Die Crux an der Sache ist die: Je mehr Bandbreite bereits vorhanden ist, desto schwerer tun sich die Mitbewerber.
In den ländlichen Regionen ist aufgrund der hohen Leitungslängen mit VDSL(2) nicht so viel zu holen. Bei mir kommen weniger als 50 MBit Download an, obwohl ich nominell sogar direkt an die Ortsvermittlungsstelle konnektiert bin. Allerdings mit ein paar 100m CuDA dazwischen. Da bleibt vom Vectoring nicht mehr so viel übrig.
Dementsprechend war es nach ein bisschen hin und her klar, das DG einen Ausbau vornimmt. Die DTAG hat einfach zu lange geschlafen und sich zu sicher gefühlt. Na, diese Zeiten sind nun auch vorbei...
Lediglich große WEGs/Hochhäuser sind nicht erschlossen worden, da mit Kabelfernsehen schon eine hohe Bandbreite verfügbar war und die Miteigentümer der WEGs unspezifizierte Kosten befürchtet haben. Pech für die Mieter, leider. Durch die WEG Novellierung vor knapp einem Jahr ist es für Eigentümer leichter geworden einen FTTH Zugang bauen zu lassen, allerdings ist der Ausbau nur noch als sogenannter Nachanschluss durchführbar und das kann noch viel, viel Zeit brauchen.
Nach den Werbebotschaften der Telekom Drückerkolonnen von Ranger Marketing bist Du doch (mittelbar) an das Glasfasernetz der Telekom angeschlossen! OK, Sarkasmus beiseite, es wird in diesem Segment nicht immer die Wahrheit gesprochen.
Ob jetzt über die Glasfaser-Koax Leitung (= Kabelfernsehen) oder Glasfaser-CuDA Leitung ein zukünftiger FTTH Ausbau stattfindet, kann ich nicht sagen. Tendenziell sehe ich das eher bei der Kupfer-Doppelader, das entscheiden jedoch die Infrastrukturbetreiber.