Hallo,
ich bin auf der Suche nach Informationen bzw. Gründen bezüglich der Verfügbarkeit von FTTH bei anderen Anbietern, dort wo die Telekom ausgebaut hat.
Ich lebe im Kreis Euskirchen und lt. Presseberichten waren wir die, oder einer der ersten die gefördert durch die Telekom ausgebaut worden sind. Zur Zeit habe ich einen Glasfaseranschluss der Telekom, die ersten 24 Monate sind seit einem halben Jahr um und ich würde gerne wechseln (Zieltarif mit fester IPv4/v6 gewünscht).
1&1, Vodafone, o2 und easybell haben in der Vergangenheit angekündigt, das FTTH Netz der Telekom nutzen zu wollen.
Lt. 1&1 ist FTTH hier verfügbar, dort gibt es aber keine festen IP Adressen.
Vodafone liefert ein negatives Ergebnis, während o2 noch unsicher ist: Bei der Verfügbarkeitsabfrage für Privatkunden wird FTTH angeboten, bei Geschäftskunden (telefonisch) nicht.
Schriftliche Anfragen an beide Anbieter blieben bisher unbeantwortet. Auch nach telefonischer Rückfrage meldet sich von o2 oder Vodafone niemand mehr.
easybell hat auch ein negatives Ergebnis, hält mich aber seit ca. einem halben Jahr auf dem Laufenden, dass es immer noch nicht verfügbar ist.
Was ist hier los? Gibt es bei FTTH auch so etwas wie "Regio"-Anschlüsse bei xDSL (die mit damals 5€ Aufpreis)?
Der Verdacht drängt sich auf, da in Euskirchen (Kreisstadt) an verschiedenen Adressen (wahllos ausgesucht z.B. Breite Str. 19, Euskirchen) FTTH bestellbar ist. Ebenfalls ausgebaut durch die Telekom.
Wer hat eine Idee, woran das liegt?
Danke!
Gelöst: Gründe für unterschiedliche Glasfaserverfügbarkeiten (FTTH)
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Zur Beantwortung müsstest du konkreter werden, welcher Stadt/Ortsteil gemeint ist. Grundsätzlich kann man zur Verfügbarkeit anderer Provider auf dem reinen Telekom-Glasfasernetz (nicht Glasfaserplus etc.) bis auf regionale zusätzliche Anbieter behaupten, dass die Verfügbarkeit einheitlich ist. Es besteht dort lediglich eine verzögerte Buchbarkeit je nach Provider. Teilweise bzw. zeitweise sind die Systeme, worüber die Verfügbarkeit geprüft wird, auch kaputt. Hier also je Provider mehrfach zu verschiedenen Tageszeiten prüfen.
Zu o2 musst du wissen, dass es dort privatkundenähnliche Businesstarife und davon komplett unabhängige, teilweise symmetrische Tarife gibt, die leider komplett unterschiedliche Buchungssysteme haben. Da traue ich dem Kundenservice auch zu, dass er während des Gesprächs einfach ins falsche System guckt.
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Danke für deine Antwort. Zunächst muss ich mich selbst korrigieren: Mein Glasfaseranschluss besteht bereits seit August 2021, auch wenn das am Thema selbst wohl nichts ändert.
Es geht um das Stadtgebiet von Mechernich, bzw. um einen Vorort davon: Weyer. Und es handelt sich um einen reinen Telekom-Ausbau. Ich glaube damals gab es Glasfaserplus noch gar nicht. Ausgebaut wurde hier FTTH 1.7, wir wurden aber schon vor einiger Zeit migriert.
Zum Thema "zu verschiedenen Tageszeiten" prüfen möchte ich zumindest im Fall von easybell widersprechen. Der Mailkontakt war sehr intensiv und es wurde sogar mit deren Vorleister Rücksprache gehalten. Eine falsche Tageszeit möchte ich zumindest in diesem Fall ausschließen.
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Zu easybell finde ich diese Information, denkbar dass das auf Vodafone auch zutrifft. Ich kenne keine Berichte darüber, dass Vodafone bei der Vorvermarktung der Telekom dabei ist und jemand über die Bestellung bei Vodafone an den Telekom-Anschluss gelangt ist. Über 1&1 gelangt man zumindest direkt an den Anschluss, ohne mit der Telekom Kontakt aufgenommen zu haben.
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Vodafone ist seit Oktober dabei:
Mehr als 11 Mio. Haushalte: Deutschlands größtes Glasfaser-AngebotVodafone schaltet das größte vereinte Glasfaser-Netz Deutschlands zusammen – und damit das breiteste Glasfaser-Angebot im deutschen Markt. Der Startschuss…newsroom.vodafone.de
Deutsche Telekom & Deutsche Glasfaser: Vodafone bietet Glasfaser der Konkurrenz an - Golem.deVodafone will damit Glasfaser für rund elf Millionen Haushalte anbieten. Selbst errichtet sind 560.000 Glasfaserzugänge.www.golem.deDie Seite von easybell ist mir bekannt, da ich bereits über einen Anschluss bei der Telekom verfüge, erfülle ich alle Voraussetzungen.
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Sorry, so war das nicht gemeint. Zumindest soweit ich es herausfinden konnte, nimmt 1&1 an der Vorvermarktung der Telekom-Anschlüsse teil. Vodafone und easybell nicht.
Meine Vermutung: Bei euch haben es die fertigen Anschlüsse nicht in die Datenquelle geschafft, aus der die Nicht-Vorvermarkter ihre Verfügbarkeitsergebnisse ziehen. Warum o2 von diesem Muster erneut abweicht, weiß ich auch nicht.
