Beiträge von pufferueberlauf

    Fuer DSL ist das Ende (die DSL-Daemmerung) bereits am Horizont erkennbar (in geschaetzt 9-14 Jahren), fuer Docsis/Kabel noch nicht.

    Wenn Du mit MMF multi mode fiber meinst, denke ich dass da gerade ein Wechsel stattfindet, mit single mode Faser auch im LAN. Der Hauptvorteil vom MMF ist wohl, dass die ein bisschen weniger verschutzungsempfindlich sind als SmF.

    Dazu das Transkript aus dem Frage und Antwort Video:

    Zitat

    5:80 Das war die Frage von ein Loinger ähm auf die Frage, wie groß ist denn der gesamte Piering und Transitumsatz in 2025 gewesen? Wir haben ihn approximiert, Herr Lohninger.

    Ähm in Deutschland, allen europäischen Gesellschaften lag der bei ungefähr 100 Millionen Euro, aber wir sind nicht in der Lage, das a[uf] Ländergesellschaften herunterzubrechen.

    Mmmh, also der gesamte Umsatz der Sparte lag bei 100 Millionen, nicht nichts, aber auch kein Riesending, insbesondere wo dieser Gesamtumsatz ja nicht nur die Opfer des vorsaetzlichen Unterpeerings enthaelt sondern auch den "organisch gewachsenen Teil dieses Geschaefts, manche Kunden kaufen das je freiwillig bei der Telekom" und auch keine Information zu den Kosten enthaelt. Aber zumindest gibt das mal eine Groessenordung die nachvollziehbar macht warum die Telekom dieses Vorgehen wohl nicht freiwillig aufgeben wird...

    Na ja, Stand heute sind die Koaxialnetze noch aktiv und altes Geraet kann einfach daran weiterbetrieben werden... es gibt auch noch keine Ankuendigungen zur einer DVB-C Abschaltung (und Vodafone macht bisher wohl keine Anstalten DVB-C als Overlay bei seinen OXG Anschluessen einzuspeisen).

    Aber bei M-Net sieht daz halt so aus, dass der ONT einen zusaetzlichen Koax-Ausgang hat, der einfach mit dem koaxialkabel in der Wohnung verbunden wird undcda DVB-C so einspeist, dass alle DVB- Empfaenger einfach funktionieren.

    Ich sehe das als Brueckentechnologie und erwarte, dass DVB-C langsam ausser Dienst genommen wird, kann aber nicht sagen was der Nachfolger werden wird...

    Warum? Diese Art von Kopplung ist mMn. wettbewerbshemmend... VoIP Anbieter sind von vergleichbarer Guete wie der Betreiber-ISP und daher kompetitiv, aber DVB-C einspeisen kann realistisch nur der Technikbetreiber... und unregulierte Monopole sind selten wirklich im Interesse der Endkunden, oder? Daher was wuerde eine fixe Vorgabe fuer ein VLAN bringen, wo DVB-C ueber Fiber gar nicht als Ethernetframes ausgespielt wird, sondern als ansloges Overlay, dass getrennt decodiert werden muss.

    Weil das für den Endnutzer irrelevante Kriterien

    Nach der alten "was ich nicht weiss, macht mich nicht heiss" Regel fuer Relevanz? Natuerlich ist beim Produkt Internetzugang relevant wie gut ich das Internet erreichen kann. Das Problem ist nicht die Relevanz, sondern, dass wir gar keine objektiven Tests haben die das messen...

    Was wir haben, ist ein paar kommerzielle Publikationen die Netztests durchfuehren und diese nach ihren eigenen kommerziellen Interessen ausrichten (und das ist okay). Siehst Du schon daran, dass die Tests nicht von neutralen Wissenschaftlern entwickelt und begleitet werden, sondern Auftragsarbeiten von ebenfalls kommerziellen Konsultingfirmen sind...

    Das heisst nicht, dass diese Tests ganz nutzlos sind, aber wohl das man schwer aufpassen muss die nicht ueber zu interpretieren...

    Habe zum Thema zwei mMn. relevante Threads hier im Forum:

    pufferueberlauf
    5. Januar 2025 um 12:41

    und

    pufferueberlauf
    17. April 2025 um 11:44


    Und genau das (also ueberinterpretieren) macht Tim Hoettges wenn er als Antwort auf die Frage nach dem vorsaetzlichen Unterpeering gewonnene Netztests anfuehrt, quasi als Gegenbeweis (ausser halt, dass das eine reine Nebelkerze ist, weil kein Test das wirklich misst).

