Beiträge von pufferueberlauf

    Zumal die privaten alle Rosinenpickerei betreiben und teilweise in einigen Orten (Die hier nicht gelistet sind) nur ein paar Straßen mitnehmen.

    Na ja, wir sagen Rosinenpickerei, meinen aber letztlich, dass der TK-Markt schlecht reguliert wird... Wir wissen, dass sich grosse Unternehmen wie kleine Kinder verhalten, und dass man daher die Rahmenbedingungen sinnvoll festlegen und ueberwachen muss... Rosinenpickerei gibt es nur, wenn man solches Verhalten zulaesst und wir haben das letztlich gar zum regulatorischen Ziel gemacht.

    Technisch gibt es bei Glasfaser auch kein Grund für z.b. 150/75 Rateshaping.

    Wie soll ein deutscher ISP denn einen "gleichen Anteil an der Segmentbandbreite" Tarif bewerben? Und mehr Kapazitaet bewirkt hoehere Kosten beim ISP, daher sind die bestrebt breitere Tarife auch teurer anuzbieten... und viele Kunden finden hoehere Bandbreite attraktiver und sind bereit dafuer (milde) mehr auszugeben....

    Aber ja das ist alles öknomischer Natur, und keine harten technischen Notwendigkeiten... jetzt optimieren privatwirtschaftliche Unternehmen halt nach ökonomischen Kriterien, daher ist die technische Seite wenig relevant.


    Persoenlich ist mir das ziemlich Humpe, bereits 150/75 ist mehr als ich benoetige (habe aktuell 100/40 und keine Kapazitaetsnot), da ist es mir dann egal ob der 1000er nun 5, 10 oder 20 Euro teurer ist, wuerde den nicht buchen... was mir aber unrecht waere ist, wue z.B. bei salt.ch ca. 50 Euro fuer nominell 8/8 Gbps zahlen zu muessen, statt 35 oder 40 fuer irgendetwas im Bereich >= 100/40.

    Mmmh, danke fuer den Link, werde den mal anhoeren. Aber vorweg, ich bin immer wieder erstaunt wie optimistisch die Plaene von vielen Foristen (z.B. bei Heise) interpretiert werden. IMHO ist Glasfaser im Zugangsmarkt erst in den fruehen 2000ern wirklich in der Massenmarkttauglichkeit angekommen, und erst seit dem hat sich die Technik herauskristallisiert die ausreichend Skaleneffekte hat... Unklar was davon Anfang der 80er schon erahnbar war... mein Verdacht ist, dass es uns haetten wir denn tatsaechlich damit angefangen so gegangen waere wie mit OPAL/HYTAS (prinzipiell gute Idee, die sich nicht bewaehrt hat, IMHO auch wegen Sparausbau als FTTB).

    Was damals mMn. wohl sinnvoll gewesen waere, waere ueberall Kabelschaechte/Rohre zu verbauen und Erdkabel dadurch zu ersetzen... (Ein Grund warum der FTTH Ausbau pro Haushalt in Frankreich um ca. Faktor 10 guenstiger ist, ist wohl, dass da viel mehr Kabelschaechte/Rohre existieren, so dass fuer FTTH deutlich weniger Tiefbau notwendig ist als bei uns). Wenn das teil der Schmidtschen Plaene war, dann gut, ich habe aber das Gefuehl, dass bei vielen da Wunschdenken mit im Spiel ist, was haette sein koennen.

    Ja, echt blöd mit der Zwangstrennung, auf der UDM gibt es cron-job workaround mit dem Script kann man Nachts einfach die PPPoE Stack beenden und damit der 24h Trennung zuvor kommen. Denke bei der fritzbox gibt es sowas nicht.

    Na ja, zumindest bei O2 ist die Zwangstrennungg immer ziemlich genau 24 Stunden nach dem letzten Verbindungsaufbau, d.h. da reicht es z.B. einmal Nachts um 1 einen PPPoE-Neuaufbau zu starten und ab da passiert das immer um 1... Aber Fritzboxen erlauben auch das zu konfigurieren...

