Beiträge von sentry0815

    Wenn es dafür einen Markt gibt, würde es irgendeine Firma (Schaltschrankbauer... Rittal, Mennekes...) auch mit Sicherheit als fertige Einheit anbieten.

    Ich sehe natürlich auch das Problem der Router-/Modemfreiheit aus dem verlinkten Forum. Da ist GF-TA in der Wohnung natürlich zu bevorzugen.

    Sicherlich ist das berechtigt, was Router + Modemfreiheit angeht.

    Ich wage einfach zu behaupten, dass die gefühlt große Mehrheit lediglich Wert auf die Wahl des Routers legt, jedoch nicht wo ihr Modem von wem auch immer installiert ist. Das hatte ich bereits geschrieben.

    Mir/ uns, zumindest als Eigentümergemeinschaft im kleinen MFH, ist es völlig Wumpe, wo der Netzanschluss und der ONT/das Modem ist, so lange die eigene Fritzbox in unseren Wohnungen für die wirklich alltäglich wichtigen Dinge (WLAN, SmartHome , etc.) funktioniert. :D

    Da wird vor allem erklärt, wie die Telekom ausbauen möchte. Die gezeigte Installation ist doch wohl nicht die, die du hier versuchst, zu verteidigen, oder?

    Wieso nicht?

    Wäre ein abschließbares Kästchen + Steckdosen mit Stromzählern an jeden einzelnen ONT, würde diese Bauweise exakt unserer Situation im Technikraum des Kellers entsprechen - natürlich nur mit drei Anschlüssen. ;)

    in Einfamilienhäusern haben auch sehr viele Nutzer die ONTs im Keller, dann Cat und abschließend im Wohnraum den Router der Wahl angeschlossen. Die Bauweise bei EFH ist auch heute noch erlaubt und vielfach der Fall.

    Ich sehe nur, dass man Eigentümern in MFH durch diese Umsetzung (am Beispiel der Telekom) mehr Aufwand und bei schwieriger Verkabelungssituationen deutlich höhere Kosten aufbürdert, als Bewohnern von EFH, ohne vor Ort individuell auf bestehende Verkabelungsmöglichkeiten einzugehen.

    Spätestens dann, wenn das Kupfernetz der Provider vor Ort abgeschaltet werden soll. Was definitiv passieren wird. Das ist nur eine Frage der Zeit. Nicht heute und nicht morgen aber mittel- bis langfristig (8 - 10 Jahre geschätzt)
    Dann steht der Kunde da, hat keinen DSL mehr zur Verfügung und kann GF nicht bekommen, weil der Provider diese Art von Ausbau nicht betreiben will. Und dann, lieber potentieller GF-Kunde?
    Also dann evtl. doch in den sauren Apfel beißen und eine Providergerechte Ausbauvariante angehen bevor es zu spät ist.

    Die Provider sollten sich eher an den örtlichen Gegebenheiten im Haus orientieren, und keine Baustelle aufmachen, wo diese nicht wirklich notwendig ist, wenn Konsens über alternative Anschlussvarianten besteht.

    Das sind sicherlich operative Erkenntnisse, welche bei den Providern zur Lernkurve gehören.

    Es ist kein Zufall, dass die Telekom die Forderung nach aktiven Netzabschlüssen sogar aktiv ablehnt. Sie haben jahrzehntelange Erfahrung mit den passiven Telefondosen in den Wohnungen des Kunden.

    Aus meiner Sicht spräche dem Gesetzestext nach nichts gegen einen Netzabschluss im abschließbaren Keller des Kunden. Aber es ist keine gesetzliche Vorschrift, dass der Kunde das so einfordern kann. Wenn der Provider für sich Gründe hat, dass er das nicht möchte, sehe ich keine Handhabe für den Kunden.

    Dass der Kunde dies aber nicht einfordern kann (z.B. bei einer vorhandenen "gleichwertigen oder noch zukunftssicheren Verkabelung" im Haus), sorgt nicht unbedingt für Aktepzanz.

    Dies ist was ich meinte, als ich schrieb, dass der Breitbandausbau bei einer solchen Umsetzung des TKG u.U. behindern und nicht nur förderlich sein kann.;)

    Das sind die eigenen Vorgaben des Providers. Ich sehe jetzt nicht, dass sich das aus einem Gesetz ableitet.

    Mir fällt eben auf, dass nahezu jeder Provider neuerdings seine Leistungsbeschreibungen für den Anschluss überarbeitet. Es hat wohl eben mit der Umsetzung der Netzebene 4/5 zu tun.

    Wo vorher von individuellen Lösung für die Inhausverkabelung (bei MFH) die Rede war, wird mittlerweile tatsächlich nur noch von der Notwendigkeit einer Glasfaserverkabelung geschrieben.