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Könntest du das mit der Datenquelle etwas genauer erläutern?
Tatsächlich ist es so, dass man hier - bei Buchung eines Glasfasertarifs bei der Telekom keinen richtigen Auftrag abgibt, sondern nur eine Vorbestellung ohne festen Termin auslösen kann. Diese Vorbestellung wird dann allerdings innerhalb von 2 Wochen ausgeführt und der Anschluss ist nutzbar, es ist ja seit 4 Jahren alles fertig.Korrektur: Das stimmt wohl seit diesem Jahr nicht mehr. Im vergangenen Jahr war es noch so. -
Wie die Datenquelle genau aussieht, weiß ich nicht. Ich weiß aber, dass sie existiert, denn irgendwelche Daten der Netzbetreiber müssen die Provider ja abrufen, um ihren potentiellen Kunden die Tarife offenbaren zu können. Du scheinst da aber auch einem Teil der Begründung auf der Spur zu sein, es wird wohl irgendwas mit dem " Anschluss eigentlich fertig, laut System aber nicht" zu tun haben.
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Dass es eine Verfügbarkeitsdatenbank gibt, ist mir bewusst. Das ist ja bei DSL nicht anders. Mir war aber bisher nicht bekannt, dass diese zweigeteilt ist und ein Anbieter "Vorbesteller" bedienen muss um vollständigen Zugriff zu erlangen.
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Aber genau das impliziert ja schon die Erklärungsseite von easybell. Easybell möchte eine fertige Dose vorfinden, manch andere Provider sorgen dafür, dass diese noch installiert wird und wissen somit auch früher von der Verfügbarkeit.
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Das verstehe ich dann aber nicht. Die GF-TA ist ja hier. Der einzige Unterschied zu den aktuellen ist der fehlende QR Code und die aufgeklebte ID fängt mit A statt 0 an. Meine korrekte Home ID habe ich aber hier liegen.
Die HomeID habe ich auch dem easybell Support mitgeteilt. Dort hat man sich richtig Mühe gegeben.
Ich habe gerade auch mal Adressen hier im Ort getestet, von denen ich weiß, dass dort eine neue GF-TA montiert wurde (mit QR Code). Auch dort ist die Verfügbarkeit negativ.
Irgendwas passt da nicht. -
Mehr als mutmaßen kann man da wohl nicht, ein Interner wüsste wahrscheinlich mehr. Da würde ich aber eher Richtung Telekom als Richtung easybell schielen.
Konntest du denn einen Unterschied in der Buchbarkeit von Vodafone zwischen gefördert und eigenwirtschaftlich ausgebauten Gebieten sehen? Euskirchen und Mechernich sind da ja ein ziemlicher Flickenteppich, da muss man schon genau drauf achten, welche Adresse man prüft. Den Breitbandatlas kennst du?
Tatsächliche netztechnisch begründete Hürden bzgl. easybell und o2 als L3-Bistromnutzer erschließen sich mir jedenfalls nicht. Wahrscheinlich müssen die nicht mal wissen, in welchem Bundesland sich deine Glasfaserdose befindet. Die kommen netztechnisch mit nichts in Berührung, was sich irgendwo in deiner Nähe befindet, da sie den Traffic nur an ein paar Orten in Deutschland aus dem Telekom-Netz entgegennehmen. In Euskirchen wäre das schon anders, da dort Easybell den Traffic via L2-Übergabe von Versatel zugespielt bekommt.
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Ich habe jetzt noch etwas weiter geschaut, zumindest bzgl. der Verfügbarkeit von Vodafone habe ich den dringenden Verdacht, dass sie davon abhängig ist, ob die entsprechende Adresse über L2 oder L3 BSA angebunden ist.
Gegenprüfen kann man das allerdings nur recht kompliziert: Man muss sich in der Nähe der fraglichen Glasfaser-Adresse Telekom VDSL-Gebiete raussuchen und prüfen, ob Freenet DSL angeboten wird, es ist nämlich gesichert, dass Freenet DSL nur in Vodafone L2-Gebieten verfügbar ist. Zumindest für Mechernich Zentrum und Euskirchen Zentrum bestätigt sich hier das Muster: Mechernich Zentrum hat VDSL der Telekom, Freenet DSL ist aber nicht verfügbar, Vodafone Glasfaser im benachbarten Glasfasergebiet auch nicht. Euskirchen Zentrum hat Telekom VDSL, Freenet DSL ist mit 250 Mbit/s verfügbar, Vodafone Glasfaser kann vorbestellt werden.
Und noch was: Mir ist jetzt beim Stöbern noch aufgefallen, dass der eigenwirtschaftliche Ausbau in Mechernich nicht von der Telekom, sondern von Glasfaserplus ist. Solltest du also selbst weiter recherchieren wollen, solltest du den Kernort von Mechernich komplett außen vor lassen, da die Verfügbarkeitsabweichungen hier klar sind. Die Telekom ist dort Alleinherrscher.
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Das mit L2/L3 klingt für mich am plausibelsten. Damit komme ich auch weiter.
Im Nachbarort gibt es VDSL. Dort ist Freenet DSL nicht verfügbar. Das dürfte damit geklärt sein, danke.
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chrsto
9. Januar 2025 um 14:16 Hat den Titel des Themas von „Gründe für unterschiedliche Glasfaserverfügbarkeiten (FTTH)“ zu „Gelöst: Gründe für unterschiedliche Glasfaserverfügbarkeiten (FTTH)“ geändert.