Beiträge von kingpin42

    Wie ich es aber aus gewinnorientierten ausländischen Firmen kenne, sagt die Leitung: Ach wir warten bis sich genügend beschweren und es in FB und der Zeitung steht. Wieder 100.000 € Peering-Gebühren für 6 Monate gespart. :roll:

    Ich würde da jetzt, ohne nähere Details zu kennen, vorsichtig mit solchen Äußerungen sein. Die beobachteten Phänomene können nicht mit Sicherheit auf diese Ursache eingeschränkt werden. Deine Kenntnis ausländischer GF teile ich auch nicht, das sollte man hier fairerweise auch nicht direkt als Maßstab verwenden.

    Mögliche Fehlerquellen: Konfigurationsfehler, unglückliche Absprachen mit Vorleistungslieferanten, Softwarefehler, usw usf.

    Alles schon selbst erlebt, bei uns erst im Mai so passiert, durch einen Absprachefehler wurde das P-Bit falsch interpretiert und lief bei einem Vorleister durch einen Shaper, schon war die Bandbreite für die Kunden im Keller, ohne das die Zuleitung oder irgendeine Komponente überlastet war, oder ein Peering dicht ;)

    Sicherungen sind zum Schutz der Kupferleitungen da und keine Künstliche Begrenzung.

    Die legen dir auch keine Leitung mit größerem Querschnitt.

    Nicht schlecht wenn die sich darauf jedes mal einlassen.

    L2-BSA kostet im Einkauf 19,60€ bei der Telekom. (evtl mittlerweile auch teurer sind bissle älter die Preise)

    Die Preise gelten nicht für Großabnehmer wie 1&1 und o2.

    Das Problem scheint es auch nicht erst seit gestern zu geben

    Immer toll ISPs zu sehen die nicht proaktiv Links erweitern, sondern es auf Beschwerden ankommen lassen...

    Fairerweise muss man sagen, das so eine Erweiterung nicht in ein paar Wochen übers Knie gebrochen werden kann. Dazu müssen auch im eigenen Netz erstmal entsprechende Kapazitäten geschaffen werden, dann muss evtl Hardware mit Lieferzeiten bestellt, das Ganze vorher erst noch geplant und genehmigt werden usw.

    Bei uns würde das auch mindestens 3 Monate, eher länger, dauern, bis man einen weiteren 100G Link in Betrieb nehmen könnte.

    Ich weiß, was du meinst, aber ich habe lange in einer Behörde gearbeitet, die gerade im Telekommunikationsbereich mit der BNetzA zu tun hat. Und dieses Tool ist schon ein paar Jahre alt.
    Und wenn ich Test zu anderen Servern mache, die über DE-CIX laufen und diese die erwarteten Eckdaten liefern wird die Wahl eng.
    Ich bin jetzt seit 5 Jahren DSL(250) und seit 2 Monaten GF(1000) Kunde bei DNS:NET und es gab nie Performanz-Probleme, aber die Werte des Bandbreitentools waren je nach Tageszeit teilweise um 90% geringer.
    Am besten sieht man es, wenn man ein Download* fährt, 5 GB aufwärts, und zeitgleich den Test macht und dann ohne und beide Ergebnisse sind gleich.

    Durch meine persönlichen Tests konnte ich feststellen, dass DNS:NET gut angebunden ist ins restliche Internet. Warum es zum Testserver so grottig ist, verstehe ich nicht. :/
    Aber es ist gerade abends deutlich schlechtere Ergebnisse beim Testserver als tagsüber. Entweder ist es der Testserver/Anbindung oder die von DNS:NET.
    Das die von DNS:NET schlecht sein soll ist nicht nachvollziehbar, wenn es sonst über DE_CIX zur gleichen Zeit funktioniert. Außerdem wäre es von der Firmenleitung reichlich blöd. :D

    Die Frage ist dann eher wie viele Tests gerade abends von allen Provider bundesweit aus zu diesen Servern erfolgen und ist dies das Problem, weil die Beschaffung für Bandbreitenerhöhung nicht klappt, was für mich deutlich stärker zu dieser Behörde passt.

