Das war hier nicht gemeint.
Von Dir nicht. Von mir schon. Das gehört zu dem von Dir erwähnten "Gesamtpaket" auch dazu, und da hat die Telekom bzw deren beauftragter Trupp hier nur bescheidene Leistung abgeliefert.
Rosinenpickerei und nur das betrachten, wo die Telekom gut ist und alles schlechte ausblenden läuft nicht, wenn man vom Gesamtpaket spricht.
Wenn der Telekom-Bautrupp da war, hängt dort eine passive Glasfaserdose, an die der Kunde ein Endgerät seiner Wahl anschließen kann. Wenn irgendwer sonst da war, hängt da irgendwas: bestenfalls irgendein schrottiger ONT mit Standard-Ethernet, schlimmstenfalls irgendeine "Fritzbox", die bei zu vielen gleichzeitigen NAT-Verbindungen abstürzt.
An dem DGN-Anschluss kann ich am ONT alles anschließen, der Provider hat eine Anleitung, was ich dazu tun muss. Für Fritzboxen gibt es eine Anleitung, für alles andere eine Schnittstellenbeschreibung. Wer etwas anderes als eine Glasfaser-Fritzbox anschließen will, sollte damit klar kommen, für jedes erdenkliche Gerät kann es keine Anleitung vom Provider geben.
Alle Telekom-Kunden haben Zugang zu alternativen IP-Access-Providern über DSL und Glasfaser. Das ist kein Argument gegen die Telekom-Glasfaser, nur ein Argument gegen Telekom-IP-Access.Was macht jemand bei "Glasfaser Kleinposemuckel", wenn der Ping 10fach überhöht ist, weil der Zwangsrouter nicht vernünftig funktioniert?
Das ist eher ein Argument, die Infrastruktur vollständig vom Betreiber zu trennen, als für Glasfaser bei der Telekom.
Aber es sei Dir unbenommen, auf Glasfaser von der Telekom zu warten, statt Alternativen zu nutzen.
So wenig, wie mein Wunsch nach einem neutralen Netz erfüllt wird, so wenig wird Dein Wunsch nach einem Telekom-Ausbau überall erfüllt.
Es ist übrigens die Telekom, die sich weigert, auf fremde Netze zu gehen. Daher solltest Du dich bei der Telekom darüber beschweren, statt darüber jammern, dass Glasfaser Kleinposemuckel ausbaut. O2 und 1&1 gibt es in allen Netzen, auch bei der Telekom, nur die Telekom gibt es ausschließlich im Telekom-Netz und bei deren Beteiligungen.
Aber dann die Schuld darin zu suchen, dass nicht die Telekom ausbaut ist seltsam.
Das ist auch ein Punkt, der oft übersehen wird: Während befürchtet wird, die Telekom könne ein gammeliges Kupfernetz "taktisch" oder "strategisch" gegen Glasfaseranbieter mit unverkäuflichen Produkten einsetzen, kann das Unternehmen sein modernes 5G-Netz exakt genauso einsetzen.
Nein, weil 4G/5G gar nicht die Kapazität dazu haben, alle kabelgebundenen Netze zu ersetzen.
Außerdem macht das Vodafone genauso: dort wo es Glasfaser gibt, kan man bei Vodafone niedrigere Preise erhalten.
Kein Regulierer kann die Produkte des Marktführers in der Qualität verschlechtern, er kann nur die Preise höher festlegen. Aber genau das stört die qualitätsbewusste Kundschaft regelmäßig nicht. Bei Apple zahlt die Zielgruppe gerne Aufpreis für das Bewusstsein, Nutzer einer Premiummarke zu sein.
Wenn doch die Premiummarke nur endlich so qualitätsbewusst wäre und ein ordentliches Peering wie alle nicht-Premiumanbieter anbieten würde. Ist schon peinlich, wenn man als Kunde vom Premiumanbieter noch ein VPN dazubuchen muss, um alle Seiten im Internet vernünftig zu erreichen und die Telekom sich damit herausredet, der Server sei schlecht angebunden.
Wenn ich VPN über die DGN mache, dann habe ich plötzlich 20-fache Geschwindigkeit gegenüber der Telekom bzw. bekomme überhaupt eine Verbindung, was bei der Telekom schonmal scheitern kann.