Gießkannenausbau bei Take-up Raten von 15% ala Deutsche Telekom wird es nicht mehr geben.
Mal sehen. Die Telekom baut ja bisher munter weiter aus.
Bei der Telekom ist die Rechnung eben auch ein bisschen anders. Die hat ja schon Kunden, da ist es nicht ganz so kritisch dass der Anteil der Wechsler von Beginn an besonders hoch ist. Wichtig ist eher möglichst ein erhalt des Marktanteils. Wenn also Kunden von DSL weg wechseln, dann möglichst auf Telekom-FTTH.
Dazu kommt dass der Wechsel DSL->FTTH der Telekom auch mittel- bis langfristig Vorteile bringt. Also z.B. einen günstigeren Netzbetrieb (bzgl. Energie und Service). Und letztlich ist er unvermeidlich, da DSL nicht beliebig lange von den Lieferanten unterstützt werden wird.
Das ist eine andere Ausgangssituation als bei Investoren, die sich überlegen ob und wie sehr sie in einen Markt neu einsteigen, bzw wie viele zusätzliche Gebiete man jedes Jahr ausbaut.
Ein anderer Anbieter der ohne Quote ausbaut ist z.B. OXG, das Vodafone-Altice Joint Venture. Deren Hauptziel ist es Gebiete mit Vodafone Kabelversorgung auf FTTH umzurüsten, bevor es andere machen. Auch Vodafone ist es da erstmal zweitrangig wieviele sofort von Kabel wechseln. Aber wenn die Leute irgendwann auf FTTH wechseln, wäre es eben idealerweise Vodafone-FTTH. Etwas heikler ist es in dem Fall natürlich schon, denn da hat man als Partner ja noch Altice, den muss man natürlich auch bei Laune halten. Aber für einen größeren alleinigen Ausbau fehlt Vodafone wohl das Geld.