    Die BNA ist technisch nicht für die Breitbandmessung verantwortlich, das macht die Zafaco GmbH, steht aber auch alles hier drin: https://download.breitbandmessung.de/bbm/Breitbandm…ring-Policy.pdf

    Das ist ein Smokeping auf die DECIX IP von DNS:NET vom DECIX-FRA aus. Da sind Abends schon wiederkehrende Paketlosses zu sehen. Wenn ein ICMP Ratelimiter auf dem Router wäre, sähe das anders aus. Scheint hier wirklich auf eine abendliche Überlastung hin zu deuten.

    Sichtbar ist das übrigens hier: https://smokeping.de-cix.net/smokeping/smok…rget=DE-CIX-FRA

    Wie gesagt, wir haben in Deutschland einen der leistungsfähigsten Internetaustauschknoten der Welt, und noch einige weitere. Bandbreite ist kaum irgendwo so günstig wie hier. Im Vergleich zu den Kosten für den Tiefbau ist das Kleingeld, aber wenn man das nicht ausgibt, entwertet man die teuer gebauten Anschlüsse.

    Das spielt gar keine Rolle, da dessen Preise mittlerweile oft genauso hoch sind, wie Transit in der entsprechenden Bandbreite bei einem der üblichen Tier1 zu kaufen. Den Groß des Traffics fackelt man aber besser mit PNIs und Cacheservern ab.

    Im letzten Punkt stimme ich zu, die eigentlichen Anbindungen sind von den Kosten her zu vernachlässigen, allerdings ist die Hardware die dafür benötigt wird, doch (noch) sehr teuer.

    Es geht nicht um Kosten. Der Investitionsdruck ist enorm. Es geht darum, dass man ein Preisniveau etablieren möchte, aber dabei übersieht, dass den meisten eben doch DSL mit 50Mbit/s reicht. Die FTTH-Anbieter tun so, als wäre das keine Konkurrenz, weil das ja eine technologische Sackgasse ist. Na gut, kann man so sehen, aber solange die Kunden nicht zu FTTH wechseln, füllt der Platzhirsch mit den alten Telefonleitungen die Kriegskasse gegen die Neuankömmlinge.

    FTTH muss das offensichtlich bessere Angebot sein, und das erreicht man z.B., indem man etwas, das nicht viel kostet, günstig anbietet (und liefert!): Bandbreite. Die Anschlusstechnik ist sowieso auf Gigabit ausgelegt, und die Anschlüsse sind mit Abstand der größte Posten für den ISP, nicht das Netz dahinter. Oder man nimmt die ~20€/Monat, die man dank eigener Leitungen nicht für Vorleistungen an die Konkurrenz zahlt, und realisiert einen günstigen Tarif für Wenignutzer. Nein, tut man nicht, weil das die Preise kaputt macht. Alles, nur nicht das. Wenn man weder die Preisführerschaft anstrebt, noch die Qualitätsmarke sein will, wird es marktwirtschaftlich aber natürlich dünn.

    Der ROI kann dann aber meist nicht gehalten werden. Und natürlich geht es um die Kosten, deshalb wird dort ja auch an allen Ecken gespart wo es geht, zumindest bei den ausbauenden Unternehmen, die von Fonds finanziert werden wie die DG.

    Natürlich ist die Störfestigkeit ein Argument für Glasfaser, es gibt viele leidgeplagte xDSL und DOCSIS Nutzer, die nur aufgrund der Tatsache, das es sich beim Access Netz um Kupferleitungen handelt, Störungen und Probleme haben. Gegen den "Kupfer-Platzhirsch" kommt man kostenmäßig leider nicht an, auch wenn die Vorleistungspreise deutlich über dem liegen, was die Telekom tatsächlich an Kosten entstehen. Das wird in einigen Jahren wieder anders aussehen, zumindest wenn die Vorleistungspreise künstlich deutlich angehoben werden, um xDSL unattraktiver erscheinen zu lassen. Dann wäre nur noch DOCSIS einigermaßen konkurrenzfähig.