    Ja, aber privat Kaufen ist halt ohne Gewährleistung. Bei dem Kauf über Amazon habe ich Gewährleistung und im Worst-Case kann ich das Teil noch in der ersten 2 Wochen einfach zurück schicken.

    Guter Punkt. Wenn das wichtig ist, sind Kleinanzeigen-Kaeufe eher unattraktiv.

    Jetzt mit Glasfaser hab ich halt Hauptsächlich wegen dem kostenfreien Ausbau/Anschluss mal mitgenommen und dem Mehr an Upload+bessere Latenz / Ping. Aber da sollte schon nix schlecht als bei Cable sein ( und das wäre z.B. die Single-Connection Speed über die UDM).

    Fair, wie gesagt, Dein Netz, Deine Regeln...

    Ich werde sehen, wie sich die 5530 verhält. Das einzige was da drauf laufen soll ist die Glasfaserverbindung inkl. PPPoE und Telefon, alles andere wird nicht genutzt und wenn‘s geht auch abgeschaltet (Wlan, etc.). Schaun wir mal, ob es dafür noch reicht bei 1000/500 ;)

    Vermute mal das sollte ganz passabel funktionieren, je nach dem was die FB beim Addresswechsel macht (die DGN hat laut DLMttH #s grossartiger Tabelle ja noch regelmaessige Zwangstrennung der PPPoE Verbindung).

    Eine 5590 z.B. ist da einfach doppelt so teuer

    Mmmh, weiss nicht, auf Kleinanzeigen sehe ich die schon fuer 120 Euro... aber ja, wenn nicht notwendig ist das rausgeschmissen Geld..

    Connections schnell am Limit ( nur ca. 550Mbit/s möglich).

    Persoenlich wuerde ich dann halt nur den 600er Tarif buchen ;), aber das ist natuerlich Geschmacksache und es gilt: Dein Netz: deine Regeln.

    Auch der "Steuerzahler" ist nur die wegschrumpfende Wirtschaft oder irgendein Finanzinvestor, der bei wachsender Wirtschaft lieber Staatsanleihen kauft.

    Nee, nur wenn man Staatsfinanzen mit generellen Finanzen der Subjekte von Staaten verwechselt... da gelten andere Regeln, weil der Wert unseres Geldes von Staaten geschaffen wird. Und es dem Staat freisteht Steuern zu erheben und zu aendern...

    Der findet aber längst deutlich höhere Renditen anderswo, weshalb ja auch aus der Deutschen Glasfaser genau wie bei der Deutschen Wohnen ausgestiegen wurde.

    Mag sein, aber der Steuerzahler ist halt der bei dem am Ende die Rechnung haengen bleibt, wenn die Privatwirtschaft wie in Kriesen ueblich versagt (man denke an die Bankenkrise).

    Wenn sich verspekuliert wurde und die Kasse leer ist, bleiben am Ende nur Wunschvorstellungen übrig. "Own your mistakes" sagt man in London dann dazu.

    Das mag fuer Unternehmen so gelten, nicht fuer Staaten. Ist mMn. leicht zu verwechseln, aber es gibt da bedeutende Unterschiede.

    FB5530, der 800 MHz MIPS 4-Kern SoC der FB5530 ist kaum fuer Kapazitaeten im 1 Gbps Bereich geeignet, d.h. alles was nicht an Offload-Engines ausgelagert werden kann wird da sehr langsam sein. Leider kann man die FBs unter FritzOS meines Wissens nach nicht einfach als brided-ONT konfigurieren, daher wuerde ich persoenlich auch eher Abstand von einer 5530 nehmen, zumindest fuer 94 Euro...

    ABER, ich weiss halt auch schon, dass meine Nutzung mit kompetentem Traffic-Shaping und Scheduling mehr CPU Zyklen brauchen wuerde als die 5530 liefern kann (wuerde da eher ein gebrauchtes Glasfasermodem2 schiessen (sehe ich aktuell ab 25 Euro)... und meinen existierenden Router dahinter haengen)...

