Frage zu M-net QSC und der Bereitstellung von Glasfaser für andere Anbieter.

  • Die Situation gestaltet sich im Moment so:


    - In unserem Haus liegt FTTB von M-net an

    - Im Keller wird das ganze über ein langsames POE Modem auf die schlecht isolierte Telefonleitungen (aus 1953) aufgebracht und liegt an der TAE Dose an


    Ich könnte über mit der Eigentümergemeinschaft in Kooperation mit M-net Glasfasern bis in die Wohnungen verlegen lassen. (Wir tragen die Kosten und die Leitung gehört M-net). Leider ein schlechter Deal, aber unsere einzige Wahl. Die Telekom baut keine Glasfaser aus, wenn schon eine liegt und weder M-net noch die Telekom legt die Leitungen im Keller auf Ihre Glasfaser auf, wenn wir unsere Hausverkabelung unabhängig ausbauen.


    Da ich mit M-net sehr schlechte Erfahrungen gemacht habe, möchte ich dort nur über meine Leiche jemals wieder einen Anschluss buchen, seit 2013 hat M-net eine Partnerschaft mit QSC (heute q.beyond) um die Glasfasern an andere Anbieter zu vermieten.


    Ich konnte in meinen Recherchen keinen Anbieter finden, der die Leitung über QSC von M-net mietet und mir einen Glasfaseranschluss anbietet.


    Kennt Ihr einen solchen Anbieter? Welche Optionen ich sonst? Es ist für mich unglaublich frustrierend zu wissen, dass wir die Glasfaser im Keller haben, aber Sie durch die "Politik" mehr Probleme macht als Vorteile bringt.


    Liebe Grüße

  • In der aktuellen Situation wird es wohl nur mit den Münchnern gehen. Schaue ich in meine Glaskugel, dann sehe ich in 5 bis 10 Jahren eine Konsolidierung bei den Gf-Betreibern bzw. Aufteilung in Infrastruktur- und Dienste-Betreiber. So lange willst Du sicher nicht warten.


    Ziehen denn alle Eigentümer bei der Kostenbeteiligung mit?

  • Die sinnvollste Aufgabenteilung ist meines Erachtens, wenn der Hauseigentümer einen einfach zu nutzenden Kabelweg bereitstellt, also i.d.R. Leerrohre, und der Netzbetreiber diesen Weg nutzt, um ohne großen Aufwand das Kabel bis in die Wohneinheit zu legen. Anstatt also selbst ein Glasfaserkabel zu verlegen, verlegt man Leerrohre. Wenn man das Glasfaserkabel fachgerecht selbst verlegen wollte, wäre das sowieso der notwendige erste Schritt. Wer dann das Kabel einzieht, ist nebensächlich.

  • Sinnvoll ist das, keine Frage. Bloß ticken Eigentümergemeinschaften nicht so. Anfallende Kosten müssen möglichst sofort auf den Mieter umlegbar sein oder anderweitig einen unmittelbaren monetären Nutzen bieten. Von daher braucht man das Thema "vorsorglich einen Leitungswege schaffen" gar nicht erst als TOP auf einer Eigentümerversammlung einzubringen. Wenn die Mitglieder einer WEG auch alle in der Immobilie wohnen, kann es anders aussehen.

  • Bei uns liegt noch Wechselstrom an den Wohnungen an, das wird bald saniert ich bin sicher ich bekomme die anderen Eigentümer dazu in dem Moment auch die Leerrohre für die Glasfaser mitzulegen.


    Zu M-net gehe ich mein Leben nicht mehr (sind echt die Letzten ...). da bleibe ich lieber beim Supervectoring oder nehme einen Vodafone Kabel Anschluss.


    Also bietet QSC die Vermietung der M-net Leitung an aber kein Anbieter mietet Sie?

  • einfach zu nutzenden Kabelweg bereitstellt, also i.d.R. Leerrohre, und der Netzbetreiber diesen Weg nutzt,

    Nach dem TKG ist der Netzbetreiber sogar dazu verpflichtet diesen zu benutzen. Hintergrund ist die Sicherstellung der minimalisten Beeinträchtigung der Bausubstanz, die ja bei WEGs das Gemeinschaftseigentum darstellt.

