Beiträge von pufferueberlauf

    Das ist auch so ein Totschlagargument.

    Ist es das? Das Punkt ist, ein Markt funktioniert weder gut noch effizient, wenn eine Seite die "Waehrung" in der ein Markt Interesse ausdrueckt nicht wirklich wertschaetzt... ist das ein strukturelles Problem ist vielleicht ein Markt nicht die richtige Organisationsform. Je nach dem aus welchem Grund man einen Markt haben will.

    Wenn ich mit einem Service zufrieden bin, beschäftige ich mich sicherlich nicht wegen 5-10 Euro im Monat mit dem Thema.

    Das duerften viele so sehen, und genau das ist eines der Probleme im TK-Privatkundenmarkt. (Dazu kommt, ISP-Wechsel ist nicht reibungsfrei...)

    Und das weiß natürlich der Wettbewerb und muss sich entsprechend in seiner Strategie daran ausrichten.

    Das ist dann Marketing, oder?

    Die Marktregel dahinter ist doch einfach: Es existiert ein freier Markt.

    Unklar in wie wit das die Realitaet im Privatkunden-TK-Segment gut beschreibt...

    A) auf Anbieterseite gibt es nur ein paar, das ist fast ueberall bestenfalls ein Oligopol

    B) Die Abnehmerseite ist nicht sonderlich preissensibel (sonst haette die Telekom, obwohl aus nachvollziehbaren regulatorischen Gruenden ein recht teurer DSL-ISP, nicht 60% der DSL-Anschluesse als direkte Kunden). IMHO liegt das daran, dass Endkunden Internetzugang als Infrastruktur ansehen und wenig Interesse haben da Veraenderungen vorzunehmen wenn der Status quo ausreichend gut ist (d.h. der ISP veraergert die Bestandskunden nicht aktiv).

    C) Vollstaendige Informationen ueber die verschiedenen Angebote duerften den wenigsten Endkunden bekannt sein.


    Unter diesen Bedingungen funktionieren Maerkte halt nicht, bzw. nicht sonderlich gut oder effizient. Das ist auch alles nicht im Widerspruch zur Markttheorie, finde es erstaunlich wie oft mit "freiem Markt" argumentiert wird, ohne tatsaechlich die "Qualitaet" des existierenden Marktes aufmerksam zu beobachten.

    Kannst Du mit dig pruefen:

    Code
    dig @1.1.1.1  www.sci-hub.st 

    Einfach 1.1.1.1 durch die DNS Adresse von E.ON ersetzen (die habe ich auf die schnelle nicht herausfinden koennen). Wenn Du die IP Adresse postest, kann ich das fuer Dich testen. Bei O2 sieht das so aus:

    und per rekursivem Resolver:

    Die Finanzinvestoren sind längst weitergezogen (zu KI) und auch sonst wird diese Nachverdichtung niemand bezahlen (können). Es gibt irgendwann einen Flickenteppich wie beim heutigen Kabelnetz und dabei wird es dann auch erstmal bleiben.

    Vermute mal, da wird der Steuerzahler dann einspringen muessen und das auch tun. Was daran IMHO sub-optimal ist, dass wir deutlich robusteren Wettbewerb haetten ermoeglichen koennen, wenn wir das Zugangsnetz direkt in staatlicher Hand gebaut haetten.

    Haette, haette, Fahrradkette...

    Ich betreibe meinen Turris Omnia als recursive resolver statt als typischer Forwarder (urspruenglich weil mein ISP Probleme im DNSSEC hatte). Das funktioniert ziemlich gut, so gut, dass ich erst gar nicht mitbekommen habe, dass O2 auch bei der CUII Sache mitmacht ;)

    Alleine fuer meine SIP/VoIP Basisstation musste ich den O2-DNS Server manuell konfigurieren weil O2 es wohl fuer sicherer haelt diese Namen nur mit den eigenen DNS Servern aufzuloesen und nur fuer IP-Adressen im O2-Netz.

    Schau, das Problem mit zu geringen Sendepegeln ist, dass Dein Link dann empfindlicher auf Stoerungen reagiert, solange kein Stoerer aktiv ist, faellt das nicht weiter auf... aber hey, Dein Netz, Deine Regeln, und Screenshots kann man immer noch machen wenn das Problem wieder auftritt (wobei ein Vergleich von Kanalinformationen waehrend einer Stoerung und ohne Stoerung recht interessant ist).

