Beiträge von wandler

    Aluhut absetzen? Die BNetzA beschreibt das was momentan geltendes Recht ist, das ist jedoch nicht zwingend in Stein gemeisselt, d.h. das kann man aendern.

    Ich versuche es nochmal zu verdeutschen: Es geht in diesem Dokument NICHT um Technik oder eine technische Migration. Die ist komplett irrelevant. Es geht nur und ausschließlich um (finanzielle) Interessen. Es gibt einen Kuchen zu verteilen, der sich aus zwangsweise beim Endkunden eingesammelten Monopolrenditen ergibt und vom diesen soll nach Vorstellungen der Glasfaser-Investoren möglichst wenig bei der Telekom landen. Außerdem werden Strategien überlegt, wie man den Endkunden durch (Migrations-)Zwänge möglichst gut auspressen kann.

    Ausschließlich darum dreht sich die ganze von diesem "Impulspapier'" angestoßene Diskussion.

    Die Betrachtung, dass sich Endkunden bei finanzieller Belastung einfach komplett gegen den Anschluss entscheiden könnten - so wie sich ja jetzt schon gegen den überteuerten Glasfaseranschluss entscheiden - fehlt komplett im Dokument. Und damit sind die Aussagen und Prognosen darin großenteils völliger Humbug. Deshalb wird man die Ergebnisse bekommen, die so typisch sind für das Land in der Mitte Europas und der ganze der Rest der Welt wird es dafür wieder mal schallend auslachen. Wohl bekomm's!

    pufferueberlauf Man sieht schon, dass es Überlegungen sind, wie man Endkunden etwas überhelfen kann, ohne dass sich sich wehren können, während natürlich

    Zitat

    Das Unternehmen mit
    beträchtlicher Marktmacht wird seine Entscheidung über die Abschaltung seines Kupfernetzes und die Migration
    auf alternative Netzinfrastrukturen in erster Linie anhand wettbewerblicher sowie betriebswirtschaftlicher
    Faktoren wie Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerungen ausrichten. Es kann dabei weder zur Migration
    gezwungen, noch unter Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften davon abgehalten werden, auf eine andere
    Technologie zu migrieren.

    Auch das "Glasfaserbereitstellungsentgelt" schlägt in diese Kerbe.

    Es geht mal wieder nur um weitere Zwangsabgaben für Haushalte zugunsten von Großkonzernen. Das ist nicht mal würdig diskutiert zu werden.

    Weil ich diesen, für mich wichtigen Vorgang nicht in die Hand eines Providers geben wollte, sondern selbst entscheiden möchte, ob der Vertrag beim Altprovider wirklich gekündigt wird. Falls ich bis Ende Mai merke, dass der Zugang über Glasfaser nix taugt, werde ich auch die Kündigung wieder zurücknehmen.

    Kündigungen kann man nicht "zurücknehmen". Du kannst du nur einen neuen Vertrag beim alten Anbieter abschließen mit neuer Vertragslaufzeit.

    Der Vorteil am § 59 TKG ist eine unterbrechungsfreie Versorgung. Eine Rufnummernportierung ist dafür nicht erforderlich, da der Internetanschluss gar keine Rufnummer haben muss.

    Wenn das ein Großteil macht, dann wird mindestens in den Großstädten die Datenrate in den Mobilfunknetzen keinen mehr erfreuen.

    Nutzer mit ADSL-Anschluss, die vor "langfristig höheren Bandbreiten und besserer
    Servicequalität" flüchten, werden das nicht einmal merken. Das wird nur für den Rest nicht schön.

    Das Dokument wurde komplett von Leuten erstellt, die ein absolut statisches Modell des Haushaltskunden annehmen. So etwa analog zu "Migration von Telefon und Kabelfernsehen auf Glasfaser" mit ewig gültigen Annahmen aus dem Jahr 1985: Wurde dann in den 1990ern umgesetzt und scheiterte dann endgültig bei der Einführung von DSL-Internetzugängen.

    Der Absatz "Verteilung der Migrationskosten" ist schon sehr vielsagend:

    Zitat

    Auch Endkundinnen und Endkunden profitieren langfristig von höheren Bandbreiten und besserer
    Servicequalität. Die Kosten für endkundenseitige Anpassungen könnten daher zumutbar sein,

    Ich prognostiziere schon mal, dass sich ein Großteil der privaten Haushalte davor in den Mobilfunk flüchten wird.

    Die Telekom hat die Abschlussdose neben die Hauseinführung gesetzt. Ein kleines Serverschränkchen sitzt aber etwa 6 Meter weiter im Haustechnikraum. Es liegt eine 7x1.5 Speedpipe (4mm Innendurchmesser) von der Hauseinführung zu dem Serverschränkchen.

    Da ist wohl irgendwas schiefgegangen. Gibt es neben dem Hauseinführung überhaupt Steckdosen?