    Das beste waren immer die Kabel oder Verteilerschäden. Telekom Kunden hatten eine schnelle Entstörung. VF hatte es in dem Fall nicht. Teilweise hatte man nur spezielle Termine für Techniker. Ich bin froh nicht mehr im Callcenter zu arbeiten. Druck und Stress p

    BlackMage2 Du suchst doch nach Informationen dazu, ob Reseller oder Telekomkunden generell besser behandelt werden...

    Wenn, wie im DSL-Markt, alle auf die Vorleistung des marktbeherrschenden Unternehmens zurückgreifen müssen, ist das kein Marktversagen, sondern schlichtweg kein wirklicher Wettbewerb auf Augenhöhe, da ungleiche Voraussetzungen vorhanden sind.

    Man sollte sich vor Augen fuehren, dass eine der Ideen hinter der gewaehlten Provatisierungsvariante die Leitertheorie der Investitionen war/ist, nach der die Mitbewerber zunehmend eigene Zugangsnetze bauen wuerden um nicht meht auf den Ex-Monopolisten als Vorleister angewiesen zu sein... Das hat sich nicht bewahrheitet, bzw. das war immer mehr neo-liberales Wunschdenken... Das war mMn allerdings eine notwendige "Fiktion" um der Telekom die Kontrolle ueber das Kupferdoppeladernetz zu ueberlassen (und dazu die Telekom zum Verkauf des Kabelnetzes zu zwingen). Die Alternative waere eine strikte Trennung von Netzbau und -Unterhalt und Dienstleistungsbetrieb auf eben diesem Netz gewesen... Das haette den Mitbewerbern dann weniger ungleiche Voraussetzungen bereit gestellt.

    Haette, haette, Fahrradkette...

    Und das ist auch zum großen Teil im GF-Bereich so. Denn hier ist die Ungleichheit dadurch gegeben, das zwar der örtliche Ausbau vom "Monopolisten" ebenso anzugehen ist, wie vom Wettbewerber (MAN). Der "Monopolist" aber seinen Weitverkehr (WAN) schon über den, größtenteils schon vor Jahren auf GF ausgebauten, vorhandenen Backbone abwickeln kann, der dem Wettbwerb fehlt und den dieser teuer anmieten muß.

    Wobei die BNetzA ja vorschlaegt dieses Problem regulatorisch anzugehen, unter dem Begriff symmetrische Regulierung will sie FTTH Netze zumindest da wo diese alleine existieren durch Regulierung fuer Reseller oeffenen (also ueberall da wo es diese kleinen lokalen Quasi-Monopole gibt). IMHO ist das kein schlechter Anfang, leidet aber an zwei Punkten:

    1) Wegen der Einschraenkung auf Gegenden ohne alternative Fest-Netze kann es sein, dass der selbe Reseller dem selben Vorleister unterschiedliche Vorleistungspreise zahlen muss je nach dem wo sich ein Anschluss befindet.

    2) Weil Erbauer i.d.R. PON-Netze bauen laeuft es dabei immer noch auf Wiederverkauf von Vorleistungen hinaus deren technische Spezifikation der Vorleister voll kontrollieren kann, was die Moeglichkeit technischer Differenzierung und damit Wettbewerb deutlich einschraenkt.

    Dann haben wir offensichtlich eine sehr unterschiedliche Auffassung.

    Ich werde das wohl nicht aendern koennen, finde es aber bedenklich, wenn Menschen die ich respektiere und fuer recht intelligent halte in so einer objektiven Frage zu anderen Auffassungen kommen. Marktversagen ist fuer mich keine Sache der Interpretation, auch wenn Maerkte starke psychologische Komponenten haben (am Ende des Tages sind halt Menschen an den Entscheidungen beteiligt).

    Aber hier ist das erklaerte Ziel der Privatisierung die Dominanz eines Monopolisten durch einen fairen Markt zu ersetzen, und der immer noch hohe Marktanteil def Telekom zeigt fuer mich klar, dass dieses Ziel schlicht nicht erreicht wurde, und das halte ich fuer Marktversagen.

