptabel wenn die ausbauenden privatwirtschaftlichen Firmen einen ausreichenden Gewinn erwarten.

  • 1und1-Glasfaser - IPv6 Prefix-Delegation nur /64?!

    • pufferueberlauf
    • 6. September 2026 um 14:40
    Zitat von ::1

    Ich frage mich inzwischen auch, ob dahinter die Strategie stecken könnte, Privatkundenanschlüsse künftig nur noch mit einem /64 zu beglücken, getreu der Vorstellung:

    Mei, es gibt bestimmt Argumente die die IETF ueberzeugt haben, ihre Empfehlungen anzupassen, laut IETF ist /64 halt akzeptabel.

    Persoenlich denke ich es ist Zeit die 64bit des IID noch mal genau anzusehen, das sind bits mit denen man viel machen koennte und die letztlich zu wertvoll sind um sie an SLAAC zu verschwenden.

  • Bei BREKO setzt langsam Panik ein

    • pufferueberlauf
    • 6. September 2026 um 14:16
    Zitat von Funker

    Und mit welcher Begründung?

    Mit genau der selben Begruendung wie bei DSL, der Rest-Betrieb dieser Netze senkt die Profiabilitaet des FTTH AUsbaus und damit dessen Tempo... ist halt so, dass DSL noch ca. 22 Millionen Anschluesse hat und Kabel nur ca. 8-9 Millionen, und Kabel ist, Dank erfolgreicher Lobbyarbeit, sowohl hierzulande als auch in der EU noch von der offiziellen Kupfer-Glas-Migration ausgenommen.... aber fuer die FTTH Ausbauer ist das das selbe Problem, insbesondere da VF und TC gerade aggressiv die Billigschiene bedienen... die wollen halt auch einen Teil des Ex-DSL-Kuchens gewinnen. Das ganze zeigt mMn. eindruecklich auf, warum es eine FDPler Idee ist, Infrastruktur in die Haende des Marktes zu legen. Maerkte koennen erstaunlich allgemeindienlich funktionieren, aber halt nur unter bestimmten Bedingungen, Bedingungen die bei Infrastruktur quasi nie gegeben sind.

  • Bei BREKO setzt langsam Panik ein

    • pufferueberlauf
    • 6. September 2026 um 13:45
    Zitat von Funker

    Andere haben Kabelverträge für 18,99 € bei eazy.

    Ist halt, wie auch der Kabel1000 Aktionspreis, Kombinationen aus Restauswertung bereits amortisierter Netze und der Versuch den Mitbewerbern den Businesscase zu verhageln. Bei Vodafone fuehrt das zu der feinen Ironie, dass man Kabel1000 als Aktionspreis fuer 50 Euro schiessen kann, waehrend FTTH1000 beim gleichen ISP 70b Euro kosten soll (egal bei welchem Vorleister, also auch OXG). Was wir da sehen ist dass der Markt seine Kinder frisst, bzw. warum pure Gier keine evolutionsstabile Strategie ist.

    Zitat von Funker

    Will die BREKO dann auch Mobilfunk und Breitbandkabelnetz abschalten lassen, oder wie soll das funktionieren? Um nicht zugeben müssen, dass man im offenen Technologiewettbewerb nicht bestehen kann?

    Was die Kabelnetze angeht, ja da werden Abschaltforderungen kommen, gerade weil sowohl Vodafone als auch TeleColumbus da gerade aggressives Verramschen betreiben... ist aus FTTH -Ausbauer Sicht erstmal egal welches Bestandsnetz einen unterbietet, aber aktuell ist DSL/Telekom mit ihren Bestandskunden das einfachere Ziel fuer die Breko.
    Die Mobilfunker werden auch weiterhin aussen vor bleiben, auch weil die zwar fuer einzelne Anschluesse als Ersatznetz geeignet sind, aber nicht als Ersatznetz fuer die ca. 30 Millionen Kunden auf Kupferfestnetzen. (Nebenbemerkung, ist eher so, dass Mobilfunkanbieter eher eigene FTTH Netze kaufen/bauen und nicht auf FWA als ernsthafte Alternative setzen... wird schnell teuer wenn tatsaechlich quantitativ liefern muss ;) )

  • Bei BREKO setzt langsam Panik ein

    • pufferueberlauf
    • 6. September 2026 um 13:12
    Zitat von belegdol

    Sekunde, ich hole schnell die kleinste Geige der Welt raus 🤣

    Nun ja, da die BRD beim FTTH Ausbau auf privatwirtschaftliche Finanzierung setzt ist das ein Problem das uns alle betrifft, gerade auch weil die DSL-Daemmerung kommen wird, egal ob wir darauf vorbereitet sind oder nicht. Politischen Hunger, die Finanzierung des FTTH-Zugangsnetzbaus auf Steuerfinanzierung umzustellen sehe ich bei keiner Partei.

    Zitat von belegdol

    Die Netzbauer haben freiwillig den Markt betreten, jetzt zum Vater Staat rennen und rumnöllen dass der bitte die Marktbedingungen zu deren Gunsten verändert ist etwas zu durchsichtig. Gewinne einkassieren aber Verluste verallgemeinern, wie immer. Marktwirtschaft wenn es mir passt aber Planwirtschaft wenn es enger wird.

    Hoer doch mit der neo-liberalen Gruetze und dem Schreckgespenst "Planwirtschaft" auf... Das ist hier komplett Fehl am Platz. Alle Unternehmen haben Plaene fuer die Zukunft und versuchen diese Umzusetzen (alle Staaten auch), und gerade Untzernehmen haben oft aehnliche Kommndostrukturen wie die Staaten des Ostblocks die mie dem Kampfbegriff Planwirtschaft gemeint waren.
    Hier geht es schlicht darum wie wir den FTTH-Ausbau vernuenftig organisieren und eben nicht dem zeitlich begrenzten DSL-Restbetrieb erlauben den FTTH-Ausbau zu sabotieren. Wie wir das machen und wer die Hauptnutzniesser sein werden ist eine offene Frage, aber da ist es verstaendlich, dass alle Betroffenen ihre Meinung dazu offenbaren und versuchen den Konsens in ihre Richtung zu ziehen.

    Zitat von belegdol

    DSL mag auf dem Weg raus sein, funktioniert aber wie die PlayStation Blu-Rays als Preisanker.

    Ein Scherz oder? Die DSL-Preise sind in der BRD m wesentlichen regulatorisch festgelegt.... bei DSL handelt es sich nicht um einen echten, geschweige denn freien Markt...

  • Bei BREKO setzt langsam Panik ein

    • pufferueberlauf
    • 6. September 2026 um 12:19
    Zitat von kingpin42

    Sollten wir nicht langsam anfangen, Diskussionen auf realistischer Augenhöhe zu starten ?

    Ja, ich werde versuchen zukuenftig schaerfer zu trennen zwischen dem was aktuell passiert und was mit hoher Wahrscheinlichkeit zukuenftig passieren wird und dem was ich fuer eine bessere Alternative halte. MMn. ist der Zug zu Veraenderungen nicht komplett abgefahren und ich sehe da gute Ansaetzpunkte z.B. in den aktuell diskutierten Aenderungen des TKG, aber mir ist auch klar, dass mein Wunschkonzert (PtP Netzstruktur zu ausreichend grossen Betriebsstellen die mehr als einer Handvoll ISPs erlauben ausreichend viele Kunden gewinnen zu koennen um profitabel zu arbeiten) zumindest in dieser Ausbaurunde nicht realisiert werden wird (und auch fuer die Zukunft bleibt das ziemlich unrealistisch).

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