    Jain, Cloudflare argo smart routing ist keine Sonderlocke fuer die Telekom sondern wird als generelle Beschleuningung vermarktet, da wird es schwer die BNetzA zu ueberzeugen, das waere eine Telekomsteuer...

    Das ist auch nicht die Aufgabe des Endkunden. So wünschen sich natürlich die Konzerne in ihrer asymmetrischen Kriegsführung, aber im Strafrecht gibt es den sog. Anfangsverdacht und dann liegt es daran, den zu erhärten. Das ist die Aufgabe des Staates und der greift dabei auch zu durchaus auch zu weitreichenden Mitteln. Dafür stehen ihm unter anderem auch geheimdienstliche Mittel und Kontakte mit sog. Whistleblowern zur Verfügung.

    In einer führenden Welt- und Wirtschaftsmacht wie den USA singen deshalb Whistleblower innerhalb des Konzerns der FCC ein Lied, die dann durchaus mal mit dem harten Regulierungshammer draufhaut. Damit erhält man sich die internationale Wettbewerbsfähigkeit, die Wohlstand und hohen Lebensstandard (dazu zählt auch schnelles Internet) garantiert.

    Das Gegenteil findet man überall dort, wo Konzerne mit der Regierung kooperieren, das nennt man in der Fachsprache Korruption. Korrupte Systeme sind bekannt für ihre schlecht laufende Wirtschaft und einen niedrigen Lebensstandard (inklusive teurem und schlechtem Internetzugang).

    Ja, das monatliche Datenvolumen duerfte im groben mit der relevanten Kapazitaetsnutzung zur Primetime korrelieren, nur koennen halt echte Netzwerke (wie Cloudflare und die Telekom) das tatsaechlich relevante Mass (Kapazitaetsauslastung zu Primetime) direkt messen, warum sollten die da auf ein schlechtes Korrelat zurueckgreifen?

    Was interessiert das den Endkunden (an beiden Enden der Leitung), der den ganzen Spaß bezahlen soll? Hier interessiert nur und ausschließlich die Endkundenseite. Die Endkunden, sind diejenigen, die miteinander kommunizieren wollen. Die Netzbetreiber sind nur die Trittbrettfahrer.

    Der Endkunde wird pro GB abgerechnet. Der Hosting-Endkunde kann der Bundesnetzagentur mitteilen: ohne Telekom-Netzbremse kostet es pro GB 0,10 $ + USt. Irgendwas wird die Telekom der CF schon berechnen, dass ein entsprechender Endkundenpreis herauskommt. Was irgendwelche Netze intern abrechnen, kann dem Endkunden dafür komplett egal sein.

    beim paid Peering/Transit wird meist nach der Kapzitaetsauslastung abgerechnet (google mal burstable billing) nicht nach Datenvolumen (weil Kapazitaet Geld kostet, nicht reines Volumen*)... ABER Endkunden (z.B. von Cloudflare) sind das nicht gewohnt, daher schnitzt Cloudflare da einen Volumenbasierten Preis draus

    Also exakt wie im Mobilfunk: Da bezahlt der Endkunde eigentlich (!) Kapazitätsauslastung, auf der Rechnung aber pro GB. (Was dann so lustigen Effekten führt, dass nachts brachliegende Kapazitäten elektronisch abgeschaltet werden.) Oben drauf berechnet die Telekom der anderen Seite dann nochmal dieselbe Kapazitätsauslastung (ja auch ihres Mobilfunknetzes), was dann schlussendlich der Endkunde doppelt bezahlt.

    Am Ende sind die genauen Hinterzimmerverträge völlig egal, weil die Zahl unter dem Strich zählt. Der CF-Kunde zahlt xx Cent pro GB für das Telekom-Netz und der Telekom-Kunde xx Cent für oben drauf für das Telekom-Netz.

    Diese Zahlen sind eben nicht völlig unabhängig von der produzierten Netzauslastung, sie stehen in einem gewissen Verhältnis und das reicht aus, um grob einzuschätzen, wie teuer das Telekom-Netz (von beiden Seiten) ist.

    Geht der Mobilfunkkunde anderswo hin, zahlt er deutlich weniger für unterdimensionierte Antennen und RiFu-Anbindungen analog zum CF-Kunden mit unterdimensionierten Peerings.

    Ein deutscher Cloudflare-Kunde beschwert sich:

    Zitat

    Meine User aus dem Telekom-Netz hatten teilweise von CF einen Einstiegspunkt an der US-Ostküste bekommen. Nicht Deutschland, Niederlande, Frankreich oder so. Nein - einmal um die Murmel nur um dann die Daten aus Frankfurt zu erhalten.

    Dieselbe IP-Adresse erreichen Nutzer anderer ISP direkt in Deutschland. Die Telekom-Nutzer bekommen ja keine andere IP-Adresse von Cloudflare.

