Das kann Glasfaser auch. Die Grundversorgung der BNetzA ist erfüllt, wenn ein Anbieter verfügbar ist.
Dies hat so gar nichts mit der BNetzA zu tun, es geht hier um das verbriefte Recht aus Artikel 5 Abs. 1 Grundgesetz. Informationsfreiheit i.V.m. § 535 BGB.
Sprich der Vermieter muss dem Mieter den ungehinderten Zugang zu allgemein verfügbaren Medien ermöglichen und sofern diese im Mietobjekt vorhanden sind erhalten. Der Mieter muss nicht hinnehmen, dass durch eine Änderung ihm zusätzliche Kosten entstehen.
Weil es teuer ist, Infrastruktur zu betreiben, die niemand nutzt. Die Teile kann man besser als Ersatzteile in anderen Bereichen nutzen, und genau das tun die Betreiber.
Mach nicht den Fehler, zu denken, dass sie das Netz komplett deaktivieren. Die reduzieren schrittweise die Kapazität und passen sie an die neue Kundenzahl an. Bei 40% Take-Rate von Glasfaseranschlüssen lohnt sich das schnell, in Bezug auf Platzbedarf, Energieverbrauch und Ersatzteilversorgung.
Ich habe 3 Eigentumswohnungen an unterschiedlichen Standorten. Aufgrund des Wegfalls die Nebenkostenabrechnung für Kabelanschlüsse als Sammelanschluss für das gesamte Haus müssen sich die Mieter sich selber kümmer, in welchen Umfang sie dies benötigen.
ABER die WEG muss dem Kabelnetz-Betreiber eine Erlaubnis erteilen, dass sie es nutzen dürfen.
Bei allen Objekten haben die Kabelnetz-Betreiber (2x Vodafone, 1x Edis) mit uns Nutzungsverträge auf 10 Jahre abgeschlossen. In einem Objekt werden sie auf eigene Kosten die bestehende Gemeinschaft-SAT-Anlage umrüsten.
Da kann ich deiner Darstellung so gar keinen Glauben schenken, dass es sich für die Kabelnetz-Betreiber nicht mehr lohnt, die Infrastruktur zu betreiben, wenn sie solche Verträge anbieten und sogar investieren! Und die Hausverwaltungen (z.B. Deutsche Wohnen, ca. 150.000 Wohnungen) berichten alle davon, dass dies so passiert. Das ist man kein Kleckerkram.
Ich fand die Aussagen der Netzbetreiber und der Bundesnetzagentur da sehr deutlich. Da blieben keine Fragen offen: Die reduzieren Kapazitäten und bauen zurück, sobald Alternativen vor Ort verfügbar sind. Egal von wem. Die entsprechenden Artikel sind ja im Forum verfügbar.
Da fragt sich welche Netzbetreiber. Dies kann sich dabei eigentlich nur um 2-Draht-Kupfer handeln.
Die Millionen Anschlüsse der Kabelnetz-Betreiber ganz bestimmt nicht, dies stellt je nach Betreiber zw. 60 - 100 % ihrer Anschlüsse dar und ist Grundlage ihres Geschäftes.
Und gerade in Ballungsräume in Städten sind sie sehr stark vertreten, genau dort tun sich die GF-Anbieter extrem schwer bei Ausbau von MFH.
Bei meinem Sohn (ein Aufgang = 28 Wohnungen, 18 Aufgänge) wollte die Telekom bauen. Auf einem Mietertreffen kam raus, dass nicht mal 3% bestellt haben. Sie haben dort Vodafone TV Koaxial mit 1 GBit., dies reicht den Leuten.