    Ja sei froh bei den teuersten in Frankreich sieht es noch übler aus, bei dem was da noch alles inklusiver ist würdest dich in Deutschland dumm und dusselig zahlen.

    Ja und? Werde deshalb weder nach Frankreich oder in die Schweiz ziehen... daher ist das a) nur milde interessant, b) habe ich die Extras bei Orange und free gesehen und nichts davon reizt mich... ich wuerde das weder da noch hier buchen.

    Ich spare 10Sfr wenn ich ein Mobilfunkvertrag nutze, zu einem vorher schon nicht überhöhten Preis das kein Upselling.

    Nein, Du zahlst mindestens 55 CHF statt 49, also 5 CHF pro Monat mehr an salt... genau das ist Upselling, meist erfolgreicher wenn der Kunde dabei das Gefuehl hat etwas zu "gewinnen". Dazu Wikipedia:

    "Upselling (deutsch „höherwertig verkaufen“) ist im Marketing der Anglizismus für eine Marketingstrategie, Kunden anstatt eines gewünschten Standardprodukts oder einer Standard-Dienstleistung höherwertige Premiummarken derselben Produktgruppe zu verkaufen."

    Da kommt gar kein Zwangsmobilfunkvertrag hinzu, der ist freiwillig.

    Mir nicht gelungen den Bestellvorgang weiterzufuehren ohne da etwas aus zu suchen... gerade mal mit einer fingierten Adresse (33 rue de Rivoli, 75004 Paris das ist deren Standard Platzhalter Adresse, aber die scheint zu existieren und versorgt zu werden) weiter durch gespielt, ganz am Ende kann man den Mobilfunk tatsaechlich abwaehlen. Danke fuer den Hinweis...

    Bei Weitem keine ähnlichen Preisgefüge, nicht mal mit viel Phantasie :)

    Das ist halt der (wie es aussieht) billigste Anbieter, nicht das uebliche... aber ich geb' es auf, wir kommen da auf keinen gruenen Zweig...

    Warum auch nicht, wer verbietet mir den günstigstens zu buchen .. Du ?

    Mei, ist halt eine Sache zu sagen, schau das hier ist der billigste Tarif X in Land Y und eine andere so zu tun als waere das der uebliche Preis in Y...

    Kannst'e natuerlich machen, aber warum?

    Letztlich ist das wieder ein Fall von "getrennte Maerkte entwickeln getrennte Preise", gerade wo es hier um Datentransportdienstleistungen geht die jeweils lokal erbracht werden muessen.

    Galaxus.ch macht das aber salt ist mit seinem Handy Tarifen auch top da lohnt sich ein Kombi Angebot evtl sogar.

    Das war nicht mein Punkt, sondern das das halt ein Upsell-Aufhaenger ist und Upsell ist doch fuer Dich sonst eher negativ belegt?

    Das gleiche bei Bougues da kommt noch der Zwangsmobilfunk drauf den man auf der Webseite nicht abwaehlen kann, der aber in der absurdesten Variante nur 2 Euro/Monat kostet.

    Ich bleibe dabei, wenn man die ueblichen Preise vergleicht, ueber mehrere ISPs hinweg landet man bei aehnlichen Preisgefuegen und Kapazitaets-Staffellungen, oft mit Vorkehrungen fuer Upselling.

    Ach, mal wieder Äpfel und Birnen.

    Ein Stueck weit, ja... Klar ist IMHO, Internet ist in Deutschland nicht super billig, weder absolut und schon gar nicht normiert auf das Bit/Sekunde*, aber halt auch nicht komplett von einem anderen Stern, und die Dinge die es bei uns gibt wie kapazitaesgestaffelte Preise gibt es auch anderswo recht haeufig (wie zu erwarten, ist halt eine wichtige Komponente bei der Preisdifferenzierung)


    *) Wobei das mMn. auch eine Konsequenz aus dem, hiesigen Markt ist, zum einen koennen die grossen ISPs oft gerade mal DSL-Tarife anbieten, zum andern hat der Endkunde hier kein erkennbares Interesse an hohen Zugangsraten. Und das mit DSL heisst, wer bei FTTH zu stark auf die Pauke haut, wie Phantasien wie 1Gbps fuer 35 Euro, der vergraetzt direkt seine DSL Bestandskunden, es sei denn er senkt deren Preise ebenfalls deutlich, aber den "Businesscase" will ich sehen bei dem sich das fuer den Anbieter rechnet. Mit zunehmender Dominanz der FTTH Tarife werden die Kapazitaeten mMn. auch angehoben werden (ohne gleichzeitige proportionale Preiserhoehung), aber das wird halt noch Jahre auf sich warten lassen.