    Die DOCSIS 3.0 Kanäle haben im Segment für alle Modems zur gleichen Zeit die selbe Modulation.

    Deshalb hilft ein Blick auf die D3.0 Sendekanaele oft um festzustellen, ob ein Rueckwegstoerung vorliegt, ab 16QAM deuten sich Probleme an. Bei D3.1 kann wechselnde Modulation in Senderichtung auch durch lokale Probleme kommen, aber wenn die D3.0 Kanaele auch fluktuieren, dann ist eine Rueckwegstoerung zumindest wahrscheinlich.

    ich habe nie etwas höheres gesehen.
    Bei der Größe der Segmente und den vielen Störeinflüssen im Frequenzspektrum des Upstreams, sind die 512 QAM schon schwer erreichbar.

    Interessanter Datenpunkt, wie passt das zu @millens 1024QAM? Experimente in Segmenten mit speziellen CMTSen?

    Zeig mal bitte.

    War gerade auf der Suche nach Fritzbox Kanalinformationen im Forum, und muss wohl eingestehen, dass ich hier verwirrt war (ich habe wohl in meiner Erinnerung Empfangs- und Sendekanaele vertauscht, wie schon von millen und DLMttH vermutet), 4096QAM habe ich in Senderichtung nicht gesehen, da war meine Aussage weiter oben schlicht falsch, ich bitte um Entschuldigung*.

    In meinem Text hatte ich das entsprechend vorsichtiger formuliert:

    Zitat

    In Senderichtung ist das Soll für D3.0 64QAM, für D3.1 ist das nicht ganz so klar, da ist das Ziel generell auch 4096QAM aber wohl nicht in allen Segmenten.

    Und Du weisst, dass das Ziel tatsaechlich nur 512QAM ist? (Weil Docsis3.1 erlaubt ja 4096QAM in beiden Richtungen wenn ich mich richtig erinnere)


    *) Notiz an mich selber, vielleicht immer erst noch mal recherchieren...

    Da ist einiges falsches dran.

    Bei DOCSIS 3.1 (OFDM) in Empfangsrichtung gibt es bei Vodafone i.d.r. 3 Modulationsstufen, die parallel genutzt werden.

    4096, 1024 und 256 QAM.

    Das Ziel ist IMHO schon 4096, aber nicht alle Segmente lassen das zu, 1024 und 256 sind mMn Rueckfallloesungen und nicht die eigentlichen Zielmarken, aber hey das ist meine Meinung ich habe keinerlei Einsicht in Vodafones interne Vorgaben.

    Bei DOCSIS 3.1 ,(OFDM) im Upload ist die Modulation für jedes Modem individuell.

    Sicher? Ich habe versucht das zu recherchieren, habe aber keine belastbare Information dazu gefunden.

    Aber 4096 QAM ist da sicher nicht das Ziel, das ist viel zu hoch.

    512 QAM ist da in der Praxis bei Vodafone wohl das Maximum.

    Das ist inkorrekt, habe im O2 Forum nun schon eine Menge an DOCSIS Kanalinformationen von Fritzboxen gesehen, und 4096 ist da recht haeufig. Wie kommst Du zu der Einschaetzung 512QAM sei das Maximum?

    Hier meine Notizen zur Bewertung von DOCSIS/Kabel-Anschluessen:

    ### DOCSIS generelle Bewertungskriterien
    Hier ein paar Anmerkungen zu den Kanalwerten:
    Modulation:
    Dass Soll in Empfangsrichtung ist 4096QAM, für Docsis 3.1 (D3.1) und 256QAM für Docsis 3.0 (D3.0)).
    In Senderichtung ist das Soll für D3.0 64QAM, für D3.1 ist das nicht ganz so klar, da ist das Ziel generell auch 4096QAM aber wohl nicht in allen Segmenten.