    Ich meine ja, es wäre deutlich lohnenswerter, das Netz direkt zu Beginn für alle interessierten Wettbewerber zu öffnen und ehrliche Vorleistungspreise zu verlangen. Das verhindert Doppelausbau und erhöht die Takeup-Rate. Ohne Kooperationen geht es einfach nicht, das wird auch noch die DG lernen, die sich da scheinbar insgeheim dagegen zu wehren scheint. Zumindest ist es für mich ein Armutszeugnis, wenn der größte deutsche FTTH-Buddler es nicht auf die Kette bekommt, sein Netz technisch an andere Carrier zu übergeben. Selbst die Fusion mit Inexio ist technisch noch lange nicht abgeschlossen, viele Inexio FTTH Kunden können nicht einfach zur DG wechseln, obwohl es sich seit 2-3 Jahren um dieselbe Unternehmensgruppe handelt.

    Das du keine 80€ dafür zahlen willst ist vollkommen nachvollziehbar.

    Wenn die ISP hier in Deutschland gescheit wären, würdest du 39,90€ für 1Gbit symmetrisch zahlen. :)

    Wenn der Tiefbau und die benötigten Genehmigungen vielerorts nicht so teuer wäre, würden das viele ISP auch anbieten können.

    DG könnte sich problemlos /16 PA Spaces kaufen, gibts genug auf dem Markt zu entsprechenden Kursen. Das Ganze dann wie wir für 3-5 €/Monat an PK zu verleihen scheint mit auf absehbare Zeit sogar gar nicht mehr so unlukrativ zu sein.

    wie kann man einrechten.

    Anboeter DG - ich habe alle zugangdaten.

    Du in jedem Fall überhaupt nicht, der kommt normal fertig eingerichtet vom Provider. Für dein Endgerät musst dann evtl noch statische Adressen einrichten und das wars. Das dürfte auch ein MEF konformes Gerät sein,genutzt als Demarkationsgerät für P2P Ethernet über lange Strecken.

    https://documentation.nokia.com/cgi-bin/dbaccessfilename.cgi/3HE11478AAAJTQZZA_V1_7210%20SAS%20D%20E%20K2F2T1C%20K2F4T6C%20OS%20Services%20Guide.pdf#page26

    Mit dem Teil lässt sich übrigens auch IPv6 und noch ganz andere L3 Protokolle übertragen, da es rein auf Layer2 arbeitet.

    Zum Beispiel bei der DG ist es so, dass immer nur ein Lease verteilt wird. Wenn es gültiges Lease für eine MAC Adresse an dem Anschluss existiert, wird kein weiteres an ein neues Gerät verteilt. Die Anbieter machen das, um die Mehrfachnutzung des Anschlusses zu unterbinden.

    D.h., man muss erst warten, bis das alte Lease abgelaufen ist, bevor es ein neues gibt, im Zweifel bis zu einer Stunde (bei der DG). Das gilt auch für AON, denn Leases werden auf Basis der MAC Adresse vergeben. Ich weiß nicht, wie es bei Internet Nord gehandhabt wird, aber sowas sollte man bei solchen Versuchen immer im Hinterkopf haben. Dennoch halte ich den Versuch für wichtig, denn er gibt darüber Aufschluss, ob sich ggf. was im Router "verschluckt" hat. Es wäre doof, wenn man auf eine Entstörung durch den Anbieter wartet, wenn man nur einen Mausklick von der Lösung entfernt ist.

    Dann ist das aber unglücklich konfiguriert. Bei uns werden die Privatkunden anhand ihrer, vor Inbetriebnahme individuell und einzigartig vergebenen, Line-ID authentifiziert. Daran orientiert sich dann auch die Vergabe des Leases. Wichtig ist bei einem Routerwechsel dann nur, das vom alten Gerät vorher ein DHCP-RELEASE gesendet wird, damit die entsprechende Zuordnung im BNG (und dahinter dann auch im DHCP) aufgehoben wird. Dann kann man sofort ein neues Gerät anschließen. Ob unser ONT oder Kundeneigener spielt dabei absolut keine Rolle.

    Nein, sie können es eben nicht technisch umsetzen. Siehe meine Ausführungen weiter oben, es fehlt die standardisierte Vorgehensweise für Onboarding und der Conformance Test. Deshalb setzt im Moment kein Anbieter in Deutschland das TKG korrekt um, und sie haben auch keine Chance. Alle lassen maximal ein oder zwei ausgesuchte Geräte ins Netz, in Deutschland üblicherweise die Fritzboxen und vielleicht noch ein GPON SFP Modul. Aber spätestens, wenn man ein anderes GPON Module für spezifische Geräte braucht, dann ist es vorbei. Auch bei Telekom, EWE und Konsorten.

