Deutsche Glasfaser und die Mehrsparte 🙄

  • Hallo zusammen,

    habe mich hier angemeldet, da ich gerne auf eure Meinung bzw. Erfahrung setzen würde.

    Wir sind derzeit mit Kupfer an die Telekom angeschlossen (100er Leitung) und eigentlich sehr zufrieden (es kommen 110% an).

    Nun möchte die Deutsche Glasfaser das Netz hier vor Ort ausbauen. Wir wollten das Angebot einfach mal mitnehmen und haben den Vorvertrag abgeschlossen. Die Nachfragebündelung war erfolgreich.

    Nun hab ich mit der DG großen Spaß wg. dem Mehrspartenanschluss (sicherlich kein neues Thema):

    - Der Vertriebler hat uns (natürlich) alles zugesagt (Einführung MSA kein Problem)

    - 1. Hausbegehung: MSA Einführung ist kein Problem. Aber die Nutzung muss ich bei den Stadtwerken bezahlen 😱. Das soll ich erstmal klären, danach kommt der Baumensch nochmal. Auf Nachfrage stimmt das sogar: Kostet mich 450€, da die MSA wohl nicht mir gehört 😮‍💨.

    - 2. Hausbegehung: Okay, ich würde die Nutzung bezahlen. Der Baumensch (ein anderer) nun: DG nutzt die MSA nicht, weil liegt zu tief. Und da zog er wieder ab 😑

    - Nach zig Mails mit DG hin und her habe ich nun die Zusage, dass der MSA genutzt werden kann, aber ich muss ihn selbst frei legen.

    - Jetzt habe ich Richtung DG die Frage gestellt, wie ich den freilegen soll. Hintergrund: Mein MSA hat 11m Leerrohr und endet am Gehweg -> Öffentlicher Verkehrsweg

    - Buddeln am Hauswirtschaftsraum kommt nicht in Frage, weil da irgendwo unsere Bohrungen unserer Solewärmepumpe sind.

    Das ganze zieht sich nun über Monate und ich habe schon so einiges über den "Service" der DG gelernt. Mittlerweile habe ich langsam keine Lust mehr.

    Wisst ihr, wie es sich mit dem Vorvertrag verhält, wenn DG und ich uns über die baulichen Maßnahme nicht einig werden? In den AGB konnte ich nix finden, die gehen immer von einem laufenden Vertrag aus.

    Vielen Dank und Gruß 🙂

  • Was du beschreibst ist anscheinend die Aufgabenverteilung, die sich bei der DG als Standard etabliert: Die Mehrsparteneinführung kann genutzt werden, wenn das straßenseitige Ende des zu nutzenden Leerrohrs vom Kunden freigelegt wird oder nicht tiefer als die Verlegetiefe der Glasfaser im Boden liegt und die Position genau bekannt ist.

    Ich würde als erste Anlaufstelle nach der DG die Stadtverwaltung sehen. Vielleicht kann die konkrete Tipps geben, wie man das löst. Ggf. muss man eine Genehmigung beantragen und ein Bauunternehmen damit beauftragen. Praktischer fände ich, wenn das Bauunternehmen der DG diese Arbeit erledigen würde. Immerhin spart etwas tiefer zur Mehrsparte graben die ganze Arbeit der Verlegung bis zum und in das Haus.

    Vielleicht sollten Städte die Nutzung von Mehrspartenhauseinführungen ohne Aufpreis für den Kunden als Voraussetzung für die Genehmigungen in die Kooperationsverträge schreiben. Die DG macht es sich da meiner Meinung nach etwas zu einfach. Die Nutzung der Mehrspartenhauseinführung ist die fachlich korrekte Methode. Dass die Glasfaser normalerweise weniger tief verlegt wird, ist nicht die Entscheidung des Kunden.

    Ergänzung: Soweit mir bekannt ist, tritt die DG von dem Vertrag zurück, wenn es keine Einigung über die Bauausführung gibt. Dann gibt es einfach keinen Anschluss. Ich würde versuchen, dieses Ergebnis zu vermeiden.

  • Danke!

    Ich befürchte auch, dass ich hier dann ein Bauunternehmen beauftragen müsste. Ich selber darf wahrscheinlich nicht unterm Gehweg buddeln (da liegen ja auch noch die Strom und Gasleitungen). Allerdings kommen dann ja immense Kosten auf mich zu:

    450 € für den MSA und (wahrscheinlich noch mehrere hundert Euro) für einen Tiefbauer. Da muss ich aber auch gestehen, da sind wir dann zu weit weg von "Die Anschlusskosten trägt die DG".

    Glasfaser schön und gut, aber nicht um jeden Preis...

    Dann spekuliere ich lieber, dass die Telekom in 5 Jahren (oder so) das Netz weiter ausbaut. Die hat nämlich die Benutzung des MSA bereits für das Kupferkabel bezahlt (die Telekom, nicht ich).

    Ich denke, ich werde mal den Vertreter des Baubüros nochmal kommen lassen und dann schauen, wie die sich das dann genau vorstellen.

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  • Mir erschließen sich die Besitzverhältnisse bei den Mehrspartenanschlüssen nicht ganz, ich bezahle doch für Material und Verlegung dazu noch Erschließungsgebüren, warum soll ich dann nochmal für etwas bezahlen was mir ja schon gehört.

  • Mir erschließen sich die Besitzverhältnisse bei den Mehrspartenanschlüssen nicht ganz

    Da bist du nicht der einzige. 😅

    Es ist wohl hier so, dass der MSA von den Stadtwerken gestellt wurde. Wenn den nun jemand benutzen will, dann wollen die dafür eine Nutzungspauschale.

    Ist hier einigen im Umkreis erst im Zuge mit der Glasfaser "aufgefallen", dass uns wohl der MSA nicht gehört.