Ich meine, das ist Netto, weil sie nichts anderes messen können,
Natürlich kannst du mehr messen, als die reine Transport Layer Netto Rate. Das Paket kommt ja vollständig am Server an, inkl. TCP und IP Header. Zählst du die mit, ist es nicht mehr Netto. Und es ist ein erheblich belastbarerer Wert, als der reine TCP Payload Wert - weil nämlich Werte wie Payload Size, MSS, MTU etc. einfach überhaupt keine Rolle mehr spielen. Inkl. Header überträgt man nämlich die erwähnten 116 MBit/s (oder die 300/150 MBit/s bei 1&1). Auf jeden Fall. Auch wenn man nur 1 Byte Payload mit mindestens 20 Byte TCP Header und 20 Byte IPv4 Header bzw. 40 Byte IPv6 Header sendet. Dann überträgt man (bei IPv6) 61 Byte für 1 Byte Payload. Da bleiben bei einer BNetzA Messung dann ziemlich genau 1,9 MBit/s übrig von den 116 MBit/s PPPOE Rate. Der Provider macht alles richtig, und die Messung fliegt ihm trotzdem um die Ohren. Ja, ist die Schuld des Kunden, aber die Arbeit hat der Provider trotzdem mit der Beschwerde. Und das BNetzA Tool merkt einfach gar nichts davon.
Wird so langsam klar, warum auch der Kunde von der Messung auf dem PPPOE bzw. Ethernet Kanal mehr hätte? Ja, die Anzeige seiner Downloadrate passt dann nicht mehr zur gekauften Internetgeschwindigkeit, weil ja der Overhead abgeht. Da aber eh 9 von 10 Leute Bit und Byte nicht auseinanderhalten können, würde sich die Anzahl der Fragen diesbezüglich kaum ändern.