    Das betrifft tatsächlich nicht alleine die Telekom, auch wenn es noch mehrere solcher Problemdarstellungen für MFH im rosa Forum gibt, die oben verlinkte Diskussion ist ja nur beispielhaft.

    Wie bereits erwähnt, man kann die aktuellen Leistungsbeschreibung verschiedener Anbieter durchschauen. Die Mühe habe ich mir tatsächlich gemacht, bevor auch unsere dritte Wohnung ebenfalls "nur noch" über Cat 7 angeschlossen wurde.

    Glücklicherweise hat unser ISP uns noch als Bestandsimmobilie angesehen, bzw. nichts beanstandet. ;)

    Ich frage jetzt noch ein letztes Mal. Woraus leitest du ab, dass der ISP nicht praxisorientiert handeln darf?

    Glasfaser bei vorhandenem CAT7 im Mehrfamilienhaus
    Hallo Techniker, ich interessiere mich für Glasfaser-Technik, und hätte ein paar allgemeine, technische  Fragen.   Hintergrund ist: 2019 wurde ein Haus mit DSL…
    telekomhilft.telekom.de

    Das ist nur ein Beispiel aus einem Nachbarforum. ;)

    Wir wissen nicht, wann diese Umwidmung von einem Bauernhaus in ein MFH stattfand, aber wenn man bei der Renovierung (Umbau Bauernhaus) früh genug darüber nachgedacht hätte und für ITK, so wie es DIN 18015 vorsieht, Leerrohre in der Sternstruktur nach DIN 50173 gezogen hätte, die man mindestens in der Grundform strukturell seit 25 Jahren kennt, bräuchte man heute nicht darüber diskutieren.

    Seit über 25 Jahren kennt man diese Art der ITK-Verkabelung ( Telefon, Koaxkabel, Netzwerk).

    Wenn es denkmalgeschützt ist, dann liegen da ganz andere Maßstäbe an!

    Ich erinnere mich, dass meine Großtante vor ca 25 Jahren im ältesten Haus des Ortes (natürlich Denkmalschutz) nicht einmal Heizungsrohre (Aufputz!) für eine Zentralheizung nachträglich einbauen durfte.

    Ihr Heizungssystem besteht seitdem ausschließlich aus (der einzig genehmigten Variante!) - den allseits "beliebten" und natürlich "hochmodernen" Nachtspeicheröfen. :D

    Die inzwischen hochbetagte Dame hat übrigens recht gutes, gigabitfähiges Docsis-Internet (Schenkelklopfer!) da sie damals auch zwingend nur den Kabelanschluss installieren lassen durfte. Das zuständige Amt verwehrte ihr nämlich ausdrücklich die Installation einer Satellitenschüssel, selbst auf der nicht einsehbaren Seite des Gebäudes.

    Kein Glück. 25 Jahre her und beim Renovieren selber gemacht. Einfach vorher Gedanken über die Situation gemacht.

    Ich kenne unheimlich viele Leute, die nach 1999 neu gebaut oder von Grund auf renoviert haben und, obwohl sie darauf hingewiesen wurden, keine Leerrohre verwendet haben.
    Was glaubst Du, wie die sich heute darüber ärgern, es nicht mit Leerrohren gebaut zu haben ...

    Du sagst es aber: renovieren war zuerst wohl dein Hauptaugenmerk.

    Niemand, der nicht auf lange Sicht tiefgreifender renovieren möchte, krempelt seine eigenen vier Wände um, nur weil plötzlich GF in die Wohnung vom Keller im MFH soll. ;)

    Wenn es nun einmal keine Leerrohre gibt, schaffe ich doch keine oder "extrem hübsch anzusehende (und teure) Brandschutzkabelkanäle im Treppenhaus für eine Aufputz-Verlegung - am besten noch auf eigene Kosten, nur weil ich einen GF-Breitbandanschluss möchte, z.B. bei einer vorhandenen (Cat7) Verkabelung im Haus.

    Reihenhaus Bj. 63. Erwerb vor der Jahrtausendwende. Und definitiv alles Leerrohre ...

    Dann hattest du Glück. Hier und auch in anderen Foren gibt es reiheinweise Beispiele, bei denen in nicht einmal zehn Jahre alten Häusern die "tolle Norm" mit der Berücksichtigung von Leerrohren nicht eingehalten wurde.

    Letzendlich wollen die meisten Bewohner nur kostengünstig und mit dem geringsten baulichen Aufwand an GF angeschlossen werden.

    Wenn Leerrohre vorhanden sind gut, wenn nicht dann sollte ein ISP beim Ausbau praxisorientierter entscheiden können!

