Im Prinzip sind Zertifikate kein Hexenwerk, es wird leider sehr häufig als Mysterium dargestellt und viele Anleitungen strotzen vor Halbwissen und unreflektiertem Abschreiben.
Meines Erachtens ist folgendes wichtig zu wissen:
- Die Zertifikatkette muss vollständig sein (also die Zertifikate der Root-CA und Issuing-CA müssen im Zertifikatstore hinterlegt sein).
- Der Common Name (CN) muss zwingend auch als Subject Alternate Name (SAN) im Zertifikat vorkommen
- Private Key und Certificates Signing Requests (CSR) haben kein Ablaufdatum.
- Viele Appliances können mit passwortgeschütztem private Key nicht umgehen.
- Der private Key gehört gesichert und vor Zugriffen Dritter geschützt aufbewahrt. Im Idealfall besitzt der PK ein Passwort.
- Wenn das ausgestellte Zertifikat abläuft, reicht es aus, den "alten" CSR bei einer CA erneut einzureichen. Damit braucht nur das abgelaufene Zertifikat durch das neue ersetzt werden.
Von self-signed Zertifikaten rate ich ab. Es sei denn in vollständig isolierten Laborumgebungen. Let's encrypt ist in sehr vielen Fällen (leider nicht in allen) eine gute Alternative.