  • Bei uns liegt noch Wechselstrom an den Wohnungen an, das wird bald saniert

    Was verwendet ihr denn in Zukunft? Gleichstrom? Werden die Leitungen ausgetauscht? Falls Du Eigentümer bist, dann kannst Du auch nur für dich die Vorbereitungen für eine Glasfaserzuführung legen lassen. Wer bezahlt, dem gehört die exklusive Nutzung.

  • Also bietet QSC die Vermietung der M-net Leitung an aber kein Anbieter mietet Sie?

    Zu QSC kann ich nichts sagen, jedoch bedeutet Open Access nicht, das jeder Anbieter begierig darauf wartet Kunden über eine fremde Infrastruktur anzuschließen. Es besteht die Möglichkeit, jedoch keine Verpflichtung. Häufig wird das Pricing des Infrastrukturbesitzers absichtlich unattraktiv für Mitbewerber gestaltet.

  • Was verwendet ihr denn in Zukunft? Gleichstrom? Werden die Leitungen ausgetauscht? Falls Du Eigentümer bist, dann kannst Du auch nur für dich die Vorbereitungen für eine Glasfaserzuführung legen lassen. Wer bezahlt, dem gehört die exklusive Nutzung.

    Zumindest benutzen wir in Zukunft 3 Phasen und nicht nur eine pro Wohnung. Die Leitungen müssen dafür getauscht werden.


    Ich sehe keine Sinnhaftigkeit die Glasfaser im Haus für M-net zu verkaufen, wenn Sie nacher kein anderer Provider nutzt.

  • Zumindest benutzen wir in Zukunft 3 Phasen und nicht nur eine pro Wohnung. Die Leitungen müssen dafür getauscht werden.

    OK, dann lass doch gleich mindestens ein Leerrohr für dich mitlegen und denke daran gleich den Einziehdraht in das Leerrohr anbringen zu lassen.

    Ich sehe keine Sinnhaftigkeit die Glasfaser im Haus für M-net zu verkaufen, wenn Sie nacher kein anderer Provider nutzt.

    Die essentielle Frage ist die: Möchtest Du FTTH oder nicht? Das kannst Du nur für dich beantworten.

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  • Wenn man sich die Möglichkeit offenhalten will, dass ein anderer Provider irgendwann eigene Leitungen legt anstatt sich bei M-Net einmieten zu müssen, dann sollte man gleich zwei Rohre zu jeder Wohnung legen. Provider lehnen die Mitnutzung eines Leerrohres i.d.R. ab. Es gibt inzwischen auch Leerrohrsysteme speziell für die FTTH-Inhaus-Verkabelung, z.B. "Speedpipe indoor" von Gabocom.

  • OK, dann lass doch gleich mindestens ein Leerrohr für dich mitlegen und denke daran gleich den Einziehdraht in das Leerrohr anbringen zu lassen.

    Die essentielle Frage ist die: Möchtest Du FTTH oder nicht? Das kannst Du nur für dich beantworten.

    Ich möchte zumindest keinen Tarif von M-net. Wenn das heißt, dasss ich kein FTTH habe ist das halt so.


    Danke für die Tipps, ich werde zumindest nach den Leerrohren schauen.

  • Vielen Dank für eure Antworten.


    Ich hoffe, dass sich regulatorisch was tut, dass der Wahn ein Ende hat. Ist doch absolut blödsinnig zweimal Glasfaser zu verlegen, nur weil es keine Regelungen zur Vermietung an andere Provider gibt.

  • Diesen Zwang gibt es nur bei/für das ehemalige Staatsunternehmen Deutsche Telekom. Bei allen anderen wirst Du auf eine Konsolidierung des Marktes warten müssen. Da M-Net von der Stadt München finanziert, ja sogar ausgehalten wird, glaube ich nicht, das sich hier etwas bewegen wird. Allen Unkenrufen zum Trotz: So schlecht ist der Internetzugang über Koaxialkabel auch nicht.

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