Beiträge von e16

    Ein Beispiel : Seit der Nutzung vom BER Flughafen können Anwohner die vom Fluglärm betroffen sind Gelder beantragen um Lärmschutz Maßnahmen nachzurüsten. Straße X bis Hausnummer 50 bekommt diese Mittel bewilligt, Hausnummer 51 nicht mehr da die nummer 51 die Grenze überschritten hat.

    Irgendwo muss man halt ne Grenze ziehen und da kann es vorkommen das es 10 Meter weiter schon nicht mehr gilt.

    Das ist jetzt leider der Fall.

    Allerdings wie gesagt, arbeiten wir mit Hochdruck daran die Situation zu bewältigen

    sPnzz Ich würde Euch gern vertrauen, dass die Situation genau so ist und Ihr mit Hochdruck an einer Lösung für alle Vertriebsgebiete arbeitet.

    ABER: Nach dieser Nachricht heute fällt es mir wirklich schwer. Auf der einen Seite legt Ihr diverse Gebiete auf Eis (niemand hier glaubt an eine Wiederaufnahme in diesem Jahr) und gleichzeitig "reißt" Ihr neue Ausbaugebiete in Berlin Steglitz-Zehlendorf auf. Trotz fehlender Kapazitäten.

    Vielleicht ist auch so: Berlin in der Refenzliste liest sich einfach besser als Orte in der Brandenburger und Sachsen-Anhaltinischen Provinz. Diese Außenwirkung sollte man nicht unterschätzen.

    FTTH: Glasfaser-Schlusslicht Berlin hat neue Partner - Golem.de
    Mit der Telekom und zuvor Vodafones OXG Glasfaser will Berlin seine schlechte Stellung bei FTTH verbessern. Die Telekom lässt sogar das Koaxialnetz…
    www.golem.de

    So ab und zu cruise ich bei der Telekom online vorbei, welch nette Kommunikation sie aktuell für den Glasfasernichtausbau so finden.

    Und siehe da, plötzlich scheint SVDSL verfügbar zu sein. Wie kann das sein, wenn die Linecards nur das Profil 17a können. Ganz einfach: Man versteckt winzig klein gedruckt den Begriff "Hybrid 5G". Genial, ich wäre fast darauf reingefallen.

    Ich hatte das 5G Hybrid Zeugs kurz vor Vermarktungsstart im Einsatz. Up- und Download lagen bei Faktor 2 ggü VDSL, allerdings ständig Abbrüche (der 5G Empfänger wechselte permanent zwischen zwei 5G Zellen) und eine unterirdische, systembedingte Latenz. Nach 3 Monaten zurückgeschickt.

    Welcher Anbieter/FTTH-Provider?

    Es geht um die MDCC in Magdeburg.

    Geliefert wird ein optischer Abschluss (GPON) mit optional zubuchbarer 5530 für 3€ Monatsmiete. Alternativ wird ein technologiekonformer Router provisioniert. So weit - so gut.

    Und da wir uns in einem (noch) 100% VDSL Gebiet befinden, kann ich den Wunsch schon nachvollziehen, eine bestehende und laufende 7590 weiterzuverwenden. Nicht falsch verstehen, es geht weniger um die 3€, eher um die funktionierende Landschaft.

    Und da kam in Gesprächen der Gedanke auf, ob man "recht einfach" einen ONT einfach davor klemmt. Auch wenn es ein zusätzliches Gerät ist.

    Wie ist das rechtlich? Wenn ein Anbieter ausbauen möchte, dann geht das ja nur mit Genehmigung von Stadt bzw. Gemeinde. Ist es wirklich so, dass diese alles durchwinken? Warum genehmigt eine Gemeinde einen Überbau, wenn dadurch wieder lange Baustellen entstehen, alles neu aufgerissen wird und gleichzeitig kein objektiver Bedarf da ist? Sind Städte und Gemeinden nicht selbst schuld an dem Drama, wenn sie einen Überbau genehmigen?

    Gilt für den eigenwirtschaftlichen Ausbau: Meines Wissens nach müssen sie den Ausbau genehmigen, solange alle (Bau-) Vorgaben eingehalten werden. Eben auch den Doppel- und Überbau.

    Das wäre aber ganz was neues. Die DG verbaut automatisch und kostenfrei ein ONT/Glasfasermodem. Dahinter kannst du dann deine 7590 hängen.

    Gibt es einen Markt für eine kostengünstige Vermarktung und Zweitnutzung dieser ONT/Glasfasermodems?

    Hintergrund der Frage: Nachbar hat eine nagelneue 7590 am DSL-Anschluss und will diese beim kommenden FTTH-Anschluss (GPON) weiterverwenden.

    Netzbetreiber liefert aber ausschließlich einen optischen Abschluss.

    Interessant dabei ist lediglich, dass ich in meiner Google-AMP-Timeline bereits etliche ähnliche Meldungen zu Rückzügen der DG gelesen habe. Auch, wenn das jetzt hier ein Kommentar ist.

    Ist ein Indiz dafür, dass der Markt stark unter Druck geraten ist.

    Aber das haben wir nun schon etliche Male diskutiert.

    In meiner fb-Timeline tauchen vermehrt Projektgesuche von Glasfaserbautrupps auf, die entweder mittelfristig leerlaufen oder denen kurzfristig etwas weggebrochen ist.