    Hier sind wirklich viele Bedenkenträger unterwegs.
    Meint ihr nicht, dass eine WEG mit 4 Personen in einem Bauernhaus selber so etwas gebacken bekommt. So ein Bauernhaus ist schon eine besondere Herausforderung, bestimmt nicht voll unterkellert und kein gemeinsames Treppenhaus, möglicherweise kein Keller unter den Aufgängen. Deshalb wohl auch nur das verlegen durch Wohnungen.
    Aber hier werden immer neue Baustellen aufgemacht, die in solch einem Umfeld sinnfrei sind. z.B. DIN Vorschriften wie Brandschutz bei Glasfaserleitung.
    Macht doch mal praxis- /lösungsorientierte Vorschläge. 8o

    Du sprichst mir aus der Seele.

    Es macht schon einen Unterschied, ob man das TKG und sämtliche DIN-Normen in einem beschaulichen kleinen MFH (teils mit Eigentümern) praxisorientiert auslegt oder ob es sich um einen Hochhausbunker mit 40 + Wohneinheiten handelt. ;)

    Und da gab es keine Möglichkeit, ein entsprechendes Leerrohr einzubauen?

    Wozu? Die Installateure wollten wieder den Schacht dicht machen und schnell fertig werden. Es war ja ein ungeplanter Wasserschaden und es musste ad hoc sehr schnell gehen, sonst hätte diese Wohnung heute noch keinen GF-Anschluss. Die Idee das gleich mitzumachen kam uns spontan. Es war einfach "nice to have", bzw. die Gunst der Stunde wurde genutzt. Das hatte ich bereits erwähnt.

    Cat7 sehe ich als langfristig vollkommen ausreichend an.

    Bis einmal mehr als 10 Gbit benötigt werden, dauert es noch sicherlich ziemlich lange.

    Mein Provider gibt ja noch nicht mal ONTs mit 2.5Gbit -Lan -Anschlüssen bzw. XGPON-fähige ONTs aus. Bei 1 Gbit ist aktuell Schluss.

    Abgesehen davon hat nicht einmal die mit dem ONT verbundene FB 7590 einen 2.5G LAN-Port und ein Austausch auf eine FB4060 oder eines der anderen, neueren Modelle ist in den nächsten Jahren noch nicht vorgesehen.

    Nicht unbedingt, wenn man sich schon einige Zeit vorher mit dem Thema beschäftigt und entsprechende Planung und Durchführung vorsieht. DIN Normen für strukturierte Verkabelung und Leerrohre für ITK Verkabelung sind nicht erst seit gestern in den Normen erfasst.

    Der Laie kann definitiv schnell mal ohne große Schäden ein Cat-Kabel selbst verlegen. Bei GF ist das durchaus nicht so einfach.

    Wie gesagt, wir haben auch nur durch den Installationsschacht damals schnell das Cat Kabel durchgeführt in die noch nicht vernetzte Wohnung, als die Wasserrohre zwingend getauscht werden mussten. Das war eine Sache von 5 Minuten. Mit GF-Kabeln wäre das nicht so einfach gegangen.

    Weil der derzeitige Netzbetreiber möglicherweise irgendwann auch einen Verkauf des Netzes an einen Wettbewerber nicht ausschließt, der diese Art der Verlegung zwingend so verwendet (z.B. Telekom). Und damit evtl. Erlösminderung befürchtet.

    Die Telekom verwendet, bzw. verwendete ebenfalls nicht zwingend diese Verkabelung. Auch im TK-Ausbaugebiet gibt es sehr viele Bestandsimmobilien mit ONT in MFH im Keller/Technikraum.

    Wie ich zuvor erwähnte, selbst die Telekom belässt bei solchen Immobilien diese Bauart (Bestandsschutz).

    Ich sehe nicht, wo das TKG das einschränkt. Es spricht ja explizit davon, dass der passive Netzabschluss gemeinsam definiert wird.

    "Gemeinsam" umfasst natürlich auch den Netzbetreiber.

    Doch, es schränkt die Bauweise ein (Cat ist verlegefreundlicher als GF) , bzw. die Nutzung alternativer (bestehender) Hausverkabelung ein, wenn auf Biegen und Brechen der passive Netzabschluss tatsächlich innerhalb der Wohnung erfolgen muss.

    In den Bestandsimmobilien mit der alternativen Bauweise stört es wie gesagt auch seit Jahren wohl keinen, ob die ONTs in der Wohnung sind oder im Technikraum/Keller im MFH.
    Von diesen Immobilien gibt es nicht wenige.

    Selbst die Telekom rührt solche Bestandsbauten nicht an, um "die Neuumsetzung" des TKG zu forcieren. Auch das wurde im zugehörigen Forum des "rosa Riesen" in den letzten Monaten erwähnt.