Die Mitarbeiteraktionen waren nach den Berichten meiner bei der Telekom angestellten Freunde selten der Reißer. Mag sein, dass dies mittlerweile anders ist.
Auf Handytarife 30 % und wenn man keine "eigene" Rechnung braucht, greifen in meinem Umkreis derzeit die "Zweitkarten für Freunde" um sich. Das ist für viele günstig genug, um sich die Netzabdeckung der Telekom zu erkaufen ohne Drittanbieter-Angebote wahrnehmen zu müssen.
Und dass sich in dem Bonner Raum viele Telekom Mitarbeiter aufhalten ist genauso ungewöhnlich wie die Anzahl an Philips Mitarbeitern in den Niederlanden.
Klar, aber hat Philips (noch) eine dermaßen hohe Markenloyalität?
Ich gebe allerdings zu benken, dass die Telekom den guten Stand/Ruf bei den privaten Teilnehmern/Kunden nicht in die Wiege gelegt bekommen, sondern sich über Jahre hinweg durch intensive Bemühungen in Richtung operative Exzellenz erarbeitet hat.
Den hat sich sich aber ebenso über Jahre intensiv ruiniert. Viele blieben aus Tradition treu, oder aus Alternativlosigkeit. Und ja: Auch weil viele Mitbewerber noch schlechter waren. Mittlerweile kann man mit der Kundenbetreuung gut leben.
Ein großes Ärgernis sind auch die Kooperationen Gf Nordwest und Gf+ - ich als Kunde erwarte, da die Telekom dort mit drinsteckt, dass mir bei Fragen und Problemen auch geholfen wird. Stattdessen wird an die Partner verwiesen, die i. d. R. leider nicht mit Kompetenz glänzen.
Mit G+ hatte ich für eine Freundin mal das Vergnügen: Ihre Wohnung war DSL-technisch über das versetzte Nachbarhaus angebunden und fiel im Ausbauprojekt durch das Raster. G+ hat das recht schnell nachgetragen aber bis dann zwischen G+ und Telekom geklärt war, dass FTTH buchbar wird (und damit auch ausgebaut wird), habe ich 12 lange Telefonate gebraucht. Das war miserabel. Irgendwelche Flags waren nicht gesetzt und der Sündenbock war immer der andere.
Oder der Upselling-Druck bei der Hotline.
[...] Rein von der Zugangstechnik halte ich die Telekom auch für am kompetentesten in Deutschland. [...] Die Peeringthematik werden viele nicht bemerken
Upselling finde ich bei der Telekom zugegeben sehr gemäßigt. Wenn sie auf etwas schnelleres hinweisen, sage ich, dass ich bald FTTH vom Wettbewerber bekomme. Damit konnte bisher jeder Mitarbeiter leben. Und seit der Peering-Thematik werfe ich auch gern noch ein "ich bin nicht böse drum" hinterher.