Beiträge von gponner

    Was erwartest Du zu erkennen, das aus der Wochenübersicht nicht hervorgeht?

    Da bei GPON jedes ONT exakte Informationen über die momentan verfügbare Bandbreite/Slots im Down- und Upload benötigt, ergibt sich daraus die Auslastung des Segments im Stundenmittel. Wenn er jetzt noch in die erweiterten Diagnosedaten schaut und die Anzahl der Teilnehmer am Segment ermittelt, könnte man damit das ewige Thema "64 Teilnehmer sind zuviel am Segment" endlich mal begraben.

    Die Auslastung bei mir sieht ähnlich aus, allerdings mit 32 Teilnehmern. Und ich weiß aus meiner Nachbarschaft ziemlich genau, dass fast alle Homeoffice machen und alle Fußball streamen. Selbst an CL-Tagen mit Spitzenspielen sehe ich bei mir max. 300 MBit/s Down im Segment.

    Ich würde meinen A...ch darauf wetten, dass selbst 128 Teilnehmer am Segment niemand merken würde!

    @PU Der Hauptgrund für derartige Forderungen nach eigenen ONTs dürfte darin liegen, dass immer wieder einige selbsternannte "Experten" meinen, sich mit selbstgebrannnten/veränderten/manipulierten GPON SFPs diverser Hersteller and ihr GPON-Segment zu hängen und damit für Probleme zu sorgen.

    Die besten Beispiele sieht man hier zu Hauf im Forum, namentlich die Spezialisten, die meinen, unbedingt die exotischsten Kombinationen von Hardware, Opensource Software und chinesischen (brennbaren) GPON-SFPs ans laufen zu kriegen und die noch nicht mal genau wissen, was eine Modem-ID ist bzw. welche Aufgabe diese im Protokollstapel hat.

    BlackMage2 Du kennst doch die Fassaden in Lissabon, Barcelona oder Palma?! Da wird Glasfaser einfach oberhalb der ersten Fensterreihe auf die Fassaden gedengelt (In der Altstadt von Palma regt sich da mittlerweile der erste Wiederstand). Kostet wahrscheinlich < 10 TEUR je Kilometer. Schön unter der Strasse in einer beliebigen Siedlung in DE kostet ca. 60 TEUR pro km. Freileitung ca. 20 TEUR pro km.

    AON ist nicht nur ein bisschen teurer als GPON, sondern erheblich teurer! Die Hauptkostentreiber sind der Platzbedarf und die Energiekosten des Providerequipments. Am besten schneidet XGS-Pon ab. (Siehe z.B. https://www.optisis.at/Portals/2/Doku…p=1716552657214)

    Zum Thema (späterer) Umbau eines Netzes von GPON zu AON: Wenn der Netzbetreiber nicht ganz auf den Kopf gefallen ist, hat er jetzt schon daran gedacht! Bei uns hat Glasfaser Nordwest die Rohrbündel für die Verbindung der Verteiler mit 7x12/8 ausgeführt. Und es führt nicht nur ein Microrohr zu jedem Verteiler. Einblaskabel von Corning mit 144 Adern benötigen z.B. nur 6 mm Microrohr. Bei max. 100 Anschlüssen je Standard-NVT also mehr als ausreichend. Also wird, falls die Welt unbedingt 10Gbit PTP benötigt, einfach Microrohr nachgeblasen und der Verteiler umgebaut. Die Hauptstrecke in die nächste "Vermittlung" muß natürlich auch aufgepumpt werden.

    Zum Thema Bandbreite / Überbuchung: Bei PTP wird die Stelle, an der die Überbuchung greift, einfach weiter Richtung Vermittlung geschoben. Glaubt mal nicht, dass ein Konzentratorswitch mit 288 x 1GBit oder 288 x 10Gbit 100 % Uplink bekommt! Evtl. 1x 10 resp. 1 x 100 ist da angesagt.

    Die Glasfaser-Fritzboxen zeigen ja sehr schön die Auslastung eines Gpon-Segments im Stundenmittel. Bei mir ist das Segment mit 32 Anschlüssen voll belegt und es kommt vielleicht 10 mal im Jahr vor, dass die Segmentauslastung im Downlink die 200 MBit/s ankrazt. 95% der Werte liegen unter 100 MBit/s. Selbst ein CL-Termin mit heiß laufenden 4K Streams ist nur zu erahnen. Beim Uplink sieht das noch besser aus!

    Gibt es hier wirklich Leute, die im GPON schon jemals ausgebremst wurden???

    Schnurz Das ist nicht DG-Spezifisch! Wenn das der Telekom/GlasfaserNordwest/Sonstwem passiert, läuft das auf dasselbe hinaus. Die Telekom hat evtl. als Vorteil, dass sie noch ein paar eigene Leute hat, die "Spleissen" nicht nur buchstabieren können ...

    Die GPON Netze sind bei allen gleich gestrickt - Die 4-5 Uplinkfasern aus jedem Verzweiger werden max. über 2-3 Muffen auf die Hauptleitung zum ONT gespleisst. Da gibt es auch nichts zu vermaschen. Das würde bedeuten, das aus jedem Haushalt zwei Fasern in unterschiedliche Richtungen, auf unterschiedlichen Wegen in geographish getrennte ONTs geführt werden.

    Die einzige Redundanz für Glasfaser Privat- und Business (Billig) - Kunden besteht aus den doppelten Netzteilen und evtl. doppelten CPU Karten der Huawei/Juniper/Adtran - ONTs! Für disjunkte Wegeführungen in der Zuführung / Backbone zahlt man tausende Euros, nicht dutzende pro Monat.

    Wahrscheinlich ist ein Zuführkabel zum nächsten ONT betroffen. Für die Erschließung unseres Ortes mit ca. 15.000 Anschlüssen führen zwei Kabel mit je 288-Fasern über 7 km in den nächsten ONT-Standort. Wenn die in ein paar Metern Tiefe durchtrennt werden, müssen 4 * 288 Spleiße plus Randarbeiten gemacht werden. Das kann durchaus ein paar Tage dauern.

    Nurmal so, aus aktuellem Anlass heute:

    zwei Businessanschlüsse bei der DGF, teuer bezahlt jeden Monat, beide im gleichen Ortsteil, beide zeigen plötzlich und exakt zur gleichen Zeit 50% Paketverluste - O-Ton DGF (angeblich Geschäftskundensupport): Wir haben alles geprüft, bei uns ist alles in Ordnung, Ihr Equipment ist wohl kaputt .... Plötzlich nach 10 Stunden läuft es wieder bei beiden Anschlüssen wie geschmiert! Und das passiert mindestens einmal im Monat bei einem unserer DGF-Anschlüsse. Leider gibt es keine Alternativen!

    Ach ja - Gottseidank ist kein IPV6 von Nöten!