    Die Modulation betrifft immer das ganze Segment, und niedrige Modulationen sind oft ein Zeichen für Interferenzen/Rauschen im System (oft nur in Senderichtung, das heisst dann Rückwegstörung). Solche Störungen muss der Technikbetreiber lokalisieren und beheben. Da das personalaufwendig und damit teuer ist kann das mit unter lange dauern bis der Technikbetreiber das zu machen bereit ist. (Hier ein bisschen weichgespuelte Information von Vodafone zu Rueckwegstoerungen https://newsroom.vodafone.de/internetstoeru…ueckwegstoerung)

    Fehlerzähler:
    korrigierbare und besonders unkorrigierbare Fehler, idealerweise sollten beide bei Null sein, aber niedrige Werte, bzw. langsamer Anstieg dieser Werte ist IMHO kein grosses Problem, den Anstieg kann man bewerten in dem man mehrere Messungen der Kanalinformationen zu unterschiedlichen Zeiten macht und die Werte pro Kanal vergleicht…
    Die Fehler betreffen in erster Linie nur den lokalen Abschluss und können verschiedene mögliche Ursachen haben, darunter:

    defekter Hausverstärker → muss ein Techniker vom Technikbetreiber ran
    schlecht eingestellter/eingepegelter Hausverstärker → muss ein Techniker vom Technikbetreiber ran
    defektes Modem/defektes Modemnetzteil → bei Leih-Modem Störung melden und auf Austausch des Modems drängen, bei eigenem Modem vielleicht beim Hersteller reklamieren oder anderweitig Ersatz beschaffen
    schlechte Kontakte/defektes Kabel → kontrolliere doch mal ob das Koaxialkabel zwischen Modemrouter und Multimedia-Dose unbeschädigt ist und ob es auf beiden Seiten fest verbunden ist.
    defekte oder falsch angeschlossene Multimediadose → sollte sich ein Techniker ansehen

    Pegelwerte (Power level, MER):
    Hier gibt es vom Technikbetreiber bestimmte Vorgaben die erfüllt werden sollen.
    Für Vodafone Anschlüsse gibt es im inoffiziellen Kundenforum (https://www.vodafonekabelforum.de/viewtopic.php?…0617_Pegelwerte) dazu Informationen.
    Hier ein Link zu einem PDF das hilft Power und MER bewerten zu können: https://www.vodafonekabelforum.de/download/file.php?id=646

    Wenn die Werte nicht im "grünen Bereich liegen gilt:
    schlecht eingestellter/eingepegelter Hausverstärker → muss ein Techniker vom Technikbetreiber ran

    Das "Problem" wollen sie ja lösen in dem sie Kupfer abschalten.

    Jain, die Kupferabschaltung wird kommen, die Frage ist eher:

    1) warten wir auch die Abschaltung wegen Unwirtschaftlichkeit (also bis zur DSL-Daemmerung), oder

    2) Managen wir die DSL-Abschaltung so, dass der DSL-Restbetrieb nicht den bereits stotternden FTTH_Ausbau ganz abwuergt?

    DSL hat vielleicht noch 9-14 Jahre wirtschaftlich vertretbaren Rest-Betrieb vor sich, aber der FTTH-Ausbau, bei aktuellem Tempo, braucht auch noch aehnlich lange. Aus Endkundensicht ist das natuerlich nur so "semi", weil wir ja die jeniogen sind die am Ende die Zeche zahlen sollen... aber auch aus unserer Sicht ist 1) wenig attraktiv, weil es dann in 9-14 Jahren zu Millionen an Anschluessen kommt ohne brauchbares Festnetz und die Betroffenen werden dann halt im Zweifel > 10 Jahre warten muessen...

    also ich bezweifel das sich das mit dem Glasfaser von alleine regulieren wird,

    Das Ziel ist komplett aus der ex-ante Regulierung auszusteigen und nur noch ex-post taetig zu werden, wenn "notwendig" (dabei haben BNetzA und Politik sicher andere Vorstellungen als Endkunden). Die BNetzA will momentan symmetrische Regulierung einfuehren, dass also da wo nur ein FTTH Netz besteht, dessen Betreiber zu regulierten Vorleistungen verpflichtet wird. Das klingt erst mal nicht schlecht, aber das Problem ist, ueberall da woe mehr als ein FTTH Netz existiert gelten diese regulierten Vorleistungspreise dann nicht mehr, d.h. prinzipiell kann ein und der selbe Reseller beim selben Vorleister je nach Adresse unterschiedliche Preise bekommen... das mag fuer Markt-Dogmatiker befriedigend sein, fuer die Etablierung eines bundesweiten Markts bei dem auch Reseller Skaleneffekte nutzen koennen erscheint das eher sub-optimal...