    Und schwups hat sich der Finanzchef zu Wort gemeldet:

    Telekom-Finanzchef: Glasfaser? Was zählt, sind Kunden auf dem Netz - Golem.de
    Für die Telekom ist es wichtig, dass die Kunden ihr Netz buchen. Vectoring reicht eigentlich schon aus. Es muss nicht immer FTTH sein.
    www.golem.de
    Zitat

    Zudem sei für die Telekom mit alten Kupferanschlüssen und DSL-Technik die Profitabilität eines Kunden viel höher als die eines Glasfasernutzers.

    Aha!

    Hi,

    Ich kann dich beruhigen. Es ist so wie es in dem Schreiben steht.

    Wir haben ums kurz zu sagen zu viel verkauft / vermarktet sodass dies nicht mehr im ordentlichen Einklang mit dem Zeitlichen Ablauf der anderen Projekte dahergeht. Die Genehmigungsverfahren dauern momentan einfach zu lange. Kurzum die Ämter sind mit dem bearbeiten der Anträge maßlos überfordert.

    Wir wollen nicht das Kunden von Vermarktung bis baustart 2 Jahre warten müssen.

    Danke für die schnelle Antwort.

    Alles irgendwie suboptimal. Es gibt schon einige Kunden, die im Mai 2023 unterschrieben haben und am Ende dann 2 Jahre oder länger auf den Anschluss warten müssen. Für den Kunden ist eben nicht der Baubeginn, sondern der nutzbare Anschluss relevant.

    VG

    Es kam, wie es kommen musste: Auch für Magdeburg hat die OI eine "Pausierung der Vermarktung" verkündet. Die Meldung ging natürlich nicht an die zukünftigen Kunden, sondern ausschließlich an die Stadtverwaltung. Warum auch.

    Jetzt lässt eine Interpretation des Textes zwei Optionen. Entweder pausiert man nur für 6 Wochen den Vertrieb - was irgendwie keinen Sinn macht, da der Vertrieb bereits seit Mai 2023 mit unterschiedlicher Intensität läuft und Schreiben in dieser Art bisher nicht verschickt wurden.

    Oder -und das ist nach meiner Einschätzung wahrscheinlicher- es ist eine verklausulierte und nicht offen ausgesprochene Absage des Ausbaus. Zu behaupten, in Q3 / 2024 würden die ersten Bauarbeiten beginnen, halte ich für eine glatte Lüge. Ich werde es weiter beobachten.

    Was stören einem diese Kupfernetze? Ist es etwa so mit Abwrackprämie: verschrotte dein fast neues Auto und kauf ein Elektrofahrzeug weil der im Betrieb grüner ist? Bzw. wäre gewesen, wenn man nicht halbe Strom aus Kohle erzeugt hätte? Und die Emissionen, die bei der Herstellung entstehen, ignorieren wir einfach?

    Glasfaser ist besser, keine Frage. Aber dann werden die Provider ihre Kupfernetze dadurch irgendwann sowieso ersetzen. Die wollen alle ihre Kunden behalten.

    Die heutigen xDSL Provider, bzw. deren interne Controller werden noch Jahrzehnte die CashCow melken. Der erhöhte Stromverbrauch rechnet sich noch die nächsten 50 Jahre.

    Investoren interessieren sich eher für die Kombination aus 1 und 3. Denn 3 definiert, wie lohnenswert die Investition war. Deswegen gibt es derzeit ja auch angeblich vermehrt kalte Füsse weil die Quote aus 3 zu 1 nicht so hoch ist wie erhofft.

    Was lernen wir daraus für die Zukunft?

    Gießkannenausbau bei Take-up Raten von 15% ala Deutsche Telekom wird es nicht mehr geben.

    Die Restgebiete ohne jegliche Art von FTTH werden tendenziell kleiner (Flickenteppich).

    Unterversorgte (weiße) Flecken sind im Wesentlichen bis auf ein paar % ausgebaut.

    Graue Flecken (xVDSL, Kabel) bringen in vielen Fällen nicht die erforderlichen Quoten von 30-40% und werden damit nicht mehr umgesetzt.

    Also bleibt nur, neue Ideen für einen kleinteiligen, nachfrageorientierten Homes Activated und möglicherweise auch kostenpflichtigen Homes Connected Ausbau zu entwickeln. Alles andere wird bei Controllern und Investoren nicht mehr funktinieren.

    Was ich vergessen habe, es wurde von DNS:NET eigenwirtschaftlich ausgebaut.

    Und seit 3 Monaten wird nun noch von der Telekom subventioniert ausgebaut, weil wir ja vor 5 Jahren unterversorgt waren und Sie bauen überall nur bis zum Zaun, die Besitzer wollen nicht 2-mal buddeln lassen. Da haben wir die absolute Verschwendung von Steuergeldern.

    Kann die Telekom kostengünstig / kostenfrei ihre Statistik mit weiteren Homes Passed "Anschlüssen" aufbessern.

    Und die gesamtdeutsche Statistik wird auch mit weiteren Anschlüssen gefüttert.

    Wartet ab, 2030 wird 100% Vollzug gemeldet und mindestens 1/3 des Landes fragt sich wo die Anschlüsse sein sollen. Unfassbar.