    Bei uns kannst du an der Hotline anrufen und dir dein Gerät versuchen lassen, zu provisionieren. Da die Vitroconnect den meisten Access Kram bei uns macht, und ich weiß, das es auch dort so läuft, dürften die ganzen VC WLP auch dasselbe Vorgehen nutzen.

    Naja, es ist im Prinzip die Featureliste aus der Werbebroschüre des Nokia G-010G und die Auflistung der GPON Specnummern. Und der Hinweis dass Kunden nur nach ONT Seriennummer unterschieden werden, zumindest interpretiere ich das so. Warum man dann aber noch PPPoE oben drüber fährt erschließt sich mir nicht.

    Dieses [1] Modul sollte dann wohl für aktuelle DGN Fasern reichen.

    [1] https://www.fs.com/de-en/products…8228&id=1744496

    Der Layer1 hat nunmal nix mit Layer2 zu tun, daher ist die Authentifizierung im PON immer obligatorisch und abgekoppelt von Verfahren höherer Schichten. Auch bei DHCP wird an modernen Anschlüssen authentifiziert.

    Nur bekommst du in der Regel kein ONT als SFP+ sondern die klassische Variante ala XS-010X-Q ;)

    Die meisten Kunden werden also den höheren Stromverbraucher bei sich zuhause haben.

    Was dem entspricht was man unter 10G versteht :) bei 1G sind es ja auch weniger.

    Bei XGS ist bei ~8.5G Schluss und die Teilst du dir dann auch noch mit vielen anderen, was real dann noch mal weniger bedeutet.

    Bei AE teilst du dir erst den Uplink der in der Regel einem vielfachen der 10G entspricht.

    In der Regel bekommst du als Kunde in AON Netzen auch einen Medienwandler gestellt, den 90% der Kunden dann via RJ45 mit ihrem Router verbinden.

    Und solange es Kunden gibt, die xDSL oder DOCSIS Zugangsnetze nutzen, dürfte der marginal höhere Stromverbrauch bei XGSPON im Vergleich zu 10GBase-BX gar nicht auffallen ;)

    Das stimmt, der Flaschenhals verschiebt sich. Aber deswegen heißt das noch lange nicht, das ein Anbieter seine Accesstechnik gleich mit n*10G oder 100G anbindet. Machen wir auch nicht und fahren sehr gut damit. Macht eine Telekom mit ihrem MSANs übrigens auch nicht. Kenne dort MFGs, die nur mit 1*1G angebunden sind, trotz Profil 35b Kunden darauf.

    So ein Nokia XS-010X-Q ONT ist jetzt nicht gerade ein Kost-Verächter ;)

    Code
    Power requirements
    • 12 VDC /1A
    • Power consumption: <8.6 W

    Und mit 200€+ auch nicht gerade billig

    Eine 10G BiDi Optik verbraucht unter 1W und kostet ~50€

    und bietet dabei noch echte 10G

    25G BiDi Optik gibts für etwa 110€ und verbraucht auch unter 1W

    Also wenn man schon solch Vergleiche anstellt, dann aber auch Äpfel mit Äpfel vergleichen ;) der Stromtreiber beim XS-010X-Q ist der 10GBase-T Port. XGSPON SFP+ Module brauchen auch nicht viel meht (max. 1 Watt) als BiDi SFPs:

    SFP+ Transceiver Modul mit DOM - Generisch kompatibel XGSPON ONU SFP+ 1270nmTx/1577nmRx 9.953GTx/9.953GRx Klasse N2 20km DOM SC SMF - FS.com Deutschland
    SFP+ Transceiver Modul mit DOM - Generisch kompatibel XGSPON ONU SFP+ 1270nmTx/1577nmRx 9.953GTx/9.953GRx Klasse N2 20km DOM SC SMF, Product…
    www.fs.com

    Echte 10G netto kann man auch mit 10GBase-BX nicht anbieten, auch da ist bei <9,5 Gbit/s Schluss. Vom Stromverbrauch des aktiven Equipments auf Providerseite sprechen wir besser nicht :)