    Tl;dr: unklar ob grossartige Selbstregulierung erwartet wird...

    da braucht man ganz klar strikte Vorgaben. Die anderen Länder kriegen das doch auch besser hin..

    Ja, andere Laender machen is beim FTTH Ausbau besser als wir, z.B. die Schweiz, Schweden, oder auch Frankreich aber das sind Vorgaben die aus der Politik kommen muessen und da erwarte ich bei uns wenig Wandel.

    also ich habe 3 Anschlussarten an meiner Adresse, wo aber nur für DSL via Telefondose regulierte Standardkonditionen für gibt. im Endergebnis ist dieser Anschluss auch am günstigsten.

    Nun das mit dem Preis kommt nur zum Teil aus der Regulierung und zum anderen Teil dass das Netz bereits abbezahlt ist... und die regulierten Standardkonditionen gibt es nur solange die Telekom noch als marktmaechtig klassifiziert wird (oder zukuenftig der alleinige FTTH Anbieter in einem Gebiet ist). Aber dieses DSL Netz wird abgeschaltet werden und daher ist es keine langfristig sinnvolle Strategie sich auf DSL zu versteifen.

    die Glasfasertarife sind so teuer in Deutschland das DSL da wiederum günstig ist(der max. Tarif zumindest)

    Na ja, ist halt leichter mit einem bereits amortisierten Netz und aktiver Bestandstechnik rentabel guenstige Tarife zu produzieren als wenn man im Mittel zwischen 2000 und 4000 Euro pro home connected investieren muss.

    bei DSL gibt es auch en relativ fairen Markt im gegensatz zu Fiber

    Dass die Telekom verpflichtet wurde quasi alle Reseller zu regulierten Standardkonditionen auf ihr DSL Netz zu lassen ist allerdings eine regulatorische Ausnahme, das Ziel unserer Regulierung ist es solche Massnahmen nur einzusetzen wenn es unumgaenglich ist, und die BNetzA macht ja schon Vorschlaege die Telekom in Koeln, Muenchen, Ingolstadt und Braunschweig? nicht mehr als marktmaechtig zu klassifizieren, damit muss die dann dort auch wohl keine DSL Reseller zu Standardbedingungen akzeptieren... (ich vermute allerdings die Telekom wird in dieser Hinsicht eher vorsichtig agieren und die Reseller nicht sofort rauskegeln oder die Preise sofort anheben.

    Da besteht klar ein Unterschied zwischen den politischen Zielen und dem was Endkunden als politische Ziele implizit vermuten.

    Das TKMV ist hier IMHO sekundaer, TKG Teil 9 Recht auf Versorgung mit Telekommunikationsdiensten (Paragraph 156 bis 162) ist der relevante Gesetzestext, die TKMV, Verordnung über die Mindestanforderungen für das Recht auf Versorgung mit Telekommunikationsdiensten, kann nur im Rahmen des Rahmens agieren den das TKG vorgibt. Und im TKG ist die Mindestversorgg relativ deutlich etwas andferes als Dir vorzuschweben scheint, d.h. wollte man das Aendern muesste man zu erst Hand ans TKG legen.

    Es muß gelten: Wenn angeboten wird, ob verpflichtet oder freiwillig, sind die Forderungen der TKMV zwingend zu erfüllen. Weniger ist unzulässig!

    Warum? Es gibt Anwendungen fuer die waere ISDN ausreichend oder auch DSL-light (< 1 Mbps)... Ich finde das prinzipiell OK das ganze davon abhaemgig zu machen, dass Betroffene erst mal aktiv werden muessen, aber ich habe nicht den Eindruck, dass die BNetzA wenn der Ball denn in deren Feld landet sich mit Ruhm bekleckert was Reaktionsgeschwindkeit angeht... d.h. in der Umsetzung sehe ich Luft nach oben (aber ich kenne natuerlich die Faktenlage bei der BNetzA nicht, daher kann ich nicht ausschliessen, dass die nicht vielleicht so zeitnah agiert wie moeglich).