Wie schon im Titel beschrieben, scheint seit mehreren Wochen vermutlich der AFTR (94.31.78.88) der DG den Großteil aller IPv4 TCP Requests mit ICMP Typ 3 (Destination Unreachable) mit Code 13 (Communication administratively filtered) abzulehnen. Nach genug Retries wird irgendwann dann zufällig eine Verbindung erlaubt.
Betroffen sind nur IPv4 TCP Requests.
IPv6 TCP und UDP, ICMP Pings, DNS Probes etc. laufen alle ohne Probleme.
Auch ein VPN Tunnel über IPv4 UDP funktioniert (und sorgt dafür das ich die viele IPv4 only Webseiten irgendwie nutzen kann)
Deshalb bin ich mir auch ziemlich sicher das es vermutlich am AFTR der DG liegt, da leider nur Dual Stack mit CGNat angeboten wird.
Das Problem tritt bei meiner UDM Pro genau so auf wie bei meiner pfSense Box (auch wenn es eigentlich nicht am Router liegen sollte)
Zur Zeit gehe ich davon aus, das entweder der AFTR überlastet ist oder ich irgendein Port Limit erreiche (allerdings konnte ich auch bei langen Packet Captures oder direkt auf meinen Routern, nie mehr als 200-300 offenen TCP Verbindungen feststellen)
Ich habe mal einen Paket Capture angehängt, der exemplarisch die Anfragen zu deutsche-glasfaser.de zeigt. Dort kann man schön sehen wie zuerst die Anfragen blockiert werden und dann irgendwann doch eine Verbindung erlaubt wird.
Das einzige was ich bisher in meinem eigenen Netzwerk feststellen konnte war, das mein iPad Mail Client nach einem Update auf das neuste iOS , auf Grund fehlender Login Daten für mein Outlook Konto, eine extreme Menge von TCP Verbindungen pro Minute geöffnet hatte. Dieses Problem konnte ich aber schon vor mehreren Wochen lösen.
Gibt es irgendwie eine Möglichkeit die DG dazu zu bringen mich auf einen anderen AFTR zu routen ?
Bisher blieben alle meine Anfragen erfolglos bzw. mehrfach wurde folgende Textbaustein verwendet :
"Unsere Techniker vor Ort arbeiten weiterhin intensiv und mit höchster Priorität an der Lösung. Die Arbeiten zur Wiederherstellung des Netzes gestalten sich sehr komplex."
Und nach jeweils ungefähr 1 Woche wurde dann behauptet das "Problem" sei behoben worden. Was allerdings nicht stimmt.