    Zitat

    Antwort von CF - man solle einfach das kostenpflichtige "Argo Smart Routing" buchen, damit die User bessere Performance bekommen. Für schlappe 0,10$ pro GB.

    Jetzt weiß man ungefähr, was die Telekom CF dafür berechnet.

    Zitat

    Aktiviert, gabs für die User einen deutschen Einstiegspunkt. Deaktiviert, halt wieder US-Ostküste.
    Man hätte die Traffic aber auch ohne Probleme an anderen Punkten annehmen können.

    Der Cloudflare-Kunde hat nicht verstanden, dass er den Traffic produziert, den er übergeben möchte. Cloudflare nimmt keinen Traffic an, die Telekom tut das, aber kostenneutral eben nur an der US-Ostküste.

    Erstens: Wie lange hat es gedauert, bis nach Einführung von DSL es möglich war, günstiger ISP auf der vorhandenen Leitung zu buchen.

    Monate. Ein paar Jahre später gab es die entbündelte TAL (der einzige Zeitpunkt, wo bis zur Vectoring-Entscheidung mal kurz echter Wettbwerb existiert hat. Auch EON hat da konkurrenzfähige Preise angeboten statt der heutigen Glasfaser-Mondpreise).

    Man sollte vielleicht mal in 10 Jahren schauen, wenn sich der Gf-Markt beruhigt und konsolidiert hat.

    Und genau bis dahin kann der Normalverbraucher mit DSL in Ruhe abwarten. Und wird das auch tun.

    Das ist richtig, aber wenn bei AON 1 Gbps Ethernet zum EInsatz kommt, dann ist bereits auf der Glasstreckle das netto-limit bei ca. 940 Mbps, eben weil bei Gigabitethernet das beworbene Gigabit fuer die Brutto-Ebene gilt.

    Weshalb es in UK, wo es funktionierende Regulierung und einen funktionierenden Markt gibt (beides nicht vorhanden in DE) nur 900-Mbit-Zugänge angeboten werden, wo kein echtes Gigabit rauskommt.

    Und für 5 € mehr habe ich 250/250 GF.

    Aber es ging genau darum, dass die meisten Privatkunden mit 50 Mbit/s völlig zufrieden sind. Und Easybell das eben für 35 € anbietet, auch in der Gartenstadt Falkenhöh. Für 5 € mehr gibt es dann 150/75 über GF (Listenpreis, dauerhaft, kein Sonderangebot mit Vertragslaufzeit), aber nicht in der Gartenstadt Falkenhöh, weil dort ein anderer Glasfaseranbieter aktiv ist, der hat zwar schöne Pakete mit 8 Gbit/s, die aber für Privatkunden viel zu teuer sind.

    Aber die Zahlen zeigen, dass die FTTH Anbieter noch nicht mal willens sind im gross die schon relativ hohen DSL-Preise der Telekom zu matchen oder gar zu unterbieten, davon dass die Reseller der Telekom i.d.R. noch mal etwas billiger sind brauchen wir da gar nicht erst reden

    Einen richtigen Wettbewerb gibt es dort eben nicht, also wird genommen, was man abzocken kann.

    Du versuchst immer, eure Sonderstellung mit DNS:NET als VDSL-Netzbetreiber zur Normalität zu erklären, die Wahrheit ist aber, dass man zur absoluten Minderheit gehört, wenn in einem Gebiet wohnt, in dem nicht nur die Telekom nicht der VDSL-Netzbetreiber, sondern auch der Netzbetreiber bis vor kurzem der einzige Provider war.

    In Falkenhöh ist VDSL 50 von Easybell zum üblichen Preis verfügbar.

    Das 500/100 war das kleinste Angebot von OI/Fuxx.

    Ja schade - also nicht für mich, sondern für den "Fuxx". Wenn "Internet 2500/2500" für 76 € das kleinste Angebot wäre, würde ich trotzdem VDSL nehmen.

    Ich hatte mehr als 2 1/2 Jahre von InternetNord den gleichen Preis, Lockangebot kann ich das nicht unbedingt nennen.

    Ein Investor, der Leitungen vergräbt, denkt in Jahrzehnten, nicht in Jahren. Da ist gerade mal etwas über der Mindestlaufzeit mit anschließender saftiger Preiserhöhung (wir reden ja nicht von <10 %) ein typisches Lockangebot.

    Dass das vornherein so geplant war, davon kann man ausgehen.

    Zitat

    Mit der neuen 2 Jahresoption für 39,90 € ist das mehr als ok.

    Das ist halt das übliche Gespiele mit der turnusmäßigen Nachverhandlung. Es wird darauf gesetzt, dass die (leitungsgebundenen) Alternativen irgendwann verschwinden und die meisten Kunden ihre Verträge irgendwann "vergessen" und dann den Listenpreis zahlen.