    Ja, der Grenznutzen nimmt ab, das gilt fuer Datenvolumina wie fuer Zugangskapazitaet gleichermassen. Allerdings kennen mMn. nur wenige Nutzer ihren echten Bedarf und waehlen ihren Tarif wohl oft heuristisch, a la "ein Tarif aus der Mitte wird schon passen", was fuer mich erklaert warum Einheitstarife dann doch eher selten bleiben.

    Das mit dem was Du "Bandbreiten Upselling" nennst ist aber in Frankreich auch so, Tarife mit hoeheren Kapazitaeten sind auch da i.d.R. teurer als solche mit niedrigeren Kapazitaeten (und meist gibt es fuer den hoeheren Preis auch zusaetzliche Gimmicks). Fast so als haetten europa-weit Endkunden akzeptiert, dass Zugangskapazitaet ein akzeptabler "Preis-Anker" sei... und auch die Preisniveaus sind oft aehnlich wie bei uns, nur weil die halt im FTTH-Ausbau schon weiter sind gibt es halt mehr im wesentlichen nutzlose Mbps in jeder Tarifstufe als bei uns. (Im wesentlichen nutzlos, weil die ueblichen Interaktiven Anwendungen, quasi alle ab 50-100 Mbps Zuganagskapazitaet keine Qualitaetsverbesserung mehr erbringen, und 100 Mbps gilt nur fuer ausgewaehlte Spezialfaelle wie Echtzeit-Gamestreaming mit hoher Framarate und Aufloesung und Sony's PureStream)...

    Dann ist die Ansprache schlicht falsch. Und der Kunde offensichtlich bereits zufrieden und der Wettbewerb ist unfähig, sein Produkt interessant zu machen.

    Das ist mMn. dann Marktversagen, und eben kein funktionierender Markt.

    Dort, wo zum Beispiel DSL nur mit 5-10 Mbps verfügbar ist, ist es einfach, Glasfaser attraktiv anzubieten. Wenn ich aber lese, dass Glasfaser "Lichtgeschwindigkeit" bietet, ist das schon ein bisschen dünn.

    Vor allem ist es irrelevant, Information fliesst ueblicherweise mit etwa 2/3 der Lichtgeschwindigkeit im Vaskuum, sei es ueber Photonen in Glasfaser oder ueber Elektronen in metallischen Leitern... Es gibt relevante Unterschiede, aber die Informationspropagationsgeschwindigkeit gehoert i.d.R. nicht dazu...

    Wenn in ein paar Jahren DSL und HFC sich ihrem Lebensende nähern, oder eine Bandbreite von 100-250 Mbps als zu langsam empfunden wird, wird eine Vermarktung sicherlich einfacher.

    Dafuer muessen die FTTH Ausbauer halt erst mal dies paar Jahre durchhalten, und auch weiter ausbauen, sonst wird es eng fuer die immer ca. 20 Millionen aktiven DSL-Anschluesse.

    Das Gejaule der Wettbewerber auf dem Markt kann ich nicht mehr hören. Analysiert den Bedarf und richtet euch danach aus. Und nicht umgekehrt.

    Jain, das Problem ist dass der Bedarf in 9-14 Jahren recht schnell ansteigen wird, der Ausbau der dann notwendigen Anschluesse halt auch gut 10 Jahre+ dauern wird... Wollen wir wirklich, weil Gegenwarts-Wir sich mit DSL vollumgfaenglich versorgt fuehlt ein massives Probvlem fuer Zukunfts-Wir schaffen? Und werden wir wenn das so kommt dann auch fairerweise einraeumen, dass wir es selber verbockt haben, oder werden wir uns einen Suendenbock organisieren, der es haette besser wisen muessen?

    Der Punkt ist, unser Spaetphasenkapitalismus kann einige Dinge recht gut, aber mittel- und langfristig sinnvolle Entscheidungen treffen gehoert leider nicht dazu.