    Wo gibt es den hier?


    Also Tarife mit 8Gbit/Sekunde (nicht mit einer hypothetische 8. Mobilfunkgeneration) gibt es bei ausgewaehlten ISP auch hierzulande (also fuer fast niemanden):

    DNSNet NETZPOWER ULTRA 8500: sogar 8.5G, https://order.dnsnet.io/api/v2/pib?pro…mo=9X19_99SET49

    oder LWLCom: LWLhome 10G, mit maximal 9250 Mbit/s, https://www.lwlhome.de/files/produkti…0G_Okt_2023.pdf (mutig das Ding als echten 10G Tarif zu bewerben, auch wenn nur 9.25G zugesichert werden, das ist eigentlich nicht im Sinne der Transparenzvorschriften... ABER werde die LWLCom da nicht verpetzen)

    Bei den grossen Anbietern ist momentan bei 2 Gbps Schluss (Telekom) oder 5 Gbps (MNet) aber bisher sehr sporadisch (und fast immer akls recht teurer Halo-Tarif der die niedrigeren Tarife attraktiver erscheinen laesst).

    Wie machen die dann im Ausland Umsatz ohne diesen Hoch Preis Quatsch ?

    Wer macht das denn so?

    salt.ch? Die 39 CHF bekommst Du nur wenn Du bei denen Mobilfunkkunde bist, sonst kostet das 49 CHF... und der billigste Mobiltarif kostet gerade als Aktion 15 CHF, d.H. da bist Du dann bei ca. 55 CHF die Du zahlen musst... Das ist schon auch Upsellmaterial...

    In Frankreich sehe ich folgende Preise:

    Orange: 30, 43, 58 Euro... gestaffelt nach Zugangskapazitaet und Extras

    Free: 30, 40, 50... teilweise gestaffelt nach Zugangskapazitaet und Extras

    bouygues: 31, 37, 46, gestaffelt nach Zugangskapazitaet und Extras

    Bei der Swisscom ist das aehnlich... die ISPs die Preise nicht nach Kapazitaet staffeln sind die Ausnahme, nicht die Regel.


    Du hast da halt den billig-Tarif rausgesucht (bouygues pure fibre), und das ist kein 10G Tarif, sondern ein 8 G Tarif...

    Nur um zu 100% zu wissen ob Vodafone bei sich selbst auch das Shaping betreibt, was aber natürlich durchaus logisch wäre da sie selbst ja nur Gigabit ONTs ausgeben.

    Bei den PONs wird wohl oefter der Shaper im OLT verwendet, mir nicht klar warum aber ein Grund mag sein, dass der OLT das kann und man sich damit Arbeit am BNG einspart, aber das ist Spekulation.

    Man macht es dem Upselling wegen, das der einzigste Grund dabei.

    ??? Upselling ist der Begriff, wenn Du Tarif XY buchen willst, aber der Mitarbeiter des ISPs /der Verkaeufer Dich dazu bringt X+1 oder hoeher zu buchen... wenn Du also in einer oder mehr Tarifklasse teurer landest als Du urspruenglich wolltest. Mehre verschieden breite Tarife aus einer Segmentkapazitaet zu schnitzen mag hilfreich sein um Upselling zu betreiben, zwingend notwendig ist es nicht (und Upselling kann man auch mit Extras machen, nach Art von fuer 5 Euro mehr gibt es eine Mobilfunkflatrate dazu, fuer 10 einen etwas besseren WiFi-Router...).

    Jain, zumindest alte DSLAMs sind letztlich L2-Switche mit ulkigen PHYs/MACs und sind i.d.R. start ueberpuffert, was zu ungutem Verhalten bei Ueberlast fuehrt, daher ist es bei DSL auch im Interesse der Kunden, dass am BNG kompetent der Traffic limitiert wird. Zumindest fuer die Kunden die Latenz-sensible Anwendungen nutzen, dazu gehoeren Web-Browsing, Videokonferenz, VoIP, RemoteDesktop, On-line Gaming, und sogar (etwas schwaecher) Videostreaming.