Netz der Telekom - Glasfaser 1000 - Bufferbloat Test

  • Ist es immer so, dass die Download-Phase massiv hoehere Latenzen zeigt als alle anderen Phasen?

    Beim ersten Mal hatte ich ziemlich genau das gleiche Ergebnis ja. Ich mache es heute Abend nochmal und nutze dann auch mal die anderen Tests :)


    Witzigerweise hatte ich das ja vor dem Einzug mal über das Handy via WLAN gemacht als noch die Fritzbox 7530 dran hing wo es deutlich besser ausgesehen hat ^^ Post #51 hier im Thread.

  • Witzigerweise hatte ich das ja vor dem Einzug mal über das Handy via WLAN gemacht als noch die Fritzbox 7530 dran hing wo es deutlich besser ausgesehen hat ^^ Post #51 hier im Thread.

    Das kann man aus zweierlei Gründen nicht vergleichen. Einerseits hat die 7530 schon ein recht gutes TrafficShaping (was bei deinem aktuellen Router offenbar deaktiviert ist) und andererseits ist dabei, aufgrund von Verwendung von WLAN (mit max. 867Mb/s brutto bei der 7530), offensichtlich auch der Downstream nicht voll ausgelastet worden (<600Mb/s netto laut deinem Test damals), damit kommt es selbst ohne TrafficShaper kaum zu Bufferbloat (zumindest im DS).

  • So, ich habe die Tests gerade noch einmal gemacht auf den von euch empfohlenen Plattformen :) Nimmt sich aber alles nichts glaube ich ^^


    Edit: Weil es mich doch interessiert hat habe ich SQM mal aktiviert und auf 508/260 Mbit eingestellt. Die beiden Ergebnisse seht ihr im Anhang :) Der Download wurde aber durch SQM massiv beschnitten.

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  • Edit: Weil es mich doch interessiert hat habe ich SQM mal aktiviert und auf 508/260 Mbit eingestellt. Die beiden Ergebnisse seht ihr im Anhang :) Der Download wurde aber durch SQM massiv beschnitten.

    Keine Ahnung wie leistungsfähig ein UCG-Ultra i.V.m. PPPoE und SQM ist (bin mittlerweile kein Freund mehr von Ubiquiti-Hardware, das sah vor ca. 10 Jahren noch etwas anders aus), könnte hier also durchaus die bekannte Ubiquity-Schwachstelle beim PPPoE-Durchsatz sein.

    U.u. wäre bei diesem Anschluss eine 7530 also ggf. tatsächlich der "bessere" bzw. leistungsfähigere Router, zumindest funktioniert bei FRITZ!OS auf dem IPQ4018/4019 der PA i.V.m. PPPoE ordentlich.

  • Keine Ahnung wie leistungsfähig ein UCG-Ultra i.V.m. PPPoE und SQM ist (bin mittlerweile kein Freund mehr von Ubiquiti-Hardware, das sah vor ca. 10 Jahren noch etwas anders aus), könnte hier also durchaus die bekannte Ubiquity-Schwachstelle beim PPPoE-Durchsatz sein.

    U.u. wäre bei diesem Anschluss eine 7530 also ggf. tatsächlich der "bessere" bzw. leistungsfähigere Router, zumindest funktioniert bei FRITZ!OS auf dem IPQ4018/4019 der PA i.V.m. PPPoE ordentlich.

    Könnte ich die 7530 einfach vor die UCG Ultra setzen und die Fritze die Einwahl machen lassen. Hätte dann nur doppeltes NAT oder?

  • Edit: Weil es mich doch interessiert hat habe ich SQM mal aktiviert und auf 508/260 Mbit eingestellt. Die beiden Ergebnisse seht ihr im Anhang :) Der Download wurde aber durch SQM massiv beschnitten.

    Die Latenz-unter-Last Kurve sieht deutlich besser aus. Aber so wie es aussieht hat Dein Router in der Konfiguration nicht genug CPU-Cyclen um den Traffic nahe Deiner Link-Rate zu shapen, wie NDiGF ja schon erwaehnt hatte. Ubiquita sagt der Router hat "Quad-core ARM® Cortex®-A53 at 1.5 GHz" das ist jetzt nicht die maechtigste CPU... ud gerade bei CPUs in der Leistungsklasse kommt es stark darauf an wie das ganze konfiguriert wird und was noch zusaetzlich an arbeitsintensiven Diensten laeuft.
    Eine Anekdote sei erlaubt, vor einige Jahren hatte ich noch einen alten Netgear WNDR3700v2 Router (single core 32 bit MIPS @ ca. 700 MHz) bei dem war beim Traffic shaping kombiniert ueber Down- und Upstream bei ca. 70-80 Mbps die CPU voll ausgelastet. Fuer einen 50/10 DSL Link reichte das aus, aber beim Wechsel auf 100/40 nicht mehr, ich habe dann verglichen und fuer unsere Nutzung war der Link mit SQM ca. 45/25 besser nutzbar als mit den 100/29 die der Link maximal hergab... Muss man dann immer selber rausfinden was man moechte...

    (Ich habe dann irgendwann den Router ausgetauscht gegen einen turris omina, und der hatte und hat genug CPU-Reserven um den jetzigen 116.7/46.6 Link mit 100/45 zu shapen.)

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  • Na ja, die ueblichen Kapazitaetstests reportieren Netto-Durchsatzwerte, waehrend ein Traffic-Shaper i.d.R. mit Bruttowerten (und Overheadinformationen) konfiguriert wird, d.h,. es ist 100% zu erwarten, dass der Nettdurchsatz mit SQM unter den Brutto-Shaperwerten liegt...

    Wie genau dieses Verhaeltnis ist haengt von der Paketgroesse/MTU und der Verkapselung/dem Per-Paket-Overhead ab. Hier eine Ueberschlagsrechung fuer Verkapselung der Telekom (PPPoE und VLAN, verwenden auch einige andere ISPs so), fuer Ethernet-MTU von 1500:

    IPv4/TCP: 100 * ((1500 - 8 - 20 - 20) / (1500 + 38)) = 94.4%
    IPv6/TCP: 100 * ((1500 - 8 - 40 - 20) / (1500 + 38)) = 93.1%
    Das erklaert zumindest einen Teil der Diskrepanz...