Meiner Meinung nach liegt die Herausforderung der Provider, die Motivation des ONT-Zwanges ist, im Vendor-Lockin.
In GPON Netzen mit ZTE OLTs unterstützt ZTE natürlich nur ONTs aus eigenem Hause, Alcatel-Lucent/Nokia OLTs besonders gut die Nokia ONTs und Huawei bleibt lieber auch alleine. Die Managementsoftware ist daher nur auf die Verwaltung von Hardware aus dem eigenen Stall ausgelegt. Muss Fremdhardware unterstützt werden, geht das nicht oder nur schwer mit dem Software-Stack des Systemlieferanten.
Nun werden Operation Support Systems benötigt, die natürlich Geld kosten und deren Bedienung/Konfiguration auch fachkundiges Personal benötigt. Dies alles wollte man sich sparen, in dem man die Endgerätewahlfreiheit nicht für Ernst genommen hat. Seit 2016 besteht diese Verpflichtung und man wäre gut beraten gewesen, diese Verpflichtung auch in die Systeme zu implementieren. Das haben die Provider nicht getan, lediglich. DTAG und DG haben nachgeliefert. Von anderen Anbietern sind mir die Self-Provisioning Portale nicht bekannt.
Glücklicherweise haben etliche Kunden gegen diese Selbstherrlichkeit der Provider aufbegehrt, dies hat letztlich zu der aktuellen Situation geführt. Die BNetzA und der Verbraucherschutz sehen genauer hin und die TK-Provider sind unter Zugzwang.
Anstatt jedoch die Flucht nach vorne im Sinne des Kunden anzutreten, wird versucht via Allgemeinverfügung den Status-Quo zu wahren.